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Montag, 20. August 2012

Wintergoldhähnchen

Wir leben in einem alten Backsteinhaus mit sehr großem Garten. Und in diesem Garten gibt es auch sehr alte Baumbestände (besonders Nadelhölzer).
Viele stöhnen, wenn sie das hören und betonen, dass die Nadelbäume gefällt werden müssen
(ja, mir ging es am Anfang auch so).
Nur so ein alter Nadelholzbestand hat auch seine Vorteile.
Da wimmelt es von Tieren, besonders von Vögeln, die man hier selten antrifft, z.B. das Wintergoldhähnchen. Es ist winzig, winzig klein (der kleinste Vogel in Europa, ca. neun Zentimeter) und eigentlich recht unscheinbar (olivgrün). Einzig sein hellgelber Streifen auf dem Kopf ist auffällig.
Als ich es zum ersten Mal wusste ich gar nicht, wenn ich da vor mir hatte.
Ich stand am Brunnen (zwei sprudelnde Mühlensteine) und der kleinste Vogel, den ich je gesehen habe, sitzt neben und blickt mich an.
Ich verharre regungslos, und blicke zurück. Augenblicke lang. Und auf einmal schwub, ist er wieder weg.
Ich hole sofort das Vogelbestimmungsbuch und die ganze Familie sucht mit. Da: das Wintergoldhähnchen.
Und es lebt bei uns im Garten... wer will da noch Bäume fällen??

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