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Dienstag, 19. März 2013

Frau Frieda braucht ein Nest

Kaum scheint die Sonne, da ist Frau Frieda, unser Althuhn, auch schon in Not. Schimpfend gackernd läuft sie quer über den Hot in den Garten hinein. Hinter jedem Strauch, in jede Ecke schaut sie und immer wieder scheint sie nicht zufrieden. "Was hat Frieda denn heute?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. "Ich weiß auch nicht, sie ist schon den ganzen Morgen so.", amüsiert blicken wir dem laut schimpfenden Huhn hinterher (und ja, Hühner können auch schimpfen. Und fragt nicht wie!) Rasmus Rotbart und Elisabeth gehen ihr, so gut es geht, aus dem Weg. Da kommt sie auch schon wieder um die Ecke. Herausfordernd blinzeln mich ihre kleinen, schwarzen Augen an. "Was ist denn heute los mit dir, Frieda!", lächelnd schaue ich auf sie hinunter und plötzlich habe ich eine Idee. "Ich glaube, sie sucht ein Nest, eine ruhige Ecke um zu brüten!". Mein Göttergatte nickt zustimmend. Schnell greife ich mir eine alte Zinkwanne, fülle sie mit Stroh und stelle sie an eine ruhige, wettergeschützte Stelle. Frieda ist direkt hinter mir und beobachtet mich forschend. Kaum steht die Wanne, umrundet Frieda sie kritisch. Mehrmals beäugt sie den Inhalt und dann, mit einer Hüpferung, sitzt sie in der Wanne. Anscheinend ist das Stroh noch nicht ganz richtig in Form, denn Frieda schart eifrig herum. Mit einem glucksenden Gackern (ja, mit einem Aufseufzen!) lässt sie sich dann endlich nieder. Das Schimpfen hat ein Ende. Frau Frieda hat ein Nest!

Kommentare:

  1. Das hat mir gefehlt: der Anfang einer neuen "Hühnergeschichte", z.B.: Frau Frieda hat ein Nest gefunden! Ich freue mich.
    Liebe Grüße inzwischen von Uschi

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  2. Lach froh! Wie schön, dass ich Dir damit ein bissel Frohsinn schicken konnte... :) Ich hoffe, es ist alles gut?!

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