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Donnerstag, 9. Mai 2013

Fröhlichen Vatertag

Der Frühstückstisch ist hübsch eingedeckt. Papa bekommt seine Lieblingstasse. Ein Sträußchen Blumen steht auf dem Tisch und eine Kerze brennt. Unser Kleiner hat eine Papierrolle mit einem Bild und etwas selbst Geschriebenen auf den Platz meines Göttergatten gelegt und unser Großer hat ein halbes Herz mit Yogurette platziert. Es ist sieben Uhr. "So, Mama. Gib mir mal Geld. Ich fahre jetzt Brötchen holen!", mein Großer steht angezogen vor mir und hält mir die Hand hin. In null Komma nix ist er mit frischen Brötchen und Croissants im Gepäck wieder da. Endlich hört man oben im Elternschlafzimmer Schritte. Mein Göttergatte kommt verschlafen die Treppe runter. Beide Jungs stehen im Esszimmer parat. Kaum kommt mein Göttergatte zur Tür herein, fliegt ihm unser Großer um den Hals: "Fröhlichen Vatertag!" und mein Göttergatte bekommt einen dicken Schmatzer auf die Wange gedrückt. Unser Kleiner beobachtet die Situation ganz still. Mein Großer zieht sich zurück und der Kleine umschlingt die Beine seines Papas. Er sagt kein Wort. Mein Göttergatte bückt sich und drückt den Kleinen an sich. Manchmal sagen Gesten mehr als tausend Worte. So stehen die Beiden einen Augenblick lang still da. Ich grinse meine Familie mit einem Honigkuchenlächeln an: "Fröhlichen Vatertag!" rufe nun auch ich, denn diese Formulierung finde ich sehr gelungen. "Fröhlichen Vatertag!" kommt es dreistimmig zu mir zurück und Stühle, Bank und Tripp-Trapp rutschen über den Boden. Ein lustiges, wenn auch lautes Geschnatter beginnt.

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