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Sonntag, 30. Juni 2013

Nackte Hauswand

"Hast du gesehen, wie unsere Hauswand aussieht?!", mein Göttergatte schnappt sich im Vorbeigehen die Gartenschere. "Nee, welche Seite denn?", frage ich verwundert. "Die Seite, wo der wilde Wein war.", mein Göttergatte holt die Leiter raus, "Über der Garage." "Wieso denn: war?", frage ich, schon Böses erwartend. "Der Regen hat ihn wohl so schwer gemacht, dass er komplett abgerissen ist.", mein Göttergatte sieht verärgert aus. "Oh, nein!", sage ich und begebe mich zur Garage. Ein Blick nach oben, und die ganze Sache ist bestätigt. Die Hauswand ist komplett nackt. Man kann überall auf den Backstein sehen. So eine Schitte!

Regenbogen

Die Arbeit läuft dir nicht davon, 
wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. 
Aber der Regenbogen wartet nicht,
bis du mit der Arbeit fertig bist.

(Altes chinesisches Sprichwort)

Samstag, 29. Juni 2013

Fridolin wird groß

Gerade eben komme ich in den Hof und sehe wie Fridolin Hanni in den Nacken zwickt und versucht.. na, Ihr wisst schon was.. mit ihr zu machen. Es gelingt ihm noch nicht so wirklich, aber er gibt nicht auf. Jetzt gerade höre ich sein immer noch nicht perfektes Kikeriki. Es scheint so, als ob er bald wirklich der Hahn im Stall ist.

Werkbank



Ist sie nicht einfach wunderbar? Diese wunderschöne alte Werkbank. Ich habe sie bei einem Antiquitätenhändler hier in der Nähe gefunden und hätte sie am liebsten sofort für meinen Göttergatten und die Jungs gekauft. Wenn nur das liebe Geld nicht wär..!! Das gute Stück ist zwar schon über 30 Jahre, aber das macht der Tauglichkeit bestimmt keinen Abbruch. Im Gegenteil. Seufz!

Ein Stückchen Holz

Kinder wissen beim Spielen
aus allem etwas zu machen:
ein Stab wird zur Flöte,
ein Stückchen Holz zum Degen,
jedes Bündelchen wird zur Pappe
und jeder Winkel zur Hütte

(Johann Wolfgang von Goethe)

Freitag, 28. Juni 2013

Kein schöner Land

1. Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl unter Linden
zur Abendzeit.
2. Da haben wir so manche Stund,
gesessen da in froher Rund´.
Und taten singen die Lieder klingen
im Eichengrund.
3. Daß wir uns hier in diesem Tal,
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
es hat die Gnad´.
4. Nun, Brüder eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht.
In seiner Güten uns zu behüten
ist er bedacht.

Worte und Weise: Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio
( 1803 - 1869 ) nach älteren Vorlagen gestaltet.

Anscheinend bin ich heute einbissel nostalgisch, denn auch dieses Lied ist eine Kindheitserinnerung von mir. Meine Mutti und ich haben dieses Lied ganz oft vor dem Einschlafen gesungen. Und heute summe ich es schon den ganzen Tag und denke liebevoll an diese Zeit zurück.

Im Regen

Im Leben geht es nicht darum zu warten,
dass das Unwetter vorbeizieht, 
sondern zu lernen im Regen zu tanzen.

(unbekannt)

Lesen

Seid Ihr auch so Leseratten wie ich? Schon als kleines Mädchen bin ich vom Lese-Fieber angesteckt worden, allerdings erst nachdem bei mir LRS vermutet wurde (früher wurde es nur nicht so genannt!). "Schuld" an der Lese-Fieber-Ansteckung war damals meine Grundschullehrerin, sie war (ist) einfach toll! Denn es gab immer am Freitagnachmittag eine Lese-AG, dort durften nur die besten Leser der Klasse mitlesen. Es wurden Madita, Michel, Die kleine Hexe und viele andere schöne Bücher gelesen. All' meine Freundinnen durften schon daran teilnehmen, nur ich leider nicht, denn meine Lese- und Schreiberfolge waren mehr als dürftig. Das hat mich damals natürlich sehr gepiesackt. Alle Mädels meiner Schulhofbande durften mitlesen, nur ich nicht. Es hat nicht lange gedauert, da haben meine Zuhause-Leseübungsstunden Früchte getragen und meine Grundschullehrerin lud mich eines Tages nach Unterrichtsende mit den Worten: "Wenn du magst, kannst du am Freitagnachmittag gerne kommen. Wir lesen gerade von Astrid Lindgren das Buch Madita!" dazu ein. Ich weiß noch, wie ich vor Freude ganz rot geworden bin und nur noch "Ja, bitte, gerne!" stammeln konnte. Hüpfend und singend habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Hoffnung

Hoffnung ist wie der Zucker im Tee: 

Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.


(Chinesische Weisheit)

Siebenschläfertag

Heute ist Siebenschläfertag und wir müssen uns ganz fest die Daumen drücken, dass es heute nicht regnet. Denn die einzigen Bauernregeln, die ich kenne, verheißen nichts Gutes:

- Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
- Wenn’s am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
- Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.

Der Name Siebenschläfertag hat nichts mit possierlichen Tierchen "Siebenschläfer" zu tun, sondern beruht auf der Legende der Sieben Schläfer von Ephesus (heutige Türkei) im Jahr 251. Der Legende zufolge suchten sieben junge Männer, die aufgrund ihres Glaubens auf der Flucht vor dem römischen Kaiser Decius waren, Unterschlupf in einer Höhle. Sie wurden jedoch aufgespürt und Decius ließ die Höhle zumauern. Die sieben Brüder riefen Gott um Hilfe an, der sie in einen tiefen Schlaf fallen ließ, der fast 200 Jahre dauerte. Und als sie wieder erwachten wurden Christen nicht mehr verfolgt. Lange sind die Siebenschläfer als Heilige verehrt worden. Der Siebenschläfertag, der früher am 27. Juni richtig gefeiert wurde, ist heute nur noch als Lostag für das Wetter bekannt.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Entscheidungen

"Stop mal!", ich halte meinen Kleinen auf, "Du musst dich noch entscheiden." "Wofür?!", mein Kleiner bleibt stehen. "Welches deiner Kunstwerke dir am besten gefällt!", erklärt seine Kunstlehrerin Andrea ihm. Wir sitzen bei uns im Garten und trinken Kaffee. "Wir wollen bei der Ausstellung einen Tisch machen auf dem alle Lieblingswerke zu finden sind.", fährt sie fort. Mein Kleiner runzelt die Stirn und überlegt: "Also, die Kiste mit dem Maulwurf ist toll, aber das Seidentuch auch!" Andrea hält ihm noch einmal seine riesengroße Lego-Tüte mit allen Werken vor die Nase. Mein Kleiner macht einen Schmollmund, greift in die Tüte und sagt besorgt: "Die Blumen bleiben aber hier, die gehören Mama!" "Aber Hase!", beruhige ich ihn, "Wir bekommen doch alle Sachen zurück. Andrea braucht sie doch nur für die Ausstellung." Etwas zögerlich schaut er uns an: "Ok! Dann die Blumen!" Andrea nickt erleichtert, mein Kleiner dreht sich um und geht. Im Gehen wirft er noch einen Blick über die Schulter und ruft: "Oder das Seidentuch, oder den Maulwurf." Andrea und ich seufzen vereint und müssen lachen. Ja, Entscheidungen zu treffen ist gar nicht so einfach!

Im Traum kann ich fliegen



Vernissage im Kinderatelier
Samstag 06.07.2013
14.00 bis 17.00 Uhr im Garten

"Das Kinderatelier", Andrea Much,
Rheinberger Straße 273, 47475 Kamp-Lintfort

Verbene (Eisenkraut)



Aus der Gattung Verbena existieren etwa 250 Arten, von denen die wohl bekannteste das einheimische Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) ist, eine uralte Heilpflanze, die schon die keltischen Druiden kannten. Züchtungen lieferten die Gartenverbenen, aufrecht wachsende Pflanzen von 25 bis 100 cm Höhe, die in vielen Farben, ein oder zweifarbig, ab Juni blühen. Aber es gibt sie mittlerweile auch als Hängeverbena oder als Hochstämmchen. Sie mögen einen hellen bis vollsonnigen, luftig warmen Standort bei 16-25 °C. Die Blüte reicht von Mai bis Oktober (bzw. zum ersten Frost), wenn abgeblühtes regelmässig ausgeknipst wird. Wenn die Blüte nachlässt, verhilft auch ein leichter Rückschnitt zu neuem Austrieb. Die Erde sollte stets gleichmässig feucht gehalten werden. Niemals darf die Pflanze austrocknen, auch Staunässe sollte tunlichst vermieden werden. Ausserdem sind sie für eine gute Nährstoffversorgung dankbar. Ich habe mich für Hängeverbenen entschieden und sie einfach in zwei hübschen Körben an eine langweilige Sichtschutzwand aus Holz gehängt. Jetzt sieht sogar meine Giersch-Ecke irgendwie kultiviert aus.. grins schief!!

Dienstag, 25. Juni 2013

Gute Laune

Nichts in der Welt 
wirkt so ansteckend wie Lachen
und GUTE LAUNE.

(Charles Dickens)

Das Fass



Unser Fass ist eingebuddelt! Schaut es nicht einfach klasse aus?! Und es wird genauso gerne benutzt, wie ich es gehofft habe. Juchu!!


Vernäht und zugestickt



Ihr habt es gestern vielleicht schon erraten: es war mein Schneiderlein, das gestern Geburtstag hatte. Und da ich selber von meinem Geschenk ganz begeistert bin (ja, ja.. ich weiß Eigenlob stinkt! Sorry.. aber man sollte ja auch immer nur das verschenken, welches man selber am liebsten mag!), muss ich es heute mal als Bücher-Tipp posten. "Vernäht und zugestickt" heißt es. Und es ist genauso, wie man sich ein Retro-Schneiderlein-Buch vorstellt. Ich habe es gesehen und gedacht: "Das ist das Geburtstagsgeschenk für mein Schneiderlein!" Das Ansichtsexemplar konnte ich fast gar nicht mehr zurück ins Regal stellen, so entzückt war ich. Mit wunderschönen, aber auch einfachen Näh-Ideen. Alles in wunderbaren Retro-Stoffen. Angefangen von Baby-Kleidchen, über Tischsets und Kissen, bis hin zu Mobiles. Einfach herzallerliebst!
Und wieder einmal denke ich leise: "Ach, männo! So ein Töchterlein wäre doch einfach toll!" Psst..!!

Montag, 24. Juni 2013

Freundin für's Leben

Du bist eine Freundin für's Leben,
eine wie Dich wird's für mich nie mehr geben,
seit Du an meiner Seite bist,
weiß ich genau was Freundschaft ist.
Ich schreibe Dir an diesem Tag,
wie wertvoll Du bist und wie sehr ich Dich mag,
zum Geburtstag viel Liebe und Glück,
wir sehen gemeinsam nach vorn,
und nie mehr zurück!

Happy Birthday, Sumse!
Me, and the hole family.

Flapp, Flapp, Flapp

Kennt Ihr diese Watscheltiere aus Holz? Die man als Zwerg mit einem Stock so vor sich herschieben kann? Meine Jungs hatten sie auf jeden Fall. Einmal als Frosch und einmal als Drache. Diese Holztierchen haben Räder als Füße, an denen Leder befestigt ist. Jeder "Schritt" hört sich so an: "Flapp, Flapp, Flapp!!" Und genauso hört sich unser verrücktes Hähnchen an. Gestern Abend als mein Göttergatte und ich die Hühner wieder in ihren Stall gescheucht haben, sind uns vor Lachen die Tränen gekommen. "Guck, dir diesen verrückten Hahn an!", mein Göttergatte verfolgt breit grinsend die Versuche des Hähnchens uns zu entkommen. "Flapp, Flapp, Flapp!!", macht es und seine, noch viel zu großen, Füßen schlappen über den Boden. Er sieht so urkomisch aus, wie er die Beine nach vorne schmeißt und seine noch zu langen Flügelfedern über den Boden wischen. "Flapp, Flapp, Flapp!", und mir kommen die Tränen, vor Lachen. "Flapp, Flapp, Flapp!" Seriös und würdevoll sieht echt anders aus.. lach!!

Sonntag, 23. Juni 2013

Blick aus dem Fenster



Wenn ich aus unserem Wohnzimmerfenster schaue, blicke ich jetzt im Juni auf ein Meer von Rosen-Blüten: "New Dawn" heißt diese wunderbar zarte, hell-rosa Rose. Eine echte Augenweide! Dieses Jahr besonders, denn so eine Blütenfülle hatten wir bisher noch nie (allerdings hatten wir auch noch nie so mit Blattläusen zu kämpfen, wie in diesem Jahr.. mmpf!). Mittlerweile schmückt sie unsere Hausfront seit fünf Jahren und hat eine Höhe von fast drei Metern erreicht. Mein Göttergatte und ich hätten es gerne, wenn sie irgendwann einmal die gesamte mittlere Hausfront einnehmen würde. Eingerahmt von wilden Wein und Efeu. Romantisch, gelle?!

Geburtstagsliedchen

Ein Engel schaut von oben runter,
holt schnell die Sterne, die singen munter
ein Geburtsliedchen nur für Dich, 
einfach so, weil es Dich gibt!


Liebe Jeani-Maus!

alles, alles Liebe zum Geburtstag. 
Habe einen ganz wunderbaren Tag!

Deine Patenfamilie.

Samstag, 22. Juni 2013

Sonnenwende

Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft'gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl.

(Ludwig Uhland)

Trevlig Midsommar!

"Trevlig Midsommar!" ertönt es heute in ganz Schweden. Es ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Der Freitag vor Midsommar wird midsommarafton (Mittsommerabend) genannt und der Samstag midsommardag (Mittsommertag). Am Mittsommerabend wird ein geschmückter Baumstamm aufgerichtet, der Mittsommerstange genannt wird. Der Stamm wird mit Blättern und Blumen geschmückt und aufgerichtet, danach wird im Kreis um ihn herum getanzt. An Mittsommer isst man die ersten Jungkartoffeln. Sie werden zusammen mit Hering (Sill), Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse serviert. Zum Nachtisch gibt es frische schwedische Erdbeeren mit Sahne. Unverheiratete Mädchen pflücken in der Nacht schweigend sieben Sorten wilder Blumen von sieben verschiedenen Wiesen, die sie dann unter ihr Kopfkissen legen. Dann sollen sie der Legende nach von der Liebe ihres Lebens träumen. Aber sie dürfen am nächsten Tag niemandem erzählen, von wem sie geträumt haben, sonst geht der Traum nicht in Erfüllung. Hört sich das Alles nicht einfach toll an? Ein Fest das zum Nachmachen animiert: eine nicht enden wollende Mittsommerparty! Mit Blumen im Haar, barfuß um die Mittsommerstange tanzen. Dabei Trinkliedern singen, ab und zu einen herben Kräuterschnaps schnabulieren oder einen Hering in Sauerrahm futtern. Und das alles noch draußen, mit guten Freunden und der ganzen Familie! Jedes Jahr denke ich, das will ich auch! Das ist mein Fest! Und da ich dieses Jahr die Gelegenheit leider wieder verpasst habe, nehme ich es ganz fest für nächstes Jahr vor.

Freitag, 21. Juni 2013

Der dicke Waldemar

1 Kommentar:

  1. Ich hätte da noch ein kleines Fahrrad. Frag mal Deine Hühner, wie es damit aussieht. ...ha....ha...

    (Anders ging es leider nicht mit dem Bild.)

    Bild in Originalgröße anzeigen

Nein, Danke! Denn, wie man sieht, bringt der dicke Waldemar immer sein eigenes Rädchen mit... kicher!!

Ein Spielhäuschen für die Küken

Das Telefon klingelt. "Hallo! Wir brauchen unser Spielhäuschen nicht mehr, die Jungs sind jetzt schon zu groß. Willst du es für deine Hühner haben?", fragt meine Freundin, "Jetzt wo bald deine Küken rüber kommen, könntest du doch noch gut einen zweiten Stall gebrauchen." Vor meinen geistigen Auge erscheint das Spielhäuschen: massiv aus Holz mit Fenster, Tür und Holzboden vom Opa gebaut. "Na klar, will ich das!", ich bin ganz aus dem Häuschen, "Das ist eine supertolle Idee! Ich habe mir schon solche Gedanken gemacht, wo ich die zwei kleinen Hähnen hinstecken soll." "Ihr müsst das Spielhäuschen nur mit dem Hänger aus dem Schrebergarten holen!", meine Freundin schmunzelt. "Machen wir. Sobald mein Göttergatte wieder im Lande ist, kommen wir rum!", ich freue mich riesig und überlege jetzt schon wie wir das Häuschen hühnertauglich bekommen. Kaninchendraht vor die Fenster, ein Regal für die Eiablage oder auch nur einen alten Korb, alles schön gepolstert mit Stroh und der alte Kaninchenauslauf mit Netz als Aussengehege. Jiiippiih! So, wird es wohl gehen! Danke, Du bist ein Schatz!

Freuen

Wer sich heute FREUEN kann,
der soll nicht warten bis morgen.

(Johann Heinrich Pestalozzi)

Donnerstag, 20. Juni 2013

Fridolin kräht

Da steht er nun, unser verrücktes Hähnchen. Er stemmt beide Krallen in den Boden, hebt seinen Oberkörper an und wirft seinen Kopf in den Nacken. Alle Federn sträuben sich. Einzeln. Es sieht echt zum Schießen aus (oh, Schreck.. natürlich nicht, man sagt es halt so.. grins!!). Es kommt ein kleines Krächzen aus seiner Kehle. Immer und immer versucht er es. Vergeblich. Er macht eine kurze Pause und bereitet sich erneut vor. Ich beachte ihn gar nicht weiter, grinse vor mich hin und prussle weiter in meinem Garten rum. Plötzlich ertönt ein leises, aber doch erkennbares, Krähen direkt in meiner Nähe und Fridolin geht hocherhobenen Hauptes an mir vorbei. Wenn ich mich jetzt nur einbissel bewegen würde, würde er vor Schreck zusammenzucken und sich schleunigst aus dem Staub machen. Aber ich halte still und er schreitet würdevoll an mir vorbei. Seine beiden Äuglein blinzeln mich an und mir scheint, als ob er sagen wolle: "Siehste! Ich kann es doch schon!"

Hitzefrei

"Hoppla, was machst du denn schon hier?" verwundert blicke ich meinen Großen an. Es ist erst 11:30 Uhr und mein Großer steht nassgeschwitzt, noch mit Fahrradhelm auf, vor mir. Sein Kumpel steht direkt hinter ihm. "Hitzefrei!" erläutert er mir kurz und knapp, "Wir wollen gleich ins Freibad! Geht das?", er macht eine kleine Kopfbewegung in die Richtung seines Kumpels. "Na, klar!", antworte ich, "Wann macht das Freibad denn auf?" "Um zwei Uhr.", informiert er mich, "Und dann wollen wir auch direkt hin!" Ich nicke. Mein Großer nimmt den Helm ab und pustet sich die Haare aus dem Gesicht: "Bis gleich dann!", er nickt seinem Kumpel zu. "Jo, bis gleich!", antwortet dieser und trollt sich davon.

Sommer

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze, 
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe 
lächelt unter Sturm und Wettern.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Mittwoch, 19. Juni 2013

Heckenrosen


Die schwarze Katze

"Die schwarze Katze!!", rufe ich voller Schreck aus und lasse meinen Kaffee Kaffee sein und renne so schnell ich kann in den Garten. Gerade eben habe ich die Hühner in den Garten gelassen und will mir nur noch einen Kaffee machen, um ihn mit nach draußen zu nehmen, da sehe ich sie - die schwarze Katze. Meine unwissenden und unschuldigen Hühner picken und scharren, so voller Freude endlich im Garten zu sein, dass sie ganz vergessen Obacht zu geben. Ich schreie und wedele mit den Armen, aber die schwarze Katze gibt noch nicht auf. Mit anliegenden Ohren schleicht sie in Richtung Hühner. Da, endlich bin ich nah genug, um ihr Angst einzujagen. Ich scheuche meine Hühner in das Außengehege. Das ist ein sehr mühseliges Unterfangen, denn sie wollen natürlich nicht, gerade eben erst dem engen Hühnerstall entkommen. Endlich sind sie wieder im Stall. Schimpfend gehe ich zurück zum Haus und laufe an unserer Katze vorbei, die genüsslich in der Sonne liegt: "Bremse, kannst du nicht besser aufpassen. Das ist doch hier dein Revier!!"

Tropennacht

Eine Tropennacht ist eine Nacht, in der das Minimum der Lufttemperatur ≥ 20 °C beträgt. Tropennächte sind in Deutschland sehr selten. Es gibt hier bei uns im Mittel weniger als eine Tropennacht pro Jahr. Aber heute Nacht war es schon soweit, es waren heute Nacht konstante 21 °C  (Wie mein Außenthermometer mir gezeigt hat.) Kein Wunder, dass es gleich anfangen soll zu donnern und zu blitzen. Und ich hoffe, Ihr habt trotzdem gut geschlafen..grins!

Nur Familie

Meine Jungs und ich toben gerade im Pool als es an der Hofglocke bimmelt. Ein "neuer Freund" meines Kleinen und seine Mama stehen plötzlich bei uns im Garten. "Hallo!", sagt die Mama grinsend, "Und hier ist heute eine Pool-Party!" Verdutzt schaue ich sie an: "Ja?!" Der "neue Freund" ist ruckzuck aus seinen Sachen raus und springt in unseren Pool. "Na, ja.", denke ich so bei mir, "Hat der Kleine wohl organisiert!" Die Mama und ich trinken noch gemeinsam einen Kaffee und dann ist sie auch schon wieder weg. Aber mein Kleiner ist total unglücklich. "Komm mal her!", fordere ich ihn auf und ziehe ihn, auf der Hoftreppe sitzend, in meine Arme, "Was ist denn los?" Und schon kullern Tränen aus seinen Augen: "Ich habe DEN gar nicht eingeladen, der ist einfach so kommen!", er schmiegt sich eng an mich, "Ich habe in der Schule nur gesagt, dass wir heute in den Pool gehen. Und das will ich auch. Aber nur wir, nur unsere Familie!"

Dienstag, 18. Juni 2013

Sommer

Uupps.. da kommt wohl, der Sommer. Die ganzen letzten 14 Tage war es hier bei uns am linken Niederrhein schon schön sommerlich warm, aber Heute und Morgen sollen es bis zu 35 Grad werden. Die Jungs freuen sich schon. "Swimmingpool, wir kommen!", so lautet unsere Devise. Planschen, tauchen, döppen, schwimmen üben und Aaaarrrsssscchhbbboooommmbbbee! Am Donnerstag und Freitag soll es dann leider Wärmegewitter geben, bis hin zum Unwetter: 14,20 l/m²/pro Tag Wasser sollen fallen. Wenn das mal nicht Land unter bedeutet! (Aber wir wollen uns mal nicht beschweren, wo es den Rest Deutschland so schlimm getroffen hat. Die armen Menschen!)

Gute Nachbarn

Gute Nachbarn 
sind ein echter Schatz.

(unbekannt)

Päonien



Ich komme heute Morgen in unser Esszimmer und im ganzen Raum duftet es nach Pfingstrosen (Päonien). Mein freundlicher Hühner-Nachbar stand gestern nämlich am Gartenzaun: "Frau Nachbarin! Ich habe hier was für dich!" Mit einem Blick auf seine Hände lasse ich alles stehen und liegen und beeile mich zum Gartenzaun zu kommen. Mein netter Nachbar streckt mir einen wundervollen Strauß mit Pfingstrosen entgegen: "Hier bitte schön, die sind für dich. Wenn es wirklich so warm werden soll, wie angekündigt, sind sie morgen Abend, am Strauch gelassen, hin. Da kannst du sie besser mit rein nehmen und sie noch drei, vier Tage genießen!" Und das tue ich: welch' herrlicher Duft und diese wunderbaren Blüten. Einfach toll! Vielen lieben Dank, Herr Nachbar!!

Montag, 17. Juni 2013

Fass mit Schwenk-Pumpe

Ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt und uns ein Fass mit Schwenk-Pumpe bestellt. Hauptsächlich für die Kinder, damit sie nicht immer den Gartenschlauch mit in den Sandkasten nehmen, denn einbissel sollte auch Matschwasser erarbeitet sein, gelle?! Aber auch für mich sollte es sein, denn wenn ich nur mal eine Gießkanne voll Wasser brauche, will ich nicht immer die elektrische Brunnenpumpe aktivieren. So war der Plan! Heute war es dann soweit: das Fass wurde angeliefert. Aber, oh Schreck, es ist ein gebrauchtes Fass (das war mir gar nicht so bewusst) und schon bei dem Herausholen des Fasses aus dem LKW roch es wie nach einer sehr ausschweifenden Fete.. kicher! Jetzt hoffe ich nur, dass meine Jungs nicht jeden Abend völlig beschwipst sind. (Ich muss ständig an die kleinen, beschwipsten Äffchen aus "Die Wüste lebt!" denken, nachdem sie die gegorenen Früchte verputzt hatten.. grins!) Mal sehen was mein Göttergatte sagt, wenn er das Fass zum ersten Mal in Augenschein nimmt!

Ordnung



"Wo ist denn meine Gartenschere?!", mein Göttergatte sieht sich suchend im Schuppen um. Mittlerweile hat er alle Plätze, wo die Schere liegen könnte, durchgesehen. "Schau mal um die Ecke, ich habe eine alte Garderobe von außen an die Schuppenwand befestigt.", rufe ich zurück, "Dort wo der leere Blumentopf immer gehangen hat. Da sind jetzt auch alle Schnüre dran." "Meinst du, da hängen sie gut? Was ist, wenn es regnet?" Bepackt mit Schüppe und Rechen gehe ich an meinen zweifelnden Göttergatte vorbei: "Was meinst du denn, warum mir an dieser Stelle immer alle Blumen eingegangen sind?", frage ich ziemlich schnippisch und beantworte einlenkend meine Frage selbst, "Weil dort nie Regen hingekommen ist und ich sie immer vergesse habe."

Papierkorb

Die Basis
einer gesunden Ordnung
ist ein großer Papierkorb. 

(Kurt Tucholsky)

Sonntag, 16. Juni 2013

Bilderbuch-Garten

"Wie machst Du das bloß?!", mein freundlicher Hühner-Nachbar steht am Gartenzaun, "Du hast jedes Jahr so wunderschöne Löwenmäulchen!" Verwundert schaue ich auf meinen Pflanztrog und muss lachen: "Gar nicht's mache ich. Ich habe ein Mal eine Staude gekauft und anscheinend kommt sie immer wieder." "Ich versuche schon seit Jahren Löwenmäulchen in meinen Garten zu bekommen, aber es klappt einfach nicht. Eine Saison, und im nächsten Jahr: nichts!! Ich fange jedes Jahr neu an." Er schaut mich resigniert an und ich zucke entschuldigend die Schultern. Noch jetzt wundere mich schmunzelnd darüber, denn mein Hühner-Nachbar hat den grünsten Daumen, den ich mir vorstellen kann. Ein Garten wie im Bilderbuch, und mein Garten? Tja, eher ein Comic-Strip in der Lokalzeitung.. Lach!

Löwenmäulchen-Witz

Warum liegt ein Gärtner mit einem Gewehr bewaffnet im Garten?
Weil er das Löwenmäulchen erlegen will.

Haha..
Ich weiß, da gab es schon bessere Witze.
Aber trotzdem musste ich schmunzeln.. grins!

Das Löwenmäulchen



Ich liebe Löwenmäulchen, schon als Kind hatten die Löwenmäulchen einen ganz besonderen Stellenwert bei mir. Denn es gab direkt am Vereinsheim "unseres" Sportplatzes ein Beet über und über mit Löwenmäulchen bedeckt. Immer wenn ich darauf gewartet, das die eine oder andere Veranstaltung beendet wurde, habe ich mir eine Blüte geschnappt. Fasziniert habe ich dann die Blüte mit zwei Fingern zusammen gedrückt und beobachtet wie das Löwenmäulchen das Mäulchen auf und zu macht..wwwhhhaaarrr! Leider habe ich mir auch ganz oft einen Anpfiff dafür abgeholt. Für mich damals unverständlich. Und heute würde ich es nicht anders machen.. lach!! Das Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) zählt zur Familie der Rachenblütler. Es gibt viele verschiedene Arten. Das hierzulande heimische Löwenmäulchen strahlt rosa, gelb, weiß und rot in den Gartenbeeten. Sein samtiges Aussehen mit den lippenartigen Blüten verlieh ihm den Namen “Löwenmäulchen.” Das schmale Laub der krautigen einjährigen Pflanze (so steht es jedenfalls geschrieben, allerdings habe ich eine eine Staude, die schon drei Jahre alt ist und immer wieder neu ausschlägt) schimmert dunkelgrün und wirkt eher unscheinbar. Es wird etwa 40 bis 50 Zentimeter hoch. Ihre Blütezeit dauert vom Juli bis in den Oktober hinein. Löwenmäulchen sind dankbare Schnittblumen, die sich lange in der Vase halten. Das Löwenmäulchen ist anspruchslos und kommt mit jedem Gartenboden zurecht. Es behagen ihm sonnige Standort besonders gut. Mit seinem ausgedehnten Wurzelgeflecht schützt es sich vor Trockenheit. Wer kleine Jungpflanzen im Frühjahr kauft, kann sie gleich in den Garten setzen. Eventuell noch auftretende Nachtfröste machen dem Löwenmäulchen nichts aus. In der Gesellschaft von Ringelblumen, Dahlien und Pfingstrose entfaltet diese, etwas nostalgische Bauergartenblume ihren ganzen Charme.Wer das Löwenmäulchen selbst ziehen möchte, kann damit im zeitigen Frühjahr im Frühbeetkasten beginnen. Ab April können die Samen ins Freiland an Ort und Stelle ausgesät werden. Als organischer Dünger eignet sich Kompost wunderbar für die Versorgung des Löwenmäulchens. Verblühtes sollte regelmäßig entfernt werden, damit neue Blüten nach wachsen können.

Samstag, 15. Juni 2013

Atemzüge

Dein Leben wird nicht nach 
der Anzahl deiner Atemzüge gemessen, 
sondern nach den Momenten,
die dir deinen Atem rauben.

(Unbekannt)

Küken-Alarm

Heute sind die Küken genau vier Wochen alt! Noch mal vier Wochen und sie kommen rüber zu uns. Oh, Mann! Dann haben wir drei Hähne, hoffentlich geht das gut!! Also, falls jemand gerne einen Chabo-Hahn haben möchte, bitte melden!!

Freitag, 14. Juni 2013

Verkehrserziehung



"Wir fangen mit einem gemeinsamen Klingeln an!", ruft die Lehrerin, nachdem sie die aufgeregten Kinder endlich beruhigt bekommen hat. Ein fröhliches Klingeln tönt über den Schulhof. Ich stehe bereit, direkt an der ersten Position. Bei mir muss man winken und danach "Slalom fahren", bei meiner nächsten Kollegin wird abgeklatscht, dann wieder Slalom, eine enge Kurve, an kleineren Hütchen vorbei, wieder abklatschen und so geht es weiter, immer im Kreis. Alle Kinder sind hoch motiviert, obwohl man staunen kann, wie unterschiedlich sie doch alle sind: es gibt ängstliche, coole, vorsichtige, dreiste und freundliche Kinder. Aber alle Kinder machen ein freudiges Gesicht. Alle Helfer übrigens auch. Die Stimmung ist wirklich fröhlich, wenn auch diszipliniert. Es ist echt niedlich, die eifrigen Erst- und Zweitklässler zu beobachten. Mit einem erneuten Klingeln geht die Radfahrstunde zu Ende. Und ich bin wirklich froh, dabei gewesen zu sein. Mit einem zufriedenen Lächeln steige ich auf mein Hollandrad und radle wieder nach Hause.

Natur



Die Liebe ist der Stoff, den die Natur gewebt
und die Phantasie bestickt hat.

(Voltaire)

Donnerstag, 13. Juni 2013

Schreiben strengt an

"Mama, ich kenne eine Geschichte. Kannst du mir helfen sie zu schreiben?", mein Kleiner blickt fragend zu mir auf. "Ok!?", antworte ich. "Am Computer, meine ich. So wie du immer schreibst.", mein Kleiner zieht die Stirn in Falten, "Jetzt!" Er zieht an meiner nassen Hand, etwas widerwillig lege ich das Geschirrhandtuch weg  und er dirigiert mich ins Büro. "Willst du auf meinen Schoss kommen?", frage ich. "Nee, du brauchst ja beide Hände!" er bleibt entschlossen neben mir stehen und erklärt mir, "Ich erzähle dir jetzt eine Geschichte und du schreibst sie auf. Ok?!" "Ich bin bereit!", sage ich breit grinsend. Und mein Kleiner beginnt zu erzählen, nein, er beginnt zu diktieren. Denn sobald er merkt, dass ich nicht mehr mitkomme, macht er eine Pause und sagt den bereits gesagten Satz noch einmal. Er ist voller Ernst bei er Sache und schon bald ist seine Geschichte zu Ende. "Arnold, der Ritter! So, soll der Schreiber heißen!", bestimmt mein Kleiner und fügt hinzu: "Man sagt ja nicht wie man richtig heißt, nicht wahr?!" "Das ist ja eine tolle Geschichte!", lobe ich ihn. Und später am Abend frage ich ihn: "Wäre das nicht schön, wenn du deine Geschichte selber aufschreiben könntest?" (Man versucht ja zu motivieren, wann immer es geht.. grins!) Mein Kleiner zuckt mit den Schultern: "Nee, das wäre mir viel zu anstrengend!"

Lächeln

Die Freude und das
LÄCHELN
sind der Sommer des Lebens.

(Jean Paul)

Arnold, der Ritter

Oder, die Erdgeschichte aus der Sichtweise eines Erstklässlers.

Es war einmal ein großer Klotz aus Stein und Erde. Da lebte irgendetwas. Man wusste aber nicht was. Der Erdkern dieser Welt war die Sonne. Um den Erdkern herum gab es Planeten. Dann hat der Klotz sich aufgelöst, dann gab es ganz viele Planeten. Einer davon hieß Erde. Und dann kamen die Bäume und die Blumen. Plötzlich wusste man wie die Lebewesen hießen, man nannte sie Tiere. Dann kamen die Menschen, die Organe in sich drin haben und sie hatten die Fähigkeit zu sprechen, zu fühlen, zu laufen. Die Menschen hatten Äxte, um Bäume damit zu fällen. Erst waren die Häuser aus Höhlen, dann waren die Häuser flach und hatten eine Mauer und ein Dach aus Holz. Die Menschen hatten Speere um zu jagen. Dann passierte etwas: ein lautes Bumm! Die Erde bebte. "Ein Erdbeben schnell in die Häuser!" riefen die Menschen. Als das Erdbeben vorbei war, kamen andere Tiere. Sie hießen Dinosaurier, manche fraßen Pflanzen und manche fraßen Fleisch. "WWWWAAAAHHHRR!!!!", ein T-Rex kam zu den Menschen. Die Menschen riefen: "Schnell in den Wald, da sieht er uns nicht!" Aber dann kamen noch zwei andere Dinos, die beschützen die Menschen. Zum Glück gab es eine Lichtung und die Menschen bauten ein Lager. Die Menschen mussten sich stärkere Waffen bauen, denn es kamen immer schlimmere Dinos zu alten Lichtung. Man nannte die neuen Waffen Schwerter. Dann ist den Menschen aufgefallen, das die Dinos nicht Eisen kaputt machen konnten und sie machten sich Rüstungen. Damit sie die Dinos in die Flucht schlagen konnten, machten sie  noch mehr Waffen, man nannte sie Pfeil und Bogen und Armbrust. Dann bauten die Menschen eine Burg aus Steinen. Die Menschen bauten Kanonen mit Kanonenkugeln und viele Boote. Es kamen immer mehr Menschen und immer mehr Hütten wurden gebaut. Aber es gab auch noch einen Vulkan, dort lebten Dinos. Eines Tages brach der Vulkan aus. Die Dinos hatten böse Menschen als Reiter und griffen die Burgen an. Es gab eine Schlacht. Keiner gewann. Denn manche Dörfer verbündeten sich und stellten sich gegen die bösen Reiter und bösen Dinos. Es kamen immer mehr böse Dinos und die Mauern aus Stein und Holz gingen kaputt, aber es gewann niemand.
Diese Geschichte wurde von "Arnold, dem Ritter" geschrieben.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Unerfüllte Erwartungen

Fällt es Euch auch manchmal schwer, alle Erwartungen zu erfüllen, die Eure lieben Mitmenschen insgeheim an Euch stellen? Für mich jedenfalls ist es oft eine sehr schwierige Aufgabe allen Anforderungen gerecht zu werden. Denn zu meinen eigenen, zu erfüllenden Erwartungen, gesellen sich noch viele (ich behaupte mal: fast alle) meines Göttergatten und meiner Kinder hinzu, ob ich will oder nicht. Das Vermitteln bei zwischenmenschlichen Beziehungen ist, so scheint es mir, die Aufgabe der Frau im Haus. Sei es Geschenke jeglicher Art zu besorgen, Streit zu schlichten oder auch nur Glückwünsche zu entrichten - all' dieses fällt anscheinend in meinen Aufgabenbereich, und sei es nur in den Augen meiner Lieben. Und was soll ich sagen, ich finde es sehr ermüdend. Denn auch meine, mir wirklich zu eigene, Herzlichkeit braucht manchmal ein wenig Unterstützung!

Die Himbeere

Unser Himbeer-Strauch hängt voller Früchte, nur leider sind alle Beeren noch ganz grün. Wir (Großer, Kleiner und ich) können es fast gar nicht abwarten, dass sie leuchtend Rot werden. Himbeeren sind tolle Sommerfrüchte, denn sie enthalten viele Vitamine und schmecken himmlisch süß! Himbeeren wachsen an bis zu 2 Meter großen Himbeer-Sträuchern und mögen Halbschatten mit gemäßigten Temperaturen. Man kann Himbeeren auch prima auf dem Balkon in Töpfen aufziehen. Wichtig ist, dass die Pflanzen mäßigem Sonnenlicht ausgesetzt sind und regelmäßig gegossen werden – Staunässe sollte man vermeiden, da Himbeeren empfindliche Wurzeln haben. Die Erntezeit von Himbeeren richtet sich nach der Himbeer-Pflanze: Sommer-Himbeeren tragen ihre Früchte im Juni und Juli, während Herbst-Himbeeren zwischen August und Oktober geerntet werden können. Wenn die Himbeeren leuchtend rot am Strauch hängen, ist Erntezeit. Himbeeren werden zur Ernte vom Fruchtboden, dem sogenannten Zapfen, abgepflückt. Da die Früchte sehr druckempfindlich sind, sollten sie am besten frisch nach dem Pflücken gegessen werden, aber das ergibt sich sozusagen fast von selbst. Oder glaubt Ihr, dass bei uns im Kinder-Gärtchen ein Vorrat wachsen kann.. lach?!

Im Garten

Die hohen Himbeerwände
Trennten dich und mich,
Doch im Laubwerk unsre Hände
Fanden von selber sich.

Die Hecke konnt' es nicht wehren,
Wie hoch sie immer stund:
Ich reichte dir die Beeren,
Und du reichtest mir deinen Mund.

Ach, schrittest du durch den Garten
Noch einmal im raschen Gang,
Wie gerne wollt' ich warten,
Warten stundenlang. 


(Theodor Fontane)

Himbeere gehäkelt

LM=Luftmasche
KM= Kettmasche
FM=Feste Masche
Stb=Stäbchen


Anleitung

Zuerst einmal die Beere der Himbeere:
Wir schlagen 3 LM an und bilden daraus mit einer KM einen Ring, in den 5 FM kommen.
1. Runde: 1 FM, Zunahme, 1 FM, Zunahme, 1 FM
2.-3. Runde: Ohne Zu- und Abnahme häkeln
Das Häkelteil wird mit der Füllwatte gestopft. Danach nehmen wir jede zweite Masche bis zum Schluss ab.

Die Himbeere hat zwei kleine Blätter. Sie werden folgenderweise gehäkelt:
Wir schlagen 3 LM an und wenden die Häkelarbeit. Die Häkelnadel wird in die vorletzte Masche gesteckt und eine FM wird gehäkelt. In die nächste LM häkeln wir noch eine FM

Die beiden Blätter werden mit der Himbeere zusammengenäht.

Dienstag, 11. Juni 2013

Will das Glück nach seinem Sinn

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin,
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum Du Dich bemühst
Möge Dir gelingen.


(Wilhelm Busch)

Geburtstagswünsche

Heute ist ein ganz besonderer Tag:
Zwei ganz wunderbare Freundinnen haben heute Geburtstag!
Und mein Schwiegerpapa hat heute vor einem Jahr einen
weiteren Geburtstag geschenkt bekommen. Er feiert somit seinen
ersten 2ten Geburtstag (oder seinen zweiten 1ten Geburtstag?!)

Deshalb an dieser Stelle: Alles Liebe!
Schön, dass es Euch gibt.
Piep.

Ein Huhn, oder Gummiball-Kanon

Ein Huhn, das fraß,
man glaubt es kaum,
die Blätter von ´nem Gummibaum,
dann ging es in den Hühnerstall
und legte einen Gummiball!


Dieses Lied gehört auch schon seit der Spielgruppenzeit auf unsere familieneigenen Top-100-Liste. Obwohl es ist gar nicht so einfach ist, wenn die Kleinen einen Kanon singen wollen.. lach!! "Mama, fang du an! Dann ich, dann du und dann du Papa!", mein Großer sitzt im Auto und zeigt mit dem Zeigefinger die Reihenfolge an. Ich fange an: "Pock, Pock, Pock, Pock. Ein Huhn..!" Mein Großer steigt ein: "Ein Huhn..!" Mein Kleiner fängt mit dem Lied an und steckt sich sofort die Finger in die Ohren, denn sonst kann er sich nicht auf den Text konzentrieren. Mein Göttergatte grinst über beide Ohren (das hat er sich bestimmt nicht in seinen kühnsten Träumen so vorgestellt) und beginnt zu singen. Endlich sind alle mit ihrem Text soweit durch und mein Kleiner nimmt, mit einem Ploppen, die Finger aus seinen Ohren. Wir alle brechen in Gelächter aus. Und mein Kleiner ruft: "Nochmal!!"

Montag, 10. Juni 2013

Gute Laune

GUTE LAUNE 
kann man 
fast zu allem tragen.

(Klaus Klages)

Stadtkind

"Mama, ich habe vorhin ein Huhn auf dem Arm gehabt!", unsere Patentochter hüpft aufgeregt vor ihrer Mama auf und ab. "Und!", sagt sie bedeutungsvoll in meine Richtung, "Ich habe vier Eier im Hühnerstall gefunden! Darf ich die haben?" "Ja, klar!", sage ich und schiebe noch schnell einige Worte hinterher, "Die müssen aber noch gekocht werden!" "Mama, machst du das für mich?", fragend blickt sie mein Schneiderlein an. "Wenn du das möchtest!", erwidert mein Schneiderlein. "Du musst sie aber noch gut einpacken!", bestimmt mein Patentöchterlein. "Mach ich." antworte ich amüsiert und begebe mich in die Küche. Ihr große Schwester kommt mir entgegen. "Was machst du da?", fragt meine Herzenstochter interessiert und beobachtet, wie ich die Eier vorsichtig in Zeitungspapier einrolle. "Ich packe die Eier ein.", sage ich. "So?", meine Herzenstochter runzelt die Stirn. "Ja, so!", erwidere ich, "Früher als ich klein war, wurden die Eier immer so verpackt, aber da kamen sie auch immer frisch vom Bauern, da gab es keine Eierkartons!" "Das kenne ich gar nicht." beteiligt sich mein Schneiderlein, "Aber ich bin auch ein Stadtkind!"

Sonntag, 9. Juni 2013

Panzermännchen vs. Dinos



Vor ein paar Jahren: "Mama, kann ich auch so Panzermännchen haben? Biiiiitttttteeee!", mein Großer steht bettelnd vor, "Der Tom hat auch welche??!!" (Panzermännchen sind kleine Soldaten aus Plastik.) "Nein!", sage ich entschieden, ich hasse militantes Spielzeug. "Och, bitte, bitte! Ich weiß auch, wo es diese Panzermännchen gibt: bei Edeka!", mein Großer bettelt, jammert, fragt wochenlang.
Irgendwann steht er direkt hinter mir an der Kasse mit einer Tüte "Panzermännchen" und seinem Ersparten, der Kleine hat die ganze Nacht geweint, mein Kaffee war mir ausgegangen.. ja, ja.. ich weiß! Alles Ausreden. "Aber nur für den Sandkasten!", ermahne ich meinen Großen und hoffe still, dass sie dort in "Null komma nix" verschwunden sind. Wie gesagt, das war vor ein paar Jahren. Gestern höre ich merkwürdige Geräusche aus dem Sandkasten kommen. "PIIIJJJOO, PJJJOOONNNGGG!!", mein Großer schnalzt mit der Zunge. "WWWAAAHHHRRR! Ich werde euch alle fressen!", kontert mein Kleiner. Die Jungs (ja , Beide: auch der Große) buddeln schon eine ganze Weile lang mit ganz viel Wasser im Sandkasten, Matschepampe pur! Eine große Sandburg ist entstanden, mit Burggraben, Hauptburg und Wehrtürmen. Auf jeden Wehrturm steht ein Panzermännchen und versucht die angreifenden Dinos abzuwehren. Still grinse ich in mich hinein, lehne mich zurück und genieße das herrliche Wetter. "Schitt wat dropp!", denke ich und freue mich, dass die Jungs gemeinsam so viel Spaß haben.

Humor

HUMOR ist der Knopf,
der verhindert,
dass uns der Kragen platzt.

(Joachim Ringelnatz)

Samstag, 8. Juni 2013

Das verrückte Hähnchen



"Brauchen Sie nicht vielleicht auch noch einen Hahn?", der Züchter, der keiner mehr sein will, sieht mich einbissel verzweifelt an. "Wieso? Wollen Sie Einen loswerden?", frage ich amüsiert. "Ja.", gibt er ehrlich zu und zeigt auf einen kleinen, zerrupften, schwarzen und ziemlich nervösen Hahn, "Er ist erst vier Monate alt und er verträgt sich nicht mit den anderen Hähnen. Ständig bezieht er Prügel!" Oh je, das hätte er nicht sagen sollen - Kinder und Tiere in Not - das geht ja gar nicht bei mir! Und schon sitzt das Hähnchen mit im Auto. "Wie heißt der neue Hahn denn, Mama?!", mein Kleiner steht vor dem Hühnerstall. "Fridolin!", sage ich bestimmt, denn so hießen immer alle Hähne bei meinen Eltern (egal, ob groß oder klein, jeder neue Hahn bekam den Namen Fridolin). Natürlich braucht ein so junger Hahn erstmal eine Eingewöhnungsphase. Und Hanni & Nanni (die Beiden sind nicht gerade zart besaitet) machen ihm erstmal das Leben schwer. Auch vor mir hat er Angst, ich darf ihm auf keinen Fall zu Nahe kommen, dann bricht er in Panik aus. Er wirkt wirklich sehr hibbelig. "Mama, das ist aber ein verrücktes Hähnchen!", grinst mein Kleiner. "Ja!" stimme ich ihm lachend zu, "Das ist er wohl!" Bis jetzt hat noch niemand in der Familie ihn bei seinem Namen genannt. Denn seine, ihm sehr eigene Art, hat zur Folge, dass alle nur vom verrückten Hähnchen sprechen. Ich ertappe mich dabei, ihn sogar so zu rufen. Und eines muss man dem Hähnchen lassen, immer wenn ich ihn sehe, bin ich danach sehr, sehr vergnügt.. kicher!

Küken-Alarm

Langsam schleiche ich mich zu dem Aufzuchtgehege, mittlerweile ist das weiße Seidenhuhn nicht mehr so scheu und  bleibt gelassen stehen. Meine Küken drängen sich um ihre Beine. Wie groß sie schon sind! Ihr Küken-Flaum ist an vielen Stellen schon verschwunden. Zwei Küken haben schon ein Krönchen auf dem Kopf und ihre Flügel haben längere Federn. So, wie es ausschaut sind es wohl zwei Hähnchen. Oh, Mann! Dann haben wir ja insgesamt drei, denn mittlerweile hat sich noch ein kleines verrücktes, sehr hibbeliges Hähnchen zu uns gesellt. Aber dazu später.

Freitag, 7. Juni 2013

Es ist Sommer

Songtext: Es ist Sommer. Phineas und Ferb
(Das ist das Intro zu der Lieblingszeichentricksendung meiner Jungs. Verrückt, aber auch einfach nur witzig!!)

Phineas: Was Sommer ist? 
Man, wo fange ich nur an?
Phineas: Die Nacht ist kürzer,
der Tag ist länger
und auch viel heller.
Ferp: Es ist eindeutig wärmer.
Phineas: Es ist Sommer, jeder Tag ist Gold wert wie ein Piratenschatz.
Sommer, ist wie das schönste Märchen, das du je gelesen hast.
Wir schlecken Eis und trinken Soda, wir sind braun gebrannt.
Ja, Sommer, Mann wo fang ich nur an?
Phineas: Sommer, ist See und Pool und Gartenschlauch und jeglicher Wasserspaß.
Sommer, Fahrrad und auch Rollschuhfahren und Barfuß gehen im Gras.
Natürlich: Wellenreiten gehen, mit Strom und Licht hantieren
und Frankensteins Hirn operieren.
Auf Bergen Vögel sehen, ein ganzes Land anmalen,
die Schwester mit Bart ausstaff...
Oh,Sekunde, das geht ihnen etwas zu schnell.
Phineas: Sommer, ist Grillen zirpen hören und ein schönes Kaltgetränk.
Sommer, verbringst du mit dem Bruder dort im Schatten unter dem wunderschönen Baum.
So muss der Sommer sein.
Phineas: Die Nacht ist kürzer.
Phineas: Der Tag ist länger.
Und auch viel heller.
Ferb: Es ist eindeutig wärmer.
Phineas: Es ist Sommer, jeder Tag ist Gold wert wie ein Piratenschatz.
Sommer, ist wie das schönste Märchen das du je gelesen hast.
Wir schlecken Eis und trinken Soda, wir sind braun gebrannt.
Ja, Sommer, man wo fang ich nur an?
Ja, Sommer, man wo fang ich nur an?
Ja, Sommer, man wo fang ich nur an?

Erdbeer-Sekt-Konfitüre



"Hier! Ich habe dir ja noch ein Gläschen Erdbeer-Sekt-Konfitüre versprochen!", mein Schneiderlein hält mir grinsend ein Glas hin. "Ich schmecke den Sekt zwar nicht raus, aber beim Kochen hat man ihn noch gerochen.", informiert sie mich, "Mein Vater schmeckt ihn heraus und mein Kleiner hat ihn zur Lieblingsmarmelade erklärt." "Vielen Dank!", sage ich und grinse in mich hinein: ERDBEER-KONFITÜRE! Ich nehme mir mein Gläschen mit nach Hause und am nächsten Morgen erfolgt sofort die Kostprobe. "Mmh, lecker!" sagt mein Göttergatte und beißt genüßlich in sein Brötchen, "Aber den Sekt schmeckt man gut heraus, nicht wahr?!" Ich nicke lächelnd, mit vollem Mund und wische einen Klecks Konfitüre mit dem Finger vom Tisch. Sumse, wir brauchen das Rezept!

Geburtstagskerzen

Du erkennst daran, dass Du älter wirst,
wenn die Geburtstagskerzen mehr kosten als der Kuchen.

In diesem Sinne,
alles Liebe zum 40sten!

Von uns.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Ein Stein

Ins Wasser fallend 
zieht ein Stein seine Kreise
versinkt in Tiefen

(Marion Kühnen)

Ab in den Pool!

Ja, es ist wirklich wahr. Mein Göttergatte und ich haben am vergangenen sonnigen Wochenende schon mal den Swimmingpool aufgestellt. 12.000 Liter fasst das gute Stück, und es hat fast zwei Tage gedauert bis wir ihn mit Brunnenwasser (4 Grad Einfülltemperatur) gefüllt hatten. (Ob das jetzt ökologisch wertvoll ist, sei mal dahin gestellt!) Und tatsächlich, auch wenn man es noch gar nicht glauben kann, aber hier am linken Niederrhein kommt anscheinend der Sommer. Woran ich das erkennen kann?? Mein Kleiner kommt gestern aus der Schule, ich höre ihn schon von Weiten. Aber zu seinem üblichen Geplapper kommen heute noch andere Geräusche hinzu. Hier ein Ploppen, da ein Scheppern, dann ein Knallen. Verwundert blicke ich zur Hofecke und kann nicht mehr aufhören zu grinsen: Mein Kleiner kommt schon halb entblößt um die Ecke, gerade fliegt ein Schuh im hohen Bogen durch die Luft: "Hallo Mama! Ich schwitze wie ein Stier!", ruft er und pustet sich die wirklich verschwitzten Haare aus dem Gesicht. Noch ehe ich Einspruch erheben kann, bestimmt er: "Ich gehe jetzt in den Pool. Egal, ob du ihn zu kalt findest, oder nicht! Es ist Sommer!"

Ich will ein Garten sein



Ich will ein Garten sein, an dessen Bronnen
die vielen Träume neue Blumen brächen,
die einen abgesondert und versonnen,
und die geeint in schweigsamen Gesprächen.

Und wo sie schreiten, über ihren Häupten
will ich mit Worten wie mit Wipfeln rauschen,
und wo sie ruhen, will ich den Betäubten
mit meinem Schweigen in den Schlummer lauschen.

(Rainer Maria Rilke)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Erdbeer-Pilz



"Mama, kuck mal! Ein Erdbeer-Pilz!", mein Großer grinst mich an. "Ich habe einfach nur ein Stück Apfel zurecht geschnitten und dann eine halbe Erdbeere darauf gesteckt!", informiert er mich begeistert.

Wissen und Weisheit

Wissen ist begreifen, dass Tomaten Obst sind. 
Weisheit ist, sie nicht in den Obstsalat zu tun.

(Verfasser unbekannt)

Obstsalat



"Jungs! Sollen wir heute Obstsalat machen?", rufe ich durch das Haus. "Ja!", tönt es zweistimmig zurück. "Ich will jetzt einkaufen gehen, da müsstet ihr mitkommen!", ich nehme schon mal meinen Einkaufskorb. "Och, müssen wir?", mault mein Großen. "Na, los. Jeder darf sein Lieblingsobst aussuchen!" schlage ich vor und dann geht es los. Die Jungs sind mit Feuereifer dabei, während ich noch Kleinigkeiten einkaufe, beladen sie den Einkaufswagen. Mein Großer sucht sich Erdbeeren, Nektarinen und Weintrauben aus. Mein Kleiner Bananen und Kiwi. Äpfel müssen auf jeden Fall rein, da sind sich Beide einig. Zu Hause angekommen gehen wir direkt in Küche: es wird gewaschen, geschält und geschnippelt. Beide Jungs bemühen sich sehr und auch als das Brettchen mit den Bananen vom Kleinen quer durch die Küche segelt, bleibt die Stimmung gelassen, wenn nicht sogar ausgelassen. Mein Kleiner plappert ohne Unterlass und auch mein Großer ist sehr mitteilsam. Wie schön! Bald ist alles mundgerecht. Nun noch einen Spritzer Zitrone über den Obstsalat und etwas Honig und schon ist der Salat fertig. Mmmh!

Dienstag, 4. Juni 2013

Hanni und Nanni auf Abwegen

Ich komme gerade in den Hof und lasse meinen Blick schweifen, da sehe ich wie Hanni und Nanni in unser kleines Wäldchen verschwinden. Oh, das ist gar nicht gut. Denn die Nachbarn zur Linken haben einen großen schwarzen Hund, der jetzt auch gerade anfängt zu bellen. So schnell ich kann, laufe ich in Richtung Zaun und sehe wie jetzt alle Hühner aufgeregt versuchen durch den Zaun auf die andere Seite zu gelangen. Warum auch immer, denn dort ist ja der Hund. Hanni erwürgt sich fast, denn durch den Maschendraht passt kein Huhn. Berta und Nanni finden tatsächlich eine Lücke unterm Zaun und sind drüben. "Die Hühner wollen abhauen!", rufe ich meinem Göttergatten zu. Der wirft sein Arbeitsgerät weg und läuft schnellen Schrittes zum Wäldchen. "Ich laufe rüber!", informiere ich ihn schnell und greife mir im Gehen einen langen Stock. Im Garten des Nachbarn angekommen, sehe ich meine verrückten Hühner übereinander purzeln. Sie sind in Panik. "Könnt ihr mal den Hund zurückpfeifen?", frage ich laut, mein Herz pocht. Mein Nachbar blickt nur amüsiert auf das Tohuwabohu, aber meine Nachbarin hat ein Einsehen und gibt einen knappen Befehl. Der Hund schleicht widerstrebend zu ihr und macht Platz. Ok, jetzt bin ich beeindruckt. Mein Göttergatte ist mittlerweile über den Zaun gesprungen und hat ein Huhn schon in den Händen. Er wirft es einfach über den Zaun zurück auf unser Grundstück. Ich jage Berta in seine Richtung und auch die erwischt er. Laut gackernd beeilen sich alle Hühner zu ihrem Lieblingsplatz dem alten Rhododendron zu kommen. Mein Göttergatte und ich gehen einträchtig nebeneinander wieder auf unseren Hof. "Was für ein Durcheinander!", stelle ich jetzt schmunzelnd fest und blicke meinen Göttergatten von der Seite an, "Ich brauch einen Kaffee! Du auch?"  Er grinst und nickt.

Heimlich

Was gewisse Ehen so kompliziert,
ist, dass eine Frau heimlich
ihren Mann doch liebt.

(Ernst Freiherr von Feuchtersleben)

Laufenten

"Wolltest du nicht ein paar Laufenten haben?", mein Schneiderlein sieht mich fragend an, "Im Kindergarten hängt ein Zettel aus, dass welche abzugeben sind." Mein Göttergatte verdreht die Augen, aber ich kann nicht anders: "Jetzt echt?!" Mein Schneiderlein nickt. "Wer gibt denn welche ab?", meine Neugierde geht mit mir durch. "Och, das weiß ich gar nicht. Aber das bringe ich schon noch in Erfahrung, wenn du möchtest!", mein Schneiderlein lächelt mich an. Schnell noch einen Blick zu meinem Göttergatten geworfen: gut, der schaut gerade nicht hin und schon nicke ich heimlich... grins!!

Montag, 3. Juni 2013

Imkerei

Habt Ihr Euch auch schon mal überlegt, ob Ihr Euch vielleicht Bienen in Euren Garten holen sollt? Wir schon. Aber da mein Göttergatte wenig Zeit hat und das Imkern dann an mir kleben (.. kicher!) bleiben würde, ist es bisher nicht zu Stande gekommen. Denn ich reagiere auf Bienenstiche allergisch, bis hin zur Atemnot. Und das finde ich mehr als ärgerlich, denn gerade unser Garten würde sich prima dafür eignen. Ignorant wie ich manchmal bin, habe ich mir natürlich trotzdem schon ein paar Informationen beschafft, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Für den Anfang genügt ein Freistand (das sind diese Bienenkisten, die man ab und zu sehen kann) und um anzufangen braucht man folgendes Werkzeug: Imkerpfeife, Stockmeißel, Kehrbesen und nach Bedarf Gummihandschuhe. Einen guten Bienenschleier sollte man (und gerade ich) sich schon anschaffen. Denn Bienen stechen nun einmal und selbst solche der sanftmütigen Abkunft haben einen Stachel. Es wird empfohlen, im Frühjahr die Imkerei mit einem überwinterten Bienenvolk zu beginnen. Um an ein sanftmütiges Bienenvolk zu kommen, die einem das Imkern leichter machen, sollte man sich an einen Imkerverein wenden (mit dem Mitgliedsbeitrag in einem Imkerverein ist man nämlich mit seinen Bienen zu einem günstigen Tarif auch haftpflicht-, unfall- und sachversichert. Eine gute Vorsichtsmaßnahme!). Denn Sanftmut und Wabenstetigkeit sind Elemente, auf die man bei der Zucht der Bienen besonders achten sollte. Der Aufstellungsort eines Freistandes sollte windgeschützt und trocken sein. Die Flugrichtung zeige, wenn möglich, gegen den südlichen Himmelskreis. In der heißesten Tageszeit sollte die Sonne auch nicht unbarmherzig auf den Eingang brennen. So, was man erstmal brauchen würde und beachten sollte, weiß ich jetzt schon mal. Aber ich trau mich nicht!!

Die Bienen

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zuleide,
flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!
Such in Blumen, such in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum! 


(Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Honig



"Vergiss deinen Honig nicht!", meine Freundin ruft meinem Großen hinterher. (Ihr Großer ist mit der beste Freund meines Großen.) Sie nickt mir lächelnd zu und erklärt: "Die Jungs waren heute verabredet. Sie sind zu dritt los und haben drüben mitgeholfen Honig zu schleudern." "Oh, das ist ja toll!", sage ich und grinse meinen Großen an, der sein Glas selbstgeschleuderten Honig mittlerweile in der Hand hält. "Ja, war es auch!", erwidert mein Großer. "Und ihr durftet einfach so helfen?", frage ich. "Ja, das sind doch deren Bienen!", mein Großer verdreht die Augen. "War das denn sehr klebrig?", frage ich neugierig. "Nö, war nur stickig in der Hütte!" ruft er mir im Gehen über die Schulter zu und trägt sein Glas behutsam nach Hause.

Sonntag, 2. Juni 2013

Küken-Alarm

Wir sind ganz traurig. Gestern Abend muss ein Küken ausgewitscht sein und jetzt ist es weg. Wahrscheinlich von einer Katze, dem Fuchs, der Krähe oder was sich sonst noch im Garten so rumtreibt gefressen. Wir haben alles abgesucht. Es ist nirgends zu entdecken. Ach männo, dabei ist der Aufzuchtbereich abgesichert wie "Fort Knox". Ich habe einfach kein Glück mit meinen Hühnern, noch nicht einmal, wenn mein sonst so erfolgreicher Hühner-Nachbar sich um die Bande kümmert..

Zufrieden

Es gibt nur ein Mittel,
sich wohl zu fühlen:
Man muss lernen,
mit dem Gegebenen
ZUFRIEDEN zu sein,
und nicht immer das verlangen,
was gerade fehlt.

(Theodor Fontane)

Allium



Alliumzwiebeln (Zierlauchzwiebeln) sollten, wenn möglich, direkt nach Erhalt gepflanzt werden. Wenn etwas dazwischenkommt, kann man Blumenzwiebeln aber im Prinzip auspflanzen, solange der Boden offen ist. Bei später Pflanzung sollten sie aber auf jeden Fall kühl, trocken und luftig gelagert werden, weil sie sonst leicht schimmeln. (Am besten in einem Pappkarton im Keller oder in der Garage.) Man pflanzt sie drei Mal so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Es empfiehlt sich, bei der Pflanzung noch etwas Nahrung mitzugeben – Kompost, organischen Volldünger, Hornspäne oder eine Mischung daraus. Allium wächst am besten in sandigen Böden, die nicht zu nass sind. Da Zierlauch schnell unansehnliches, vergilbendes Laub bekommt, empfiehlt es sich, sie zwischen niedrige horstige Stauden zu pflanzen – Klassiker sind Katzenminze, Frauenmantel, Storchschnabel, kleinere Ziergräser. Ich werde meine neuen Alliumzwiebeln in ein Beet aus Farnen setzen, in der Hoffnung, dass die Blüten über den Farnen schweben. (Es soll ein Elfenparadies werden.. kicher.) Das Laub sollte keinesfalls vorzeitig abgeschnitten werden – es gibt der Pflanze Kraft für die nächste Blüte. Wenn es komplett gelb ist, kann es abgezupft werden. Ob man die abgeblühten Blütenstände abschneidet oder stehenlässt, ist Geschmackssache (Blütezeit ist von Mai bis Juni). Sie geben noch lange Struktur, wirken aber durch die Farbe schon etwas herbstlich – was ja im Juli einbissel unschön ist. Damit Allium Jahr für Jahr wieder schön blüht, muss die Zwiebel regelmäßig gedüngt werden – das gilt umso mehr, je größer die Blütenkugel ist. Gedüngt werden die Allium-Zwiebeln im Austrieb, also wenn das Laub erscheint. Es gibt übrigens etwa 650 verschiedene Arten. Jetzt auf Schloss Dyck gab es sieben verschiedene Sorten käuflich zu erwerben. Ich habe mich nach langen hin und her für die "Purple Sensation" entschieden. Ich bin gespannt, ob es später dann auch so aussieht wie ich es mir vorstelle. Fairytopia! Wir kommen.. lach!!

Schloss Dyck



Gestern waren wir zum 1. Mal bei der "Gartenlust" in der wunderschönen Parkanlage von Schloss Dyck. Angeboten wurden unter anderem Accessoires, Gartenaccessoires, Gartenmöbel, Pflanzen, Terrakotta, Dekorationen, Bücher, Lifestyles und Kulinarisches. Eben einfach alles was das Leben und Arbeiten im Garten zu einem Genuss macht. Es ist ein wirklich schönes Schloss, dass man auch noch ganz nebenbei besichtigen kann. Die Parkanlage ist einfach wunderbar und auch für Kinder gibt es Möglichkeiten sich im Park auszutoben, denn es gibt einen Troll-Spielplatz und einen Klettergarten mit Matsch-Möglichkeit. (Als kleiner Tipp: direkt am Eingang (Parkplatz) gibt es einen Rostbratwurst-Stand. Hier kostet ein Würstchen 1,90 €, in der Mitte des Marktes gibt es noch einen Stand, dort kostet die Currywurst 3,50 €.) Wir fanden alle (Göttergatte, Kleiner, Großer und ich), dass es ein gelungener Ausflug war. Für jeden war etwas dabei. Besonders freue ich mich darüber, dass ich endlich Allium-Zwiebeln erwerben konnte, denn mein nächstes Gartenprojekt wartet schon..

30. Mai - 02. Juni 2013, von 10 - 19 Uhr, Erwachsene 12,- € und Kinder (7-16 Jahre) 1,50 €

Samstag, 1. Juni 2013

Holzpferd

Det var inte illa pinkat av en trähäst.
>wörtlich: Das war nicht schlecht gepinkelt vom Holzpferd<

(Aus Schweden)


Dalahäst

Eigentlich ist das Dalapferd (schwedisch: Dalahäst) ein Holzpferdchen, das in der schwedischen Region Dalarna gefertigt wird. Aber mittlerweile ist es weltweit das Symbol für Schweden. Seit dem 17. Jahrhundert werden diese ursprünglich roten Holzpferde geschnitzt. Denn das rauhe Klima und die langen kalten Winternächte luden die Bewohner dieser Gegend geradezu dazu ein. Die schlichte Form und das Weglassen ausgeprägter Körperteile macht es zu einem schönen Spielzeug, wenn nicht sogar Kunstobjekt. Ich finde die Dalapferde einfach schön. So schön, dass ein Dalahäst sogar unser Wohnzimmer schmückt.

Kleidchen




Wie gut, dass letzten Sonntag so ein "Schitt-Wetter-Tag" war, denn mein Schneiderlein hat den Tag direkt genutzt, um dieses Kleidchen für ihr Töchterchen (und somit unserem Patenkind) zu schneidern. Ist es nicht bildhübsch geworden?! Der bedruckte Jersey-Stoff ist, wie kann es auch anders ein, aus dem kleinen Stofflädchen auf Gut Heimendahl. Am schönsten finde ich das Motiv: kleine Dalapferde. Echt entzückend!!

(Und wie so oft denke ich: "Schade, dass bei uns nur Jungs rumflitzen!")