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Samstag, 30. November 2013

Barbaramarkt



Wer heute noch keine Idee hat, was er an diesem Wochenende Schönes unternehmen kann, der sollte sich unseren kleinen beschaulichen Barbaramarkt im Herzen der Altsiedlung anschauen. Ein kleiner, aber wirklich charmanter Weihnachtsmarkt mit allem, was ein Weihnachtsmarkt zu bieten haben muss. Der Duft von frischen Tannenzweigen, würzigem Glühwein und gegrillter Bratwurst lässt adventliche Stimmung aufkommen. Der hübsche Vorplatz der Marienkirche in der Bergarbeiter-Siedlung, sowie das Licht der hellerleuchteten kleinen Buden sorgen für eine heimelige Stimmung. Und wem es, trotz Glühwein, zu kalt wird, kann sich im gemütlichen Jurtenzelt der Pfadfinder am Lagerfeuer aufwärmen und sich ein schmackhaftes Stockbrot rösten.

Freitag:   29.11.2013 18.00 - 21.00 Uhr
Samstag: 30.11.2013 14.00 - 21.00 Uhr
Sonntag:  01.12.2013 11.00 - 18.00 Uhr

Der Kaninchen-Mann war da



"So, das sind die letzten Hühner!", der Kaninchen-Mann klopft sich mit den Händen die Jacke ab und schließt den Kofferraumdeckel seines Autos. Von meinem freundlichen Hühnernachbarn fehlt jede Spur. Der Kaninchen-Mann hat alle Hühner meines Hühnernachbarn nach gemeinsamer Absprache abgeholt. Für die Hühner meines Nachbarn fängt ein neues Leben in einer Kleingartenkolonie an. Und für meinen Nachbarn nun auch, ein Garten ohne Hühner. Der erste Schritt zum Auszug ist wohl getan. Ach, männo! Ich will das einfach nicht. So einen tollen Nachbarn bekommen wir nie wieder.
Ihr fragt Euch sicherlich: Warum heißt der Kaninchen-Mann Kaninchen-Mann? Tja, der Kaninchen-Mann bekam seinen Namen durch unseren Großen. Der Kaninchen-Mann züchtet in einer nahe gelegenen Kleingartenkolonie Kaninchen (Ja, man glaubt es kaum!) und engagiert sich jedes Jahr ehrenamtlich auf dem Adventsmarkt am Kloster Kamp. Dort baut er alljährlich einen Streichelzoo auf, in dem er seine Kaninchen zur Verfügung stellt. Alle Kinder dürfen die Kaninchen streicheln und herzen, was auch gerne von den Kindern angenommen wird. Ob es den Kaninchen gefällt, sei erstmal dahin gestellt! Vor einigen Jahren bekam mein Großer zu Nikolaus den Playmobil Kaninchenstall geschenkt. Er staunte nicht schlecht, als der Kaninchen-Mann dann auf dem Adventsmarkt leibhaftig vor ihm stand. Mit Hut und Bart, eben ganz der Kaninchen-Mann. Wie angewurzelt blieb mein Großer stehen und zupfte zaghaft an meiner Jacke. Dann flüsterte er mit leise Stimme: "Du, Mama! Der Kaninchen-Mann steht da. In echt!". Das konnte ich damals nur grinsend bestätigen. Seit dem heißt der Kaninchen-Mann eben Kaninchen-Mann. Und mittlerweile kennt nicht nur unsere Familie ihn unter diesen Namen, sonder alle Bekannte im Umkreis auch.. Lach!

Freitag, 29. November 2013

Hurra, Matilda ist da!

Menschenjunges, dies ist dein Planet
Hier ist dein Bestimmungsort, kleines Paket
Freundliches Bündel, willkommen herein
möge das Leben hier gut zu dir sein!

(Reinhard Mey)



Gestern um 17: 31 Uhr erblickte die kleine 
Matilda das Licht dieser Welt.

52 cm, 3.630 Gramm

Sie ist da. Sie ist da. Sie ist endlich da!
Hurra!!

Adventkalender

"Mama, wann hängst du denn eigentlich unsere Adventkalender auf?!", mein Großer sieht mich treuherzig an, "Wir kriegen doch wieder einen, oder?!". Ich zucke erschöpft die Achseln, im Moment habe ich echt anderes im Kopf (Welpe, Welpe, Welpe). "Ja, natürlich bekommt ihr einen! Aber es ist ja noch gar nicht soweit.", entgegne ich mit einem zaghaften Lächeln. "Mama, aber wann hängst du ihn denn auf? Ich möchte einen Magic-Adventkalender und der Kleine auch.", mein Großer wird drängender, "Mama, hörst du mir überhaupt zu?". "Ja, das tue ich. Ihr werdet schon den richtigen Adventkalender bekommen.", vertröste ich meinen Großen. "Mama!", jetzt ermahnt mich mein Großer, "Aber nicht vergessen!". Ich seufze und packe die gewünschten Magic-Adventkalender auf meine innere ToDo-Liste, direkt hinter Hausputz, Weihnachtdeko und Plätzchen backen. Noch habe ich ja zwei Tage..

Donnerstag, 28. November 2013

Das kleinste Licht

Auch das kleinste Licht 
hat sein Atmosphärchen.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

Adventskranz



Der erste Adventskranz war kein Kranz im herkömmlichen Sinne, sondern ein hölzernes Rad mit 24 kleinen Kerzen für die Werktage und vier großen Kerzen für die Adventssonntage. Aufgehangen wurde dieses Rad das erste Mal im Jahre 1839 in einem Kinderheim in der Nähe von Hamburg und zwar von einem evangelischen Theologen, Herrn Johann Hinrich Wichern. Auf diese Weise konnten die Kinder des Kinderheimes sehen, wie viele Tage sie noch auf das Weihnachtsfest warten mussten. Später wurde das Holzrad dann noch mit Tannengrün geschmückt. Das Tannengrün stand und steht heute noch als Zeichen für das ewige Leben. Nach und nach verbreitete sich dieser Brauch in den evangelischen Kirchen. Und ab 1925 freundeten sich auch die katholischen Gemeinden mit diesen wirklich hübschen Brauch an. So fand der Adventskranz den Weg in die Herzen und Heime der Gemeindemitglieder. Im Laufe der Zeit wurde er kleiner und handlicher und trug nur noch vier Kerzen. Aber dem Zauber, den ein leuchtender Adventskranz innehat, tut das keinem Abbruch. Im Gegenteil, nichts ist schöner als ein, vom Kerzenglanz beschienenen, Kindergesicht, welches erwartungsvoll Weihnachten entgegenblickt.

Weihnachtlicher Hausputz

Es ist genauso, wie ich es erwartet habe. Dadurch das Julie immer meine Nähe sucht, habe ich es bisher noch nicht geschafft meinen weihnachtlichen Hausputz zu machen. Geschweige denn, irgendetwas weihnachtlich zu dekorieren. "Musst du denn vorher putzen?", der Patenonkel meines Kleinen schaut mich fragend an. "Ja, na klar! Man kann die Weihnachtsdeko doch nicht vor die ungeputzten Fenster hängen!", seufze ich. "Doch das kann man!", der Patenonkel grinst mich an. "Ich nicht.", gebe ich kleinlaut zu, "Da bin ich die Tochter meiner Mutter!". Hoffentlich finde ich diese Woche noch Zeit dazu, denn dieses Jahr drängt es mich regelrecht alles schön und heimelig zu machen.

Mittwoch, 27. November 2013

Hibbeln

Meine schwangere Amsel hat sich gemeldet. Sie sind gerade wieder auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Tropf gestern hat nichts gebracht. Heute ist ein Wehencocktail dran. Ich denke gaaanz feste an Euch. Heute klappt es ganz bestimmt!!

Einladung zum Plätzchenbacken



"Hallo, ist mein Patenkind da?!", meine Freundin steht vor der Tür. In der Hand hält sie eine selbstgemachte Einladungskarte. "Ja!", grinse ich, "Komm doch rein!". Meine Freundin schlüpft brav aus ihren Schuhen und folgt mir ins Wohnzimmer, mein Kleiner lümmelt mit unserem Hund verbotener Weise auf dem Sofa herum. "Na, was gibt das denn? Julie darf doch gar nicht auf das Sofa!", beherzt und engagiert wie sie ist, greift die Patentante ein und holt den Hund vom Sofa. "Na, Burschi!", sagt sie und hält meinem Kleinen die Karte hin. Laut liest unser Kleiner den Text der Karte vor: "Einladung zum Plätzchenbacken am Dienstag ab 15 Uhr!". "Und hast du Lust?", meine Freundin schaut ihr Patenkind prüfend an. Mein Kleiner grinst über beide Ohren und nickt heftig. "Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich auch mitkommen!", aufmuntert blickt meine Freundin mich und meinen Großen an. Weihnachtszeit wir kommen!

Dienstag, 26. November 2013

Jeder Tag

Jeder Tag ist eine Chance
seinen Wünschen und Träumen 
ein Stückchen näher zu kommen.
(unbekannt)

Liebe Sonja,
auch wenn wir uns nicht mehr
so häufig sehen, denken wir
an Dich.
Alles Liebe zum Geburtstag!

Hibbeln

Ich möchte mal wissen, was da los ist. Ich habe vergeblich versucht Kontakt mit meiner schwangeren Amsel aufzunehmen. Ob sie wohl (besser ihr holder Ehemann) vergessen hat mich zu informieren?? Ich bin total kribbelig. Ob die Kleine schon geboren wurde?? So lange kann das doch gar nicht dauern, oder??!!

Ein Teil

Wenn jemand ein Problem erkannt hat
und nichts zur Lösung des Problems beiträgt,
ist er selbst ein Teil des Problems.


(Indianische Weisheit)

Inhalieren

"Mama, ich muss inhalieren!", mein Kleiner steht keuchend vor mir, "Ich bekomme kaum noch Luft!". Und wieder schüttelt ihn ein Hustenanfall und er zieht hörbar Luft. Ein klein wenig Panik sieht man in seinen Augen. "Erst mal ordentlich die Nase putzen, damit der Schleim weg ist.", vorsichtig, aber zielorientiert putze ich meinem Kleinen die Nase und wundere mich wieso so wenig Schleim herauskommt. "So, jetzt ganz ruhig auf das Sofa und inhalieren!", routiniert befülle ich den Inhalator und reiche den Schnabel meinem Jüngsten. Und Routine habe ich, denn ich selbst hatte als Kind Pseudokrupp und leider habe ich das an meine beiden Jungs weitergereicht. Seit Jahren kämpfen meine Jungs gegen die nächtlichen Anfälle. Aufmerksam betrachte ich meinen Kleinen. Ein Pseudokruppanfall ist das nicht, das hört sich anders an. Besorgt wandert mein Blick zwischen Hund und Kind hin und her. Ich überlege leise für mich: "Der erste Anfall war direkt in der zweiten Nacht, nachdem Julie zu uns gekommen ist. Jetzt ist sie eine Woche bei uns, und zu der wiederkehrenden Atemnot meines Kleinen gesellt sich seit ein paar Tagen auch noch ein kleines, wachsendes Ekzem direkt unter seinem rechten Auge. Mir schwant Übles. Was ist wenn?! Nein, darüber möchte ich nicht nachdenken. Wenn meine Gedanken auch nur annähernd stimmen, werden Herzen brechen. Ganz bestimmt!! Schnell schiebe ich meine Gedanken beiseite. Nein, das sind bestimmt alles nur Zufälle.

Montag, 25. November 2013

Ein Freund, ein guter Freund

Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.
(Heinz Rühmann)

Lieber Lars,

wir wünschen Dir zu Deinem Geburtstag,
alles Liebe und Glück dieser Welt.
Wie schön, dass wir Dich haben!
Wir vier.

Endlich

"Endlich!", denkt sich wohl mein Haupthahn Gustav und legt seinen Kopf zur Seite, "Seit dem dieser quirlige Vierbeiner hier im Garten sein Unwesen treibt, hat niemand mehr Zeit für uns!". Mein schlechtes Gewissen piesackt mich. Gustav hat ja Recht, nicht nur die Hühner kommen zu kurz, alles steht Kopf seit dem Julie da ist. Schnell öffne ich die Tür zum Aussengehege und meine Hühner tanzen aus dem Stall heraus. Zuerst kommt Gustav heraus, dann Hanni und Nanni, gefolgt von Trine und Trude und zum Schluss Hahn Holger. Ja, es ist wirklich so. Sie hüpfen und tippeln und schlagen mit den Flügeln. Befreit stürzen sie sich auf die Wiese und rupfen und scharen was das Zeug hält. Ich grinse in mich hinein. Ja, klar. Chabos scharen nicht! Das hat auf jeden Fall der Züchter behauptet. Ich glaube, ich werde ihn mal zu einem Kaffee zu uns einladen, damit er sehen kann, wie glücklich scharende Chabos ausschauen.

Umgang

Wer die Weisheit liebt, ist redlich,
aber wer Umgang mit Hühnern pflegt,
ist seltsam.

(Woody Allen)

Sonntag, 24. November 2013

Hibbeln

Mein schwangere Amsel war heute schon wieder im Krankenhaus, aber leider musste sie wieder unverrichteter Dinge nach Hause. Morgen werden die Wehen eingeleitet. Mal abwarten! Aargghh!

Weihnachtscountdown

Bild in Originalgröße anzeigen
Noch 30 Tage bis Weihnachten!

Weihnachtsbaumschmuck aus Salzteig

Zutaten:
  • 3 Teile Salz
  • 1 Teil Mehl
  • Wasser
  • eine Schüssel und einen Löffel
  • Plastiktüte
  • Plätzchenausstecher

So  geht’s:

1. Zuerst wird das Mehl und das Salz in die Schüssel gegeben und gut, mit dem Löffel, vermengt.


2. Nach und nach etwas kaltes Wasser zugeben. Nicht zu viel, sonst wird der Teig zu flüssig.

3. Der Teig wird solange gerührt, bis er sich leicht von der Schüssel löst. 

4. Den fertigen Teig 10 Minuten auf dem Tisch durchkneten, bis er weich und geschmeidig ist.

5. Nun muss der Teig, für eine Stunde, in einer Plastiktüte ruhen. 

6. Dann kann es losgehen: Der Teig wird ausgerollt und dann werden mit dem Plätzchenausstecher weihnachtliche Motive ausgestochen. Ein Loch für eine Schleife zur Aufhängung, darf nicht fehlen.

7. Der Trockenvorgang beginnt im Backofen bei 75°C je halber cm Dicke 60 Minuten, dann weiterbacken (unabhängig von der Dicke), 60 Minuten bei 125°C und nochmal 60 Minuten bei 150°C. (Man kann den Teig auch an der Luft trocknen lassen, dauert nur zwei Tage!)

8. Wer mag kann nun seinen Weihnachtsbaumschmuck noch bemalen und/oder die einzelnen Motive mit einer Schleife verschönern.

Und wer jetzt die Nase rümpft und sagt: "Salzteig war doch in den 80igern!", der hat vollkommen recht. Aber - retro ist in.

Totensonntag

Der Totensonntag (oder der Ewigkeitssonntag) ist in der evangelischen Kirche ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Aber nicht nur das, er ist auch der Starttag für die meisten Gärtnereien, um ihre Adventausstellungen zu eröffnen. Für mich ist der Totensonntag auch ein Fixtermin, denn danach geht es an die Weihnachtsdeko. Wobei dieses Jahr es bestimmt nicht so einfach wird, alle Sachen vom Dachboden zu holen, wenn unten ein fiebsender kleiner Welpe wartet.. grins schief!

Samstag, 23. November 2013

Räume

Räume müssen eine Geschichte erzählen
und eine Seele haben.

(unbekannt)

Hibbeln

Entwarnung! Meine schwangere Amsel wurde wieder nach Hause geschickt, es waren doch nur Senkwehen. Ich hätte nicht gedacht, dass das dritte Mädchen so auf sich warten lässt.. grins! Piep.

Klamme Novembertage



Es ist so richtig November, denn draußen erwartet uns nur trübes, klammes Herbstwetter. Es ist diese feuchte Kälte, die uns ganz besonders in die Glieder kriecht. Man ist froh, wenn man sich nach einem ausgiebigen Spaziergang wieder vor den heimischen Ofen kuscheln kann. Aber warum ist das so, aus welchem Grund fühlt sich diese feuchte Kälte kälter an als die trockene Kälte? Der Grund hierfür ist die Wärmeleitfähigkeit der Luft. Je höher der Feuchtigkeitsgehalt der Luft, umso fähiger ist sie, die Wärme zu transportieren. Dabei fließt die Wärme immer in Richtung der geringeren Temperatur. Also von unserem 37 Grad warmen Körper zur heutigen 5 Grad kalten Luft, und zwar solange bis der Temperaturunterschied ausgeglichen ist. Wir kühlen an einem klammen Herbsttag mit 90 Prozent Luftfeuchtigkeit schneller ab als an einem gleich kalten Tag mit beispielsweise 30 Prozent Luftfeuchtigkeit. Brrr.. aber schön ist es trotzdem, so richtig durchgefroren wieder zurück ins warme, heimelige Haus kommen zu dürfen, gelle?!

Sankt Klemens

St. Klemens uns den Winter bringt.

(Bauernregel)

Freitag, 22. November 2013

Hibbeln

Hibbeln ist angesagt. Meine schwangere Amsel hat gerade eben angerufen: die Wehen haben eingesetzt. Ich bin aufgeregt wie bolle.. Ooh, Warten ist nicht meine Stärke. Toi, toi, Toi, Ihr Beiden!! Piep.

Emil



"Hat Emil heute Nachmittag Zeit zum Spielen?!", ach, du meine Güte, jetzt frage ich schon nach einem Spieltermin für unseren Hund, wie für ein Kleinkind. Meine Schwägerin antwortet prompt: "Ja, hat er. Wir kommen zu euch. Dann muss du nicht mit deinem kleinen Schisser fahren." Emil ist der acht Wochen alte schwarze Labrador meines Bruders. Ein kleiner Rüpel und forsch, wie sonst was. Endlich ist es soweit, Emil kommt zu Besuch. Die Hühner sind brav ins Aussengehege gesperrt (auch wenn es ihnen nicht passt), damit die beiden Junghunde den ganzen Garten betoben können. Hoffentlich tun sie das auch, denn unsere Julie fühlt sich hier bei uns ohne ihre Geschwister und ihrer Hundemama ziemlich einsam. Sie fiebt oft und auch das Toben und Kuscheln mit uns scheint ihr nicht zu reichen. Aber zuerst sieht die Sachen gar nicht so gut aus, Emil kommt um die Ecke und Julie geht drei Schritte zurück. Sie knurrt (ja, man höre und staune) und ihre Nackenhaare werden zur Bürste. "Na, was ist denn das?", meine Schwägerin und ich trauen unseren Augen nicht, das sonst so scheue und vorsichtige Tier geht direkt auf Abwehr. Schnell gehe ich zu ihr und beschwichtige sie. Meine Schwägerin und ich beschließen erstmal durch den Garten zu laufen, und da er ziemlich weitläufig ist, beschließen beide Hunde uns zu begleiten, immer in der Angst wir könnten verschwinden. So langsam beruhigt sich Julie und lässt zu, dass Emil an ihr herum schnüffeln kann. Sie schnüffelt vorsichtig zurück und dann geht die Post ab: ein plötzlicher Angriff seitens Julie. Und Emil geht direkt drauf ein. Sie jagen sich und fallen übereinander her, ein spielerisches Rangeln nimmt seinen Lauf. Bis es Emil zu viel wird, denn Julie ist jetzt schon ein ganz schöner Feger. Er knurrt erst und dann wird aus Spiel ernst. Meine Schwägerin nimmt ihren hübschen Labrador hoch und die Spielstunde findet ihr Ende. Man muss ja nicht direkt übertreiben, gelle?! Es geht ab ins Haus, wo beide Hunde sich nach einer kleinen Stärkung fallen lassen und sich ins Hundeparadies träumen.

Mischling

"Ach, was ist die niedlich!", entzückt streichelt meine Freundin unseren Familienzuwachs, "Was ist das denn für eine Rasse?". "Sie ist ein Mischling.", erwidere ich. "Und was steckt alles in der kleinen Maus?", meine Freundin schaut unsere Julie aufmerksam an. "Wenn ich das jetzt sage, erklärst du mich für verrückt!", antworte ich und zähle auf, "Die Mama ist ein Parson Terrier/Border Collie-Mix und der Papa ist ein Husky/Appenzeller-Mix." Meine Freundin grinst mich an: "Power pur, also!".

Donnerstag, 21. November 2013

Geburtstagsdrücker

Liebe Susanne!
Alles, alles Liebe zum Geburtstag!
Ach, was vermisse ich unsere
gemeinsame Spielgruppenzeit...
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen
einen wunderbaren (Seminar-)Tag!
Geburtstagsdrücker mal vier.

Kuscheln



Für einen acht Wochen alten Welpen und einen sieben Jahre alten Jungen gibt es, nach dem Toben, nichts schöneres als Kuscheln.

Herzschlag

Ein kleiner Hund-
ein Herzschlag zu meinen Füßen.

(Edith Wharton)

Mittwoch, 20. November 2013

Weihnachtssocken für Adventkalender

FM = feste Masche
KM = Kettmasche
LM = Luftmasche
WLM = Wendeluftmasche
Rd. = Runde
Garn in Weihnachtsfarben

1. Rd. - 6 LM zum Ring schließen

2. Rd. - In jede LM wird nun eine FM gehäkelt. Anschließend wird eine WLM gehäkelt und danach geht es auf der Seite der Häkelarbeit weiter. Auch hier wird wieder in jede Masche eine FM gehäkelt, wodurch sich die Maschenzahl (12 Maschen) verdoppelt hat.

3. Rd. - Als Hilfsmittel wird jetzt ein Marker an die erste Masche gesetzt. Die erste Masche der Runde wird dann als FM gehäkelt, in die nächste Masche werden zwei FM gearbeitet. In die nächste Masche werden zwei FM gearbeitet und nach dieser Masche wird der zweite Marker gesetzt.
Die Masche nach dem Marker wird als FM gearbeitet, in die nächste Masche werden noch einmal zwei FM gehäkelt. Anschließend folgenden 3 FM und in die letzte Masche werden erneut zwei FM gearbeitet. Nach dieser Runde hat sich die Maschenzahl um 4 Maschen erhöht. In der folgenden Runde werden alle Maschen als normale FM ohne Zunahmen gehäkelt.

4. Rd. - In dieser Runde werden wieder 4 neue Maschen zugenommen. Dazu wird die erste Masche als normale Masche gearbeitet, in die zweite Masche werden zwei FM gehäkelt. Die folgenden Maschen werden als normale Maschen gearbeitet, bis die Masche vor dem Marker erreicht ist.
In diese Masche werden zwei FM gehäkelt, danach folgt eine feste Masche. In die nächste Masche werden noch einmal zwei FM gearbeitet und die folgenden Maschen werden wieder als normale FM gehäkelt, bis die Masche vor dem Marker erreicht ist.
In diese Masche werden nun wieder zwei FM gehäkelt. Damit ist die Runde fertig. In der nächsten Runde werden alle Maschen als normale FM gehäkelt.

5. Rd. - Die 4. Rd. wird nun sooft wiederholt, bis die benötigte Maschenzahl erreicht ist. Es werden also immer im Wechsel eine Runde, bei der 4 neue Maschen hinzukommen, und eine Runde ohne Zunahmen gearbeitet. (insgesamt 30 Maschen)

6. Rd. - Die Spitze ist fertig und der benötigte Umfang erreicht, jetzt geht es in Runden ohne Zunahmen weiter. Die Maschen werden also alle fortlaufend als FM gehäkelt, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Zum Schluss werden die Marker noch entfernt sowie der Faden abgeschnitten und unsichtbar vernäht. 

Die erste Socke für den Adventkalender ist fertig. Insgesamt benötigt Ihr, wie kann es auch anders sein, 24 Söckchen für Euren Adventkalender. An jede Socke muss noch eine kleine Aufhängung bestehend aus 10 LM an die Ferse gehäkelt werden, damit alle Socken ordentlich auf eine Kordel gezogen werden können. Ein kleine Fleißarbeit. Aber echt niedlich. Besonders hübsch sehen die Socken mit Streifen aus, aber das bleibt Euch überlassen. Viel Spass dabei, denn bis zum ersten Törchen (Söckchen) ist es nicht mehr weit!!

Dienstag, 19. November 2013

Schlaflos

"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen!!", klage ich dem Patenonkel unseres Kleinen, "Ich bin fix und fertig!!". "Das musst du nicht extra sagen. Das sehe ich!", stirnrunzelnd betrachtet er mich. "Sie hat die ganze Nacht nur gefiebt und gejankt. Bis auf die letzten Stunden.", stöhne ich. "Ja? Wie kann das denn?! Warum hat sie denn aufgehört?" interessiert schaut mich unser Patenonkel an. "Da hat sie in meinem Arm geschlafen.", gebe ich kleinlaut und resigniert zu. "Oh, man! Das soll was geben. Du hast jetzt schon Ringe unter den Augen.", erwidert unser Patenonkel kopfschüttelnd.

Julie



Julie ist da und mein Haushalt steht still.

Montag, 18. November 2013

Ein neues Familienmitglied

"Nein, Mama! Unser Hund soll Julie heißen!", mein Großer versucht mit gekonnten Augenaufschlag seinen Vorschlag durchzusetzen. "Nein! Sie soll Minze heißen!", kräht mein Kleiner. "Minze? Das ist ja noch nicht einmal ein richtiger Name!", empört sich mein Großer. "Du bist gemein!", entgegnet mein Kleiner gekränkt und eine lautstarke Auseinandersetzung folgt. "Ich bin für Abby von Abbigail!", mein Göttergatte mischt sich mit erhobener Stimme ein. "Was haltet ihr denn von Milly?!", auch ich versuche meinen Vorschlag zu Gehör zu bringen. Ein heilloses Geplapper nimmt seinen Lauf. Innerlich schließe ich meine Ohren und höre in mich hinein: "Einen Hund? Einen Hund! Wir kriegen einen Hund!".

Bellen

Der eigene Hund macht keinen Lärm,
er bellt nur.

(Kurt Tucholski)

Sonntag, 17. November 2013

Ein großer Wurf

"Ach, du meine Güte! Was für ein Gewimmel!", lächelnd blicke ich in den Hundekorb. Die freundliche Hündin liegt inmitten ihrer zehn Welpen und wedelt uns an. Meine Jungs sind entzückt. Sofort sitzen sie vor dem Hundekorb und greifen sich ihre Favoriten heraus. "Oh, sind die niedlich. Das sind ja noch Babies!", beide Jungs können ihr Glück gar nicht fassen. "Und davon dürfen wir einen haben?", mein Großer hält vorsichtig einen Welpen in die Höhe und schaut mich mit großen Augen an. Mittlerweile sitzen wir alle um den Korb herum: die Besitzerin, mein Göttergatte, mein Großer, mein Kleiner und ich. Ich schaue fragend zu meinem Göttergatten, der nickt zögerlich. "Ich möchte den!", mein Kleiner hält einen winzigen, weißen Rüden hoch. "Nein, hier meinen!", mein Großer streichelt vorsichtig den kleinen schwarzen Rüden auf seinem Schoss. Ich halte sanft eine kleine weiße Wuchtbrumme in meinen Händen: "Oh, ist die süß!" Und mein Göttergatte? Der betrachtet wohlwollend ein zartes schwarzes Hundemädchen, das bereits auf seinem Schoss eingeschlafen ist. Oh, man! Das wird aber eine schwere Entscheidung!

De ramis cadunt folia

Die Blätter fallen von den Bäumen

Die Blätter fallen von den Bäumen,
was grün war, ist nun alles tot.
Die Wärme ist der Erd' entflohen,
die Sonne hat sich abgewandt.
Kein Fluss, der nicht über die Ufer tritt,
keine Wiesenblumen fangen das Licht.
Die goldene Sonne hat sich verhüllt,
auf frostige Nacht folgt Schnee am Tag.
Nun ist alles, was lebt, im Frost erstarrt,
nur ich allein bin von Hitze durchglüht.
Das Herz in mir brennt lichterloh,
entfacht von dem Mädchen, für das es schlägt.
Von Küssen wird das Feuer genährt,
und von meines Mädchens scheuer Umarmung.
In ihren Augen leuchtet sein Licht,
ein helleres gibt's auf Erden nicht.

Lateinisches Liebeslied aus dem 13. Jahrhundert
Übersetzung Gillian Bradshaw/Martin Schult

Samstag, 16. November 2013

Bannocks

Indianisches Brot aus der Pfanne
ein Lagerfeuer-Rezept
für etwa 30 Stück 

1 kg Mehl
1 Pck. Backpulver
2 EL Salz
1 EL brauner Zucker
ca. 3/4 l kaltes Wasser
ca. 1/2 l Sonnenblumenöl

Alle Zutaten zu einem zähflüssigen Teig vermischen und gleich verarbeiten. Dazu mit einem Löffel Teig abstechen, in die Pfanne geben und zu Fladen von etwa 5 cm Durchmesser flachdrücken. Von beiden Seiten goldgelb backen (reifes Lagerfeuer mit niedrigen Flammen).

Mein Freundin runzelt die Stirn: "Da soll echt ein halber Liter Öl rein?!". Ich blicke wieder auf das Rezept: "Ja, so steht es hier geschrieben!". "Ok. Dann machen wir es so!", meine Freundin schmeißt lächelnd den Mixer wieder an. Ein paar Milliliter Öl bleiben übrig. Nachdem der Teig fertig ist, machen wir die erste Geschmacksprobe. "Und?", frage ich erwartungsvoll. "Probier du mal! Ich finde ihn sehr salzig!", antwortet meine Freundin zweifelnd. "Stimmt!", ich nicke zustimmend. Trotzdem bringen wir den Teig zum Feuer und das erste Brot wird in der schon heißen Pfanne ausgebacken. "Vorsicht, heiß!", mein Göttergatte hält uns die goldgelben Fladen zum Probieren hin. "Mmmh, die sind aber lecker!", beurteilen wir ziemlich verblüfft. Und wenn ich ehrlich bin, war dieses einfache Rezept für mich das Beste!

Wilde Küche II



"Schatz, ich würde gerne die netten Menschen samt ihrer Kinderschar einladen, die mir das Buch "Wilde Küche" geschenkt haben!", teilt mir mein Göttergatte mit, "Als >Danke schön< für das tolle Geschenk und damit wir gemeinsam ein paar der tollen Rezepte ausprobieren können." "Was für eine schöne Idee!", erwidere ich lächelnd. Gesagt, getan. Das Lagerfeuer prasselte dank unseres Großen (unserem Pfadfinder) schon gegen spätem Nachmittag. Die hübsche blaue Emailie-Kaffeekanne brühte auf einem selbst gesägten Schwedenfeuer und über dem Lagerfeuer schwang ein großer Hordentopf mit einem scharfen Chili. Für den wirklich leckeren Orangen-Punsch gab es einen kleinen mitgebrachten Ofen und mein Kleiner mühte sich in der Küche mit dem Teig für die Elfenwaffeln ab. Dann, nachdem der letzter Teig (für einige indianische Brote) angerührt war, saßen und standen endlich alle um das funkenstobende Feuer herum. Es wurde gelacht, geplaudert und natürlich probiert. Rote Nasen blickten unter warmen Mützen hervor und kalte Füße wurden näher ans Feuer geschoben. Die letzten Strahlen der Abendsonne vergingen und der fast runde Mond erschien hell am dunklen Abendhimmel. Erst als die Kühle der Nacht langsam, aber spürbar, durch unsere warme Kleidung drang, wurde es Zeit einander "Auf Wiedersehen" zu sagen. Ein schöner lauschiger Abend am Lagerfeuer ging zu Ende.

Freitag, 15. November 2013

Lebenskunst

LEBENSKUNST ist die Kunst
des richtigen Weglassens.

(Coco Chanel)

Einsperren

Du kannst den Hahn zwar einsperren,
die Sonne geht dennoch auf.


(Konfuzius)

Donnerstag, 14. November 2013

Caramac-Whiskey-Likör



Zutaten
40 g Milka Daim
1 Packung Caramac
180 g Zucker
200 g Sahne
200 g Vollmilch
250 g Whiskey

Zubereitung
Milka Daim, Caramac, Zucker, Ei und Sahne in den Thermomix geben und 10 Sek. / Stufe 10 vermischen. Mit dem Spatel alles nach unten schieben und dann 5 Min. / 90 Grad / Stufe 3 erhitzen. 200 g Vollmilch hinzugeben und dann weitere 4 Min. / 90 Grad / Stufe 3 erhitzen. 250 g Whiskey hinzugeben und nochmals 30 Sek. / 90 Grad / Stufe 3 vermischen lassen. Den Likör heiß in eine Flasche geben und nachdem er runter gekühlt ist, im Kühlschrank aufbewahren.

Damit uns schön warm ums Herz und im Bauch wird.. hicks! Jetzt, wo doch der Winter vor der Tür steht..

Morgentliche Telefongespräche

"Guten Morgen!", sage ich leise in den Telefonhörer. "Guten Morgen!", antwortet mein Göttergatte. "Bist du wohlbehalten angekommen?", frage ich, wie fast jeden Morgen. "Ja, bin ich. Wie sieht heute dein Tag aus?", fragt mein Göttergatte geschäftig. Ich rassle meine ToDo-Liste für den heutigen Tag herunter. "Oh, man! Da hast du aber viel vor!", entgegnet mein Göttergatte. "Ja!", seufze ich, "Aber es geht ja nicht anders und ich muss jetzt auch los. Du weißt ja: Wer weiß, dass er langsam ist, sollte sich beeilen!" Mein Göttergatte schmunzelt: "Weißt du, mir gefällt >Geh langsam, wenn du es eilig hast< viel besser!?". Tja, es lebe der kleine Unterschied!

Mittwoch, 13. November 2013

Ökologische Landschaftsplanung



"Ja, sollen wir mal eine Ortsbegehung machen?", fragt mich eine ungeduldige, Altherren-Stimme durch das Telefon. "Ja, gerne!", antworte ich freudig. Wir vereinbaren einen Termin, dem ich erwartungsvoll entgegen blicke. Schwimmteich, wir kommen näher! Der Termin ist da und der gute Mann geht durch unseren Garten. Er blickt in die Bäume und bückt sich, zupft hier und da an der Wiese herum. Kontrolliert Pilze, nimmt Moosproben. Wir sind stark beeindruckt. Dann kommt er auf uns zu. "Die müssen alle weg!", er zeigt auf unsere Fichten, "Nach und nach, über ein paar Jahre verteilt!". "Alle?", frage ich bestürzt, "Aber wo sollen dann meine Wintergoldhähnchen wohnen?". "Oh, sie haben Wintergoldhähnchen hier?!", jetzt ist er beeindruckt und räuspert sich, "Das ist aber selten!". Dann kommt er zur Gartenanalyse: "Durch die Nadelhölzer ist ihr Garten übersäuert." (Wussten wir schon!) "Hier müssen über das Jahr einige Kilo Mineralsteinmehl verteilt werden! Ich habe schon von der Straße aus gesehen, dass einige Bäume zu alt sind und es ihnen nicht mehr gut geht. Das kann man an ihrer Krone und an ihren Zweigen sehen!", er zeigt auf einige kranke Exemplare, "Gesunde Kronen lassen keine Blicke durch und gesunde Zweige hängen nicht so lang und so weit nach unten!" Ah, ja. Mein Göttergatte und ich schweigen, nicken aber. "Es wurde eine Spielrasenmischung vor zig Jahren ausgesät, die aber jetzt schon so gut wie ausgetauscht ist. Steppengras hat sich bereits breitgemacht. Das ist nicht gut. Nach Steppengras kommt nur noch Moos." Er hält das Moos in die Höhe. Oh, Mann! Mir wird es unbehaglich, eigentlich ist mir unsere Gartensituation durchaus bewusst, aber ich will es einfach nicht wahr haben. Nachdenklich blicke ich in meinen, von den letzten Strahlen der Abendsonne beschienenen, verwunschenen Märchenwald. Ich seufze. Und überhaupt, was ist mit dem Schwimmteich? Der Landschaftsgärtner ist in seinem Element: "Hier müssen Obstbäume hin. Alte Sorten. Apfelbäume: Ein Geheimrat Breuhahn, ein Jakobsapfel oder eine Goldrenette."  Ich nicke und mein Göttergatte sagt: "Da haben wir auch schon dran gedacht!" "Abholzen!", fordert der gute Mann, "Und lassen Sie ja die Wurzeln im Boden! Genau wie das Holz, es muss liegen bleiben. Ja nicht verfeuern." Ein Vortrag über ökologische Bodenerneuerung folgt. Dann ist es dunkel, wir gehen rein, eine Diashow (!) über diverse Schwimmteiche folgt. Endlich. Ganz zum Schluss kommt für mich das Wichtigste, ist es machbar und wie teuer wird es?? Ja, es ist machbar: 20.000,-- € nur für die Bepflanzung und die Planung. Aushub, Bagger und Steine sind extra. Vorher müssen ein paar Nadelbäume fallen. "Vielleicht können Sie ja selbst Hand an legen?", der Landschaftsgärtner blickt meinen Göttergatten fragend an. Der nickt zögerlich. Wir bedanken uns höflich und verabschieden den älteren Herrn. Die Tür fällt ins Schloss und mein Göttergatte schaut mich fragend an. Ich schüttele den Kopf, so nicht! Schwimmteich ade!!

Auf dem Bild ist der hintere Teil des Gartens zu sehen. In der Morgensonne.

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.
Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.
Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.
Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug für einen Tag.

(Christian Morgenstern)

Dienstag, 12. November 2013

Sankt-Martin-Umzug



"Schaut mal Kinder, wie schön die Anwohner für uns geschmückt haben!", die Klassenlehrerin meines Kleinen lenkt die Aufmerksamkeit auf die bunten Laternen, die die Vorgärten schmücken. Alle Augen der Kleinen richten sich auf die bunte Lichter-Parade. Besonders die kleinen Mädchen geraten in Entzücken: "Oh, wie schön! Guck mal! Da und dort!". Vor lauter Schauen und Entdecken vergessen die Kinder das Singen. Die Klassenlehrerin schaut mich auffordernd an, denn ihre Stimmbänder sind in Mitleidenschaft gezogen, gerne komme ich ihren unausgesprochenen Wunsch nach und stimme in das Martinslied laut mit ein. Wie schön, dass ich mich als Zugbegleiterin gemeldet habe. Das Staunen und das Singen hätte ich auf keinen Fall verpassen wollen. Der Mutti auf der anderen Seite geht es anscheinend genauso, fröhlich lacht sie mich an und stimmt auch, in das viel zu hohe Singen der Kinder, mit ein.

Milde Zeit

Herbst-
Es ist der Liebe milde Zeit.

(Georg Trakl)

Montag, 11. November 2013

Eiskratzen

Na, Ihr Lieben! Musstet Ihr heute Morgen auch schon das erste Mal in dieser Saison das Eis von den Autoscheiben kratzen? Ja, es ist wieder soweit (jedenfalls hier bei uns am linken Niederrhein). Während ich hier gemütlich im Warmen in unserem Büro sitze und meinen Post schreibe, kann ich meinem Nachbarn dabei zu sehen, wie er den Eiskratzer schwingt. Der Arme. Hoffentlich ist gleich, wenn ich los muss, das Eis nicht mehr ganz so fest. Also, man kann es nicht mehr übersehen: Der Herbst geht langsam in den Winter über. Die Dächer sind weiß und heute Nacht hat es Bodenfrost gegeben, sogar die Straßen sind glatt. Also, passt gut auf und denkt an Eure Winterreifen.

Mein Buch vom Sankt Martin



Vor ungefähr zehn Jahren haben wir dieses Buch gekauft. Da erlebten wir das erste Mal gemeinsam mit unserem Großen das Sankt-Martin-Fest. Es ist ein wunderbares stabiles Pappbuch und wurde speziell für die Kleinsten entwickelt. In einfachen Worten und farbenfrohen Bildern wird die Legende des heiligen Martins erzählt. Zusätzlich ergänzen Fühlelemente die stimmungsvollen Illustrationen, einfach wunderschön und sinnanregend für das gemeinsame Lesen und Vorlesen. Ein wirklich guter Kauf. Denn bis heute liegt immer zur Sankt-Martins-Zeit dieses Buch (und einige Andere) bereit, um es in die Hand zu nehmen und darin zu schmökern. Gut, unser Großer zeigt nicht mehr so viel Interesse, aber unser Kleiner findet es immer noch schön, mit dem Finger, beim Geschichtenlesen, den hübschen Bilder nach zu spüren. Im besonderen, weil kostbare Erinnerungen damit geweckt werden. Wir haben eine der ersten Ausgaben. In späteren Ausgaben wurden kleine Änderungen vorgenommen, wie zum Beispiel das Gefieder der Gänse: In unserer Ausgabe haben die Gänse noch echte Federn, einige Ausgaben später wurden sie zum Plüschfell, wie unser Großer empört letztes Jahr im Bücherladen festgestellt hat. "Der kleine Himmelsbote" eine entzückende Produktlinie des Coppenrath-Verlages, um den Kleinen auf spielerische und einfühlsame Weise christliche Werte zu vermitteln.

Durch die Straßen auf und nieder

Durch die Straßen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder:
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin komm und schaue. 

Wie die Blumen in dem Garten
blühn Laternen aller Arten:
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin komm und schaue.

Und wir gehen lange Strecken
mit Laternen an den Stecken:
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin komm und schaue.

Sonntag, 10. November 2013

Ein neuer Zaun

Mein Göttergatte und der Patenonkel unseres Kleinen haben es gestern geschafft: ein neuer Zaun ist aufgebaut. Ein einfacher Sichtschutz aus Holz trennt jetzt die Schrebergärten von unserem Wäldchen. Ebenerdig. Ganze neun Elemente waren nötig, um eine klare Grenze zu setzen. Die beiden fleißigen Handwerker haben gestern das letzte Element noch mit Hilfe einer Taschenlampe gesetzt. Vielen, vielen Dank! Da werden sich heute meine Hühner trotz des Regens aber freuen, denn nun dürfen sie wieder den Garten nutzen.

Herbst

Rings ein Verstummen, ein Entfärben;
wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
ich liebe dieses milde Sterben.

Von hinnen geht die stille Reise,
die Zeit der Liebe ist verklungen,
die Vögel haben ausgesungen,
und dürre Blätter sinken leise.

Die Vögel zogen nach dem Süden.
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
die Blätter fallen stets, die müden.

In dieses Waldes leisem Rauschen
ist mir, als hör ich Kunde wehen,
dass alles Sterben und Vergehen
nur heimlichstill vergnügtes Tauschen.

(Nikolaus Lenau)

Samstag, 9. November 2013

Heimat

Heimat ist ein Name,
ein Wort, 

aber ein gewaltiges, 
stärker als jeder Zauberspruch, 
den je ein Magier ausgesprochen.

(Charles Dickens)

Maklern

Endlich macht der Regen mal eine Pause. Zwar kann man die Sonne nur erahnen, aber um im Garten einbissel zu prusseln reicht es allemal. Erstmal die Tiere versorgen: meine Hühner schauen mich unglücklich an, aber das kann ich nicht ändern. Ehe das Loch im Zaun nicht repariert ist, dürfen sie nicht raus. Aber unsere Meerschweinchen quietschen glücklich, dabei hören sie mich nur von weitem. Meine kleine Seelentrösterin folgt mir auf leisen Sohlen. Nach einer kleinen Bestandsaufnahme entschließe ich mich erstmal unseren Vorgarten aufzuräumen. Verblühte Ringelblumen, abgefallene Blätter, wuchernde Kapuzinerkresse und schon leicht schimmelige Sonnenblumen finden den Weg in die Biotonne. Es ist sehr angenehm an der frischen Luft zu arbeiten. Voller Tatendrang harke ich auch noch die Wiese ab, als ich eine leise Stimme vernehme: "Hallo?! Jemand da?!". "Ja.", verwundert schaue ich um die Ecke. Eine Mutti aus dem Kindergarten steht zögerlich auf dem Gehweg. "Wolltest du zu mir?", frage ich lächelnd. "Ja. Ähm, ich habe eine Frage. Ist das Haus neben euch zu verkaufen?", sie schaut mich erwartungsvoll an. "Das weiß ich nicht, es war vermietet, aber die Mieter sind Ende Oktober ausgezogen.", erwidere ich. "Meinst du, ich kann da mal anfragen?! Ich liebe diese Backsteinhäuser. Hat das auch so einen großen Garten wie euer Häuschen?", sprudelt es aus der sonst so schüchternen Person heraus. Jetzt muss ich richtig lachen: "Ja, hat es. Sollen wir mal gucken gehen?". "Oh, ja! Gerne!", sie ist hin und weg: das Nachbarhaus ähnelt unserem Haus sehr, in den 1930igern Jahren wurden nur vier dieser Häuser hier in unserem Stadtteil gebaut. "Ich werde einen Zettel schreiben.", teilt sie mir mit, "Vielleicht melden sie sich ja bei mir. Oh, ich hätte es so gerne. Auch wegen der Kinder". (Sie hat vier an der Zahl.) Das verstehe ich sehr gut und ich finde die junge Frau auch sehr sympathisch, dennoch seufze ich leise: "Da bist du aber nicht die Einzige. Es haben mich schon ganz viele Menschen nach dem Haus gefragt und ich bin mir noch nicht mal sicher, dass es verkauft werden soll." Und in Gedanken füge ich hinzu, auch eine gute Freundin von mir hat schon einen Anfragebrief in den Briefkasten geworfen. Mal schauen, wen wir als neue Nachbarn begrüßen dürfen.

Freitag, 8. November 2013

Kuhlen



Wie gerade eben im Post "Littardmarkt" erwähnt, ist die Gegend rund um den Littardmarkt, durch seine Kuhlen geprägt. Aber was sind Kuhlen eigentlich? Als Kuhlen bezeichnet man künstlich geschaffene Vertiefungen in der Erdoberfläche, die beim Abbau von Rohstoffen, wie Torf, Ton, Lehm, Sand oder Kies, entstanden sind und sich aufgrund von hoch anstehendem Grundwasser zu Kuhlengewässern entwickelt haben. Die ersten Torfkuhlen am linken Niederrhein sind schon im Mittelalter entstanden, als in den Niedermooren, bzw. Bruchwäldern, die innerhalb verlandeter, nacheiszeitlicher Abflussrinnen des Rheins lagen, Torf gestochen wurde. Wie auch hier am Littard-Weg. Die großen Kuhlen gehörten meist zu den Ländereien eines Herrensitzes oder Großbauern und befanden sich oft in unmittelbarer Hofnähe. Nach Beendigung des Torfabbaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts, schüttete man die meisten Kuhlen zu oder überließ sie einfach sich selbst. Mit der Zeit siedelten sich entsprechende Pflanzen an, die je nach Tiefe der Kuhlen unterschiedlich schnell die natürliche Verlandung dieser Gewässer vorantrieben. Es entstanden so Moore und die, eben nicht sehr tiefen, Kuhlengewässer. Die Torfkuhlen sind am linken Niederrhein von hoher kulturhistorischer Bedeutung und prägen entscheidend, die historisch gewachsene Landschaft in den Niederungsbereichen, entlang der ehemaligen Rheinverläufe, mit. Die naturnahen, ökologisch entsprechend wertvollen Gewässer spielen eine wichtige Rolle für das Landschaftsbild und den Arten- und Biotopschutz. Und was soll ich noch sagen? Diese moorige Kuhlenlandschaft birgt gerade jetzt im Herbst eine angenehme, leicht melancholische, Stimmung in sich.

Littardmarkt



Heute ist es wieder soweit, die Anwohner des Littard-Weges öffnen ihre Türen. Wie jedes Jahr im November gibt es hier einen wunderbaren Landmarkt. Fast alle ansässigen Bauern und viele Anwohner machen mit. Die Auswahl ist groß: man bekommt Fisch, Obst und Gemüse, Handwerkliches, Selbsteingemachtes, Produkte vom Schaf, Antikes, Herbst- und Weihnachtsdeko und natürlich dürfen die kulinarischen Genüsse nicht fehlen. Ganz besonders freuen wir uns immer auf den Buschmannshof, denn hier dürfen unsere Jungs die Welt von hoch oben auf dem "Kamel" betrachten und es gibt, laut meinem Schwiegerpapa, die besten Lammwürstchen der Welt. In der "Boomskat", eine winzigkleine und windschiefe Bauernkate ganz am Anfang des Littard-Weges, kann man die Werke verschiedenster Künstler bestaunen und natürlich auch käuflich erwerben: Skulpturen, Keramik, Filzarbeiten, Schmuck oder Drechselarbeiten. Einfach wunderschön! Alleine schon die ländliche Umgebung, mit ihren romantischen Kuhlen und den alten, kleinen Bauernhöfen, versetzt mich immer in eine herbstliche, leicht melancholische Stimmung. Einfach ein Muss, um den Herbst zu genießen!

Donnerstag, 7. November 2013

Sankt Martin's letzter Ritt

"Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind ..." Ginge es nach Rüdiger Sagel, dem Chef der NRW-Linken, würde dieses Lied künftig nicht mehr gesungen, wenn Kitas und Grundschulen ihre Laternenzüge veranstalten. Denn der Heilige stehe zu sehr in christlicher Tradition. Gegenvorschlag: ein "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" dadurch würden sich mehr Kinder angesprochen und mitgenommen fühlen, so Sagel in der Rheinischen Post. (Auszug: WDR/Aktuelle Stunde)
Ja, ist denn das zu glauben? Der Heilige stehe zu sehr in christlicher Tradition. Wohl eher in rein katholischer Tradition. Und ehrlich? Das es ein katholischer Heiliger ist, der an diesem Tag verehrt wird, hat mich als Protestantin noch nie gestört. Denn in erster Linie geht es bei diesem Fest ja wohl um das Teilen. Um Nächstenliebe. Um Werte. Und gerade diese Themen sind in der heutigen Zeit von großer Dringlichkeit. Auch frage ich mich, ob der gute Herr Sagel schon mal was Brauchtum gehört hat?! Ich möchte diese Tradition ganz bestimmt nicht missen, denn das Sankt Martin's Fest ist für mich und meine Familie vielleicht das Heimeligste aller Feste.

Herzenshärte

Herzenshärte ist das Schändlichste von allem,
weil sie keine Barmherzigkeit kennt,
nichts von Liebe wissen will und
weil sie nichts Gutes wirken kann.

(Hildegard von Bingen)

Was ist mit deinem braunen Huhn passiert?

"Hallo, Frau Nachbarin!", mein freundlicher Hühnernachbar ruft über den Zaun, "Was ist mit deinem braunen Huhn passiert?". "Das hat ein beiger Labrador gerissen!", ich gehe näher an den Zaun und erzähle ihm die ganze schreckliche Geschichte. Mein Hühnernachbar hört aufmerksam zu. Nachdem ich geendet habe, sieht er mich traurig an und fragt mit leiser Stimme: "Und wie kommt das tote Huhn in mein Gehege?". Mir stockt der Atem: "Wie bitte?!". "Ja. Letztes Wochenende lag das Huhn, tot und total zerrupft, dort zwischen Tor und Tanne.", er zeigt mit dem Finger auf einen bestimmten Platz. Mir wird übel: "Da?! Aber das ist doch gute fünf Meter von den Schrebergärten entfernt." Ich schlucke. "Hmhm!", mein Nachbar schaut mich mitfühlend an und nickt. "Die haben einfach so das Huhn über deinen Zaun geworfen?", ich kann die Grausamkeit der Menschen nicht verstehen, mir fehlen die Worte und das sage ich auch. Mein Nachbar nickt zustimmend. Im Nachhinein kann ich mir das Geschehene nur so erklären: Die Besitzer des Labrador haben das, wohl doch nur halbtote (ein Flügel fehlte ja), Huhn über den Zaun in das Aussengehege meines Hühnernachbarn geworfen, da man von deren Seite aus nur sein Gehege sehen kann. (Zum besseren Verständnis: Sein Gehege ist im Wäldchen und mein Hühnerhaus steht vor dem Wäldchen. Also, die Schrebergärten und mein Hühnerhaus werden durch das Wäldchen getrennt: Das haben wir ganz bewusst so gewählt, damit für die Benutzer der Schrebergärten und für die Anwohner der Mietswohnungen, weder eine Lärm- noch eine Geruchsbelästigung entsteht.) Meine arme Berta muss versucht haben, mit letzter Kraft wieder in unseren Garten zu gelangen. Wie gefühlskalt können Menschen sein? Und dabei könnte man meinen, sie wären tierlieb, immerhin halten sie sich ja einen Hund.

Mittwoch, 6. November 2013

Schleich




"Oh, Mama. Das sind aber meine Schleichfiguren!", mein Kleiner steht empört vor mir. "Das stimmt!", antworte ich lächelnd, "Aber du spielst doch im Moment gar nicht damit, oder?!". Mein Kleiner runzelt die Stirn: "Das stimmt schon, aber jetzt würde ich gerne!". Er greift vorsichtig in die Runde und das kleine Eichhörnchen findet platz in seiner Hand. Behutsam streichelt er die kleine Eichhörnchennase. Ich seufze, das hätte ich mir ja denken können. "Dann nimm sie dir und wenn du fertig gespielt hast, kannst du sie ja wieder dort hinstellen.", schlage ich ihm vor. Mein Kleiner nickt verständnisvoll: "Meine Tiere sehen aber auch wirklich schön aus. So richtig nach Herbst!" Ich grinse in mich hinein und nicke: "Genau das finde ich auch."

Tiere im Wald

Wald, wie betreuend
verhüllst du die Tiere
in deinem unendlichen
Rauschen und Schweigen.
Fern den Menschen
sind sie am schönsten.
Geheim im Blau.
Selten, daß dir ein Reh
am Waldrand scheulos begegnet.
Den runden Tierblick
in deine Menschenaugen taucht.
- Und ward es dir nicht
wie ein geisterhaftes Berühren,
Wink aus dem Zwischenreich,
deine Sehnsucht schmerzend -?

Tiere und Bäume
sind sinnvoll verschwistert,
teilen des Waldes Geheimnis.


(Francisca Stoecklin)

Dienstag, 5. November 2013

Bratapfelbrotaufstrich (Thermomix)



Zutaten 
3 Schraubgläser
900 g Äpfel: geschält, geviertelt
500 g Gelierzucker 2:1
1 TL Zimt
50 g Marzipanrohmasse, in kleinen Würfeln

Zubereitung

Äpfel in den Mixtopf geben und 10 Sek. / Stufe 4 (evtl. mit Hilfe des Spatels) zerkleinern. Zucker und Zimt zugeben und 12 Min. / 100° / / Stufe 4. Marzipan zugeben und 2 Min. / 100° / / Stufe 2 erhitzen. Gelierprobe machen, in Schraubgläser füllen und sofort verschließen.


Tipp:
Wer mag, kann noch gehobelte Mandeln und Rumrosinen (zusammen mit dem Marzipan) dazugeben.
Kurzes Rezept für Rumrosinen:
Mindestens einen Tag vorher ein großes Schraubglas mit Rosinen füllen und mit Rum aufgießen. Die Rumrosinen halten ewig und sind immer griffbereit !

Graue Tage November

November
graue Tage
die Nebel steigen
der Winter
steht drohend
vor der Tür
Melancholie
singt ihr Lied
und du
singst müde mit
November
heißer Tee
romantischer Kerzenschein
ein guter Film
Musik für's Herz
Freude
singt ihr Lied
und du
singst leise mit
ja, November ist
was man daraus macht!!

(Engelbert Schinkel)

Montag, 4. November 2013

Weihnachts-Countdown

Übrigens: Es sind heute noch genau 50 Tage bis Weihnachten!

Apfelkorb



Es klingelt. Ich öffne die Haustür und vor mir steht meine Nachbarin von zwei Häuser weiter. "Hallo, du bist ja da. Wie schön!", sie schaut mich lächelnd an. In ihren Händen hält sie einen Korb mit Äpfeln, mit meinem leeren Marmeladen-Glas und mit einem handgeschriebenen Bratapfelbrotaufstrichrezept (ein wunderbares Wort für Scrabble). "Ich wollte Danke sagen, deine Marmelade war echt lecker. Und außerdem wolltest du doch auch noch das Rezept für den Bratapfelbrotaufstrich!" "Stimmt genau.", grinse ich sie an, "Magst du reinkommen und einen Kaffee trinken?!" "Gerne!", grinst sie zurück. Und aus einem Kaffee wurde ein ziemlich netter Rest-Nachmittag mit beiderseitiger Gartenbegehung und nochmaliger Walnussernte.
 

Kleines Glück

Auch ein KLEINES GLÜCK
kann einmal groß werden.

(Gisela Dreyer)

Sonntag, 3. November 2013

Bald ist Sankt Martin



"Bald ist Sankt Martin.", informiere ich meinen Göttergatten. "Ja?!", mein Göttergatte sieht mich abwartend an. Er weiß genau, dass das noch nicht alles war. "Hilfst du mir die Laternen ins Fenster zu hängen?", bittend schaue ich meinen Göttergatten an, "Na, klar. Jetzt?". Natürlich nehme ich sein Angebot sofort an, denn man muss seine Chancen nutzen. "Ich gehe die Laternen und die Lichterkette vom Dachboden holen.", sage ich und laufe schon in die entsprechende Richtung. "Ok. Ich hole die Stange aus der Garage.", mein Göttergatte. (Diese Bambusstange ist ein Allrounder: zu Sankt Martin hängen die Laternen daran, zum Advent ist sie die Grundlage für eine Girlande, usw.) Gesagt, getan. Einige, der von uns im Laufe der Zeit gebastelten, Laternen hängen nun aufgereiht im Fenster. Hübsch sieht es auch. Die einzelnen kleinen Lichter leuchten die Laternen in bunten Farben aus. Mein Herz wird warm. Mein Kleiner kommt um die Ecke geschossen, ein kurzer Blick und ein einziger, wenn auch anerkennender, Kommentar folgt: "Cool, Mama!". Mein Großer bleibt kurz stehen und drückt mir einen Kuss auf die Wange: "Sieht schön aus, Mama!" Oh, Mann! Meine Mäuse werden groß. Vor noch gar nicht langer Zeit, wären sie mit großen Augen und geöffneten Mündern vor dem Fenster entzückt stehen geblieben. Snief!

Gänselaterne


Foto


Material:
• Luftballon
• Tapetenkleister (ca. 100 ml)
• weißes Transparentpapier, geschnipselt
• Schere, Draht, Zange, Stopfnadel,
• weiße Pappe
• orangene Wachsmaler
• blauer Filzmaler
• Kleber


Den Luftballon mit dem Kleister einschmieren und in mehreren Lagen (5-7) immer wieder die Schnipsel aufkleben. Dabei den oberen Bereich (oder einen seitlichen Bereich) nicht bekleben!


Den Ballon, mit dem nicht beklebten Bereich, auf einen leeren Eimer legen und mehrere Tage trocknen lassen.


Nach dem Trocknen den Ballon mit Hilfe einer Nadel zerplatzen lassen und vorsichtig aus der Transparentpapierhülle entfernen. Den oberen Rand mit einer Schere sauber abschneiden.


Nach dem Entfernen des Ballons aus der Hülle, wird nun der Gans die Form gegeben: Kopf, Schnabel, Schwanz und Füße aus Pappe ausschneiden (mit Klebelasche). Nicht vergessen: Schnabel und Füße orange anmalen. Besonders hübsch sehen leuchtend blaue Augen aus. Alles an die Laterne kleben und gut festdrücken. Wer mag, kann den Kopf noch vor dem Anmalen mit Transparentpapier bekleben.


Mit einer Stopfnadel zwei sich gegenüberliegende Löcher in den oberen Rand stechen, durch diese den Draht führen und an beiden Enden den Draht verzwirbeln.

Zeichnungen: Heinrich Hüsch

Samstag, 2. November 2013

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

(Hermann Hesse)

Er war wieder da!

Ich fege gerade unseren Hof, da höre ich ein fürchterliches Hühnergeschrei. Voller Schreck lasse ich meinen Besen fallen und laufe in Richtung Hühnerstall. Meine Hühner kommen mir total verschreckt entgegen gelaufen. Es sieht so aus, als ob sie die Beine in Hände (Flügel) nehmen. Und dann sehe ich ihn schon. Ein bildhübscher beiger Labrador steht bei uns im Garten. Und ja, auch wenn die ganze Situation schrecklich ist, ist es genau das, was ich denke. Freudig sieht er in meiner Richtung und wedelt mit seinem Schwanz. Nur, dass es mir gar keine Freude macht. Im Gegenteil, denn dieser hübscher, freundliche Hund hat meine Berta in seiner Schnauze. Mausetot. Ich greife nach einem Stock (was für ein Glück, dass die Jungs überall "Schwerter" im Garten verteilt haben) und laufe dem Labrador entgegen. Er wedelt immer noch, doch auf einmal schwant ihm wohl, dass ich ihm nicht wohl gesonnen bin und nimmt Reisaus. So schnell er kann, rennt er, mit seiner Beute in der Schnauze, in unser Wäldchen und verschwindet durch ein kleines Loch im Maschendrahtzaun. Das Loch, ist gar kein richtiges Loch, sondern nur ein verrutschtes Stück Zaun, das eine Lücke zwischen Boden und Zaun auftut. Da stehe ich nun, mit meinem Stock, meiner Wut und meiner Trauer. Weit und breit kein Mensch zu sehen. In den angrenzenden Schrebergärten des dahinterliegenden Mietshauses ist alles still. Mir kullern heiße Tränen aus meinen Augen. Dann rufe ich laut und so dunkel ich kann: "Hallo! Ist irgendjemand da?!" Nichts. Ich bin machtlos, der Zaun ist einen Meter sechzig hoch und sperrt mich in unseren Garten ein. Noch ein Versuch: "Hallo?!" Nichts, kein Mensch, kein Hund. Ich reiße mich zusammen und setze noch einmal an: "Dieses Huhn hatte einen Namen. Es hieß Berta. Und es ist nicht das erste Huhn, dass dieser Hund gerissen hat. Bitte! So melden Sie sich doch!", meine Stimme versagt. Im Mietshaus wird ein Fenster lautstark zu geschlagen, sonst nichts! Kalte Stille, auch in meinem Herzen.

Freitag, 1. November 2013

Zwischen Himmel und Erde

Ich denke, zwischen Himmel und Erde gibt es Dinge, die sich ein Mensch nicht erklären kann. Besonders wenn jemand gestorben ist, der uns lieb und teuer war (ist), werden Energien frei, die nicht im Bereich des Erklärbaren sind. Aber auch unbekannte Personen hinterlassen manchmal für uns spürbare Abdrücke. Damals als wir unser altes Backsteinhäuschen gekauft haben, waren mein Göttergatte und ich uns sicher, dass die verstorbene, alte Dame, der es gehört hatte, eine Zeit lang "nichtstofflich" (diesen Ausdruck habe ich von Frau Gressmann aufgegriffen) uns mit ihrer Anwesenheit beehrte. Auch da erlebten wir eine Situation, die im Nachhinein "sphärisch" war. Wir waren gerade eingezogen und buddelten im Garten, da nahm ich eine Bewegung im Haus durch das Wohnzimmerfenster wahr. Da ich mit meiner Aufgabe innehielt, wurde auch mein Göttergatte aufmerksam. "Da ist jemand im Haus!" Er schulterte seine Schüppe und machte sich auf die Suche. Aber er kehrte unverrichteter Dinge wieder zu uns in den Garten zurück. "Da war niemand!" "Aber du hast doch auch jemanden am Fenster gesehen?", ich bekam eine Gänsehaut. Er blickte mich an und nickte langsam: "Schon unheimlich oder!?". Es vergingen noch mehrere Wochen, bis ich die vermeintliche Anwesenheit nicht mehr gespürt habe. Ich habe mit dem Schatten der alten Dame einige Male leise gesprochen, immer wenn ich der Meinung war, sie beobachtet mich. Es kam mir so vor, als überprüfe sie, ob wir auch liebevoll und sorgfältig mit ihrem geliebten (denn das hatte sie bestimmt!) Häuschen umgehen. Erst als sie sicher war, dass dem so ist, verabschiedete sie sich von ihrem geliebten Heim.

Und mich bitte jetzt nicht für "spinnert" halten..grins!

Stille

In der Einsamkeit 
liegt Kraft.
In der Stille
Erholung.

(Georg Lehmacher)

Bratapfel "Himmel & Äd" (Thermomix)

Zutaten

4 Äpfel (Boskop)
1 Zwiebel
30 g Butter
200 g Blutwurst
100 g Mett
2 Scheiben Toastbrot
75 g Wasser
1 Ei
1 EL Majoran, getrocknet
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Zwiebel in den Mixtopf geben 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern mit dem Spatel nach unten schieben. Butter zugeben, 2 Min. / Varoma / Stufe 1 dünsten und umfüllen. Von der Blutwurst die Pelle abziehen und in Stücken mit dem Mett in den Mixtopf geben und 1 Min. / Stufe 5 zerkleinern. Toastbrot in Wasser einweichen, ausdrücken und mit dem Ei, den Gewürzen, der Zwiebel in den Mixtopf  1 Min. / Stufe 4. Von den Äpfeln oben einen  Deckel abschneiden, Äpfel aushöhlen, mit der Masse füllen und Deckel drauflegen. In einer gefetteten Auflaufform (+ 50 ml Wasser) 30 - 45 Min. im vorgeheizten Backofen bei 200°C backen. Dazu gibt es Kartoffelpüree. "Himmel & Äd" als Bratapfel-Variante!!