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Dienstag, 11. Februar 2014

Hanni



Vorsichtig öffne ich die Tür zum Hühnerstall und schaue in die Legekiste. Hanni, mein silbernes Chabo-Huhn, sitzt dick aufgeplustert auf einem Berg Eiern. Zwei Tage habe ich nicht nach den Eiern geschaut und jedes Huhn hat jeden Tag ein Ei gelegt. Acht wunderhübsche Eier sind zu bewundern. "Nun, husch! Runter mit dir!", ich mache eine entsprechende Handbewegung, aber nein Hanni rührt sich nicht. Ich versuche es erneut: "Husch! Husch!". Nichts, das Huhn schaut mich nur gelangweilt an. Mit ihren kleinen schwarzen Äuglein blinzelt sie mich an. "Na, los!", jetzt greife ich beherzt nach Hanni und hebe sie hoch. Immer wenn ich ein Zwerg-Huhn in den Händen halte, bin ich überrascht wie leicht es ist und wie sehr man die einzelnen Federn fühlen kann. Vorsichtig setze ich sie auf den Stallboden, das Stroh raschelt leise. Hanni dreht sich noch einmal empört zu mir um, krächzt verärgert und geht Popo wackelnd aus dem Stall ins Außengehege. Schnell sammle ich die cremefarbenen Eier ein. Da wird sich meine Nachbarin aber freuen...

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