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Samstag, 3. Mai 2014

Waldlichtung



"Wo gehen wir jetzt 'lang?!", mein Göttergatte sieht mich fragend an, "Sollen wir mal links rum, da sind wir noch nie hergegangen.". Er blickt auf einen schmalen Ackerweg entlang einer Weide. "Warum nicht!?", antworte ich und stiefele los. Julie hüpft vorne weg. Wir verlassen den Wald und laufen an einer Feuchtwiese vorbei. Nach hundert Metern ist das Sprudeln eines kleinen Baches zu hören. Es muss die 'Issumer Fleuth' sein. Wir erreichen das Ende des Ackerweges und stehen in einem kleinen Waldstück. Groß kann es nicht sein, denn da wir die Gegend eigentlich kennen, wissen wir es ist gar kein Platz für einen großen Wald. Staunend, ja geradezu andächtig blicken wir in die alten, hohen Buchen. "Wow, damit habe ich nicht gerechnet!", ich schaue meinen Göttergatten lächelnd an. "Beeindruckend, nicht wahr?!", bestätigt mein Göttergatte. Wir wenden uns nach links und gehen einen breiten Weg entlang. Die mächtigen Bäume bilden über uns eine Kuppel, man hat den Eindruck man ist in einer Kathedrale. Wir entdecken einen kleinen Trampelpfad, der tiefer in den Wald führt und laufen los. Dann stehen wir plötzlich auf einer Lichtung. Mannshoch stehen zarte lilafarbene Blumen wankend im Wind, gesäumt von hellgrünen, ausladenden Buchen. Für einen Moment halte ich den Atem an. Was für ein zauberhafter Anblick. "Es ist so richtig verwunschen hier!", mein Göttergatte dreht sich lächelnd zu mir um und ich nicke mit strahlenden Augen. 

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