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Dienstag, 24. Juni 2014

Mutterkraut

"Sind das nicht hübsche Gänseblümchen?!", eine Tante des Bräutigams sieht (genau wie ich) bewundernd die Hochzeitsgestecke an. "Ähm..! Ich glaube, dass sind keine Gänseblümchen. Es sieht eher nach Kamille aus.", werfe ich zaghaft ein. "Quatsch.", die resolute, aber sehr sympathische, Oma des Bräutigams fährt dazwischen, "Weder noch. Das ist Mutterkraut. Kennt heute nur noch kaum jemand!". Sie nickt uns Unwissenden zu. Wir beide wagen nicht dem zu widersprechen und nehmen ihre Aussage erstmal hin. Zu Hause angekommen, mache ich mich auf die Suche nach Informationen zum Thema Mutterkraut. Ich vergleiche mehrere Bilder mit dem zarten, weißen Blüten und kann der Oma nur zu stimmen. Mutterkraut, auch falsche Kamille genannt, ist traditionell ein Heilkraut der Frauenheilkunde. Es fördert Monatsblutungen und reguliert den Menstruationszyklus. Zudem wird der Eisprung wird gefördert. Periodenkrämpfe werden durch das Mutterkraut gelindert, da es krampflösend wirkt. Während der Geburt stärkt es die Arbeit der Gebärmutter und löst zugleich unnötige Verkrampfungen, die den Geburtsvorgang erschweren. Nach der Geburt fördert das Mutterkraut die Austreibung der Nachgeburt. Wer auch immer sich für das Mutterkraut im Hochzeitsgesteck entschieden hat, hat sich wohl was dabei gedacht.. grins!!

1 Kommentar:

  1. Zur Info: In der modernen Heilkunde wird es gegen Migräne eingesetzt! ;)

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