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Sonntag, 20. Juli 2014

Frettchen-Alarm

Es ist kurz vor sechs und wegen der Hitze bin ich gerade erst eingeschlafen. Unruhig wälze ich mich im Schlaf hin und her. Bis mir klar wird, warum. Meine Hühner machen ein riesen Spektakel. Das ist nicht das allmorgendliche Gezeter!! Sofort springe ich aus dem Bett und laufe so schnell und so leise ich kann, die Treppe herunter. Mein Göttergatte und die Kinder schlafen noch. Mein "Keine-Hühner-mehr-"Nachbar hatte mich schon mehrfach in der Woche darauf aufmerksam gemacht, dass ein Frettchen sein Unwesen treibt. Oh, bitte nicht!! Hund Julie begrüßt mich unten schwanzwedelnd und ist sofort bereit mit mir in den Garten zu gehen. Auf dem Weg zum Hühnerstall wird das Gekrähe und Gegacker immer lauter. Julie wird aufmerksam. Sie richtet ihre Ohren auf und schießt vorne weg. Ich höre wie etwas Reisaus nimmt und Julie hinterher. Langsam und Luft anhaltend gehe ich zum Hühnerstall. Ich bin auf das Schlimmste gefasst. Agathe, Berta und Elisabeth hocken dicht beieinander in einer Ecke gedrängt. Trine und Trude hüpfen aufgeregt hin und her. Und Holger und Gustav demonstrieren mit halb aufgestellten Flügeln ihre (nicht vorhandene) Macht. Mir wird leicht übel. Wo sind Hanni und Nanni? Ich schlucke und lunkere zum Fenster hinein. Da sitzen die Beiden! In der Eiablage. Puh! Noch mal Glück gehabt! Aufgeregt hechelnd kommt Julie zu mir zurück und lässt sich zu meinen Füssen nieder. Ihr Brustkorb hebt und senkt erheblich. Ich beuge mich zu ihr herunter und kraule ihre Ohren: "Gut gemacht! Feiner Hund!". Nur mit einer Geste deute ich ihr unseren Rückweg an. Dicht bei Fuß läuft sie mit mir zum Haus zurück. Jetzt erstmal eine Tasse Kaffee! An Schlaf ist jetzt eh nicht mehr zu denken.

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