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Donnerstag, 27. November 2014

Haus Bornheim - eine Rübenkrautfarbik



Es ist nun schon einige Zeit her, da kam mein Göttergatte von der Arbeit nach Hause und erzählte mir, dass es hier bei uns (quasi fast um die Ecke) eine kleine, alteingessene Rübenkrautfarbrik gibt. Ein Arbeitskollege, hätte ihm das erzählt und wir schmunzelten sehr darüber, denn der Arbeitsplatz meines Göttergatten ist 50 Kilometer weit entfernt. Mittlerweile ist uns die kleine ehemalige bäuerliche Fabrik "Haus Bornheim" ans Herzen gewachsen und ich kann mit ein paar Fakten dienen: Seit mehr als 250 Jahre lang wurde in dem kleinen Bauernhof "Haus Bornheim" Rübenkraut hergestellt und verkauft, bis dann in den 1980igern ein Feuer im Kesselhaus großen Schaden anrichtete und das Einkochen der Rüben eingestellt werden musste. Obwohl das Kraut seit dem Feuer nach alten Rezepten in einer Fabrik bei Mönchengladbach herstellt wird, findet immer noch der Verkauf von Rübenkraut, Marmeladen, Streuobstwiesensaft oder eine Brotbackmischung im ehemaligen Kuhstall statt, in dem ein "Tante-Emma-Laden" liebevoll eingerichtet wurde. Auch wenn der Dampfkessel, in dem alten, flachen Fabrikhäuschen, nicht mehr zischt, ist ein Besuch des denkmalgeschützten "Haus Bornheim" lohnenswert. Denn mittlerweile wurde hier ein kleines, privates Museum eröffnet, in dem all' die technischen Utensilien, Kessel, Pumpen, Dokumente, Fotos, Handschriften, Rezepte und täglichen Handwerkszeuge der Krautmacher ausgestellt werden. Auch das "Bornheimer Rübenkraut" kann im alten Etikettierraum probiert werden. In der Blütezeit der kleinen Rübenkrautfabrik wurden im Jahr ca. 125 Tonnen Rübenkraut, 75 Tonnen Marmeladen und Konfitüren und 50 Tonnen Apfelkraut hergestellt. Hübsch anzusehen ist das quer stehende alte Bauernhaus mit seinen großen alten Streuobstwiesen auf jeden Fall. Genau wie die typische niederrheinische, von Kopfweiden geprägte, ländliche Umgebung.

Haus Bornheim ist jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Kirchhoffstraße 94 in Kamp-Lintfort, Kamperbrück

Kommentare:

  1. Wow!!! Interessant! Rübenkraut ist echt was typisch Rheinisches - oder?! Hier in Köln ist das auch beliebt. Hübsches Häuschen!!! Ganz liebe Grüße... Michaela :-)

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    1. Da stimme ich Dir zu! Wenn es eine typische rheinische Leckerei gibt, liebe Michaela, dann ist das wohl das Rübenkraut. Herzlichst, Nicole

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    2. Zerrt Samstags den Goettergatten vonne Couch , geht inne Hufe , und macht diesen Ausflug nach " Bornheim "
      Danach ist es 2 Km bis zum Klostergarten des Kloster Kamp .
      ( Lasst Euch erklaeren Weg zur Lanfleischrei " Baeumken Schwattes Pferd .)

      Ihr werdet einen unvergessenen Tag haben

      Der Repelener

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  2. Der kleine "Ausflug" zur Rübenkrautfabrik war ein wenig wie Urlaub...

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    1. Fand ich auch.. so schön.. die nächste Runde wird auch länger.. versprochen!!

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  3. Guten Morgen du Liebe,
    ich liebe Rübenkraut :) Grins... ich habe mich letztes Jahr mal an Rübenkraut nach einem uralten Kochbuch von "Davidis Holle" versucht. Da hatte ich einen Bekannten nach "ein paar" Zuckerrüben gefragt. Das Ergebnis: erbrachte mir 4 Zentner!!! Rübenkraut wurde nix, aber dafür haben sich die Tiere über die Zuckerrüben gefreut :))))
    Ich glaube, dorthin werden wir mal einen Ausflug machen. Dank dir für den tollen Tipp!
    Herzlichst
    Petra

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    1. Vier Zentner Rübenkraut.. ach, du schreck.. ich werd' verrückt!! Aber dann müsst Ihr Euch mehr anschauen als nur die Rübenkrautfabrik! Wir haben auch noch ein ganz idyllisches Kloster.. und.. sag einfach vorher Bescheid. Herzlichst, Nicole

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  4. " Bornheim " Das ist ein Ruebenkraut, so muss Ruebenkraut schmecken .
    Vergleichen Sie , und Sie werden es im Hals spueren , " Bornheim " hat keine Bitterstoffe , weil es nach " Bornheim Verfahren Hergestellt wird .
    Schreiben Sie >>RP Ruebenkraut Eva Dieter ,
    Da werden Sie lesen , das Dieter schon als Kind mit der OMA Kunde war .
    Beliebt war die Fahrt mit der Oma nicht , denn 2 5 Kg Eimer ca 10 Km auf dem Gepaecktraeger in den Haenden halten , da wird der Arm immer laenger .

    Bei uns in der Zechenkolonie, wurde das Ruebenkraut

    Kamp Lintforter Streichschinken genannt

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