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Freitag, 31. Oktober 2014

Romantischer Herbststrauß



Ist dieser Strauß nicht ein wahre Augeweide?? Aber leider ist er nicht für mich.. snief!! Sondern für eine liebe Freundin zum Geburtstag.. da fällt es mir leicht ihn wieder aus den Händen zu geben! Ich finde ihn ganz zauberhaft, seht Ihr das eingebundene Eichenlaub und die wunderschönen verwaschenen Hortensien?? Aber ich habe heute auch eine Frage an Euch? Kennt jemand das hübsche Pflänzchen von Bild 2? Ich rätsel und rätsel, aber ich habe keine Ahnung!!

Noch mehr Blümchen findet Ihr bei Holunderblütchen.


Manchmal ist es so, als ob das Leben
einen seiner Tage herausgriffe und sagte:
"Dir will ich alles schenken!
Du sollst solch ein rosenroter Tag werden,
der im Gedächtnis leuchtet,
wenn alle anderen vergessen sind."
(Astrid Lindgren)



So einen Tag wünsche ich Euch heute
... einfach so.
So ein Tag würde uns allen gut tun!

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Meine Heimat der "Linke Niederrhein"



Kurz vor Schluss komme ich nun doch noch Lottas Aufforderung nach und erzähle Euch etwas über meine Heimat. Meine Heimat ist der linke Niederrhein. Obwohl meine Eltern aus verschiedenen Regionen stammen (meine Mutter aus Sachsen und meines Vaters Familie aus Rheinland-Pfalz) haben sie sich hier am linken Niederrhein kennen und lieben gelernt. Und hier bin ich auch geboren, in einem kleinen malerischen Dörfchen, auch Hexenland genannt (nein, das hat nicht mit Hexen, sprich Zauberinnen, zu tun. Sondern hier nennt man das gesellige Beisamensein, bei dem Alkohol im Spiel ist, hexen). Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in einer Zechenstadt. Meine Kindheit war von Kohlenstaub, Dubbeldosen und Schnupftabak geprägt (ähem.. natürlich nicht von mir selber). Schon in der Grundschule war klar, die Jungs gehen zum Pütt und die Mädchen? Tja, das wusste damals so recht niemand. Und wir reden jetzt nicht vom vorletzten Jahrhundert. Jetzt sind die Zechen geschlossen und wir gehören nicht mehr dem Ruhrpott der 1980iger an. Sondern haben uns in den letzten Jahren neu erfunden. Unsere Zechenstadt (s. Bilder 1, 2, und 3) wurde erst zur Klosterstadt (s. Bilder 4 und 5) und jetzt ist sie Hochschulstadt (s. Bild 6) Wir kommen nicht mehr aus dem Kohlenpott, sondern sind Niederrheiner und stolz drauf. Besonders darauf, dass wir auf der linken Seite des Rheines leben. Der linke Niederrhein ist eine kleine Region kurz vor der niederländischen Grenze ganz im Westen von Nordrhein-Westfalen. Zum Kerngebiet dieser Region, gehören die Kreise Kleve, Viersen und Wesel und die Städte Duisburg und Krefeld. Eine natürliche Grenze zum rechten Niederrhein ist (wie kann es auch anders sein) der Rhein (s. Bild 8). Hier wird auf'm Dorf platt gesprochen. "Wat" und "dat" sind unsere Lieblingswörter und ganz besonders stolz ist der Niederrheiner auf seine Kopfweiden und auf die, hier den Winter verbringenden, Wildgänse. Man kann hier sehr gut Fahrradfahren, denn hier wird nicht nur platt gesprochen, sondern auch die ganze Gegend ist, bis auf ein paar Endmoränen und Kohlenhalden (s. Bild 1 und 2), flach wie ein Brett. Der Niederrhein ist unheimlich grün, der vielen Weiden und Felder wegen (s. Bild 7). Denn die Region ist geprägt von Landwirtschaft und Gartenbau. Vom Obst- und Gemüseanbau bis hin zum Ackerbau und der Viehhaltung. Apropos, unsere Kühe waren in meiner Kindheit weiß mit schwarzen Flecken. Jetzt sind sie meist braun, mit und ohne Zotteln (s. Bild 9).

Ich möchte meine Ode an den Niederrhein mit den Worten eines großen niederrheinischen Schriftstellers schließen:

>>Also gut: Die Schönheit des Niederrheins, mein ich immer, dat is nich sone Angelegenheit, so wie man sacht, Gott is die Frau schön. Das geht tiefer. Dat krisse fast gar nich raus, warum dat so is. Auf den ersten Blick schon gar nicht. Muss ja auch nicht sein, sach ich immer, dat wär ja ne langweilige Schönheit. Nein, der Niederrhein will angeguckt werden. Und dann beginnt die große Liebe. Dat is dat Geheimnis des Niederrheins. Un wer einmal am Niederrhein war, der kommt wieder.<<

Hanns Dieter Hüsch († 2005)

Tonpilze



Ja, diese Woche war es wieder soweit, unsere "Handarbeitsgruppe" hat sich wieder zum Prusseln und zum Klönen (handarbeiten und unterhalten) getroffen. Dieses Mal fand unser Treffen bei einer lieben Freundin statt, deren Steckenpferd das Töpfern ist. Jetzt ratet mal, was wir an diesem Abend gemacht haben?! Richtig, wir haben getöpfert, hauptsächlich Pilze in allen möglichen Variationen - kleine, große, dicke oder dünne Pilze. Aus den Tonresten wurden dann auch noch bildhübsche kleine Sternchen geformt (das ist total einfach, wie Plätzchen ausstechen!). Es war ein richtig schöner, kreativer Abend! Nun kommen unsere Werke wahrscheinlich diese Woche zum Erstbrand in den Brennofen und dann müssen die ganzen Pilze (außer der Reihe) natürlich auch noch glasiert werden. Ach, Susannchen! Jetzt hast Du auch noch doppelt Arbeit mit uns.. sorry!

 (Habe ich jetzt gerade prusseln und klönen mit handarbeiten und unterhalten erklärt?? Das trifft nicht einmal annähernd, was die Wörter hier bei uns hier bedeuten. Prusseln: dieses Wort bedeuted handwerklich gesehen einfach alles. Angefangen bei zusammenbauen, über saubermachen, bis hin zu handarbeiten oder umgestalten. Das Gleiche gilt für klönen: geklönt wird immer in geselliger Runde, also mindestens zwei Personen, dabei wird getratscht, gelacht, Neuigkeiten werden erzählt und noch vieles mehr. Habe ich getratscht gesagt... nein, das geht jetzt zu weit.. lach!!)

Das Leben

Das Leben ist ein ständiges Nehmen und Geben
zwischen uns Älteren und den nachfolgenden
Generationen.

Was war, wird neu durchs Weitergeben.
(Heinz Rühmann)


Lieber Papa,
vielen Dank für's Weitergeben!!
Alles, alles Liebe zum 84. Geburtstag,
wir vier.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Schlehenlikör, eine winterliche Variante



ZUTATEN:
1000 g Schlehen gefrostet
500 g brauner Kandis
1 Vanilleschote
1 Zimtstange
1,5 Liter Klarer (Korn, Schnaps, etc.)

ZUBEREITUNG:
Schlehen mehrmals einstechen. Alle Zutaten in eine große Flasche geben, mit Klaren übergießen. Gut verschlossen ca. 6-8 Wochen ruhen lassen. Ab und zu die Flasche mal schütteln, damit sich der Kandis besser auflöst. Nach der Ruhezeit kann der Likör abgesiebt werden und in die eigentlichen Flaschen umgefüllt werden.

Übrigens:
Schlehen sammelt man von Ende September/Anfang Oktober bis Anfang November. Reif sind die Früchte, wenn auch die Schale am Stielansatz blau ist und sie sich leicht abpflücken lassen. Erst durch den Frost wird die in der Schlehe enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt, dann sind sie etwas schmackhafter, aber das klappt auch im Gefrierschrank.. grins!!


Dieses Rezept schicke ich in Babsy's Herbstküche und da heute Mittwoch ist auch noch zu Frollein Pfau.. slainthe!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Der Laubhaufen



"Auf die Plätze, fertig, los!!", mein Kleiner saust über die Wiese und landet mit einem gekonnten Sprung in meinem Laubhaufen. In meinem Laufhaufen, den ich gerade mühevoll zusammengerecht habe! "Och, nee!", maule ich laut und schaue dann doch sehr amüsiert auf den Kumpel meines Kleinen, der ebenfalls Anlauf nimmt und springt. Die bunten Blätter wirbeln auf und ein erdiger Geruch weht mir entgegen. Ich stütze mich grinsend auf meinen Rechen und betrachte erheitert die beiden Racker, die sich gegenseitig mit dem Laub bewerfen, bis sich ihre Wangen rot verfärben. Eine wilde Blätterschlacht entfacht und einige Blätter bleiben in den Haaren und in der Kapuze hängen. Mein Kleiner und sein Kumpel schütteln sich nicht nur vor Lachen, sondern auch weil ihnen Laub in den Kragen rutscht. Die gute Laune der beiden Jungen ist so ansteckend, dass sogar unsere Hündin Julie herbeieilt, um mit den Kindern im Blätterregen zu tanzen.

Blätterfall

Langsam fällt jetzt Blatt für Blatt
Von den bunten Bäumen ab.

Jeder Weg ist dicht besät
Und es raschelt, wenn ihr geht.


(Erna Fritzke)

Montag, 27. Oktober 2014

Kathrinchens geheimer Garten



Ein Blick durch unsere Hainbuchenhecke lässt mich schmunzeln. Kathrinchen, die Katzin unserer neuen Nachbarn liegt jede sonnige Minute zusammengerollt in unserem Vorgarten. Es scheint, als ob es ihr geheimer Garten wäre. Ach, was gebe ich darum, manchmal eine Katze zu sein. Ich würde mir einfach auch ein schönes Pätzchen suchen und dort unbeschwert den Tag genießen.. träum!! Vielleicht, aber nur vielleicht, hätte mein Tag dann mehr als vierundzwanzig Stunden.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Filzfuchs





"Kleiner!!", rufe ich durch's Haus, "Hast du Lust mit mir zu filzen?". Ich höre seine eifrigen Füße über den Flur sausen. "Ich komme!", mein Kleiner ist schon ganz in der Nähe, "Da bin ich!". "Schön, ich will heute trocken Filzen, magst du mitmachen?". "Hä, wie geht das denn?!", mein Kleiner macht runde Augen, "Das haben wir ja noch nie gemacht!". "Du nicht, wir schon!", mein Großer kommt um die Ecke, greift nach einem Apfel und ist wieder verschwunden. Mein Kleiner schaut mich empört an. "Ich erkläre es dir, Schritt für Schritt.", beruhige ich meinen Kleinen schnell, ehe er seinen Mund öffnen kann, "Möchtest du den Fuchs oder das Eichhörnchen machen?". "Den Fuchs.", entscheidet mein Kleiner ohne großartig zu überlegen. Er greift nach dem Plätzchen-Ausstecher (kicher.. habe ich gut im voraus ausgesucht, nicht wahr?!) und los geht es:
  • Wir brauchen orange-rote (und jeweils ein Fitzelchen weiße und braune) Filzwolle, Filznadeln und eine weiche Filz-Unterlage aus Schaumstoff und einen Plätzchen-Ausstecher (Ausstecherlie).
  • Zuerst wird das Ausstecherlie auf die Schaumstoffunterlage gelegt. 
  • Jetzt füllen wir das Ausstecherlie gleichmässig bis zum Rand mit der orange-roten Wolle. 
  • Nun nehmen wir die Nadel und stechen diese häufig und vorsichtig (immer gerade einstechen und schön auf die kleinen Finger aufpassen) in die Wolle, um sie zu verfilzen.
  • Das Ausstecherlie muss mit der Wolle immer wieder gewendet werden. Das verhindert, dass die Filzfigur an der Unterlage festgefilzt wird. 
  • Jetzt kommen noch ein paar Farben zusätzlich: weiß für den Schwanz und den Hals und braun für die Nase und die Augen. 
  • Weiter geht es, bis alles gleichmässig verfilzt ist, dann wird die Figur aus der Form gelöst und evtl. noch einbissel nachgearbeitet. 
"Das ging ja einfach!", erklärt mein Kleiner und reibt sich jedoch mit schmerzverzerrten Gesicht die Finger, "Aber doof, dass man sich stechen kann!". "Deshalb mus man vorsichtig sein!", ermahne ich noch einmal im Nachhinein. Mein Kleiner nickt und drückt das Füchslein an seine Nase. "Nass Filzen riecht viel besser.", urteilt er und ergänzt lächelnd, "Aber das Füchslein ist trotzdem schön geworden! Weißt du noch, wie wir die Eicheln gefilzt haben, Mama?". Ich nicke und erinnere mich grinsend zurück.

Noch mehr Sonntagsfreuden gibt es beMaria!

Tipp: Wer keine Schaumstoffunterlage hat, kann auch einen entsprechend großen Kunststoffschwamm nehmen.


Samstag, 25. Oktober 2014

Tausend Möglichkeiten



Jeder Tag trägt tausend Möglichkeiten der Freude, der Hoffnung und eines kleinen Glücks in sich: Ganz still und unbemerkt, inmitten dieser lauten Welt, können die herrlichsten Wunder geschehen. Es sind jene kleinen Ereignisse, die das Leben hell und schön machen, jene kostbaren Augenblicke, von denen nur das Herz weiß. (Irmgard Erath)


Geht es Euch auch manchmal so? Die Welt scheint hart und ungerecht zu sein und man möchte sich am liebsten für immer in ein Mäuseloch verkriechen? Dann kommt einer dieser kostbaren Augenblicke, man hält inne, staunt und bekommt vom Himmel ein Stück weit Mut zum Weitermachen geschenkt. Mir ist es diese Woche so ergangen. Habt einen wunderbaren Samstag und genießt die kostbaren Augenblicke.


Herzlichst, Nicole



Noch mehr Himmelsbilder gibt es bei der Katja!

Freitag, 24. Oktober 2014

Trommelschlägel oder Trommelstöcke



Ich dachte immer sie heißen Trommelstöcke! Bis eines Tages mir eine sehr nette, junge und engagierte Floristin lächelnd erklärte, dass das nicht richtig sei. Sie heißen Trommelschlägel. Und ihr botanische Name lautet 'Craspedia globosa'. Bei den hübschen senfgelben Trommelschlägeln handelt es sich um einjährige Pflanzen, die ihre Blütezeit von Juni bis Oktober haben. Ihr wundert Euch? Ja, die Trommelschlägel haben Blüten! Denn bevor sie eintrocknen, bestehen die knubbeligen gelben Kugeln aus winzig kleinen Blüten, die sich eng aneinander gereiht zu einer kompakten Kugel finden. Sie gehören zu der Familie der Korbblütler und stammen ursprünglich aus Australien und Neuseeland. Die hübschen langstieligen Blumen mögen durchlässige, lockere Böden und bevorzugen ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen. Vor ein paar Tagen schmückten die charmanten Trommelschlägel noch meinen Hochzeitstagsstrauß und nun haben sie in meiner handgetöpferten Schnecken-Vase ihren Platz gefunden. Ich finde sie auch als Single-Blume einfach bezaubernd und frage mich gerade, warum Vasen eigentlich immer stehend fotografiert werden. Denn ich finde, meine kleine Schnecken-Vase ist auch liegend eine Schönheit.. grins!

Noch mehr Blümchen findet Ihr bei Holunderblütchen!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Liebespaar küsst Euch mal



Schon den ganzen späten Nachmittag scharwenzelt Hahn Gustav um Henne Trude herum. Aber immer wenn er sich ihr nähern will, schaut sie schüchtern zur Seite. Besonders ihr gilt seine (zwar nicht ungeteilte, denn so eine große Bande muss versorgt werden!) Aufmerksamkeit. Gustav dehnt und reckt seinen Körper, zeigt Trude was für ein Prachtexemplar von Hahn er ist. Ein herrliches Schauspiel! "Pock, Pock, Pock! Trude schau einmal! Hier ist auch ein fetter Wurm nur für dich!", ruft er ihr leise zu, damit nicht gleich alle Hühner angerannt kommen. Trude legt erhaben den Kopf zur Seite und blinzelt Gustav an, mit einem Habs ist der Wurm in Trudes Schnabel verschwunden. Hätte Trude eine Serviette würde sie geziert ihren Schnabel putzen, stattdessen nickt sie ihrem Gustav leicht zu. Gustav erkennt seine Chance und rennt in einem großen Bogen um Trude herum. Er umkreist sie mehrfach, bis es Trude schon fast schwindelt. Aber nein, Trude ist eine Dame, sie dreht sich immer wieder geziert weg, wackelt aber dabei kokett mit ihrem hübschen, schwarzen Po. Das erkennt Hahn Gustav sofort und mit einem gekonnten Biss in den Nacken, beglückt er seine Trudi. Und die anderen Damen?! Sie schauen dezent in eine andere Richtung. 

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Spielzeughimmel



Einige erinnern sich bestimmt daran: schon im letzten Jahr habe ich mir die Waldtiere aus Plastik von meinem Kleinen für meine Herbstdeko geborgt und auch in diesem Jahr konnte ich nicht widerstehen. Gerade eben, die Jungs haben sich vor ein paar Minuten auf den Schulweg gemacht, bin ich nach oben ins Kinderzimmer geschlichen und habe mich an der prallgefüllten Schatzkiste bedient. Ritter, Elfen, Pferde, Fantasiefiguren - sie alle mussten leider in der Kiste bleiben. Aber die Waldtiere durften mit nach unten. Nun stehen sie statt eines üppigen Blumenstraußes auf unserem weißen Metallspind. Mal sehen, wie lange sie dort unbespielt stehen. Denn im letzten Jahr fühlten sich die hübschen Plastikfiguren durch meine Idee wie im Spielzeughimmel.. grins!!

"Mittwochs mag ich" gesammelte Werke bei Frollein Pfau.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Kürbis "Jacky"



"Willst du mit den Jungs mal rüberkommen? Und bring deinen Mann mit! Es ist soweit. Der Kürbis, den ich euch versprochen habe, muss geerntet werden!", meine Nachbarin, unsere Tierärztin, lächelt mich an, "Die Pflanze selbst ist bereits abgestorben und ich habe Angst, dass der Kürbis noch runterfällt!". "Na klar, kommen wir!", antworte ich, "Ruf einfach, wenn es dir recht ist!". Und nun war es recht. Die ganze Familie ist im Gänsemarsch rübergelaufen. Erst mein Großer mit der Schubkarre, dann mein starker Göttergatte, gefolgt von mir und als Schlusslicht unser Kleiner. Wir fuhren mit unserer Schubkarre direkt bis unter den Kürbis. Mein Göttergatte hielt den Kürbis von unten fest, während unsere Nachbarin beherzt sägte. Ritsche, ratsche, ritsche, ratsche und ab war er - der Kürbis. Fest hielt mein Göttergatte ihn im Arm und beförderte ihn vorsichtig in die Schubkarre. "Boah, was ist das für ein Riesen-Kürbis!!", mein Kleiner kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. "Wir nennen ihn Jacky, okay?!", mein Großer tätschelt liebevoll den Monster-Kürbis. Mein Nachbarin grinst in die Runde. "Was meinst du, wie schwer der Kürbis ist?", fragt sie meinen Göttergatten stirnrunzelnd. "Ich würde sagen so fünfzig Kilo!", im Schätzen ist mein Göttergatte übrigens spitze. Wir bedanken uns fröhlich und Ideen sammelnd ziehen wir wieder im Gänsemarsch in unseren Garten. Jetzt hat "Jacky" ein neues Zuhause und kann Halloween bei uns im Garten feiern.. lach!!


Ein Kürbisgedicht

War ein Kürbiskern, so klein,
wollt viel lieber größer sein.
Winkte froh zum Abschied allen,
ließ sich in die Erde fallen.
Bald erschien ein kleiner Spross,
der hurtig aus der Erde schoss.
Es wuchs ein Kürbis, erst noch klein,
wollt viel lieber größer sein.
Er wuchs und wuchs, ihr ahnt es schon.
Er platzte wie ein Luftballon.
Und streute seine Kerne,
in die Nähe und die Ferne.
Damit sich diese größte Beere,
weiterhin auch gut vermehre.

(Himmelchen)

Montag, 20. Oktober 2014

Geburtstagswünsche

Liebe Anneli,

wir wünschen Dir zum Geburtstag:

Freunde, die immer für Dich da sind. Gute Wünsche ohne Verfallsdatum. Lebensfreude bei jedem Wetter. Ein mächtiges Stück Deiner Lieblingstorte. Und heute zu Deinem Geburtstag von allem eine doppelte Portion!

Alles, alles Liebe zum Geburtstag! Laß' es Dir heute gut gehen..
Wir vier.

Eichel-Eulchen



Schaut mal was mir meine liebe Freundin Steffi am Samstag zu unserem Herbstfest mitgebracht hat. Ist die winzig kleine Eichel-Eule nicht allerliebst?! In geduldiger Kleinstarbeit hat sie eine Eichel mit winzigen Filzschnipseln so dekoriert, dass eine putzige kleine Eule daraus entstanden ist, vorher hat sie der Eichel mit Nagellack (grins!) noch die richtige Farbe gegeben. Als Sitzplatz wählte Steffi für das kleine Eichel-Eulchen ein Stück moosbewachsene Rinde und setzte direkt daneben eine stachelige Esskastanien-Schale. (Gar nicht so einfach, vertraute sie mir an!) Ich bin hin und weg, den ganzen Tag erfreut die kleine Eule schon mein Herz. Vielen Dank, liebe Steffi! Die kleine Eule ist einfach wunderbar!!

Und weil ich diese kleine Bastelei so schön finde, schicke ich diese kleine Eule zu Anne-Susan von MeineArt.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Lagerfeuerromantik und ein Waffelrezept



Schon gegen späten Nachmittag prasselte das Lagerfeuer dank meines emsigen Göttergattens. Die mittlerweile schon angeschlagene Emaille-Kaffeekanne brühte auf einer Feuerstelle nebenan und wurde von unserem Patenonkel mit Liebe bewacht. Über dem Lagerfeuer schwang ein großer Hordentopf mit einem scharfen Chili (zum Leidwesen meines Kleinen, er biss auf eine Chilischote und das war gar nicht lustig!). Nach und nach füllte sich der Garten mit lieben Freunden und dann fanden Klein und Groß einen Platz um das funkenstobende Feuer. Der Waffel- und Bannock-Teig wartete darauf über dem Feuer gebacken zu werden und das hundert Jahre alte Waffeleisen war in treuen Händen eines lieben Freundes. Es wurde gelacht, geplaudert und geschmaust. Die Kinder tobten mit den Hunden durch den sommerlich-warmen Garten und erst als später am Abend die Marshmallows aufgepiekst werden konnten, da der geleerte Hordentopf nach oben gezogen wurde, kehrte Ruhe ein. Die letzten Strahlen der Abendsonne vergingen und die Sterne funkelten hell am dunklen Abendhimmel. Hand in Hand entzündeten meine kleine Patentochter und ich die, im ganzen Garten verteilten, bunten Laternen. Erst als die Kühle der Nacht langsam, aber spürbar nach wärmerer Kleidung verlangte und die ersten kleinen, müden Augen gerieben wurden, wurde es Zeit einander "Auf Wiedersehen" zu sagen. Ein schöner spätsommerlicher Abend am Lagerfeuer ging zu Ende.
Lagerfeuer-Waffelteig

Zutaten
(für circa 50 Stück)

190 g Butter
190 g Zucker
2 Eier
375 g Mehl
1 Packung Vanille-Zucker
8 g Kardamom
15 g Anis

Zubereitung

Zuerst wird die Butter und der Zucker mit dem Knethaken verrührt. Dann folgen die Eier. Das Mehl wird nach und nach dazu gegeben. Zum Schluss kommen Vanillezucker, Kardamom und Anis hinzu. Wichtig: Der Teig muss über Nacht kühl stehen, damit er hart wird und sich die Gewürze gut entfalten. Anschließend werden aus dem Teig praktische kleine Portionskugeln (ca. 15 g) mit den Händen geformt.

Tipp: Vor dem Backen der Waffeln über dem Lagerfeuer muss das Waffeleisen schon heiß sein! Wenn es schön heiß ist, herausnehmen und eine Teigkugel in die Mitte legen. Das Eisen zusammenpressen und senkrecht drehen, damit das Fett heraus läuft. Langsam bis zehn zählen, das Eisen öffnen und prüfen, ob die Waffel schön goldbraun geworden ist. 

Noch viel mehr Sonntagsfreuden gibt es beMaria und das Waffel Rezept schick ich in Babsy's Herbstküche. 

Samstag, 18. Oktober 2014

Burg Lissingen an der Kyll







Ein Ausflug der ganz besonderen Art war für mich im Urlaub der Besuch der ehemaligen Wasserburg Lissingen an der Kyll aus dem 13. Jahrhundert bei Gerolstein. Sie wirkt von außen wie eine einzige Burg, ist aber eine Doppelburg. Die Wasserburg besteht aufgrund einer Teilung im Jahre 1559 aus einer sogenannten Unterburg und einer Oberburg, die sich heute beide in unterschiedlichem Privatbesitz befinden. Die Burg Lissingen gehört zu den ganz wenigen Eifelburgen, die nie zerstört worden sind und kann deshalb mit einem ganz besonderen märchenhaften, verwunschenen Charme aufwarten. Alleine schon der Geruch, der in der Luft lag, als man die Autotür öffnete, verheißte Mittelalterglück pur!! Es roch nach jahrhundertalten Holzfeuern und man spürte intensiv die vielen vergangenen Menschenleben. Für unsere Hündin Julie fast schon eine Überforderung ihrer Sinne. Wir erlebten eine ganz wunderbare Führung durch das liebevoll eingerichtete Museum und kamen mit der Aufnahme, sowohl geistig als auch fototechnisch, der vielfältigen Sammelobjekte fast gar nicht nach. Eine Burg im Shabby chic! Ganz nach unserem Geschmack!! (Da kam zum Beispiel die Reichsburg in Cochem mit ihrer touristischen Ausrichtung in keinster Weise nach!)

Und jetzt noch ein ganz wunderbares Himmelsbild für Katja: