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Samstag, 28. Februar 2015

Ein Stuhl im Schafspelz



Um jetzt zu dieser Jahreszeit schon früh am Morgen einwenig Sonne abzubekommen, muss man sich bei uns im Vorgarten aufhalten. Dort steht einsam und abwartend ein alter, rostiger Stuhl. Ursprünglich stand er vor einer längst vergessenen Rheinkneipe, doch dann fand er über Umwege den Weg zu uns. Eigentlich hat er schon längst ausgedient, aber für Momente wie diese wird er manchmal von mir ins Leben zurückgeholt. Dann erhält er einen kuscheligen Schafspelz und darf im hellen Morgenlicht mir als Sitzplatz dienen. Ein Stuhl im Schafspelz sozusagen. Denn auch wenn die Februarsonne hell und klar vom Himmel herablacht, klettert das Thermometer bis zum späten Vormittag nicht über 3 Grad. Das sind natürlich keine Temperaturen, um lange draußen zu sitzen, aber auf einem warmen Schaffell läßt es sich gut für eine kleine Kaffeepause aushalten.

Freitag, 27. Februar 2015

Naturherzen



"Mama, warte mal!", mein Kleiner stoppt abrupt, "Ich glaube, ich habe ein Herz gefunden!". Mein Kleiner bückt sich und porkelt mit den Fingern einen Stein aus dem matschigen Waldweg. Lächelnd bleibe ich stehe und warte ab. "Ja, juchhu! Guck mal!", mein Kleiner hüpft jubelnd vor mir auf und ab, "Ich hab' ein Herz gefunden, trallaalaa!". In Gedanken schicke ich Caro von den Naturkindern ein kleines Dankeschön. Sie war es, die dazu anregte, sich mit den Kindern auf die Suche nach Naturherzen zu begeben. Mit so einem wunderbaren Fund macht ein Waldspaziergang doppelt so viel Spaß.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Mit Marmelade..



Es ist schon verwunderlich, welche Vorlieben an einem Familienfrühstückstisch zu finden sind. Mein Göttergatte greift immer wieder gerne zu Käse auf einem knusprigen Körnerbrötchen, während mein Großer lieber ein einfaches Brötchen mit Salami nimmt. Mein Kleiner könnte, wenn man ihn lassen würde, immer eine Nussnougatcreme auf einem Croissant schnabbulieren und ich mag morgens gerne eine Schnitte mit Marmelade oder Konfitüre, bevorzugterweise selbstgemachtes Apfel- oder Quittengelee. Unter diesem süßen Brotaufstrich befindet sich dann oft noch ein kleiner Klacks Frischkäse.. mmmhh!! Und Ihr? Was mögt Ihr am liebsten auf Euren Broten, Brötchen, Stütchen oder Knäckebroten?

Mittwoch, 25. Februar 2015

Schneeglöckchen



Es gibt hier ganz in der Nähe eine kleine, versteckte, leider verlassene Streuobstwiese. Im Herbst kann man dort, ohne jemanden zu fragen, die herrlichsten Äpfel aufsammeln und im Frühling, wenn die Apfelbäume in voller Blütte stehen, wimmelt es dort von Bienen und anderen eifrigen Insekten. Doch auch jetzt, wo die Natur noch nicht weiß, ob sie lieber Winter oder Frühling sein möchte, ist diese Streuobstwiese einen kleinen Spaziergang wert. Denn schaut einmal wie wunderbar die zarten Schneeglöckchen im kalten Wind wippen. Eine ganze Wiese voller Schneeglöckchen - einfach zauberhaft!

Dienstag, 24. Februar 2015

Windlicht aus Weide



Ehrlich gesagt war ich letzte Woche einwenig verwundert, so sehr überrascht klangen Eure Kommentare zu meinem Post "Vogelfutterstadion aus Weide". Ich hätte schwören können, dass ich bereits über unsere Freude am Weidenflechten berichtet habe. Nun, es scheint nicht so zu sein. Deshalb hier unser Garten-Windlicht aus Weide, dieses Mal von meinem Göttergatten geflochten.

verlinkt mit:

Für alle die gerne noch weitere Informationen rund um das Weideflechten haben möchten, bitte >hier< klicken.

Montag, 23. Februar 2015

Samenstände der Waldrebe



Anscheinend haben es diese Samenstände der Waldrebe noch nicht geschafft den fruchtbaren Boden zu erreichen. Denn eigentlich sind dafür ihre langhaarigen, feinglänzenden Griffel (ja, sie heißen wirklich so.. grins!) gedacht. Wie Flügel breiten sich die Griffel der Samen aus und warten auf einen starken Windstoß, der sie in die Ferne fliegen läßt, um dann dort auf sogar noch kaltem Boden zu keimen. Sehen sie nicht wunderschön verwunschen aus, wie sie da in der hellen Februarsonne auf den richtigen Wind warten?!

Verlinkt mit *MakroMontag**Macromonday*,*I Heart Macro*

Sonntag, 22. Februar 2015

Wärmendes Fußbad



Zwar sind auf den beiden Bildern die strammen Waden meines Göttergatten zu bestaunen, doch genießen auch meine Füße gerne ein warmes Bad. Besonders wenn man den ganzen Tag über im Freien bei Wind und Wetter gearbeitet hat, ist ein Zuber mit warmen Wasser gefüllt eine Wohltat für durchgefrorene Füße. Nach dem warmen Bad noch schnell Omas selbstgestrickte Wollsocken an - einfach herrlich!

Meine Sonntagsfreude - ein wärmendes Fußbad.

Samstag, 21. Februar 2015

Kleine Pause



Zufrieden blicke ich auf das hintere Drittel unseres Waldgarten. Die Wiese ist gerecht und Altes und Vertrocknetes ist abgeschnitten und entsorgt. Nur der vom Sturm abgerissene Riesenast hängt noch in der großen alten Zeder. Unruhig blicke ich nach oben. Wie man den wohl da oben runterholen könnte? Bedroht er doch ernsthaft den Hühnerstall und die Seilbahn der Kinder ist auch schon zur Sicherheit gesperrt. Zwei Drittel unseres Waldgarten müssen noch vom Winterdreck befreit werden, doch nun ist es erstmal Zeit für eine kleine Pause. Während ich genüßlich meinen Apfel verspeise und dem Gesang der Vögel lausche, blicke ich auf den Holzstapel neben mir. Eigentlich wollte mein Göttergatte heute noch Holzhacken, mal sehen was er nachher dazu sagen wird. Noch einen letzten Schluck Kräutertee und weiter geht es. Eintausend Quardratmeter Garten müssen noch bearbeitet werden, da darf man nicht nachlassen, nicht müde werden.

Heute bin ich das erste Mal bei *Samstagskaffee* von Ninjas Sieben dabei. Mal schauen, was die anderen in ihren Tassen haben.. lächel!

Freitag, 20. Februar 2015

Ei, Ei, Ei



Während mein Kleiner und seine Kumpeline im Garten Verstecken spielen, genießen unsere Hühner ihren wohlverdienten Auslauf. "Legen die Hühner auch Eier?!", die Kumpeline steht plötzlich neben mir. "Ja, natürlich!", antworte ich lächelnd, "Sollen wir mal nachschauen, ob es schon ein Ei gibt?!". Die kleine Göre zieht ihre kleine hübsche Schnupfennase hoch und nickt eifrig. "Dann komm!", ich greife nach unserem Eierkorb und gemeinsam laufen wir zum Hühnerhaus. "Kommst du auch mit?", frage ich auf halber Strecke meinen Kleinen freundlich. "Nö, nö. Geht ihr zwei ruhig. Ich kann ja jeden Tag gehen.", antwortet mir mein Kleiner leicht gereizt, denn eigentlich würde er mit seiner Kumpeline lieber durch den Garten toben. "Halt mal bitte den Korb.", fordere ich das Mädchen auf und befehle mit einer Geste unserer Hündin platz zu machen. Vorsichtig öffnen wir Tür, nicht das wir ein Huhn erschrecken und aufscheuchen. Nein, die Eiablage ist unbesetzt. "Oh, da sind ja sogar zwei Eier!", ruft das Mädchen erfreut auf. "Du kannst sie rausholen.", schlage ich ihr lächelnd vor. Die Kleine schüttelt vehement den Kopf: "Nachher gehen die Eier noch kaputt!". "So schnell gehen sie nicht kaputt.", erwidere ich und hole die beiden Eier raus. Vorsichtig lege ich sie in den Korb und blicke aufmuntert die Freundin meines Kleinen an. Zögerlich nimmt die Klumpeline nun doch ein Ei in die Hand. "Boah, sind die klein!", staunend betrachtet sie das cremefarbene Zwerghühnerei, "Unsere Frühstückseier zu Hause sind viel größer!".

Verlinkt
an Caro von den *Naturkinder*

Donnerstag, 19. Februar 2015

Spitzkohl - ein Wintergemüse



Zutaten:

  • 1 Spitzkohl
  • Butter
  • Salz, Pfeffer
  • etwas gemahlener Kümmel
  • Rohrohrzucker


Zubereitung:

Den Spitzkohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden. Gut waschen und abtropfen lassen. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Kohlstreifen hineingeben und unter Wenden anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Kümmel würzen. Weiter schmoren lassen. Zum Abschluss den Kohl mit dem Zucker bestreuen und karamelisieren.

Dazu schmeckt prima eine Portion Stampfkartoffeln und wer mag kann das Ganze noch mit gerösteten Bacon toppen. Ich liebe dieses einfache Wintergemüse. Doch ich muss zugeben, dass ich auf Kümmel und Bacon gerne verzichte, obwohl es eigentlich dazu gehört. Dieses Rezept schicke ich mit ganz herzlichen Grüßen zu

Mittwoch, 18. Februar 2015

Vogelfutterstadion aus Weide



Frostige Minusgrade haben sich hier bei uns eingefunden. Dick und träge hängt der Nebel in den noch kahlen Bäumen und von beginnenden Frühlingsgefühlen ist seit gestern nichts mehr zu spüren. Warm aufgeplustert sitzen Herr und Frau Amsel auf unserer Regenrinne. Kein Schnäbeln und kein Turteln mehr, es ist einfach zu kalt. Nach kurzem Überlegen greife ich mir einen Apfel, ziehe meine dicke Winterjacke an und bringe ihn zu unserer Vogelfutterstadion, die ich im Sommer aus Weide geflochten habe. Herr und Frau Amsel beäugen das Schmankerl schon von weiten. Doch scheu wie sie sind, muss ich wohl erst wieder ins Haus zurückkehren, bevor sie sich herantrauen. Guten Appetit!

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Dienstag, 17. Februar 2015

Frühlingsgefühle



Es scheint tatsächlich Frühling zu werden. Nicht nur die Bienen summen und die Vögel schnäbeln, auch die Kinder hüpfen - im warmen Sonnenschein.

Montag, 16. Februar 2015

Frühlingshafter Gartenbesuch



Zufrieden sitze ich im sonnigen Hof und schmökere in meiner neuen Landlust. Außer dem gelegentlichen Jubeln meines Kleinen, wenn er unserer Hündin den Ball abgeluchst hat, ist es still um mich herum. Genießerisch schließe ich die Augen und nehme jeden Sonnenstrahl in mich auf. "Summ, suuummm, suuumm!". Verdutzt öffne ich die Augen: "Nanu, was war denn das?". "Suumm, suuuum!". Ich lege meine Lektüre auf unseren verwitterten, alten Holztisch und mache mich auf die Suche. "Suumm, sssuuumm!". Das Summen wird lauter und dann entdecke ich sie. Eine kleine Biene sitzt auf meiner üppig blühenden Christrose und labt sich genüßlich an dem Nektar. "Suuumm!". Ich greife nach meinem Handy und mache schnell ein Foto. Noch einen kurzen Moment verweilt die Biene auf der Blüte, dann erhebt sie sich und fliegt satt und träge weiter. Und ich? Ich stehe da, staune und freue mich. Was für ein frühlingshafter Gartenbesuch!

Sonntag, 15. Februar 2015

Frost am Niederrhein




Wer meine Heimat den linken Niederrhein kennt, weiß dass der Winter hier - nun sagen wir mal - recht lau ist. Hagel, Frost oder gar Schnee findet man hier äußerst selten. Während in ganz Deutschland die Menschen sich über Schneemassen freuen (oder sogar jammern), schaut der Niederrheiner meist verständnislos auf seine grünen, feuchten und häufig auch sehr matschigen Wiesen. Doch es gibt auch Ausnahmen, wie Euch meine Fotos beweisen. Mitte der Woche waren hier Temperaturen von bis zu -3 Grad und überzogen meine Heimat mit einer weißen Frostschicht. Herrlich romantisch, kann ich nur sagen. Meine Hunderunde über meinen Lieblingsweg musste konnte ich in aller Frühe sehr genießen: Die Sonne ging gerade auf und überall funkelten die frostigen Eiskristalle. Jeder Schritt knisterte und über dem kleinen Bachverlauf stiegen kleine Dunstschwaden auf, so groß war der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft. Nur das Eintauchen des Eisvogels war hier und da zu hören, all die anderen Vögel schienen noch zu schlafen. Das frostige Vergnügen fand allerdings ein schnelles Ende, denn schon nach einer Stunde hatte die Februarsonne genügend Kraft um das zauberhafte Weiß verschwinden zu lassen. Freud und Leid zugleich. So schade ich es finde, nur ganz selten in den Genuss einer üppigen weißen Winterlandschaft zu kommen, finde ich es einfach wunderbar, dass selbst im Winter die Temperaturen selten unter Null sinken und gerade unser kleines Städtchen meistens vom ergiebigen Landregen verschont bleibt. Ihr merkt schon, ich bin Niederrheinerin mit Leib und Seele.