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Freitag, 30. Juni 2017

Ein Schlafzimmer in Sommerlaune


Guten Morgen, meine Lieben! Habt Ihr mal wieder Lust auf einen heimlichen Blick in unser Schlafzimmer? Ja?! Dann kommt schnell - solange noch die Rolläden nicht heruntergelassen sind und wir noch etwas sehen können. Im Sommer wird es uns hier nämlich sonst im Laufe des Tages viel zu warm. Dabei versuche ich das Zimmer so kühl wie möglich zu halten und zu gestalten. Vergessen sind die wärmenden Felle und wolligen Kuscheldecken im winterlichen Altweiß, denn dünne Leinendecken liegen bereit und frische Farben geben dem Raum eine sommerliche Leichtigkeit. Da kann es schon einmal passieren, dass romantische pinke Rosen neben dem Bett stehen und dem eher nüchternen Grüntürkis der Wände und der Kissen die Show stehlen. Ich weiß, ich weiß - nicht jedem gefällt diese Farbkombi, aber ich finde sie einfach wunderbar fröhlich. Könnt Ihr bei der Hitze eigentlich gut schlafen? Oder sehnt Ihr Euch auch nach den kühlen Nächten der R-Monate (JanuaR, FebruaR, MäRz, usw.) so wie ich? Das würde mich mal interessieren. Habt Ihr Euch eigentlich gewundert, warum unsere Hündin Julie mit in unserem Schlafzimmer ist? Haustiere dürfen nicht nach oben, sage ich doch immer. Tja, das ist so: unsere Julie hat Kummer. Ihr Herrchen ist Anfang der Woche wieder geschäftlich um die Welt geflogen. Nun gut, nicht um die Welt - nur in die Schweiz. Aber das ist einem Hündchen egal. Weg ist weg - da wird das kleine Hunde-Herz schwer. Damit nicht auch noch das Frauchen verschwindet, folgt mir Julie nun auf Schritt und Tritt und ich bringe es einfach nicht über's Herz sie fortzuschicken. Auch mir und den Kindern gefällt diese Zeit überhaupt nicht und gerade ich bemerke dann wieviele Dinge von meinem Göttergatten erledigt werden (an dieser Stelle mal einen dicken Dankeschön-Knutscher von mir, Herzallerliebst!). Also, Ihr merkt schon: wir sind alle heilfroh, wenn die ganze Familie wieder am Samstag-Abend zusammen ist. Wochenend-Pläne haben wir auch noch keine gemacht, so ein Familien-Sonntag muss schließlich genossen werden, nicht wahr?!


Genießt die Sommerfrische, meine Lieben!
Herzlichst, Nicole

Dienstag, 27. Juni 2017

Walderdbeerzeit und ein Häkelarmband


Ganz versteckt in einer kleinen Ecke unseres Waldgarten wachsen winzigkleine Walderdbeeren. Sie füllen den Mund nicht so aus wie eine normale Erdbeere, doch in ihrer Süße und ihrer Wildheit sind sie unübertroffen, das findet zumindest mein Sohnemann. "Mama, ich geh' schnell mal gucken, ob wir wieder rote Walderdbeeren haben!", obwohl es noch recht früh am Morgen ist, ist mein Kleiner schon längst munter. Manchmal meine ich, er steht noch vor den Hühnern auf. "Zieh dir wenigstens Gartenclogs an!", rufe ich ihm schnell hinter her und füge hinzu, "Es ist noch Tau auf dem Gras!". Doch mein Sohnemann ist bereits in der Mitte des Gartens angelangt und seine Füße hinterlassen kleine Abdrücke im hohen Gras. Kurz drauf ist er wieder zurück im Hof, seine Schnute ist erdbeerrot verschmiert und auf seinem frischen T-Shirt prangt ein Erdbeerfleck. Mittlerweile brennt die Sonne schon vom Himmel herunter und es verspricht ein heißer Junitag zu werden. Mein Kleiner pustet seine lange Ponyfransen aus dem Gesicht und teilt mir fröhlich mit: "Ich mag unsere kleinen Erdbeeren so gerne, Mama! Leider sind jetzt keine Roten mehr dran, da müssen wir wieder ein paar Tage warten.". Lächelnd öffnet er seine linke Faust, hält mir einige etwas ramponiert aussehende Erdbeeren hin und erklärt treuherzig, "Aber ich habe dir auch welche mitgebracht. Sie sind auch kaum zermatscht!".

Für meinen fleißigen Erdbeerpflücker habe ich gestern extra ein passendes Armband gehäkelt. Die Idee habe ich vor einiger Zeit bei Birgit entdeckt und die Anleitung habe ich bei Claire gefunden. Ich finde die bunten Häkelarmbänder einfach bezaubernd. Vielen Dank an Euch beide.


Montag, 26. Juni 2017

Neue Gartenräume schaffen (Teil II)


"Mir tun vielleicht meine Rippen weh!", mein Göttergatte hält sich mit schmerz verzehrten Gesicht seinen linken Rippenbogen fest. Wir sitzen im Garten an unserem alten Holztisch im Hof und gucken zufrieden auf die fünfzehn ausgegrabenen Wurzeln. Unser freundlicher "Keine-Hühner-mehr-Nachbar" hält eine dampfende Tasse Kaffee in der Hand und mein Göttergatte seine wohlverdiente Flasche Bier. Gemeinsam mit unserem Großen haben die beiden das ganze Wochenende über im Garten geackert und die Wurzeln der gefällten elf Nadelbäume und vier weitere alte Wurzeln mit Hilfe eines gemieteten Baggers ausgegraben. Sogar mein Kleiner durfte auf dem Schoss meines Göttergatten den Bagger fahren. "Wieso tun dir denn die Rippen weh?", fragend blicke ich meinen Göttergatten an. "Na, er ist doch einmal mit dem Bagger umgestürzt!", poltert unser "Keine-Hühner-mehr-Nachbar" los, "Er wollte sich ja nicht helfen lassen!". Ich gucke zuerst unseren "Keine-Hühner-mehr-Nachbar" ungläubig an und dann erschrocken meinen Göttergatten. "Du bist mit dem Bagger umgefallen?", besorgt wiederhole ich die Aussage unseres "Keine-Hühner-mehr-Nachbar", "Wie kann das denn passieren?". "Die Wurzel wollte einfach nicht so wie ich.",  mein Göttergatte streicht sich verlegen über seinen Bart und fügt eilig hinzu, "Aber dem Bagger ist nichts passiert! Er hat noch nicht mal einen Kratzer!".

Mein Kleiner steht starr vor der Dreck, mit hochroten Wangen 
und glänzenden Augen vor mir:
"Mama, wenn ich 18 werde, wünsche ich mir kein Auto von euch,
sondern direkt einen Bagger!".


Anmerkung: Leider habe ich diesen Post vergessen zu veröffentlichen. Doch da mein Göttergatte und ich unser Gartenprojekt dokumentieren wollen, schummle ich es jetzt einfach rein.. grins verlegen! Also, keine Sorge. Ihr habt nichts verpasst.. lach!



Verlinkt mit: *Gartenglück* von Loretta und Wolfgang

Freitag, 23. Juni 2017

Schafgarbe und Schafskälte


Da heißt es doch in einer sehr alten Bauernregel zwischen dem 04. - 20. Juni kann es nochmal ordenlich kalt werden. Deshalb scheren viele Hirten und Bauern ihre Schafe erst gegen Ende Juni. Was für ein Glück, dass die Besitzer dieser Tiere sich nicht an die alte Regel gehalten haben und ihren Schafen das Fell geschoren haben. Stellt Euch mal vor, wie warm es den Tieren in ihrem Fell gewesen wäre. Sie wären sicherlich an einen Hitzschlag gestorben. Mensch, was war das eine Hitze. Gestern als die ersten Regentropfen fielen war ich regelrecht erleichtert. Was für eine Wohltat für die Natur und für mich.. lach! Dabei war das trockene Wetter genau richtig, um im Garten tiefe Löcher zu graben und große Wurzeln zu entfernen, nur die Hitze dazu war nicht so angenehm. Fertig sind wir allerdings immer noch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Heute habe ich passend zu den nackigen Schafen ein paar Stengel Schafgarbe abgeschnitten und in meine schon angeschlagene Emaille-Kanne gestellt. Ich mag ihren herben Duft und ihren bäuerlichen Charme. In meiner Tasse befindet sich heute Morgen übrigens ein starker Kaffee mit einem Spritzer Zitrone. Wußtet Ihr, dass Kaffee Kopfschmerzen lindern kann? Das liegt daran, dass Kaffee die Durchblutung im Gehirn steigert. Die Mischung Kaffee und Zitrone soll nicht nur Spannungskopfschmerzen vertreiben, sondern auch Migräne-Attacken lindern. Mein Chef hat mich auf die Kombination aufmerksam gemacht und was soll ich sagen? Es wirkt. So, meine Lieben. Genug geplauscht, ich muss los. Mein jüngstes Patenkind wird heute aus dem Kindergarten geworfen und meine mittlere Patentochter hat heute Geburtstag. Warum muss eigentlich immer alles zur gleichen Zeit stattfinden.. tsss!?

Ich wünsche Euch ein wunderschönes abgekühltes Wochenende!
Herzlichst, Nicole

Donnerstag, 22. Juni 2017

Ein Bächlein im Walde


Die Sonne brennt heiß vom wolkenlosen Himmel herab und ein ebenfalls heißer Südwestwind bläst uns um die Ohren. Meine Hündin Julie und ich sind wieder unterwegs, doch mit dieser Hitze haben wir beide nicht wirklich gerechnet. Schnell lassen wir die staubigen Feldwege hinter uns und tauchen in das dichte Grün des Niederkamper-Waldes ein. Was für eine Wohltat. Angespornt durch das angenehme Klima laufen Julie und ich schnellen Schrittes durch den Wald. Plötzlich bleibt Julie stehen und spitzt die Ohren. Ein leises Gurgeln ist zu hören. Bevor ich auch nur reagieren kann, steht Julie auch schon mit allen vier Pfoten im Wasser, ein kleines mir unbekanntes Bächlein sprudelt fröhlich am Rande des kleinen Waldstückes. Kleine Bachflohkrebse tummeln sich im seichten Wasser und ein paar Stichlinge flitzen im klaren Bachwasser umher. Entzückt setze ich mich in das hohe Gras und genieße den erfrischenden Moment. Nur das Perlen des Wassers und das Gezwitscher der Vögel ist zu hören. Die moderne Welt mit all ihrem Lärm und ihrer Hektik scheint kilometerweit entfernt. Ich ziehe meine Schuhe aus und bade meine vestaubten Füße im kalten klaren Wasser. Mit einem Lächeln beobachte ich einen Wasserläufer, der erschreckt das Weite sucht. Hachz.. so lässt es sich aushalten.

Verlinkt mit: *Naturdonnerstag" von Ghislana

Mittwoch, 21. Juni 2017

Trevlig Midsommar!


Schon jahrelang träume ich davon 'Midsommar' zu feiern, am liebsten auf einer der vielen Schären-Inseln in Schweden. Doch leider kommt uns jedes Jahr etwas dazwischen, dabei möchte ich einmal im Leben mit Blumen im Haar, barfuß um die Mittsommerstange tanzen, Heringe essen, Schnaps trinken und lauthals schwedische Volksweisen singen. Für meinem Göttergatten ist es mittlerweile schon eine Herzensangelegenheit geworden, einen würdigen Ersatz für diesen Wunsch zu finden. So überraschte er mich im letzten Jahr mit einem feinem Midsommar-Konzert von der Gruppe 'Lindelund' und auch in diesem Jahr hatte er eine ganz wunderbare Idee. Wir haben einen schwedischen Kochkurs mitgemacht. Es wurden die herrlichsten Gerichte gezaubert:  'Lax', 'Jansons Frestelse', 'Sjömannsbiff', 'Rödbeta', 'Hasselbackpotatis' 'Gurksallad', 'Inlagd Sill' und natürlich auch 'Hovmästarsas'. Zum Nachtisch gab es eine 'Fin Äppelefterrätt' mit Vaniljsås... mmmh!