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Freitag, 22. September 2017

Pumpennachbarschaft


Guten Morgen, meine Lieben! Ich hoffe, Ihr hattet eine gute Woche und freut Euch genau wie ich auf das Wochenende (wobei ich an diesem Wochenende schon wieder Strohwitwe bin.. seufz! Mein Göttergatte leitet das ganze Wochenende einen Workshop in "Moderner Schwertkunst" und mein Großer ist dort auch mit von der Partie.). Heute habe ich meine Blümchen an unsere Pumpe gehangen. Man könnte fast sagen die gelben Tobinambur-Blüten und roten Mini-Hagebutten bilden eine "Pumpennachbarschaft". Kennt Ihr eigentlich den Begriff "Pumpennachbarschaft" oder "Pumpengemeinschaft"? Hier am linken Niederrhein gehört eine "Pumpennachbarschaft" zur Heimatgeschichte. Zu der Zeit meiner Großeltern, als fließend Wasser in den Wohnungen noch purer Luxus war, gab es pro Straßenzug eine mechanische Wasserpumpe. Hier pulsierte das Leben, denn die Anwohner einer "Pumpengemeinschaft" holten sich nicht nur ihr Trinkwasser, sondern diese Wasserpumpe war auch ein beliebter Treffpunkt um sich auszutauschen und den neusten Klatsch und Tratsch zu erfahren. Hier wurden Spenden gesammelt um Hochzeiten, Taufen oder auch Beerdigungen zu unterstützen.  Als dann hier am Ort die "Zechenkolonie" ab 1909 gebaut wurde, änderte sich das. Jetzt gab es für jede Häusergemeinschaft einen "Waschkeller". Hier trafen sich dann die Hausfrauen um ihre Wäsche zu waschen, zu spülen und Trinkwasser zu holen. Sogar gebadet wurde in den Waschküchen wöchentlich, allerdings nur die Frauen und Kinder. Die Männer wuschen sich sowieso nach einem anstrengenden und vor allem dreckigen Arbeitstag untertage in der "Waschkaue" des Bergwerkes. So, nun aber genug Heimatgeschichte. Habt Ihr was Schönes vor am Wochenende? Das Wetter soll ja so herrlich bleiben wie es im Moment ist. Mein Kleiner und ich werden wohl in den Garten gehen und unsere "Baustelle" mal wieder vom Unkraut befreien. Was sein muss, muss sein.

Ganz liebe Grüße und ein entspanntes Wochenende!
Herzlichst, Nicole


Donnerstag, 21. September 2017

Villa für Ohrwürmer


"Kleiner, hast du Lust mit mir zu basteln?", rufe ich laut nach oben. "Was denn, Mama?", kommt prompt eine ebenso laute Antwort zurück. "Komm doch einfach mal runter, dann kannst du dir was aussuchen!", antworte ich fröhlich. "Was aussuchen?!", nun wird die Stimme meines Sohnemannes neugierig, "Warte ich komme!". Nach einem kurzen Poltern steht er vor mir und blickt mich fragend an. Lächelnd drücke ich ihm das Buch "Bauen, Tüfteln, Selbermachen" von Armin Täubner in die Hand: "Hier. Guck doch mal das neue Bastelbuch durch. Was dir gefällt, basteln wir nach!". Verdutzt schaut mein Sohnemann mich an: "Okay..!". "Und hast du dir was ausgesucht?", freundlich wuschele ich meinem Kleinen durch die Haare. "Ja, wir machen eine Villa für Ohrenkneifer, Mama. Bald kommen die kalten Nächte, da müssen sie doch ein warmes Versteck haben.", mein Sohnemann zeigt auf eine aufgeschlagene Seite. Ich nicke verständnisvoll und frage mich leise, warum ich mit dem Basteln einer frechen Schleuder oder einer coolen Flaschengitarre gerechnet habe.

Material:
  • Ton-Blumentopf
  • Heu
  • Zweigstück
  • Draht
  • Hanfseil 

So geht's:

Zuerst hat mein Sohnemann mit dem Messer um die Mitte des Zweiges ein Kerbe geschnitzt und dann ein Drahtende an dieser Kerbe um den Zweig geschlungen. Das andere Drahtende hat er von unten durch die Öffnung des Blumentopfs gezogen. Damit wir den Blumentopf aufhängen können hat er zusätzliches noch ein Hanfseil mit einem dicken Knoten ebenfalls von unten in den Topf geschoben. Das Drahtende haben wir gemeinsam direkt oberhalb der Öffnung mit dem Hanfseil verdrahtet. Zum Schluss hat er den Blumentopf mit Heu ausgestopft und den Ton-Blumentopf in den Kirschbaum gehangen.


Topp-Verlag
ISBN: 978-3-7724-7626-6

In diesem Buch sorgen über 50 Bastel- und Experimentier-Ideen für jede Menge Spaß und Abwechslung. Hier finden Jungs (aber auch Mädels) spannende Projekte zum Basteln, mit denen sie sich in kreative Abenteuer stürzen können. Ob draußen in der Natur oder drinnen bei Schlechtwetter - Langeweile hat keine Chance! Mit Holz, Papier, Säge und Co. werden die tollsten Sachen gebaut: ein wildes Piraten-Floss, Pfeil und Bogen oder ein Insektenhaus, für jeden kleinen Abenteurer ist etwas dabei.


Verlinkt mit: *Buch und mehr*, *Natur-Donnerstag*, *Naturkinder*

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung der Frechverlag GmbH (Topp-Kreativ.de)

Dienstag, 19. September 2017

Feines Kräuterkränzchen


"Uiih! Was für hübsche Kränzchen!", mit leuchtenden Augen blicke ich mein Schneiderlein an, "Die sind ja allerliebst!". Mein Schneiderlein nickt ebenfalls entzückt. "Und das Beste ist, sie können die Kränze auch selber machen!", die Marktfrau guckt uns auffordernd an, "Wir hätten nur gerne eine kleine Spende.". "Sollen wir?", fragend blicke ich mein Schneiderlein an. "Na, klar! Wir müssen nur noch schnell unseren Lieben Bescheid geben, damit sie schon einmal alleine über den Erntedank-Markt schlendern können.", mein Schneiderlein dreht sich um und informiert unsere Familien. Und während mein Schneiderlein und ich ganz in Ruhe unsere Kränze winden, zockeln zwei Männer, fünf Kinder und ein Hund bei allerfeinsten Spätsommer-Wetter alleine weiter über den hübschen Bauernmarkt an der Dorenburg.

Material:
  • stabiler Drahtreifen
  • Bindedraht
  • Hortensienblüten
  • Scharfgarbe
  • Salbei-Blätter
  • Hagebutten
  • Lavendelblüten

So geht's:

Nachdem der Bindedraht an den Drahtreifen befestigt wurde, werden die verschiedenen Naturschätze nacheinander (Hortensienblüten, Scharfgarbe, Salbei-Blätter, Hagebutten, Lavendelblüten) mit dem Draht um den Reifen gewunden. Stück für Stück mit viel Geduld.

Freitag, 15. September 2017

Spätsommer oder Frühherbst (das ist hier die Frage)


Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr wieder zu mir gefunden habt. Spätsommer oder Frühherbst - das ist heute hier die Frage. Doch wenn ich ehrlich bin, stellt sich diese Frage heute überhaupt nicht. Es ist Frühherbst. Stürme mit Starkregen und ungemütliche Hagelschauern ziehen in dunklen Wolken über das Land und nur ab und an blinzelt die September-Sonne hervor. Schon alleine wenn ich mit meinen Zehen wackel merke ich, dass es Frühherbst sein muss, denn meine Filzpantoffeln schenken meinen frierenden Zehen eine wohlige Wärme. So habe ich mir den September nicht vorgestellt. Aber wir wollen nicht verzagen, es ist ja gerade erstmal die Hälfte vom September rum, da kann ja noch ein herrlicher Spätsommer kommen. Auf jeden Fall werde ich an diesem Wochenende das Haus einbissel herbstlicher dekorieren. Dafür habe ich mir schon gestern zwei kleine Baby-Boos vom Wickrather-Bauernladen mitgebracht. Genau wie meinen herrlichen Bauerngarten-Strauß. Sieht er nicht wunderbar ländlich aus? Zinien, Dahlien, Mutterkraut und Wicken - ganz nach meinem Geschmack. Übrigens, jetzt am Sonntag findet wieder das alljährliche Erntedankfest mit großem Bauernmarkt im Freilichtmuseum Grefrath (Dorenburg) statt. Ich liebe diesen rustikalen Charme und freue mich schon sehr auf einen Ausflug dorthin. Und wer weiß?! Vielleicht sehen wir uns ja dort.


Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende
mit ganz vielen Sonnenstunden!
Herzlichst, Nicole



Meinen herbstlichen Bauerngarten-Strauß schicke ich mit einem lieben Gruß zu Lotta, denn bei "Bunt ist Welt" heißt es am Sonntag: "Herbstliche Blumen".


Donnerstag, 14. September 2017

Ein Apfel-Birnen-Brot


"Mmmh! Was duftet es denn hier so köstlich?!", mein Göttergatte kommt genießerisch schnuppernd in die Küche. "Ich habe ein Apfel-Birnen-Brot gebacken!", erwidere ich lächelnd. "Ein Brot?", mein Göttergatte guckt mich ungläubig an, "Es riecht und sieht aus wie ein Kuchen.". "Es ist aber ein Brot!", antworte ich fest und füge hinzu, "Magst du es schon mit nach draußen nehmen? Ich mache uns schnell noch eine Tasse Kaffee!". Mein Göttergatte greift nach dem Holzbrettchen und bemerkt erstaunt: "Wow, das ist ja schwer!". "Ist ja auch ein Brot!", kichere ich leise und lasse dampfend heißen Kaffee in eine dicke Tasse zischen. Währenddessen schneidet mein Göttergatte das dunkle Brot auf und lang herzhaft zu. "Und wie schmeckt es dir?", aufmerksam gucke ich meinen Göttergatten an. "Es schmeckt irgendwie nach Lebkuchen. Sehr würzig. Die knackigen Haselnüsse passen perfekt zu dem saftigen Obst. Ein kräftig süßes Herbstbrot.".


ZUTATEN
  • 250 g Apfel, geviertelt 
  • 500 g Birnen, geviertelt 
  • 100 g Zucker 
  • 500 g Mehl 
  • 1 Päckchen Backpulver 
  • 2 EL Kakao 
  • 1 gestrichener Teelöffel Zimt 
  • 200 g ganze Haselnüsse
  • 125 g Rosinen 

ZUBEREITUNG

Backofen auf 180°C vorheizen. Äpfel und Birnen in den geben und mit dem Spatel 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern und umfüllen. Zucker, Mehl, Backpulver, Kakao und Zimt in den geben und 10 Sek. / Stufe 3 vermischen. Die zerkleinerten Äpfel und Birnen zugeben und 3 Min. / Stufe 3 mit Hilfe des Spatels vermischen. Haselnüsse und Rosinen zugeben und 3 Min. /  / mit dem Spatel unterrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 1 Stunde backen. Brot ca. 15 Min abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und einen halben Tag ruhen lassen

Extra-Tipp vom Göttergatten:
"Mit gesalzener Butter, Rübenkraut und jungem Gouda belegt - bombe!"

Verlinkt mit: *Bloggerlecker* von Petra, *Herbstküche* von Babsy, *Kreativas*