Sonntag, 30. August 2026

August im Wipfelblick und September op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Mein Augustblick wirkt auf den ersten Blick noch immer wunderbar grün und sommerlich. Der wilde Wein hat sich von der Hitze offenbar wenig beeindrucken lassen und rankt weiterhin munter ins Fenster hinein. Auch die übrigen Baumkronen vermitteln zunächst den Eindruck eines üppigen Sommergartens. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass dieser Sommer seine Spuren hinterlassen hat. Besonders die Korea Tanne fällt inzwischen auf. Sie hat viele Nadeln verloren und wirkt dadurch deutlich spärlicher und beinahe etwas durchsichtig. Auch der Ahorn hat bereits Blätter abgeworfen. Im gesamten Garten sieht es leider noch deutlicher aus. Viele kleinere Gehölze wie Schmetterlingsflieder, Vogelbeeren, Holunder und Haselnuss sind vertrocknet. Auch die junge Walnuss und Eiche haben unter der großen Hitze und Trockenheit sehr gelitten. Auf meinem kleinen Ausschnitt aus dem Kinderzimmerfenster ist davon zum Glück kaum etwas zu erkennen. Vielleicht ist genau das das Spannende an meinem 12tel Blick: Ein Foto erzählt nur einen kleinen Teil der Geschichte. Unter den grünen Wipfeln liegt ein Garten, der in diesem Sommer ordentlich kämpfen musste. Und deshalb hoffe ich jetzt schon sehr auf die nächste Veränderung. Ich warte sehnsüchtig auf den Herbst. Auf kühlere Tage, Regen, Nebel und das erste bunte Laub. Ich bin gespannt, wie mein vertrauter Wipfelblick aussehen wird, wenn sich das Grün langsam in Gold, Rot und Braun verwandelt.

Randnotiz August 2026: Der August hat uns am linken Niederrhein noch einmal ordentlich gefordert. Mitte des Monats kletterten die Temperaturen auf etwa 35 Grad. Gleichzeitig führte der Rhein außergewöhnlich wenig Wasser: Am 17. August fiel der Pegel in Duisburg Ruhrort auf nur 126 Zentimeter, bei einem langjährigen Mittelwasserstand von rund 426 Zentimetern. Kein Wunder, dass auch unser Garten unter der Hitze und Trockenheit gelitten hat. Umso dankbarer bin ich für unseren alten Baumbestand, der uns Schatten und ein angenehmeres Gartenklima schenkt. 





September - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"September bréngk de eerste Damp, morjens liggt de Növel op de Acker."
Übersetzung: "Der September bringt den ersten Dampf, morgens liegt der Nebel auf den Feldern."

Der September leitet den Herbst ein: Kühleren Nächten stehen tagsüber oft noch milde Temperaturen gegenüber, sodass sich morgens Nebel über Wiesen und Felder legt. Die Redewendung beschreibt dieses typische Bild sehr genau. Es ist die Zeit, in der Äpfel und Birnen reifen und die letzten Feldarbeiten vor dem Winter erledigt werden. Gleichzeitig spürt man, dass die helle Jahreszeit sich langsam verabschiedet.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid,

12 Kommentare:

  1. Beautiful photos. ❤️ Warm greetings from Montreal, Canada ❤️ 😊 🇨🇦

    AntwortenLöschen
  2. August is leaving, September is coming, they say it will be warm and hot, let's be surprised :))
    Have a nice Sunday, Andreja!

    AntwortenLöschen
  3. Der Wasserstand ist auch hier erschreckend tief…. Dein Blick ist sehr friedlich und eigentlich hofft man ja, dass die alten Bäume tief genug wurzeln…
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  4. Schöne friedliche August Fotos zeigst du uns liebe Nicole. Ja der Wasserstand ist sehr erschreckend und macht für die Zukunft doch Sorge. Wir waren vor 2 Jahren in Boppard und haben den Schiffverkehr und gleichzeitig den Eisenbahnverkehr auf beiden Seiten des Rheins sehr bestaunt. Die Bäume, die Natur leiden sehrunter der Hitze, wie man es bei unseren Tannen auch im Harz sehen kann. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, liebe grüße moni

    AntwortenLöschen
  5. Das war schon ein besonderer und herausfordernder Sommer und vor allem die Natur hat darunter gelitten, die konnte ja nicht die Tür und Fenster schließen.
    Dein Bild ist natürlich wieder so passend für die Zeit und der schöne Spruch ist so passend.
    Sende Dir liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende
    Nina

    AntwortenLöschen
  6. Ja, es sind diese schönen Blickwinkel, die einen immer wieder abhalten, den Ernst der Lage zu erkennen. Ich habe gerade mit einer Nachbarin geplauscht über den Baum vor unserer Haustür. Und dann auch zu dem Fazit gekommen: Es ist einfach zu viel, was sich einem zu rZeit aufs Gemüt legt. Und dass man die Glücksmomente suchen muss, damit man nicht verzweifelt. Mein Garten spiegelt mir auch noch immer ein ganz anderes Bild, so wie deine Baumwipfel.
    Die Nachbarin kommt vom Bodensee. Und so, wie er sich in diesem Jahr gezeigt hat, hat sie ihn noch nie gesehen...
    Tröstlicheres fällt mir heute einfach nicht ein. Drück dich!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  7. Guten Tag, das sind sehr schöne Einblicke in deinen Garten mit den grossen, schattengebenden Bäumen. Bei uns stehen auch zwei Bäume, die den heissen Sommer erträglich gemacht haben. Ein Urwelt-Mammutbaum seit ca. 25 Jahren, der mit seinen Wurzeln den Garten erobert, Schatten spendet und im Winter seine Nadeln abwirft. Wir sind ein wenig unsicher wieviel Wachstum wir ihm noch zu unseren Lebzeiten gönnen können. Sowie eine gutwachsende Goldulme.
    LG Angela

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Nicole,
    das sind ja wundervolle Foto´s!!!! Jetzt kommt meine Lieblingszeit. Mit Plattdüütsch bin ich ja aufgewachsen. Schade das es so wenig gesprochen wird.
    PS: Das Glück war dir übrigens hold;0) Herzlichst Kirsten💜

    AntwortenLöschen
  9. Schöne Aussicht aus dem Fenster. Mein Garten ist klein, daher ist es nicht so schwer, sowohl die Obstbäume als auch die Ziersträucher zu gießen, sodass ich alles retten konnte. Nur ein Teil der einjährigen Blumen hat gelitten.

    AntwortenLöschen
  10. immer wieder schön dein Blick aus dem Fenster
    ja.. diesen Sommer hat vieles gelitten
    und das ganze Ausmaß werden wir wohl erst nächstes Jahr sehen können
    was kommt und was nicht mehr
    ich wünsche dir dass alle Bäume überleben
    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  11. Ein wundervoller Ausblick ist das.
    Wir haben zwar nur einen kleinen Garten mit drei Bäumchen, aber die möchte ich nicht missen. Der Blick ins Grüne und das Klima im Garten sind viel wert.
    Liebe Grüße von
    Heike

    AntwortenLöschen
  12. Herrlich liebe Nicole, Dein eigener kleiner Wald im Garten ist schon etwas ganz besonderes. Ja, hier war die Natur, der Mensch und die Tiere voll gefordert von diesen Temperaturen. Wir haben letzte Woche eine Rheinschifffahrt gemacht von Koblenz zur Loreley da hat man das auch richtig gesehen. Wir konnten gar nicht bis zur Loreley vorfahren wegen einer Sandbank. Nun freuen wir uns auf die Äpfel und Birnen und die bunten Blätter, gell !

    Herzliche Grüße
    Kerstin und Helga

    P.S. Wir haben enorme Probleme mit den Dashboard und der Leseliste. Der neue Post wird überhaupt nicht angezeigt :-(( wir sind ganz verzweifelt und wissen gar nicht was wir tun sollen.

    AntwortenLöschen

♥ Danke, dass Du Dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst ♥

Auch wenn Google es nun begünstigt, anonym zu kommentieren, wünsche ich mir nach wie vor, dass Dein Name am Ende des Kommentars steht, genau wie der Name Deines Blogs (natürlich nur, wenn vorhanden).

Ich bitte von KI generierten Kommentaren Abstand zu nehmen. Danke!

Ich bin gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dazu verpflichtet, Dich darauf hinzuweisen, was mit Deinen Daten passiert, die Du hier im Kommentarfeld hinterlässt. Bitte beachte deshalb meine Datenschutzerklärung. Danke!