Samstag, 19. Mai 2018

Gartenräume schaffen (Teil IV)


Vor Glück strahlend blicke ich auf unsere 14 kleinen und großen Freunde. Sie alle stehen mit Schubkarren und Schaufeln gewappnet in unserem sonnigwarmen Waldgarten und warten darauf das es losgeht. Heute soll es mit mit unserem Pool-Projekt weiter gehen. Das Loch soll geschaufelt werden. 150 cm tief und 6 m Durchmesser sind geplant - für mich unvorstellbar. Zuerst werden die Rasensoden mit dem Spaten aufgehoben und ich bin begeistert, wie emsig die Kinder dabei helfen. Dann steigt mein Göttergatte auf den gemieteten Mini-Bagger und ich muss zugeben, mittlerweile ist er schon sehr geübt darin. Die Schubkarren stehen bereit und warten darauf, dass sie gefüllt werden, immer eine Baggerschaufel-Ladung voll. Peu à peu geht es voran. Dann bin ich an der Reihe. Frohgemut stelle ich meine Schubkarre in Position und warte auf meine erste Ladung Dreck, Erde und Lehm. Mein Göttergatte hebt die Baggerschaufel an, lässt den gesamten Schaufelinhalt in meine Schubkarre fallen und mir reißt es die Schubkarrengriffe aus den Händen. Mit solch' einem Gewicht habe ich nicht gerechnet. Ich ächze und stöhne, doch bekomme ich die Schubkarre noch nicht mal mehr angehoben. Ein lieber Freund eilt mir zur Hilfe und nimmt mir lachend die Schubkarre aus den Händen: "Na, doch zu schwer, was?!" Ich nicke beschämt und erkläre meinem Göttergatten: "Beim nächsten Mal nur eine halbe Ladung bitte!". Mein Göttergatte sieht mich erst schmunzelnd an und zieht dann die Augenbrauen hoch: "Nicole, wie soll das bitte schön gehen?!". Doch auch ohne meine volle Leistung geht es weiter und tatsächlich wird das Loch immer tiefer und der Erdhügel immer höher. Zwei ganze Tage brauchen wir bis das Loch fertig gegraben ist und der Grund mit Beton gefüllt werden kann. Und soll ich Euch was sagen? Trotz harter Arbeit, Schmutz und Schweiß hatten wir mit unseren Freunden in unserem Waldgarten eine tolle Zeit. Wir haben viel gelacht, erzählt und geschuftet und die anschließenden Grillabende waren wunderbar gesellig. Frei nach dem Motto: "Zusammen sind wir stark!".


(An unsere lieben Helfer/innen: Ihr seid die Allerbesten!! Nochmal ein ganz dickes Dankeschön!! Die Poolparty ist versprochen!)


Gartenräume: einszwei und drei
Sturmtief: Burglind

Nachtrag: wundert Euch bitte nicht, dieser Post war zwar vorbereitet, aber ich habe ihn versehentlich nicht veröffentlicht. Das hole ich ich jetzt einfach nach.

Freitag, 18. Mai 2018

Waldmeisterliche Maitorte


"Nicole, wo ist denn das Rezept für unsere Maitorte?!", mein Göttergatte steht in der Küche und stellt sich einige Zutaten parat. Neugierig komme ich näher: "Warum?". "Ich wollte noch eben die Maitorte zusammenrühren, ehe wir es uns gemütlich machen." "Du?", frage ich erstaunt. "Ja, ich. Schließlich ist es ja meine Mutti, die morgen Nachmittag am Muttertag zu Besuch kommt.". "Und dein Vater und mein Vater. Und unsere Kinder und ich sind auch hier!", ergänze ich schmunzelnd, "Doch lass dich nicht aufhalten. Ich freue mich, wenn du das übernimmst." Mein Göttergatte grinst mich liebevoll an: "Und außerdem bist du die Mutter meiner Kinder.". "Das ist wahr!", antworte ich vergnügt und drücke ihm die Anleitung in die Hand und einen Kuss auf die Wange, "Weißt du was?! Dann gehe ich jetzt noch nach draußen und binde den Strauß für Deine Mutti. Die Bartnelken und der Wiesenkerbel stehen schon im Wassereimer bereit.".

Zubereitung

Für den Boden:
  • 200 g Löffelbiskuit (in Stücke zerbrochen) 
  • 100 g weiche Butter (in Stücken)
Die Löffelbiskuits (in Stücken) in den Mixtopf geben und 15 Sek./Stufe 6 zerkleinern. Anschließend die Butter hinzugeben und nochmals 15 Sek./ Stufe 6 vermengen. Die Masse auf den (mit Backpapier ausgelegten) Boden der Springform drücken und kaltstellen. Den Mixtopf bitte gründlich säubern. 

Für den Belag:
  • 600 g Sahne
  • 250 g Wasser
  • 1 Tütchen Wackelpudding (Götterspeise) mit Waldmeistergeschmack (Bitte KEIN Instantpulver!)
  • 1 Spritzer Tritop "Waldmeister", der Farbe wegen
  • 150 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillinzucker
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Den Rühraufsatz "Schmetterling" einsetzen. Die Sahne in den Mixtopf geben, den Messbecher (mit der offenen Seite nach unten) als Spritzschutz drauflegen und ca. 3 - 3 1/2 Min./ Stufe 4 schlagen*, bis sie so fest ist, dass sie kopfüber an einem Löffel haften bleibt. In eine Schüssel umfüllen und ebenfalls kaltstellen. Den Rühraufsatz entfernen und den Mixtopf nochmals reinigen.

Das Wasser und das Wackelpuddingpulver in den Mixtopf geben, den Messbecher als Spritzschutz drauflegen und 3 Sek./ Stufe 3 bis 4 vermischen. 5 Minuten im Topf quellen lassen. Dann 3 1/2 Min./ 70°/ Stufe 3 bis 4 erwärmen und anschließend wieder abkühlen lassen. 

Zucker, Vanillezucker, Tritop und Frischkäse in den Mixtopf zu der Wackelpuddingmasse geben und (mit Messbecher als Spritzschutz) 10 Sek./ Stufe 5 verrühren. Die geschlagene Sahne zugeben und 8 Sek./ Stufe 4 unterrühren. Die Frischkäsemasse auf den Biskuitboden (in der Springform) geben und im Kühlschrank (ca. 5 Std.) fest werden lassen.

Dekoriert haben wir die Maitorte mit frischen Waldmeister-Blättern und kleinen rosa Zuckerherzen.

Ich wünsche Euch ein charmantes Pfingstwochenende.
Herzlichst, Nicole



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* Die Angaben sind Richtwerte. Bitte während es Rühren in den Mixtopf schauen.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Wasserblick - Nette trifft Niers


"Heute ist so ein wunderbarer Tag! Sollen wir nicht einen kleinen Ausflug machen? Wir packen einfach unsere Rücksäcke und wandern an der Niers entlang. Es gibt in der Nähe von Wachtendonk einen Wanderweg. Der Weg nennt sich 'Wasserblick - Nette trifft Niers'.", fragend blicke ich meine drei "Männer" an. Mein Göttergatte lehnt sich entspannt zurück: "Das hört sich doch nach einer guten Idee an!". Mein Großer zuckt die Schultern und mein Kleiner zieht eine Schnute. "Nur wandern gehen?!", mein Sohnemann sieht mich gelangweilt an. "Warte doch einfach ab! Es wird dir ganz bestimmt gefallen.", antworte ich vergnügt und denke dabei an die Handfähre, die über die Niers fährt. Wir ziehen also los und laufen als erstes durch ein wunderbares Naturschutzgebiet. Große Pappeln säumen den Weg und junge Birken wiegen sich sanft im Frühlingswind. Das hohe Sumpfgras zeigt, dass wir an mancher Stelle besser nicht vom Weg abkommen. Kleine Grachten laufen kreuz und quer durch die scheinbar endlose grüne Ebene und ein Graureiher, der plötzlich vor uns hoch fliegt, zeigt uns, dass wir an der Nette angekommen sind. Klar und ruhig fließt der kleine Fluss in Richtung Niers. An den Ufern wachsen Butterblumen, Beinwell und Wiesenkerbel in Hülle und Fülle und die für unsere Heimat typischen Kopfweiden stehen Spalier. Eine kleine hölzerne Brücke lässt uns auf die andere Uferseite kommen und es geht weiter, vorbei an saftigen Wiesen und Feldern. Schon von weitem kann man die Niers sanft fließen sehen und dann sind wir an unserem Ziel angekommen. Eine Handfähre (oder auch Seilkurbelfähre) lädt uns dazu ein über die Niers zu fahren. "Mama, da ist ja eine Fähre!", mein Sohnemann strahlt mich entzückt an und erklärt: "Die erste Fahrt über den Fluss übernehme ich!". "Dann bin ich aber dran.", grummelt mein Großer freundlich und mein Göttergatte ergänzt fröhlich: "Und dann ich!". "Ihr könnt so oft, wie ihr wollt, hin und her fahren.", erkläre ich vergnügt und stelle meinen Rucksack neben den festinstallierten Picknicktisch. "Wir haben alle Zeit der Welt.", murmele ich leise vor mich und freue mich, dass es bewegliche Ferien- und Brückentage gibt.

Dienstag, 15. Mai 2018

Muttertagsglück


"Guten Morgen, Mama!", mein Sohnemann schmiegt sich eng an mich, "Alles Liebe zum Muttertag!". "Guten Morgen, mein Schatz!", murmele ich gerührt und halte ihn für einen Moment ganz fest. "Das hier ist für dich!", erklärt er mir noch ganz verschlafen und ehe ich seinen zusammengerollten Brief lesen kann, fügt er hinzu: "Das ist ein Gutschein! Ich schenke dir einen ganzen Tag mit mir und du darfst bestimmen, was wir machen.". "Wow, das ist aber ein großzügiges Geschenk! Ich freue mich sehr!", antworte ich lächelnd und meine es auch so. "Und das hier ist von mir, Mama.", nun steht mein Großer vor mir. Er nimmt mich in seine starke Arme und ich denke wieder einmal, dass aus meinem Erstgeborenen bereits fast ein Mann geworden ist. "Aber ich habe auch noch eine Kleinigkeit für dich, Mama. Schaumerdbeeren - die magst du doch so gerne!", mein Großer sieht mich erwartungsvoll an. Ich nicke lächelnd und nehme mein Geschenk dankend entgegen. Ein kleiner unscheinbarer Zettel fällt dabei herunter und auf ihm steht: "Etwas Süßes, für die süßeste Mama der Welt!".

Freitag, 11. Mai 2018

Einfach nur Wiesenkerbel


Uuupps.. jetzt hätte ich fast verschlafen. So ein Brückentag für die ganze Familie ist eben sehr verführerisch. Aber erstmal: Guten Morgen, mein Lieben. Schön, dass Ihr da seid. Wer von Euch einen Kaffee möchte, den muss ich leider enttäuschen. Kaffee ist aus. Ich muss gleich erstmal schnell einkaufen gehen. Irgendwie hat es mit der Organisation für dieses Wochenende nicht geklappt, dieser wunderbare Vatertag hat mich irgendwie überrascht. Wie gut, dass meine Jungs perfekt vorbereitet waren. Mein Großer hat seinem Papa einen Sixpack Corona und ein Netz voll Limetten geschenkt und mein Kleiner hat einen Pokal gemalt mit der Aufschrift: "My Dad is the best Dad ever!". Süß, nicht wahr?! Aber auch das Wetter war ganz anders als erwartet. Noch am Mittwoch wurde vor starken Unwettern gewarnt und wir hatten uns deshalb mit allerhand Büchern und Spielen aus der Bücherei gewappnet. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, gelle!? Es hat noch nicht einmal geregnet.. lach! Gespielt und gelesen haben wir trotzdem, allerdings im Garten. Letztes Wochenende haben wir im Garten gebuddelt, um endlich unserer Schwimmbecken fertig zu bekommen. 14 kleine und große Freunde haben uns grandios dabei geholfen und wir haben gemeinsam geschaufelt, gebuddelt und gegraben. (Ihr seid die Allerbesten!! Nochmal ein ganz dickes Dankeschön!! Die Poolparty ist versprochen!) Ihr glaubt gar nicht, wie viele Schubkarren voller Erde, Dreck und Lehm hin und her gefahren wurden. Unglaublich!! Morgen wird in das Loch (6 m Durchmesser und 150 cm tief) der Betonboden eingefüllt und dann muss das Ganze erstmal trocknen. Ihr ahnt bestimmt, wie sehr ich mich auf das Aufstellen freue. Es geht endlich weiter.. juchuu!! Vor lauter Gartenarbeit bin ich gar nicht dazu gekommen, irgendwelche feine Blümchen zu besorgen. Deshalb steht auch nur in einer ollen Milchkanne auf unserem alten Holztisch im Hof ein üppiger Strauß mit Wiesenkerbel. Ich habe ihn von meiner Feld- und Wiesenrunde mit unserer Hündin mitgebracht. In diesem Jahr schweben nämlich ganze Wolken von Wiesenkerbel über den Feldrainen. Wunderschön!! So, meine Lieben. Nun muss ich aber los. Die Geschäfte haben gerade geöffnet und ich möchte diesen wunderbaren Sonnentag nicht versäumen. In diesem Sinne genießt die schönen Sonnenstunden. Und ach ja, Sonntag ist Muttertag. Nur falls Ihr genauso gut organisiert seid wie ich.. hihi!

Ich wünsche Euch ein glückliches Muttertagswochenende!
Habt es fein, Nicole

Dienstag, 8. Mai 2018

Yoyo-Brosche mit frühlingshafter Kirschblüte



Schon lange habe ich mit einer neuen Yoyo-Brosche (= kleine Ansteck-Brosche aus Stoff) geliebäugelt, doch irgendwie fehlte mir die Inspiration. Als ich dann aber, bei einem unserer Streifzügen durch die anliegenden Felder, diese wunderschönen Kirschblüten entdeckt habe, kam mir eine Idee. Es sollte eine frühlingshafte Kirschblüten-Brosche werden. Deshalb habe ich auch einen ganz zarten weißen Stoff gewählt, die Yoyo-Brosche (mit einer Schablone geht es sehr leicht. Wer keine hat, kann es auch mit >dieser< Anleitung versuchen.) mit ein paar Stichen zusammen genäht und sie dann mit dem Faden in Form gezogen. Jetzt fehlte nur noch die gehäkelte Kirschblüte. Eine Anleitung findet Ihr >hier<. Natürlich braucht Ihr für eine Kirschblüte weiße Wolle und damit aus dem einfachen Blümchen eine Kirschblüte wird, fehlen auch noch einige Handgriffe. Nachdem die Blume fertig gehäkelt ist, wird das Fadenende nämlich nicht (wie in der Anleitung) abgeschnitten, sondern als Schlaufe durch die Mitte gezogen. Nun werden noch die Staubgefäße gemacht. Dafür nimmt man einfach einen gelben Faden und bringt einige kleine Knoten im Abstand von 1-2 cm an. Der Faden wird nun auseinander geschnitten und in die Schlaufe gelegt. Noch festziehen und verknoten - fertig ist die Kirschblüte. Zum Schluss habe ich die Kirschblüte mit der Stoff-Brosche zusammen genäht und eine kleine Sicherheitsnadel an der Rückseite befestigt. Und gefällt Euch meine kleine frühlingshafte Yoyo-Brosche mit Kirschblüte?