Samstag, 7. Dezember 2019

Ein Familien-Adventskalender (Escape Adventures)


Die 24 Tage bis Weihnachten sind, besonders innerhalb der Familie, eine Zeit voller Vorfreude. Doch wer schon größere Kinder hat, der weiß, dass die Adventsabende oftmals in trauter Zweisamkeit enden. Auch mein Göttergatte und ich merken wie die Kinder größer werden und lieber ihre eigenen Wege gehen. Da ist oft ein Abend am PC verlockender als ein Abend mit Mama und Papa. Doch stellt Euch mal vor: ich habe einen total tollen Spiel-Adventskalender an einem kleinen Verkaufsstand auf der Spiel'19 entdeckt! Gerade für uns Brettspielspieler, Fantasie- und Mittelalterfans ist dieser Adventskalender einfach genial. Jeden Abend im Advent sitzen wir nun als Familie (Kleiner, Großer, Mama und Papa) zusammen, trinken eine Tasse Tee, tauschen uns über die Ereignisse des langsam endenden Tages aus und lösen ein Rätsel des „Escape Adventures Adventskalender“ (von "frechverlag" by Topp), dabei tauchen wir ein in eine geheimnisvolle Geschichte aus einer längst vergangenen Zeit! In einer eisblauen Welt voller Ritter, Alchemisten und längst vergessenen Wesen müssen wir dabei helfen das Weihnachtsfest auf der Burg Wittelsegg zu retten. Denn ein geheimnisvoller Bösewicht will das Weihnachtsfest sabotieren. Welches mystische Wesen steckt hinter all dem Chaos? Ihr ahnt es, nicht wahr?! Wir sind begeistert! Was für ein vorweihnachtliches Glück!

Ich wünsche Euch von Herzen ein
kuscheliges zweites Adventswochenende.
Herzlichst, Nicole


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und auch nur weil Babsy danach gefragt hat ;)

P.S. Hat jemand von Euch die kleine Feuerkatze im Ofen entdeckt? Mein Sohnemann ist sich sicher, dass sie dort lebt, denn man kann sie ab und an fauchen hören. 

Verlinkt mit: *Monatsmotto Dezember: Sterne*, *Samstagsplausch*, *Sonntagsglück*


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Donnerstag, 5. Dezember 2019

Wintermorgen


An manchen Tagen, wenn der Nordwind dicke Nebelwände schickt und ein blasser Wintermond in der Nacht zu sehen ist, wird es auch bei uns am linken Niederrhein winterlich. Dann funkeln Eiskristalle wie kleine Diamanten auf den Wiesen, Feldern und Sträuchern. Schmale Bäche gefrieren fast und am Bachufer fallen im kargen Sonnenlicht Tropfen wie Zuckerwasser von den roten Beeren. Die Luft ist dann so eisig, dass man sie am besten durch einen kuscheligen Wollschal atmet und die frostig kalten Finger in wärmende Handschuhe steckt. Wie herrlich muss es an so einem Wintermorgen für eine neugierige Hundenase sein, alle Spuren des frühen Morgens und der vergangenen Nacht zu entdecken. Seht nur, wie unsere Julie aufmerksam bebt.


Dienstag, 3. Dezember 2019

Dicke rote Kerzen


"Dicke rote Kerzen, Tannenzweigenduft. Und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt jetzt in der Luft. Und das Herz wird weit, macht euch jetzt bereit. Bis Weihnachten, bis Weihnachten. Ist nicht mehr weit.", singe ich laut vor mich und bemerke wie auch mein Sohnemann leise mitsummt. Es ist wieder soweit. Unser Adventskranz steht fertig geschmückt auf unserem alten Esstisch und die erste dicke rote Kerze wartet schon darauf angezündet zu werden. "Mama, darf ich die erste Kerze anmachen?", mein Sohnemann hat bereits die extra langen Weihnachtsstreichhölzer in der Hand. "Mach nur!", erkläre ich lächelnd, "Gleich kommen der Große und Papa dazu und dann wollen wir doch das erste Türchen an unserem Familien-Adventskalender öffnen, oder?!". Mein Sohnemann nickt mit glänzenden Augen: "Ach, Mama! Weißt du, dass ich die Sonntage im Advent total gerne mag? Ich bin schon mega gespannt auf diesen Spiel-Adventskalender!".


Sonntag, 1. Dezember 2019

Adventskranzbinden im Ofenhaus


"Und? Bist du bereit?", mein Göttergatte sieht mich liebevoll an. Fröhlich schwenke ich meinen Adventskranzrohling, setze meine senfgelbe Wollmütze auf und harke mich bei meinen Göttergatten unter: "Von mir aus können wir los gehen!". "Was ist mit den Jungs?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. Bedauernd schüttele ich den Kopf und seufze leise: "Sie haben beide keine Lust.". Tröstend drückt mein Göttergatte meinen Arm und zieht mich enger an sich: "Dann ist es eben so. Es wird auch ohne die Beiden gemütlich.".  "Das stimmt, aber ich finde es so schade. Im Ofenhaus ist es immer so fein vorweihnachtlich.", erkläre ich wehmütig, "Ich hätte es einfach schön gefunden, gemeinsam mit unseren Freunden und den Kindern den Advent einzuläuten.". Schon von weitem ist der Geruch von brennenden Holzscheiten wahrzunehmen und mein Göttergatte und ich laufen unbewusst ein wenig schneller. Kurz bevor wir an der großen grünen Haustür ankommen, nimmt mein Göttergatte mich in den Arm. "Es ist so schön, wenn deine Augen vor Freude leuchten, mein Schatz!" erklärt er mir liebevoll und drückt dann erst beherzt auf die Haustürklingel. Unsere hübsche Gastgeberin öffnet die Tür: "Da seid ihr ja! Das Ofenhaus hat schon geöffnet.", erklärt sie lächelnd und fügt hinzu, "Es ist auch schon kuschelig warm!". Wir treten in die behagliche Stube, in der es ganz wunderbar weihnachtlich nach Lebkuchen, Tannengrün, Orangen-Punsch und offenem Feuer duftet. Ganz leise hört man im Hintergrund mittelalterliche englische und deutsche Weihnachtslieder. "Heute habe ich schon mal das Grün vor geschnitten.", erklärt uns der sympathische Hausherr, "Ich muss so viele Kränze binden, da hatte ich Angst, wir kommen mit der Zeit nicht aus." Während der Ofen vor sich hin bollert, fegt auf einmal ein eisiger Wind durch das Ofenhaus als sich Tür öffnet und die letzten Gäste lachend hereinschlüpfen. Ein freudiges Hallo erklingt und schon bald sitzen alle Freunde auf den mit Schaffellen ausgelegten Bänken und binden plaudernd das nadelige Grün um die Kranzrohlinge. Ein harziger Duft steigt mir in die Nase und mein Blick fällt durch das alte Sprossenfenster auf den mit kleinen Lichtern geschmückten Weihnachtsbaum im Hof. Fröhliches Kinderlachen dringt von draußen rein und gemeinsam mit den beiden blonden Mädchen schlüpft auch noch schnell die wuschelige Haus- und Hof-Katze ins Warme ehe die Tür sich wieder schließt. Die Herrin des Hauses greift nach ihrer Gitarre und stimmt das erste Lied an. "Wünsche schicken wir wie Sterne zum Himmel hoch in weite Ferne.". Mir wird mein Herz ganz eng und meine Augen füllen sich mit heißen Tränen. Verstohlen wische ich sie weg und nur ein einziger Wunsch fliegt gemeinsam mit den stobenden Funken durch das Ofenrohr hoch hinaus in die kalte, sternenklare Nacht. Ganz leise, wie ein kleines Gebet, flüstere ich nur für mich: "Ich möchte wieder gesund sein!".


Ich wünsche Euch einen gesegneten ersten Advent.
Herzlichst, Nicole

verlinkt mit: *Sonntagsglück* *Bunt ist die Welt*, *Herbstglück*