Sonntag, 1. Februar 2026

Februar - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Föbuari bläst de Wind so kalt, dat de Kinner nich mehr naar de School wüllt."

Übersetzung: "Im Februar bläst der Wind so kalt, dass die Kinder nicht mehr zur Schule gehen wollen."

Der Februar bringt oft eisigen Wind mit sich, der den Winter noch einmal spürbar macht. Die Kinder blieben daher manchmal lieber zuhause. Früher nannte man den Februar auch „Hornung“, da in dieser Zeit das Geweih der Hirsche abgeworfen wurde.

Herkunft: Regional gebräuchlich im 19. Jahrhundert.

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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter: 
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


*Archivbild
Krefeld, Hülser Berg
Wildtiergehege
im Februar 2021

6 Kommentare:

  1. Tolle Redensart! Und der Name „Hornung“wäre jetzt auch geklärt. Ich bin übrigens in Badisch Sibirien geboren, aber im Rheinland kann man schon mal vergessen, dass der Februar ein harter Wintermonat ist ( Karneval! )…
    Sonntagsgrüße!
    Astrid

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  2. Was für ein schöner, weißer Dammhirsch als Verkörperung des Winters. (Der übrigens sein Geweih noch bis März, April trägt, da merkt man, dass sie aus anderen Gefilden stammen)
    In meiner Kindheit gab es so manches Jahr, in dem der Februar noch mal alles gab und Karneval im Schnee stattfand (aber eben im Sauerland auch wahrscheinlicher)
    Schön der Spruch und noch nachvollziehbar für mich (natürlich gingen wir zu Fuß durch den Schnee zur Schule)
    Danke, für die schöne Exkursion und liebe Sonntagsgrüsse
    Nina

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  3. diesen satz kann ich gut nachvollziehen, denn der februar ist wirklich oft nochmal äußerst kalt und ungemütlich und ist für mich neben dem januar mein ungeliebtester monat.
    danke für die aufklärung und das wunderschöne foto!! ich habe heute auch einen weißen hirsch im blog :)!
    liebe grüße und einen ganz schönen 1. februar!
    mano

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  4. Hallo liebe Nicole,
    das Bild vom Hirsch ist ja der Hammer. Richtig gut getroffen. So majestätisch!

    Und ja, der Januar hat es in diesem Jahr wirklich in sich. Ich kann mich gar nicht mehr so bewusst daran erinnern, wann wir mal so einen hartnäckigen und schneereichen Winter hatten. Es hat was Schönes, bringt aber auch so seine Problemchen mit sich.

    Wir haben und zwar auch mal für einen kleinen Ausflug mit dem Auto herausgewagt, ansonsten war ich aber auch gerne daheim. Hab es mir gemütlich gemacht oder die Natur bei einem Spaziergang genossen.

    Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag und einen guten Start in den Februar.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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  5. Liebe Nicole,
    der Spruch passt genau wie die Faust aufs Auge heute. Hier gefriert seit einer Woche alles. Leider auch die Strassen. Einen schönen Sonntag... Herzlichst Kirsten💜

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  6. was für ein herrliches Bild
    ja.. der Februar ist (war) noch ein fester Wintermonat
    der Name Hornung ist mir geläufig
    da die Kinder früher oft weit in die Schule zu laufen hatten
    mit oft unzureichendem Schuhwerk
    kann man gut verstehen
    dass sie lieber am warmen Ofen bleiben mochten ;)
    liebe Grüße
    Rosi

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