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Samstag, 3. Januar 2015

Koko



Das Telefon klingelt. "Nicole?!", die zaghafte Stimme einer lieben Kindergartenmutti ist zu hören. "Ja. Hallo!", antworte ich freudig überrascht, "Das ist ja schön, dass du anrufst!". Schweigen. "Hallo?!", sage ich erneut. Ich höre ein kleines Schluchzen. "Was ist los?", frage ich alamiert. "Bei uns ist heute Nacht ein Frettchen gewesen. Bis auf eine Henne sind alle tot.", antwortet mir die mühsam beherrschte Stimme. "Wie schrecklich!", höre ich mich stottern, "Wie kann ich helfen?". "Könntest du das lebende Huhn bei euch aufnehmen? Unser Stall ist nicht mehr sicher.", die Stimme wird immer leiser. "Aber natürlich! Wann willst du sie bringen?", frage ich mitfühlend, denn ich kenne dieses ohnmächtige Gefühl, diese Wut im Bauch über die manchmal so unbarmherzige Natur. "Gleich?!", lautet die Antwort und ich bejahe. Und da ist sie nun: Koko, ein Chabo-Huhn, pechschwarz mit weißen Tupfen. Einbissel verstört, aber das gibt sich hoffentlich noch. Koko - unser Pflegehuhn, denn vorerst bleibt sie hier.


Mein Himmelsbild schicke ich mit einem lieben Neujahrsgruß zu Katja. Nachdem ich Koko fotografiert habe, habe ich einfach mal die Kamera nach oben gehalten. Wie Ihr sehen könnt, war das Wetter gestern Nachmittag wunderschön bei uns! So schön, dass mein Göttergatte und ich in Decken gehüllt unseren Kaffee im Hof getrunken haben.

Kommentare:

  1. Liebe Nicole,
    das ist traurig, aber ich freue mich gleichzeitig für Koko. Sie wird es gut haben, sie ist erstmal sicher und vor allem nicht allein!
    Liebe Grüße ins Wochenende - Stine -

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  2. ...toll, dass Koko gleich so eine nette Gastfamilie gefunden hat, liebe Nicole,
    und weit hinaus in den blauen Himmel hast du geschaut...schön,

    lieber Gruß Birgitt

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  3. Liebe Nicole,
    direkt ist mir ein wenig bang... kommt ein Frettchen vielleicht in einen verschlossenen Stall?? Knabberspuren an der Türe haben wir auch, ein dicker Stein von innen lässt und Hoffen!
    Wie fein, daß Ihr Koko aufgenommen habt. Daß sie verstört ist, das glaube ich gerne. Wir hatten damals nach dem nächtlichen Angriff ja auch nur noch ein Einzelhühnchen. Aber der Angriff war ja unproblematisch für das Raubtier, denn mein Vater verschloss den Stall nie :o( Hübsch ist Koko. Sie wird bestimmt schnell Anschluss finden :o))
    Liebe Grüße schickt Dir die Elke

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    1. Liebe Elke, Karin hat mir erzählt, dass die Lücke im Stall nicht größer ist als eine Streichholzschachtel.. mmpf!! Ich bin auch schon ganz unruhig.. liebe Grüße zurück, Nicole

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    2. Ach du Schreck!!! Wir haben hier vor zwei Jahren auch ein Frettchen im Garten gesehen... niedlich, aber das beunruhigt mich nun doch gewaltig! So eine kleine Lücke reicht?
      Ich gucke mir unseren Stall morgen mal explizit an :o(
      Einen schönen Abend und Danke für die Info. Liebe Grüße, Elke

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  4. Das erinnert mich sofort an unseren Fuchsbesuch hier vor Jahren...er war sehr gründlich und hat zwei Kaninchen und drei Meerschweinchen geholt...die Kinder waren untröstlich...Aber so ist das nun mal im Tierreich...fressen und gefressen werden...Schön für das Huhn, vielleicht will es ja am Ende bleiben...;-)? LG Lotta.

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  5. Koko ist aber echt ein hübsches Huhn, was für ein Glück dass sie überlebt hat! Mensch und euer Wetter, da beneide ich dich aber. Bei uns regnet es, der Schnee schmilzt und es ist eine einzige Matsche. Sonne - nicht zu sehen! Dir ein schönes Wochenende
    herzliche Grüße
    Patricia

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  6. Ojeoje, grässlich.Aber wenigstens gibt es Kroko noch. Und wenisgtens hat sie eine nette Gastfamilie, die sie aufnimmt!
    In Decken gehüllt Kaffee trinken - mit diesem Himmel darüber - das klingt prima. Bei uns ist es grau in grau, schade. Trotzdem werden wir jetzt dem Tiergarten einen Besuch abstatten, uns das Delphinbaby ansehen und vieles mehr.
    Einen schönen Tag!
    Jutta

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  7. ja so ist leider der Lauf der Natur :( traurig!
    Schön dass ihr Koko jetzt ein neues Zuhause gebt!
    Ich wünsche euch ein glückliches neues Jahr-

    herzliche Grüße
    Julia

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  8. Diese traurige Geschichte erinnert mich daran, als bei meinem Vater bei einem unserer Besuche die Fasane von einem frei laufenden Hund gerissen wurden. Wir hörten das Bellen, konnten es aber nicht einordnen. Dann versank meiner Vater in seiner Demenz und er weiß nicht mehr, dass er Tiere so mochte. Die Hundebesitzerin betreut heute meine Mutter als Mitglied der Sozialstation...
    Ich selbst will keine Tiere mehr haben, denn all diese traurigen Erlebnisse würden mir inzwischen nur noch das Herz brechen. Ich erinnere mich lieber an das, was war.
    GLG
    Astrid

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  9. Wie schön das Koko bei euch unter gekommen ist.Leider hatte ich schon ein paar mal den Mader und oder Fuchs bei mir.Jedesmal hat er es schamlos ausgenutzt,einmal beim Umzug da waren die Hühner noch eine Nacht im alten Garten,da wurden alle aus eins getötet.Und dann mal eine ganze Entenfamilie.Ich war todtraurig.Nicht immer denkt man gleich bei der Dämmerung daran den Stall zu schließen.
    LG
    Nicole

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  10. Hallo Nicole,

    arme Koko, und arme Koko Familie.......aber bekommt man einen Hühnerstall wirklich einbruchsicher vor Marder, Frettchen, Fuchs und Co ??
    Ich kann mich noch erinnern als meine Ex-Schwiegerelter noch Hühner hatten waren immer schon mal Todesfälle zu verzeichnen, entweder Marder oder Bussard trieben damals bei uns ihr Unwesen.
    Aber gut das Koko nun mal relaxen kann und die Familie in Ruhe die undichten Stellen abdichten können.
    Koko ist übrigens eine Schönheit.
    Für mich wäre es auch immer ein Traum gewesen Hühner zu halten aber das ist hier leider nicht möglich.... außerdem sind meine Hunde Niederwildjäger von daher hätten weder die Hühner noch die Hunde Ruhe.
    Es geht halt nicht immer alles.

    Ganz liebe Grüße

    Anja und Anhang

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  11. Wie gut, dass Koko die Möglichkeit hat, bei euch unterzukommen. Das war bestimmt für sie auch ein traumatisches Erlebnis, die Arme.
    Liebe Grüße und viel Freude mit der neuen Huhnfreundin,
    S.

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  12. Oje, so ein Schreck zu Beginn des Jahres.
    Aber Koko ist sicherlich von Euren Hühnern liebevoll aufgnommen worden
    und wird von Dir gut versorgt.
    Kaffee im Hof in Wolldecken gehüllt, wenn das mal nich romantisch ist!
    Herzliche Neujahrsgrüße, Kerstin

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  13. Liebe Nicole,
    welch ein Albtraum.
    Euer Pflegekind sieht immerhin aus, als hätte sie sich schon gut eingelebt.

    Kaffeetrinken unter freiem Himmel?
    Da werde ich leise neidisch. Das ist in dieser Jahreszeit DER Luxus pur.
    Viele
    Claudiagrüße

    P. S. Hattest du heute Schluckauf? Ich habe nachmittags SEHR intensiv an dich gedacht...

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    1. Liebe Claudia, ob Du es glaubst oder nicht.. ich hatte heute tatsächlich einen Schluckauf, so um vier als ich meinen Kaffee getrunken habe.. aus dem Nichts quasi.. Liebe Grüße, Nicole

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  14. Liebe Nicole,
    das ist ja eine traurige Geschichte. Oh weh - nur gut, dass Koko überlebt hat. Möge sie es bei euch gut haben!
    LG aus dem Norden

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  15. Hallo Nicole,
    oh mano, schön dass Ihr das Huhn aufnehmen konntet. Und gut, dass es überhaupt überlebt hat.
    Dann wünsch' ich Dir noch ein ganz tolles Jahr 2015.
    LG
    Manu

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  16. Ja, die Natur kann grausam sein, das haben wir die Tage auch erfahren müssen. Vielleicht brauchen wir sowas aber auch ab udn zu, um und daran zu erinnern, dass wir von belebter Natur umgeben sind und nicht in einem Elfenbeinturm (aus Plastik) leben, der unabhängig davon existieren kann. Ich hoffe, das Huhn lebt sich gut bei euch ein.

    Herzlich, Katja

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  17. Ich bin verliebt in Koko. Wie schön ihr Federkleid ist. Möge sie sich bei deinen Hühnern wohl fühlen... LG mila

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  18. Oje, wie schlimm für die Hühnermama :-(
    Wie schön das sie Koko bei euch jetzt sicher weiss...

    Liebe Grüße
    Jessi

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