Posts mit dem Label Stunde der Wintervögel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stunde der Wintervögel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Tauwetter, Wintervögeln und Eichhörnchen



Regungslos stehe ich an unserem Esszimmerfenster und beobachte wie fleißig unsere kleinen gefiederten Freunde in das neue Vogelfutterhäuschen fliegen. Meisen aller Art fliegen das transparente Häuschen an und ich bin glücklich mich für dieses Vogelfutterhäuschen entschieden zu haben. Ab und an gesellt sich noch ein Rotkehlchen dazu und auf dem Boden unter dem Futterhäuschen hüpft munter eine Amsel hin und her und piekt die Reste auf. Trotz des emsigen Treiben gelingt es mir selten einen der munteren Gartenvögel zu fotografieren, doch das finde ich nicht weiter schlimm, solange ich sie zählen kann. Mein Blick schweift in die Ferne wo mehrere Ringeltauben vor der großen Fichte den bereits vom Schnee befreiten Boden nach Futter absuchen. Es ist wärmer geworden und an manchen Stellen ist der Schnee der letzten Tage schon geschmolzen. Einige freche Elstern hüpfen in den Ästen unseres Ahornbaumes und Rabenkrähen ziehen über den Garten. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn Rabenvögel gemeinsam mit Elstern am Himmel sind, ist der Mäusebussard nicht mehr weit. Ich suche mit meinem Blick die Wipfel in unserem Waldgarten ab und entdecke ihn auch schon. Wahrscheinlich hat er ein Auge auf die Tauben geworfen, denn meine Hühner befinden sich im Stall. Die Vogelgrippe fordert hier bei uns wieder die Stallpflicht ein. In der Ferne höre ich durch das geschlossene Fenster ein leises Pochen, von dem ich weiß, dass da der Buntspecht am Werk ist. Sein Ruf ist mir schon vorher aufgefallen. Doch was ist das? Ein rotes Eichhörnchen hangelt sich gekonnt am Blauregen hoch und schaut durch das Erkerfenster in die Küche. Ich grinse amüsiert und tatsächlich gelingt es mir den putzigen kleinen Gesellen zu fotografieren. Regelmäsig kommt das rote Huschpuscheli mutig ans Haus und hofft auf Nüsse oder andere Leckereien, die ich gerne für das hübsche Tier bereitlege. Ich kenne den kleinen Kerl schon seit seiner Geburt und freue mich sehr, dass er nicht scheu geworden ist. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass die vom NABU vorgegebene Stunde vorüber ist und auch das rote Eichhörnchen springt auf und davon. Meine Stunde der Wintervögel ist zu Ende. 


***************************


Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ findet 2026 bereits zum 16. Mal statt und läuft derzeit. Eine Stunde lang zählen Teilnehmer Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park.​

So funktioniert die Teilnahme:
Man wählt einen festen Beobachtungspunkt und notiert von jeder Art die höchste Anzahl Vögel, die gleichzeitig in der Stunde sichtbar sind, auch wenn sie wegfliegen und wiederkommen. Ein gefülltes Vogelhäuschen macht die Beobachtung leichter, besonders bei aktuellem Winterwetter.​

Meldefrist und Links:
Ergebnisse könnt Ihr noch bis zum 19. Januar 2026 online >hier< über das NABU-Formular melden.4


Meine Zählergebnisse

2 Amseln
1 Mönchsgrasmücke?
2 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
2 Tannenmeisen
1 Haubenmeise
1 Mäusebussard
4 Ringeltauben
1 Buntspecht
4 Elstern

zig Rabenkrähen

Auch einen Zug Kraniche von ca. 40 Tieren konnte ich beobachten:
Kamper Wald, 10.01.2026 um 12:06 Uhr

Informationen "Kranichzug aktuell" vom NABU >hier<


***************************




Samstag, 13. Januar 2024

Januarallerlei


Guten Morgen, meine Lieben. Kommt schnell rein draußen ist es bitterkalt. War es nicht herrlich die letzten Tage?! Was für ein wundervolles Winterwetter! Endlich mal kein Regen, sondern blauer Himmel und Sonnenschein. Und sogar geschneit hat es bei uns am Montag. Nur ein paar Flocken, doch ich fand es einfach wunderbar romantisch! Leider hat nun leichter Sprühregen bei Minustemperaturen eingesetzt und die Straßen sind alle spiegelglatt. Möchtet Ihr auch einen Tasse Kaffee oder lieber einen Becher heißen Tee? Bedient Euch gerne. Habt Ihr eigentlich gewundert wo ich gesteckt habe? Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich meine Arbeitszeit verdoppelt und auch die Inventur zwischen den Jahren und in der ersten Januarwoche hat mich zeitlich sehr eingeschränkt. Zum Bloggen war einfach nicht die Zeit und Ruhe dazu hatte ich auch. Mensch, was war ich kaputt! So intensiv habe ich schon lange nicht mehr im Büro durchgearbeitet. Das habe ich leider auch letztes Wochenende gemerkt. Mein Gesichtsnerv hat deutlich aufgemuckt.. seufz! Doch konnte ich mich einbissel mit dem Zählen der Wintervögel ablenken. Ihr denkt jetzt vielleicht "Da zählt sie ja schon wieder!".. lach! Das stimmt natürlich, aber das Beobachten meiner gefiederten Freunde bei uns im Garten macht mir wirklich Freude. Außerdem habe ich meine Bilderleiste in der Küche umdekoriert. Natürlich sind dort nun ein paar Piepmätze zu sehen. In der Vase habe ich heute weiße Hyazinthen stehen. Naja, Vase ist zu viel gesagt, es ist einfach nur ein altes Weckglas. Doch gerade die Schlichtheit erfreut mich gerade sehr. Direkt daneben steht ein Krug voller Kiefernzweige und ein kleines Zink-Schweinchen baumelt daran freundlich hin und her. Zudem habe ich ein einzelnes Kleeblatt in einer winzig kleinen Kugelvase an die Borde gehangen. Einbissel Glück kann das neue Jahr gut gebrauchen, oder?!


Ich wünsche Euch ein
wunderbares Januarwochenende!
Herzlicht, Nicole

********************************



Meine Zählergebnisse

3 Amsel
1 Wintergoldhähnchen
1 Mönchsgrasmücke
3 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
1 Eichelhäher
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
17 Blässgänse
2 Elstern
zig Rabenkrähen





Dienstag, 10. Januar 2023

Stunde der Wintervögel 2023


Zum 13ten Mal ruft der NABU zur "Stunde der Wintervögel" auf. Das Mitmachen bei dieser vom NABU initiierten bundesweiten Langzeitstudie ist ganz einfach. Dazu braucht man einfach eine Stunde Zeit, um in den Himmel zu blicken (noch besser ist ein gut gefülltes Vogelhäuschen), dabei zählt man von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen sind und meldet seine Ergebnisse vom 06. Januar 2020 bis spätestens zum 16. Januar 2023 >hier< online.

Während mein Sohnemann und mein Göttergatte eifrig Elektroleitungen für unsere neue Küche verlegen, sitze ich in unserem Pavillon um bei der NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" mitzumachen und wundere mich sehr: kein einziger Gartenvögel ist zu hören. Noch nicht einmal die muntere Spatzenschar zwitschert und dass, obwohl bei uns sonst immer etwas los ist. Doch dann entdecke ich ihn. Ein wohl hungriger Turmfalke sitzt in einem unserer alten Nadelbäume und gibt acht.

Am nächsten Tag war es dann doch etwas einfacher, wie man es an meiner Zählliste sehen kann, doch leider nicht ganz so erfolgreich wie in den letzten Jahre.. seufz! Anscheinend ist unser Garten für unsere gefiederten Freunde nicht mehr so attraktiv wie in vergangenen Jahren. Wie zum Trost ist mir dann aber noch ein kleiner, bildhübscher Dompfaff ins Haus geflattert, eine bezaubernde selbstkreierte Karte von Susanne lag in unserem Briefkasten. Hab' vielen lieben Dank, Du Liebe!




Meine Zählergebnisse

3 Amsel
1 Mönchsgrasmücke
3 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
1 Gänsesäger
18 Graugänse
zig Rabenkrähen






Mittwoch, 21. Dezember 2022

Ein Schneemoment


Die vergangenen Nächte waren eisig und haben den linken Niederrhein in ein Wintermärchen verwandelt. Jeder Schritt lässt die gefrorenen Halme und die zugefrorenen Pfützen der fast vergessenen Feldwege knirschen und sogar das sonst fröhliche Plätschern des Hoerstgener Kendel ist durch eine feste Eisdecke zum Stillstand gekommen. Heute ist ein Wintertag wie ich ihn gerne mag und auch Julie, unsere hübsche Hündin, scheint den frühen, wenn auch kalten, Wintermorgen zu genießen. Kleine Atemwölkchen tanzen über ihrer bereits grauen Schnauze und lassen ihre treuen Hundeaugen aufblitzen. Neun Jahre ist sie nun schon und dennoch tobt sie wie ein junger Hund durch die winterliche Wiesen und Felder. Dann und wann bleibt sie abrupt stehen um dann vergebens mit einer kleinen Hüpferung ein Mäuschen zu erhaschen. Die gefrorenen, sonst glasigen, orangenen Beeren des gewöhnlichen Schneeballes am Ufer des gefrorenen kleinen Baches haben zwar durch die Käte ihre pralle Form verloren, doch sind die hübschen Dompfaffen anscheinend froh darüber, dass sie nach dem harten Wintereinbruch noch ihre Bäuche füllen können. Immer wieder fliegen sie aus ihrem sicheren Versteck in den heimischen Kopfweiden los, um eine Beere des sonst giftigen Gehölzes zu erhaschen. Für einen Moment genieße ich diesen Anblick, doch schon bald ist mir das Innehalten zu kalt. Ich ziehe meinen kuscheligen Wollschal enger um den Hals und blicke in den schweren, grauen Himmel der die niederrheinische Landschaft zum Winterschlaf zugedeckt hat. Doch was ist das? Wie Federn, aus einer gut ausgeschüttelten Bettdecke, fallen sanft dicke feuchte Schneeflocken auf den harschigen Boden und lassen mich im Laufen dankbar innehalten. Hachz.. schöner kann es im Advent nicht mehr werden.


P.S. Die Aufnahmen sind fünf Tage alt. Im Moment liegen die Tagetemperaturen um 12 Grad mit Regen. Eben typisches niederrheinisches Weihnachtswetter.