Donnerstag, 31. Januar 2019

Rückblick: Januar


Gesehen:
Die dritte Staffel "Outlander"- ein Weihnachtsgeschenk meines Göttergatten
Die ersten Folgen der vierten Staffel "Outlander" im Free-TV
Wildtiere im Schnee - live!
Game-of-Thrones-Ausstellung in Oberhausen

Gehört:
BabygeräuscheVogelgezwischter, Lockengänse, grummelnde Wildschweine

Gelesen:
von Corina Bomann "Die Frauen vom Löwenhof" - Teil 3
von Frank Hecker "Tierspuren _ lebensgroß"
"Tiere im Winter" mit Illustrationen von Kirsten Schlag
NABU-Magazin "Naturschutz heute"

Gefeiert:
den 17. Geburtstag meines Großen. Nur noch ein Jahr, dann ist er volljährig
die Geburt meiner Großnichte am selben Tag

Gegessen:
mehr als geplant
eine Geburtstagstorte für einen "Steinbock"
(nach diesem Rezept, nur statt Erdbeeren gab es Wildpreiselbeeren)

Getrunken:
Wasser, Kaffee und Tee


Geärgert:
dass ich meine Gesundheitskarte vergessen habe und ich deshalb einen wichtigen Termin nicht wahrnehmen kommen. Jetzt heißt es wieder warten.

Gesorgt:
um meinen Schwiegervater, er bekam einen Lungen-Tumor entfernt.
um meine Schwiegermutter, bei ihr musste eine Gewebeprobe in der Brust entnommen werden.
um meinen Kleinen, er hat eine ausgeprägte Kehlkopfentzündung
um meinen Großen, erst Streptokokken jetzt Verdacht auf "Pfeifferisches Drüsenfieber"

Getrauert:
meine Mutti ist schon seit einem Jahr nicht mehr bei uns

Gedacht:
Warum kommt ein Schrecken eigentlich nie alleine?
Will ich das wirklich alles hier schreiben?
Freud und Leid liegen immer dicht beieinander.
Nur noch ein Jahr, dann ist mein Großer volljährig. Wo ist die Zeit geblieben?
Ein ganz warmes und zärtliches Willkommen, kleines Januarmädchen.
Schnee, Schnee, Schnee - ich freu mich so!



Gefreut:
über zwei wunderschöne Gewinne: einmal über einen winzigkleinen Schäfer von Lene. (Dankeschön, Du Liebe! So eine feine Arbeit.) und über den tollen Schal von  Kerstin. (Du meine Güte, was für ein grandioses Päckchen. Vielen lieben Dank, Süße!! Der Schal ist wunderbar wärmend und kuschelig. Und er duftet auch noch so himmlisch!).
über die zauberhafte Winterwunderwelt




Sonntag, 27. Januar 2019

Ungarische Lockengänse


Nicht weit von uns, direkt hinterm Bach, leben seit ein paar Jahren ungarische Lockengänse. Wundert Ihr Euch, dass sich die Federn locken? Das kommt daher, dass die Federn der Lockengans nur kurz bis über der Haut einen festen Kiel haben. Danach wird der Kiel direkt weich, spaltet sich und fängt an, sich zu verdrehen. Die sehr weichen Federn dieser Gänseart haben folglich auch ein großes Volumen und eignen sie sich hervorragend als Füllmaterial. Doch unsere nachbarschaftlichen Gänse haben Glück, sie dürfen als Ziergeflügel ihr Leben genießen. Mit lautem Schnattern, Zischen und Fauchen wachen sie über ihr Zuhause. Wehe dem, der ihnen zu nahe kommt und für gefährlich gehalten wird. Sogar unsere Hündin Julie, die großes Federvieh gewöhnt ist und ausgeprägte Hüte-Tendenzen hat, bleibt bei ihnen brav auf Abstand. Umso erfreuter war ich, dass mich die Leitgans aus früheren Zeiten wieder erkannt hat und ich von der fröhlichen Bande ein paar Schnee-Fotos machen durfte.

Samstag, 26. Januar 2019

Ein Jahr ist vergangen




Ach Mutti, könnte ich Dir nur noch einmal sagen, 
wie lieb ich Dich habe.

~1. Jahresgedenken~


Verlinkt mit: *Samstagsplausch**Friday-Flowerday*

Zurück bleibt die Erinnerung (oder "Demenz - eine Zusammenfassung")


Wundert Ihr Euch, warum ich den Krankheitsverlauf meiner Mutter aufgeschrieben habe? Und dann auch noch so nüchtern und sachlich? Schreiben ist wie ein Ventil für mich. Wenn ich es heute nicht aufgeschrieben hätte, hätte ich wahrscheinlich vor Trauer und Schmerz laut geschrien. Und das wollte ich mir und meinen Lieben nicht antun. Wer also keine Lust hat, diesen Bericht zu lesen, der braucht es auch nicht. Und wer meint, er müsste gehen, der geht. Da bin ich Euch nicht böse. Mir hat das Schreiben einfach gut getan.

Im November 2014 habe ich Euch das erste Mal davon erzählt, dass meine Mutter Demenz krank ist. Da war die Diagnose schon drei Jahre alt und aus einer leichten Demenz wurde zu diesem Zeitpunkt eine mittelschwere. Ich erinnere mich noch genau daran, wie sehr ihre Hände gezittert haben, als sie hilfesuchend nach den meinigen griff. Das war der Zeitpunkt als meine Mutti einen Platz in der örtlichen Tagespflege bekam und von nun an jeden Morgen vom roten Bus abgeholt wurde. Geregelte Abläufe sind so wichtig für einen Demenzkranken. Dann im März 2015 wurde das Ausmass der Erkrankung deutlich. Nachdem mein Vater ins Krankenhaus musste, bekamen wir Kinder erst wirklich mit, wie schlimm es schon um sie stand und wie überfordert mein Vater mit dieser Situation war. Hilfe musste her und zwar schnell. Doch ein Pflegeheim kam nicht in Frage und so zog meine Mutter in das große Haus meines Bruders. Noch kam regelmäßig der rote Bus und auch am Wochenende trafen sich meine Eltern zu einem gemütlichen Beisamensein in meinem Elternhaus. Doch auch diese Wochenend-Besuche hörten bald auf, meinem Vater fehlte einfach die Kraft dazu. Oma-Sitting stand ab und an auf unserem Familien-Planer, immer dann, wenn meine Schwägerin und mein Bruder eine kleine Auszeit brauchten. Ende 2016 kam meine Mutti dann zum ersten Mal in die Kurzzeitpflege - es war dringend mehr als eine kleine Auszeit für meinen Bruder und meine Schwägerin nötig. Die Frau, die uns immer Rückhalt gegeben hat, verschwand zusehends und an manchen Tagen erkannte sie niemanden von uns mehr, dazu kam ihre körperliche Schwäche. Sie musste gewaschen, angekleidet und gefüttert werden - Vollpflege sagt man dazu wohl. Dann kam das Jahr 2017 und in diesem Jahr ging es mit meiner Mutter stetig bergab. Epileptische Anfälle, Schlaganfälle und der Verlust über die eigene Körperkontrolle zwangen sie immer wieder zu tagelangen Krankenhausaufenthalten. So auch im November 2017. Mitte November kam dann ein Anruf der Oberärztin mit der Bitte zum Abschiednehmen. Das war äußerst schrecklich, doch meine Mutti lebte fort. Im Anschluss an diesem Krankenhausaufenthalt, kam sie in ein Pflegeheim. Ihre Pflege konnten mein Bruder und seine Frau nicht mehr übernehmen, da musste Fachpersonal her. Leider verschlimmert sich die Lage meiner Mutter von Tag zu Tag. Da sie, obwohl sie schon eine Weile auf den Rollstuhl angewiesen war, Weg-Lauf-Tendenzen hatte, fiel sie immer wieder aus dem Bett. Ein Kopf- und Hüftschutz musste her und eine richterliche Verfügung, dass das Bett gesichert werden durfte. Doch die Richterin verneinte diesen Antrag und meine Mutter schlief fortan von Matratzen umgeben auf dem Boden. Zu Weihnachten ging ihr Blick nur noch ins Leere und mein Kleiner weinte nach einem Besuch während der ganzen Heimfahrt sehr. Für ihn war klar, seine Omi ist nicht mehr da und er wollte sie auch nicht mehr besuchen. Mitte Januar 2018 wurde meine Mutti in eine geschlossene Psychiatrische Anstalt eingewiesen. Dort wurden alle "Demenz"-Medikamente abgesetzt und nur noch schmerz- und entzündungshemmende Mittel kamen in den Tropf. Nach einigen Tagen wirkte meine Mutter ganz ruhig und friedlich. Alle Unruhe und alle Ängste waren verschwunden. Dreimal wurde unsere Familie in dieser Zeit zum Abschiednehmen gebeten. Der vierte Anruf blieb leider ungehört und meine Mutti schlief in dieser Nacht für immer ein.

Dienstag, 22. Januar 2019

Draußen ist es bitterkalt


An manchen Tagen, wenn der Nordwind dicke Nebelwände schickt und ein Blutmond in der Nacht zu sehen ist, wird es auch bei uns am linken Niederrhein winterlich. Dann funkeln Eiskristalle wie kleine Diamanten auf den Wiesen, Feldern und Sträuchern. Sprudelnde Bäche gefrieren fast und wie gezuckert sehen vergessene Beeren aus. Die Luft ist dann so eisig, dass man sie am besten durch einen kuscheligen Wollschal atmet und die frostig kalten Finger in wärmende Handschuhe steckt. Wie herrlich ist es, an einem solchen bitterkalten Wintermorgen zu zweit Hand in Hand durch die Landschaft zu wandern und sich an der Schönheit der Natur zu erfreuen.

Verlinkt mit: *Natur-Donnerstag*, *Winterglück*

Samstag, 19. Januar 2019

Januarkinder


Während draußen Väterchen Frost unsere Heimat fest im Griff hat, sitzen mein Göttergatte und ich im heimeligen Wohnzimmer und genießen nach einem ausgiebigen Spaziergang mit unserer Hündin Julie die wohlige Wärme. Der Ofen bollert vor sich hin und das leise Schnarchen unseres Katers ist zu hören. Eine Schar Krähen fliegt laut krächzend über unser Haus und ich lasse für einen Augenblick mein Buch in meinen Schoss sinken. Gedankenverloren blicke ich in das beruhigende kleine Kerzenlicht und lasse lächelnd die vergangene Woche Revue passieren. Unser Großer hat am Freitag seinen siebzehnten Geburtstag gefeiert und nicht nur das, meine Nichte hat am gleichen Tag einem kleinen Mädchen das Leben geschenkt. Ab jetzt gibt es in unserer Familie am 18. Januar gleich zwei Menschenkinder, die wir hochleben lassen können. Meine Gedanken gehen auf Wanderschaft und ich erinnere mich an die Geburt und an die ersten Tage mit meinem Großen. Ich sehe sein kleines Gesichtchen voller Käseschmiere vor mir, drücke ihm ihn Gedanken wieder den ersten Kuss auf die runde Stirn und spüre die innige Liebe, die mich sofort ergriffen hat. Das alles darf nun meine Nichte zum ersten Mal erleben. Gerührt blinzle ich einige Tränchen weg und seufze leise. "Alles gut?", mein Göttergatte sieht von seinem Buch hoch und blickt mich aufmerksam an. "Alles gut!", erwidere ich lächelnd und greife nach meinem Becher Tee. 

Herzlich Willkommen in unserer Familie,
kleines Januarmädchen.



Freitag, 18. Januar 2019

SEvEntEEn


Happy Birthday, my son!!

#ilovemyson #ilovebeeingamum #mysonshine #seventeen

Dienstag, 15. Januar 2019

Tropfenfänger


"Ich finde unsere neue Teekanne total hübsch, doch sie kleckert einfach unglaublich!", seufzend wische ich eine kleine Tee-Pfütze vom Tisch auf, "Das verdirbt mir echt den Spaß an ihr.". Mein Göttergatte nickt zustimmend und greift nach seinem Tee-Becher: "Stimmt, dabei ist sie so praktisch. Klein, aber groß genug für eine gemeinsame Tee-Pause zu zweit.". "Da muss es doch etwas gegen geben. So eine Art Tropfenfänger.", erinnere ich mich wage, "Ich google nachher mal!". Und tatsächlich gibt es Tropfenfänger zu kaufen, immer direkt zu dritt verpackt und in verschiedenen Farben sortiert. Allerdings sind die Farben gelb, rosa und hellblau und zusätzlich werden die Tropfenfänger auch noch von Plastik-Schmetterlingen geschmückt. "Guck mal!", auffordernd halte ich meinem Göttergatten meinen Laptop hin, "Die Idee ist toll, aber ich finde die Tropfenfänger ziemlich kitschig.". Mein Göttergatte nickt zustimmend, während ich weiter laut überlege: "Als Tropfschutz könnten wir einen Schaumstoff-Pfeil der Jungs nehmen und eine Gummikordel habe ich noch. Den Haken ersetzen wir mit einem Christbaumkugel-Halter.". "Weißt du was, Nicole? Das machen wir jetzt sofort!", ohne eine Antwort abzuwarten besorgt mein Göttergatte die nötigen Materialien und beginnt sofort an zu werkeln. "Warte mal! Kannst du noch eben eine kleine Holzkugel als Schmetterlingsersatz einbauen?", unterbreche ich kurz seine handwerklichen Geschicke, "Das würde mir gefallen.".



(Werbung wegen Markenerkennung)