Dienstag, 18. Juni 2019

Donnerstag, 6. Juni 2019

Insektensommer 2019 - (oder "Fressen und gefressen werden")


Habt Ihr Lust wieder bei einer bundesweiten Naturschutz-Studie mitzumachen? Dann habe ich hier eine Idee für Euch! Die Aktion "Insektensommer" vom NABU. Ihr müsst nur wieder (vom 31. Mai - 09. Juni und vom 2. - 11. August) Eure Umgebung eine Stunde lang gut beobachten und alles was summt und brummt zählen. Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling ­– jeder Sechsbeiner kann gemeldet werden, denn die kleinen Krabbeltiere sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie alle tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Doch leider ist die Anzahl der Insekten deutlich zurückgegangen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, die Ausräumung der Landschaft oder schlicht die "moderne" Gartengestaltung sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Also, ich bin gespannt, was wir alles so finden werden. Ihr auch?!

"Insektensommer": >hier<
"Basisinfos": >hier<
"Zählhilfe" (PDF): >hier<


NUA: 
"33 Krabbeltiere - Artenvielfalt in NRW": >hier<


Kalle, ein Braunbrust-Igel und unser Pflegekind aus dem letztem Jahr hat sich an den letzten Abenden immer wieder mal zu uns gesellt. Ganz ungeniert ist er an uns und unserer Hündin Julie vorbei gelaufen und sein lautes Schmatzen war ab und an durch den dämmrigen Garten zu hören. Er ist wohl umgezogen und wohnt nun unter einem Holzstoß an meinem neuen Lieblingsplatz. Wusstet Ihr, dass der Braunbrust-Igel (Erinaceus europaeus) zur Ordnung der Insektenfresser gehört? Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie fressen Laufkäfer, Regenwürmer, Ohrwürmer, Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer, Spinnen, Larven von Nachtschmetterlingen und sonstige Insekten. Genau das wird wohl der Anlass gewesen sein, dass Kalle in unserer Nähe geblieben ist. Denn im Gegensatz zu den Gärten in der Nachbarschaft wird er in unserem naturbelassenen Garten hoffentlich satt werden können. Meint Ihr nicht auch?


Ergebnis der Zählung:

Pinselkäfer: 1
Langfühlerschrecke: 2
Feuerwanze: 17
Lederwanze: 3
Schmeisfliege: unzählig
Schlupfwespe: 2
Erdhummel: unzählig
Steinhummeln: unzählig
Biene: unzählig
Ameisen: unzählig
Ohrenkneifer: unzählig
Asiatische Marienkäfer: 7
Keine Schmetterlinge ;(

Guten Appetit, Kalle!
Nackschnecken: unzählig
Schnirkelschnecken: unzählig 
Tigerschnegel: einige


Die Nachmeldefrist läuft bis zum 16.06.2019!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Ein neuer Lieblingsplatz im Garten



Erinnert Ihr Euch noch an unseren alten Hausbaum? Eine Zeder stand bis Anfang letzten Jahres mitten im Hof und erfreute jeden Gast, der durch das Hoftor in den Garten kam. Doch nun ist nur noch der Baumstumpf übrig geblieben und um den Stumpf ist ein wildes Allerlei entstanden. Da wachsen zwischen Efeu und Girsch Himbeeren und Wald-Erdbeeren. Akeleien in vielen Farben nicken mit ihren zarten Blütenköpfe im Wind, Farne rollen sich gerade vorsichtig aus und ein Teppich aus Storchschnabel macht den Platz behaglich. Einige Hortensien und unser alter Rhabarber stehen in Kübeln und warten momentan geduldig auf einen neuen Platz. Zinkwannen gefüllt mit Günsel, Nelken und Currykraut warten auf ihre Blütezeit und drei Geranien aus dem Discount-Müllcontainer hoffen auf ein erfülltes Blumenleben. Eingefriedet zwischen Gartenschuppen, Efeuzaun und Hausecke steht nun unser alter Holztisch am Rande der wilden Oase. Von hier aus kann man einen Blick auf die noch nicht erblühten Stauden, wie Fingerhut, Stockrosen, Klatschmohn und Lupinen erhaschen. Unsere alte Fasspumpe, gefüllt mir Regenwasser, steht einsatzbereit in der Mitte des idyllischen Fleckchen. Überschattet wird ein kleiner Teil des Platzes von einer jungen Rosskastanien, die in ihrem Leben erst zum zweiten Mal blüht. Was nur ein vorläufiges Provisorium sein sollte, ist in den letzten Wochen zu meinem Lieblingsplatz geworden. Hier zu sitzen, dem Summen der Insekten und dem Zwitschern der Vögel zu lauschen, lässt mich zu Ruhe kommen, schenkt meiner Seele Kraft und manchmal sogar einen Funken Hoffnung.

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Freitag, 17. Mai 2019

Von Glückskranichen und Hornveilchen (oder "Ein besonderes Muttertagsgeschenk.")


"1.000 Kraniche sind es nicht geworden, Mama. Aber ein Anfang ist gemacht.", mein Sohnemann sieht verlegen auf den Boden, "Ich wünsche mir so sehr, dass du wieder gesund wirst.". Ich schlucke hart, blinzele heiße Tränen weg und lächle ihn so gut wie es geht an: "Das ist lieb von dir, mein Schatz!". "Soll ich dir zeigen wie die Glückskraniche gefalten werden?", mein Sohnemann hält mir sein Geburtstagsgeschenk, sein erstes Smartphone, unter die Nase, "Ich habe die Anleitung auf YouTube gefunden.". Ich nicke und wische verstohlen eine leise Träne, die mir über die Wange rinnt, weg: "Das wäre schön!". Wir setzen uns an unseren alten Esstisch und beginnen zu falten. Mein Göttergatte kommt herein, setzt sich, ohne ein Wort zu sagen, dazu und ein weiterer Kranich nimmt schnell Form in seinen geschickten Händen an. Ich blicke in den sonnigen Garten und schicke nur einen einzigen Wunsch auf die Reise in den blauen Himmel...


Ihr Lieben,
für Eure Genesungswünsche, Aufmunterungen 
und Gebete danke ich Euch von ganzem Herzen.
Eure Nicole.


Donnerstag, 18. April 2019

Wildbienenhäuser


"Was hast du denn da für hübsche Häuschen hängen?", mein freundlicher "Keine-Hühner-mehr"-Nachbar sieht mich fragend an. "Das sind Wildbienenhäuser", erwidere ich lächelnd, "Wir wollen doch den bedrohten Insekten eine artgerechte Nisthilfe bieten.". Mein Nachbar nickt mir wissend zu und seufzt leise: "Es ist wirklich schrecklich im Moment. Meine Obstbäume stehen in voller Blüte. Doch ich glaube nicht, dass es eine gute Ernte wird. Irgendwie schwirrt in diesem Jahr einfach zu wenig rum. So klappt das mit dem Bestäuben nicht.". "Das habe ich auch schon bei unseren Spalier-Bäumen bemerkt. Doch soll ich dir was verraten? Einige der Niströhren sind schon belegt", erkläre ich zugegebenerweise zufrieden. "Das ist ja toll!", mein freundlicher "Keine-Hühner-mehr"-Nachbar guckt mich überrascht an, "Sind die Häuschen auch von Denk? Genau wie die Igel-Schnecke?". Jetzt muss ich breit grinsen. "Ja, die Wildbienenhäuschen sind auch von der Firma Denk. Und weißt du was? Jedes einzelne Häuschen verfügt über 63 spechtsichere Niströhren mit unterschiedlichem Durchmesser für die am häufigsten vorkommenden Solitär-Insekten. Also können jetzt theoretisch 189 Insekten einziehen. Mal schauen, ob das klappt.", spule ich gekonnt das gerade Gelesene herunter. "Das wäre nur zu hoffen.", mein Nachbarn greift nach seiner Schubkarre und fügt hinzu: "So genug gequatscht. Ich muss weiter machen.".

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Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Denk.

Wildbienenhaus-Set: >hier<


Nachtrag:

Liebe Bloggerfreundinnen und -freunde,
dieser Post ist, als bereits vorab geplanter Beitrag, automatisch veröffentlicht worden.
Leider ist Nicole noch nicht wieder fit genug, um regelmäßig den Blog mit neuen Beiträgen zu versorgen und auf Eure Kommentare zeitnah zu antworten.

Vielen Dank und Gruß,
GG