Montag, 6. April 2026

April - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"April, April, he weet selver nich, wat he will."

Übersetzung: "April, April, er weiß selbst nicht, was er will."


Der April gilt am Niederrhein als launischer Monat, in dem Sonne, Regen, Wind und sogar Schnee sich in kurzer Folge abwechseln. Der Name kommt vom lateinischen “aperire” (öffnen), da die Natur sich nun öffnet und Büsche und Bäume austreiben. Die Bauern beobachteten das Wetter im April besonders genau, denn ein später Frost konnte Blüten und junge Saat gefährden. So entstand die Redewendung, die den unberechenbaren Charakter dieses Übergangsmonats treffend einfängt. 


Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter: 
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung. 

Van Hart’n willkamen bi mi!
Dat Niköleken

Verlinkt mit: *Jahresprojekt 2026*



Archivbild: 07. April 2021

Freitag, 3. April 2026

Tippchen zwischen Osterglocken


Tippchen
zwischen Osterglocken
fluffig, tapsig, piepsend
Purzeln durch den Garten
Osterzeit

Euch allen ein fröhliches,
hoffentlich sonnigwarmes Osterfest!
Herzlichst, Niocle


*"Tippchen" oder "Tipken":
 umgangsprachlich am Niederrhein
für Hühner-Küken


Dienstag, 31. März 2026

12tel Blick - März / Ein Wipfelbild

Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick - Fotoaktion" von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmer-Fenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar kann man dort nur die Wipfel der altehrwürdigen Bäume sehen, doch ich genieße diesen Blick immer sehr, wenn ich am Fenster stehe. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Foto-Format entschieden, aber um den Garten in seiner Gesamtheit zu sehen ist das Querformat einfach besser.

Für den März habe ich ein Foto am 17.03.2026 gemacht. Ein Wetterwechsel sorgte für einen zauberhaften, frühlingshaften Abendhimmel. Die Sonne ging als ein orangefarbener Feuerball im Westen unten und malte rosafarbene Wolken in den zartblauen Frühlingshimmel. Bezaubernd! An diesem milden, 16 Grad warmen, Abend konnte man noch vom Kinderfensterzimmer aus unseren Gartenpavillion sehen, doch mittlerweile blüht der Ahornbaum in einem zarten Frühlingsgrün und nimmt die Sicht. Und weil dieser Himmel wirklich wie im Märchen ausgesehen hat, habe ich Euch noch ein Foto von unserem Haus, dem Gartenpavillion, den Bäumen zur Rechten und den Magnolienbaum vom Nachbarn gegenüber mitgebracht. Seid Ihr auch so verzaubert?



Verlinkt:

Sonntag, 29. März 2026

Osterkarten BlogHop 2026 - Mein Zeigetag


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr sogar an einem Sonntag da seid! Heute ist mein Zeigetag beim Osterkarten BlogHop 2026 der lieben Elfi und ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr dabei sein darf. Mein Wichtel ist die liebe Anita aka "antetanni" und ich bin so glücklich, dass ich ihre hübsche Karte aus dem Briefkasten holen durfte. Was für eine wunderbare Überraschung wartete dort auf mich! Sind die grauen Tassenuntersetzer aus Musselin mit den goldenen Pünktchen nicht einfach zauberhaft?! Genau wie das farblich passende Häschen aus Bügelperlen?! Es erinnert mich total an die Zeit als meine Söhne noch klein waren. Solche nostalgischen Schätze gehen direkt ans Herz, nicht wahr?! Auch die ebenfalls graue Osterkarte (um die es ja eigentlich geht.. grins!) ist wunderbar! Sie sieht mit den Craftpapier-Eiern, den goldenen Highlights und dem eleganten Schriftzug sehr edel aus. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und wunderschön anzusehen. Ganz besonders habe ich mich über Anitas persönliche Worte gefreut. Ich muss zugeben, ich habe vor Freude ganz rote Wangen bekommen! Liebe Anita, von ganzem Herzen ein dickes Dankeschön für diesen großen, liebevoll gefüllten Umschlag! Du hast mir so einen sonnigen Frühlingsmoment bereitet, den ich wie von Dir gewünscht im Vorgarten mit einer guten Tasse Kaffee, Deinen "Mug Rugs" und dem süßen Häschen genossen habe. Meine Osterpost ging übrigens an Monika aka "Lilamalerie", deren Beitrag Ihr morgen sehen könnt. Ich bin schon sehr gespannt, ob ihr meine Karte gefallen hat. Mir war es jedenfalls eine Freude einen ganzen Nachmittag lang kreativ zu sein. Einen ganz lieben Dank an die liebe Elfi für diese wunderbare Aktion, die uns alle so herzlich verbindet!


Ich wünsche Euch allen 
eine frühlingshafte Osterzeit!
Herzlichst, Nicole


Einen ganz lieben Dank auch an Nicole und Tina.
Ich habe mich so sehr über Eure Osterpost gefreut!





verlinkt mit: *Friday-Flowerday*

Dienstag, 24. März 2026

Zarte Triebe und trittfeste Fugenpflanzen



Spürt Ihr auch diesen kribbelnden Frühlingszauber in der Natur oder in den Gärten? Bei uns im neu gestalteten Vorgarten, von Martin Luyven erdacht und verwirklicht, pulsiert der Boden vor leiser, hoffnungsvoller Energie. Ein nachhaltiges, naturnahes Wunder, das sich langsam, aber sicher entfaltet, obwohl nur das Kaukasus-Vergissmeinnicht seine zarten himmelblauen Blüten entfaltet hat. Unsere geliebten lila Krokusse, die wir gerettet haben, sind bereits verblüht und ruhen nun bis zum nächsten Frühjahr, doch schaut Euch diese vielversprechenden, zarten Triebe an: Kaukasus-Vergissmeinnicht, Knoten-Storchschnabel, Waldmeister, Christrose, Berg-Flockenblume, Blut-Weiderich, Schafgarbe, Nelkenwurz, Kleine Bibernelle, Großer Wiesenknopf, Wald-Schmiele und Hohes Pfeifengras. Alles gedeiht prächtig, hält Struktur und wächst vor sich hin. Wunderbar, nicht wahr?! Von der Goldnessel werden wir uns allerdings wieder verabschiedet, sie steht seit kurzem auf der EU-Liste invasiver Pflanzen, weil sie sich durch Ausläufer aggressiv ausbreitet und heimische Arten verdrängt. Deshalb kommt Martin nochmal und ersetzt sie durch andere artschonende Schönheiten im Beet.


Parallel dazu habe ich für den natürlichen, unkrautfreien Gehweg rund um unser Backsteinhaus Fugenpflanzen von Lumigreen.de bestellt. Der Thymian 'Albiflorus' (0,5 l) soll dichte Polster (ca. 5–7 cm hoch) bilden, himmlisch duften und trittfest für leichten Fußverkehr sein, also auch ideal als bienenfreundlicher Rasenersatz. Das Sternmoos 'Green Moss' (0,5 l) ergänzt mit seinem moosigen Grün und Sternblüten feuchtere Stellen. Beide werde ich teilen (Wurzelballen mit Messer portionieren), in sandiges Substrat setzen und wachsen lassen. So der Plan.. lach! Meine Bestellung ist jetzt frisch im Karton angekommen. Alle Wurzeln waren intakt, vital und gut verpackt. Die Herkunft der für europäische Bedingungen akklimatisierten Pflanzen hatte ich leider übersehen (Slowakei - nicht ganz klimaneutral), doch die Lieferung nach NRW war unter 48 Stunden, die Preise fair und es gab einen mega freundlichen Support.


WERBUNG (Kooperation, ehrliche Meinung)