Dienstag, 6. Oktober 2026

Eine Girlande voller Freundschaft


Erschöpft, aber zufrieden kommen mein Göttergatte, ich und unsere Söhne vom Garten ins Haus. Den ganzen Tag über haben wir draußen geräumt und unser großes Partyzelt aufgebaut. Kurz bevor ich mich aufs Sofa setzen will, sehe ich, wie die Autos lieber Freunde vor unserem Haus parken. (Ihr wisst schon, 14 kleine und große Freunde, mit denen uns inzwischen so viele gemeinsame Jahre verbinden, teilweise schon seit unseren eigenen Schulzeiten. Und dann sind da noch zwei weitere Paare, die seit der Kindergartenzeit unserer Söhne zu unserem Freundeskreis gehören und sogar in derselben Straße wohnen.) „Nanu, was möchten die denn hier?“, frage ich halblaut in den Raum und gehe Richtung Haustür. Doch schon im kleinen Flur werde ich von meinem jüngsten Sohn aufgehalten. Breit grinsend steht er vor mir. „Es tut mir leid, Mama, aber Du darfst die Tür erst öffnen, wenn geklingelt wird.“ Also warten mein Göttergatte und ich. Unser Sohn versüßt uns die Wartezeit mit allerlei Nichtigkeiten und verrät natürlich kein Wort. Dann endlich klingelt es. Ich öffne die Tür und unsere Freunde stehen strahlend vor uns. „Überraschung!“ Kaum stehe ich auf der kleinen Treppe, da drückt mir mein Schneiderlein einen wunderschönen Strauß Hortensien in die Arme. „Hachz..!“, mehr bringe ich im ersten Moment nicht heraus. Doch direkt vor unserer Haustür wartet schon die nächste Überraschung. Eine wunderschöne, üppige Girlande schmückt unseren Hauseingang. Den ganzen Nachmittag haben unsere Freunde heimlich daran gearbeitet. Hortensien, Chrysanthemen, Heidekraut, Beeren, Samenstände, verschiedene Blätter, Zweige und lange, flauschige Gräser sind darin miteinander verbunden. Alles passt wunderbar zu uns und zu unserem alten Backsteinhaus. Und je länger ich hinschaue, desto mehr entdecke ich. Zwischen all den Naturmaterialien stecken unsere Papierröschen. Dutzende davon. Viele liebe Hände haben sie gedreht und ich bin mir sicher, einige von ihnen sogar ich. Denn sie schmückten schon die Silberhochzeitsgirlanden unserer Freunde und nun haben unsere Freunde sie in unsere Girlande eingearbeitet. Die großen silberfarbenen Papierblüten fallen mir sofort ins Auge. Zwischen den echten Blüten wirken sie fast wie ungewöhnliche Herbstblumen. Über der Haustür hängt eine kleine, silberne „25“ im Lorbeerkranz und macht die Girlande zu unserem ganz persönlichen Silberhochzeitsgruß. Dann geht es gemeinsam weiter in den Garten. Wie gut, dass unser großes Partyzelt schon steht und auch die Bänke und Tische bereit sind. So können wir es uns trotz des inzwischen kühleren Abends gemütlich machen. Es wird ein fröhlicher, kleiner Umtrunk, wir stoßen an, erzählen, lachen und lassen den Abend ganz in Ruhe ausklingen. Irgendwann heißt es „Gute Nacht“ und „Bis morgen“. Mein Göttergatte und ich sind uns sicher: Einen schöneren Auftakt zu unserer Silberhochzeit können wir uns gar nicht vorstellen.


Sonntag, 4. Oktober 2026

September im Wipfelblick und Oktober op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Mein Septemberblick ist noch immer grün, doch die Baumkronen wirken inzwischen deutlich dunkler. Der Wilde Wein rahmt den Blick nach oben weiterhin mit seinen Blättern ein und lässt den Herbst hier noch kaum erahnen. Anders sieht es beim Ahorn aus. Seine Blätter fallen bereits, allerdings nicht in leuchtenden Herbstfarben. Sie lösen sich kraftlos und noch grün vom Baum. Auch die Tanne bleibt spärlich und erinnert daran, wie sehr die Trockenheit den Garten in diesem Jahr gefordert hat. Von goldenem oder rotem Herbstlaub ist dagegen noch kaum etwas zu sehen. Selbst Ende September hält sich das Grün hartnäckig und bei fast 29 Grad fühlt sich der Herbst noch ziemlich weit entfernt an. Mein Wipfelblick zeigt also weiterhin viel Grün, doch es ist ein Grün, das inzwischen deutlich von diesem außergewöhnlich trockenen Sommer erzählt.

Randnotiz September 2026: Auch der September blieb am Niederrhein viel zu trocken. Der Regen fehlte und der Rheinpegel in Duisburg-Ruhrort sank Ende des Monats erneut auf einen historischen Tiefstand. Gleichzeitig brachte uns der September noch einmal fast 30 Grad. Garten und Natur warten deshalb weiterhin sehnsüchtig auf Regen. Der Herbst darf gerne kommen, am liebsten mit ausgiebigem Landregen.


Oktober - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter




"Je fröüher dat Louw em Oktober fällt, je frochtbarer wet dat nöchste Johr."
Übersetzung: "Je früher das Laub im Oktober fällt, desto fruchtbarer wird das nächste Jahr."

Der Oktober bringt die ersten deutlichen Zeichen des Herbstes: Die Blätter färben sich und fallen von den Bäumen, während die Tage kürzer und die Nächte kühler werden. Die alte Wetterregel verbindet das fallende Laub mit der Hoffnung auf ein fruchtbares kommendes Jahr. Es ist die Zeit, in der die letzten Früchte geerntet, die Gärten auf den Winter vorbereitet und die Felder für die kommende Ruhezeit zurückgelassen werden. Gleichzeitig zeigt sich die Natur noch einmal in ihrer ganzen Farbenpracht, bevor das Gartenjahr langsam zur Ruhe kommt.

Freitag, 2. Oktober 2026

Donnerstag, 1. Oktober 2026

September im Vorgarten (oder "Plausch am Gartenzaun!")

Der September hat unseren Vorgarten in ein kleines spätsommerliches Gartenreich verwandelt. Noch ist alles üppig grün, doch dazwischen leuchten Gelb und Violett. Die hohen Sonnenblumen nicken im Wind und die Septemberastern setzen kräftige Farbtupfer. Am schönsten ist der Vorgarten für mich am Morgen. Dann fällt die Sonne hinein und lässt die Blüten leuchten. Die Sonnenblumen wirken fast golden und auch die violetten Astern kommen wunderbar zur Geltung. Später wird es schattiger und ruhiger, doch überall blüht und raschelt es weiter. Mittendrin liegt die kleine runde Kiesfläche mit unserer hohen Roststele und der Schale. Rostbraun und ein wenig verwittert passt sie wunderbar zwischen die üppige Bepflanzung. Während der Gartensaison darf in der Schale immer wieder etwas anderes wachsen. Wenn der Garten im Winter zur Ruhe kommt, kann darin stattdessen ein kleines Feuer brennen. Rund um die Kiesfläche darf unser Vorgarten einfach wachsen. Nichts ist akkurat, Stauden ragen über die Wege und Gräser bewegen sich im Wind. Genau das liebe ich. Zwischen altem Backstein, Rost, Blüten und ganz viel Grün entsteht nun, in seinem ersten Gartenjahr, eine ganz eigene Atmosphäre. Der September ist für mich eine wunderschöne Zwischenzeit. Der Sommer ist noch spürbar und gleichzeitig kündigt sich der Herbst schon ganz leise an. Morgens liegt manchmal ein Hauch Kühle in der Luft und das warme Licht lässt den Vorgarten noch einmal richtig strahlen. Bald bekommt auch die rostige Schale ihr kleines Herbstkleid. Das rosa Heidekraut steht schon bereit und ich bin gespannt, wie es zwischen Rost und den letzten Sommerblumen wirken wird. Ein paar Schritte vor die Haustür reichen und schon bin ich mittendrin in dieser kleinen Welt aus Blüten, Gräsern, altem Backstein und dem leisen Rascheln des Septembers.


Wer die ganze Historie sehen möchte, kann gerne >hier< klicken!


Plausch am Gartenzaun

Herzlich willkommen beim dreizenten "Plausch am Gartenzaun".  Ab Oktober treffen wir uns nicht mehr jeden Donnerstag, sondern immer am ersten Donnerstag im Monat  zu unserem Gartenplausch. Dafür bleibt die Linkparty dann einen ganzen Monat geöffnet und Ihr habt ganz in Ruhe Zeit, Eure Gartenmomente mit uns zu teilen. Ob Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen, alles, was das Herz ein bisschen grüner macht, ist herzlich willkommen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Ich freue mich sehr, dass unser Gartenplausch auch in dieser neuen Form weitergeht und bin gespannt auf viele schöne Gartengeschichten, die uns durch den Monat begleiten.




You are invited to the Inlinkz link party!

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Sonntag, 27. September 2026

Ein kleiner Gartengruß auf Papier (oder "Wir feiern bunt!")


Unsere liebe Nicole von "Niwibo" hat zu ihrem bunten Bloggeburtstag wieder eine wunderbare Aktion ins Leben gerufen. Jeder, der mitmachen wollte, bekam eine Bloggerin oder einen Blogger zugelost und durfte eine B U N T E Karte verschicken. B U N T E gute Laune verschenken, lautete die Aufgabe. Wer mochte, konnte seiner Karte noch eine kleine Aufmerksamkeit beilegen, das war aber kein Muss. Ich habe für meinen Wichtel ein Lesezeichen gebastelt und dazu eine kleine bunte Teebeutelmischung gepackt. So wandern in diesen Wochen viele B U N T E Karten quer durch die Bloggerwelt und bringen ein bisschen Geburtstagsfreude von einem Blog zum nächsten. Meine Karte durfte zu Nicole von "MaraBee’s Welt" reisen. Als ich erfahren habe, für wen ich basteln darf, habe ich natürlich erst einmal auf ihrem Blog gestöbert. Und da wurde ich tatsächlich ein wenig nervös. Nicole gestaltet wunderschöne Karten, mit unglaublich viel Liebe zum Detail. Da wollte ich mir für ihre Geburtstagskarte natürlich etwas Besonderes einfallen lassen. Also sollte meine Karte etwas mit unseren Garten zu tun haben. Handgeschöpftes Papier und gepresste Blüten sollten es sein und damit es eleganter wirkt, bekam die Karte noch eine zweite, zarte Schicht aus weißem Pergamentpapier. Dadurch scheinen die Blüten ganz fein hindurch und das handgeschöpfte Papier bekommt eine wunderschöne, leichte Tiefe. Passend zur Karte ist noch ein Lesezeichen entstanden. Auch hier habe ich das handgeschöpfte Papier mit den getrockneten Blüten verwendet. Eine kleine goldene Lochniete verbindet die beiden unterschiedlichen Papier und hält das grüne Satinband, das farblich wunderbar zu den natürlichen Blüten passt. Für die Fotos durften dann natürlich noch ganz viele fast verblühte Blumen aus dem Garten dazukommen. Bunte Chrysanthemen, gelbe Sonnenblumen und lila Herbstastern und all die anderen Septemberblüten haben Karte und Lesezeichen umrahmt. So wurde aus meinem kleinen Bastelprojekt fast ein kleines Gartenstillleben. Die Karte und das Lesezeichen sind inzwischen auf die Reise gegangen. Nun bin ich gespannt, wie sie Nicole von "Marabee`s Welt" gefallen und ob sie ein kleines Plätzchen finden werden. Ein Stückchen Garten ist jedenfalls mitgereist. Zwischen handgeschöpften Papierfasern liegen sorgfältig getrocknete Blüten und erzählen noch ein wenig von diesem Sommer. 


Und dann kam meine eigene Wichtelpost

Während meine Karte inzwischen auf dem Weg zu Nicole von "MaraBee’s Welt" war, wartete ich selbst noch ganz gespannt auf meine Wichtelpost. Nur leider blieb der Briefkasten hartnäckig leer. Also schrieb ich irgendwann unserer lieben Nicole von "Niwibo" und erzählte ihr, dass bei mir noch keine Karte angekommen war. Sie wollte natürlich nachhaken und so sollte sich schon bald das kleine Geheimnis um meinen Wichtel lüften. Mein Wichtel war Sabina von "Mesalunita". Und jetzt kommt der etwas verrückte Teil dieser Geschichte. Denn Sabina hatte mir bereits Ende August eine Karte geschickt. Ich hatte mich sehr darüber gefreut. Wir kennen uns ein wenig vom Halloween-BlogHop und deshalb dachte ich einfach, Sabina hätte mir ganz persönlich eine Freude machen wollen. Auf ihrer Karte stand schließlich: "Ich schicke Dir diese Karte ... ganz ohne Grund!". Tja, was sollte ich daraus schließen? Für mich war damit eigentlich alles klar. Eine liebe Karte, einfach so, ganz ohne Grund. Dass genau diese Karte meine Wichtelpost war, darauf bin ich beim besten Willen nicht gekommen. Und so wartete ich weiter auf meine Wichtelpost, während sie längst bei mir angekommen war.. gibbel! Als ich dann erfuhr, dass Sabina mein Wichtel war, musste ich natürlich erst einmal über mich selbst lachen. Plötzlich ergab alles einen Sinn und aus der vermeintlich "ganz grundlosen" Karte wurde meine ganz persönliche Wichtelpost. Und die möchte ich Euch natürlich jetzt auch noch zeigen. Schon auf der Vorderseite steckt so viel Liebe und Kreativität. Sabina hat einen kleinen Apfelbaum gestaltet, dessen Krone aus vielen bunten Knöpfen besteht. Grüne, rote, orangefarbene, blaue und weiße Knöpfe sitzen dicht an dicht und sogar Knöpfe in Apfelform mit lustigen Gesichtern machen aus dem Bäumchen einen kleinen bunten Hingucker. Darunter steht schlicht und herzlich "Herzliche Grüße". Ein Apfelbaum aus Knöpfen, das passt natürlich ganz wunderbar zu mir und unseren Garten. Auf der Rückseite wartet dann noch eine ganz besondere Botschaft. Sabina schreibt, dass ein Apfelbaum im Garten uns an das erinnert, was im Leben zählt: feste Wurzeln für den Halt, zarte Blüten für die Hoffnung und süße Früchte für den Erfolg. Sie schickt mir diesen Gruß als Symbol für Wachstum, Kraft und Lebensfreude, ganz ohne Grund, einfach von Herzen. Und genau dieser letzte Satz ist es, der meine kleine Wichtelgeschichte so wunderbar kurios macht. Liebe Sabina, Deine Karte hat mir damit gleich zweimal Freude gemacht. Erst als unerwartete Überraschung und dann noch einmal, als ich erfahren habe, dass Du tatsächlich mein Wichtel warst. Vielen lieben Dank!


Und zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei unserer lieben Nicole von "Niwibo" bedanken. Solche Aktionen bringen so viel Farbe, Kreativität und Freude in die Bloggerwelt. Es ist schön, dass durch iihre Idee wieder kleine Überraschungen auf die Reise gehen und wir dabei neue Blogs und liebe Menschen kennenlernen dürfen. Danke für diese schöne B U N T E Geburtstagsaktion, liebe Nicole.