Freitag, 14. August 2026

Freitagsblümchen, Geburtstagsglück und liebe Sommerpost


Guten Morgen Ihr Lieben, wie schön, dass Ihr wieder da seid! Nach meiner kleinen Sommerpause melde ich mich heute mit meinen Freitagsblümchen zurück. Wir waren zusammen mit Freunden im Urlaub und haben eine wunderschöne Zeit am See verbracht, dazu vielleicht später mehr. An meinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub haben mich meine lieben Arbeitskolleginnen dann mit einem wunderschönen Wiesen- und Bauerngartenstrauß überrascht. Da konnte ich natürlich nicht anders, als ihn für meine heutigen Freitagsblümchen mit nach Hause zu nehmen. Rudbeckien, Goldrute, Schafgarbe, Phlox, Karde, Kugeldistel, Gräser und Getreideähren, dazu noch allerlei andere kleine Wiesenblümchen. Ein Strauß genau nach meinem Geschmack. Aber nicht nur meine Kolleginnen haben an mich gedacht. Während unseres Urlaubs haben mich so viele liebe Glückwünsche und Überraschungen zu meinem Geburtstag und auch wunderschöne Sommerpost aus dem Bloggerland per Post, WhatsApp, E-Mail, Facebook und Instagram erreicht, dass ich mich dafür erst einmal ganz herzlich bedanken möchte, bevor hier schon der nächste Geburtstag ansteht. Von Astrid ist die hübsche Kräuterkarte, von Lene ist die romantische Rosengarten-Karte samt kleinem Fuchs-MugRug, Manu ließ Schmetterlinge tanzen, von Nicole ist die maritime Abenteuer-Karte, Tina deckte für mich einen schönen Geburtstagstisch und Jutta ließ einen dicken Bären Geburtstagskonfetti in die Luft werfen und Nina ließ nicht nur Glühwürmchen leuchten, sondern verwöhnte mich auch noch mit einigen gepressten Blüten. Von Pia ist die hübsche Kerzenkarte, Birgitt ließ mir eine Karte aus ihrem Jahresprojekt zukommen, von Claudia kam der Glückspilz und ein leckerer Himbeertee. Kirsten hat mich mit einem wunderschönen Keramikhäuschen samt betupfter Kerze, würzigem Chilisalz, leckerer Johannisbeer-Marmelade und einem weißem Holzherz verwöhnt. Hachz.. ist das nicht einfach wunderbar?! So viele liebe Menschen, die an mich gedacht haben. Dafür möchte ich heute einfach einmal ganz herzlich Danke sagen. 



Und nun freue ich mich, 
mit Euch gemeinsam in die letzten Wochen 
des Sommers zu starten.
Take care, Nicole



Verlinkt mit: *Friday-Flowerday*

Donnerstag, 6. August 2026

Gurkenfreude im Garten (oder "Plausch am Gartenzaun!")


Morgens noch ganz in der Frühe stehe ich ganz hinten im Garten und betrachte unsere Hochbeete. Besonders die Gurke macht mir Freude. Der Tau glitzert zart auf den leicht wehrhaften Blättern und zwischen dem satten, lebendigen Grün entdecke ich die ersten kleinen, unscheinbaren Gurkenknospen. Ganz behutsam hängen sie an den schlanken Ranken, als wollten sie sich noch ein wenig verstecken, und doch weiß ich, wie in ihnen das ganze Versprechen des Sommers schlummert. Ein paar Tage später öffnen sich die leuchtend gelben Blüten, während geschäftige Bienen und summende Hummeln vorbeischwirren, denn plötzlich wächst da etwas, erst winzig, zart und zerbrechlich, dann immer praller und saftiger, bis die Gurken ihre typische, knackige Form annehmen. Es ist ein kleines, wundersames Gartenwunder, wie schnell aus der zarten Knospe eine frische, knackige Frucht wird, stelle ich staunend fest und mache mich daran die ersten reifen Gurken ernten. Vorsichtig drehe ich sie behutsam vom Stiel, höre das leise, zarte Knacken und atme tief den frischen, sommerlichen Duft ein. Schon warm von der milden Morgensonne lege ich sie in meine alte, angeschlagene Emailleschüssel. So schlicht und doch so schön, ein kleines Sommerglück. Ob ich gleich eine als knackigen Snack direkt vom Beet genieße oder später beide in einem bunten Salat anrichte, weiß ich noch nicht. Aber bei einem bin ich mir sicher: selbstgezogene Gurken schmecken für mich einfach unvergleichlich. 

Liebe Gartengrüße, Nicole


Herzlich willkommen zum neunten Plausch am Gartenzaun und unserem Gartenzaunplausch im Sommermodus. Auch in den kommenden Wochen freue ich mich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch in aller Ruhe um und entdeckt viele wunderbare Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt den gesamten August geöffnet, sodass Ihr ganz entspannt vorbeischauen und Eure sommerlichen Gartenmomente mit uns teilen könnt. Ich wünsche Euch viel Freude beim Stöbern und freue mich schon jetzt auf alles, was Ihr in den kommenden Wochen mit an den Gartenzaun bringt.


You are invited to the Inlinkz link party!

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Sonntag, 2. August 2026

Juli im Wipfelblick und August op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Im Juli zeigt sich mein 12tel Blick auf den ersten Blick fast unverändert. Die Baumkronen stehen nun in ihrem vollsten Sommerkleid und bilden ein dichtes grünes Dach, das den Garten umschließt. Doch während die Bäume selbst kaum Veränderungen erkennen lassen, spielt in diesem Monat der Himmel die Hauptrolle. An diesem Abend verwandelte die untergehende Sonne den Horizont in ein leuchtendes Gemälde aus Gold, Apricot und zarten Rosatönen. Die mächtigen Baumriesen hoben sich als dunkle Silhouetten davon ab und wirkten fast wie eine Kulisse. Solche Augenblicke dauern oft nur wenige Minuten und doch bleiben sie lange in Erinnerung. Ich liebe diese stillen Sommerabende, wenn der Tag langsam zur Ruhe kommt, die Luft endlich etwas kühler wird und nur noch das leise Rauschen der Blätter zu hören ist. Dann wird mir jedes Mal bewusst, wie viel Glück wir mit unserem alten Baumbestand haben. Er schenkt uns nicht nur Schatten an heißen Tagen, sondern auch unzählige kleine Naturmomente, die man im Alltag viel zu leicht übersieht. Genau deshalb mag ich meinen 12tel Blick so sehr. Er zeigt nicht nur, wie sich die Natur im Laufe eines Jahres verändert, sondern hält auch diese flüchtigen Stimmungen fest, die sich niemals wieder genauso wiederholen.

Randnotiz Juli 2026: Nach dem außergewöhnlich heißen Juni fühlte sich der Juli fast wie eine kleine Verschnaufpause an. Die Bäume standen nun in ihrem dichtesten Sommergrün und bildeten ein schützendes Blätterdach. Besonders an den langen Sommerabenden, wenn sich der Himmel in warme Orange-, Apricot- und Rosatöne färbte, wurde mein 12tel Blick zu einem Ort, an dem ich den Tag gerne ausklingen ließ. Leider machte der Himmel seine Versprechen nur selten wahr. Immer wieder zogen dunkle Wolken auf, doch unsere kleine Stadt ging meist leer aus. So blieb die Hoffnung auf ergiebigen Sommerregen auch im Juli unerfüllt.



August - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"August is Früchtetied, de Sünn steiht heet op de Äcker, un dat, wat reif is, witt inholt."
Übersetzung: "August ist Fruchtzeit, die Sonne steht heiß über den Feldern, und alles, was reif ist, wird eingebracht."

Der August steht ganz im Zeichen der Ernte von Obst, Beeren, Kartoffeln und vielem, was in Gärten und auf den Feldern gewachsen ist. Jetzt zeigt sich, was der Sommer hervorgebracht hat: Die Arbeit der letzten Monate wird sichtbar und die Ernte will bei gutem Wetter eingebracht werden, bevor Regen oder Kühle sie gefährden. Die Redewendung spiegelt diese Zeit der Reife und des Sammelns wieder: Einerseits ist der August noch ein warmer Sommermonat, andererseits liegt schon der erste Hauch von Spätsommer in der Luft. Für die Menschen auf dem Land bedeutete er Fülle, aber auch Arbeit und Verantwortung.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter

Mit dieser Reihe möchte ich Euch die traditionellen Monatsreden und Sprüche vom Niederrhein näherbringen. Sie erzählen von Wetter, Natur, Landwirtschaft und dem Leben vergangener Generationen. Jeden Monat stelle ich Euch eine mundartliche Redewendung vor, übersetze sie ins Hochdeutsche und erkläre ihren Ursprung und ihre Bedeutung. Vielleicht habt Ihr ja Lust, mich ein Jahr lang durch die niederrheinischen Jahreszeiten zu begleiten.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid,

Samstag, 25. Juli 2026

Sommerpause


Ihr Lieben, manchmal braucht auch ein Blog eine kleine Auszeit. Deshalb verabschiede ich mich für ein paar Wochen in die Sommerpause. Ich möchte die kommenden Wochen einfach genießen, den Garten Garten sein lassen und mir eine Pause vom Schreiben, Fotografieren und Planen gönnen. Ganz still wird es hier allerdings nicht. Ein paar Beiträge habe ich bereits vorbereitet, sodass das Wipfelbild, der Jahreszeitenbegleiter und natürlich der Plausch am Gartenzaun auch während meiner Sommerpause erscheinen werden. Ansonsten bleibt der Laptop zu und der Blog darf ein wenig vor sich hin schlummern. Ich werde in dieser Zeit auch nicht auf den anderen Blogs unterwegs sein. Manchmal tut es einfach gut, wirklich einmal ganz abzuschalten und sich treiben zu lassen.


Euch wunderschöne Sommertage, 
viel Zeit im Freien, laue Abende 
und ganz viele kleine Momente, 
die man einfach nur genießen möchte. 
Herzlichst, Nicole

Freitag, 24. Juli 2026

Von Rainfarn und Wilder Möhre


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr durch das Gartentor in unseren sonnigen Hof gekommen seid. Ich hole uns schnell etwas Kühles aus der Küche und dann machen wir es uns gemeinsam am alten Holztisch gemütlich. Die hellblau weiß karierte Tischdecke ist schon ausgebreitet und darauf steht meine hohe lindgrüne Emaillekanne, gefüllt mit Rainfarn und Wilder Möhre. Ein Überbleibsel vom letzten Sonntag. Ist das heute nicht herrlich? Die Sonne scheint und meint es heute richtig gut mit uns. Selbst hier im sonnigen Hof ist es angenehm mild. Ein laues Lüftchen streicht durch den Garten und bringt die feinen Dolden der Wilden Möhre immer wieder zum Tanzen. Auf der Tischdecke entsteht dabei ein wunderschönes Schattenspiel, das sich mit jeder kleinen Windbewegung verändert. Die Vögel singen, im Wilden Wein hinter uns summen Bienen und Hummeln, ein Schmetterling segelt gemächlich vorbei und über allem liegt das leise Rascheln der Blätter. Herrlich, oder?! Am vergangenen Sonntag wurde es bei uns im Hof gesellig, denn Oma hatte ihre beste Freundin mitgebracht. Während unser Großer am Grill stand, haben mein Göttergatte, unser Jüngster und ich den beiden quirligen Damen Gesellschaft geleistet. Es wurde erzählt, gelacht und die Zeit verging wie im Flug. Irgendwann verschwand unser Jüngster kurz im Haus und kam mit seinem Berufsschulzeugnis zurück. Eine Zwei und der ganze Rest Einsen. Ist das nicht toll?! Wir waren sind alle mächtig stolz auf ihn und seiner Oma war die Freude richtig anzusehen. Da ließ ein kleines Zeugnis- oder Urlaubsgeld natürlich nicht lange auf sich warten. Es war ein sehr vergnüglicher Nachmittag für die ganze Familie. Und stellt Euch vor! Am Montag hat es tatsächlich zum ersten Mal seit Wochen geregnet. Als ich später durch den Garten ging, musste ich allerdings laut seufzen. Auf dem trockenen Boden waren nur vereinzelt ein paar dunkle Flecken zu erkennen. Viel mehr war von dem Regen leider nicht geblieben. Für einen kurzen Moment roch die Luft herrlich nach Sommerregen und dann war schon wieder alles vorbei. Sogar zum Durchatmen war das für den trockenen Boden zu wenig. Ach, ja! Wenn ich Rainfarn und Wilde Möhre sehe, denke ich sofort an unsere Spaziergänge durch die Wiesen und Felder. Im Moment begleiten sie Julie und mich auf Schritt und Tritt. Ich freue mich jedes Mal über ihre schlichte Schönheit. Es müssen nicht immer die auffälligen Blumen sein. Oft sind es gerade die stillen Begleiter am Wegesrand, die den Hochsommer ausmachen, nicht wahr?! So, meine Lieben, jetzt wird es aber Zeit, dass ich mich verabschiede. 

Genießt das Wochenende und 
lasst es Euch gut gehen.
Herzlichst, Nicole.