Dienstag, 21. Juni 2022

Glad Midsommar! (oder "Julie im Juni")


Der beruhigende Duft von Kamille kitzelt in der Nase und die Kühle des fröhlich daherplätschernden Baches, dem Hoerstgener Kendel, nimmt dem fast schon zu heißen Sommertag die Hitze. Das muntere Zwitschern der Vögel wird von der schweren Sommerluft getragen und nur vereinzelt dringen glitzernde Sonnenstrahlen durch das üppige Laub der Kopfweiden. Emsig fliegen kleine Wildbienen um uns herum und genießen die Fülle der Kamilleblüten. Unsere hübsche Hündin Julie und ich liegen im hohen Gras und blicken in den türkisfarbenen Sommerhimmel und tatsächlich - für einen Moment ist die Welt da draussen vergessen. Hachz.. das ist ein Tag wie ich ihn gerne mag!


Dienstag, 14. Juni 2022

Richtfest Gartenpavillion (oder "Zitronentorte - ein Rezept!") Teil II


Mein Göttergatte steht verschwitzt und zufrieden vor mir: "So, der Dachstuhl ist fertig! Jetzt könnten wir ein Richtfest feiern.". "Das sollten wir wirklich feiern!", antworte ich vergnügt und noch während mein Göttergatte unter der Dusche steht, rufe ich die Jungs zusammen, hole die vom Vortag bereits angeschnittene Zitronen-Torte und eine Flasche Bowle aus der Kühlung und bastle schnell aus einer kleinen jungen Birke einen feinen Richtbaum. "Wir wären dann soweit!", rufe ich im sonnigen Hof stehend meinem frisch geduschten Göttergatten zu. "Bereit wofür?", mein Göttergatte kommt die Hoftreppe herunter. "Wir feiern doch ein Richtfest!", erkläre ich schmunzelnd und überreiche ihm den kleinen Richtbaum. "Was für eine gute Idee!", erklärt er lachend und wendet sich ernster unseren Söhnen zu, "Danke für eure Hilfe!". Gemeinsam laufen wir in den Garten bis hin zum Gartenpavillion. Mein Göttergatte steigt auf die Leiter und räuspert sich: "Mögest du uns immer Freude machen, jedem Sturm standhalten und uns Schutz vor Regen und Sonne geben!". Wir klatschen lachend und sehen zu wie er mit gekonnten Schlägen die junge Birke auf den Dachfrist nagelt. Unser kleines Richtfest hat begonnen.


Zubereitung

Für den Boden:

  • 200 g Löffelbiskuit (in Stücke zerbrochen) 
  • 100 g weiche Butter (in Stücken)

Die Löffelbiskuits (in Stücken) in den Mixtopf geben und 15 Sek./Stufe 6 zerkleinern. Anschließend die Butter hinzugeben und nochmals 15 Sek./ Stufe 6 vermengen. Die Masse auf den (mit Backpapier ausgelegten) Boden der Springform drücken und kaltstellen. Den Mixtopf bitte gründlich säubern. 


Für den Belag:

  • 600 g Sahne
  • 250 g Wasser
  • 1 Tütchen Wackelpudding (Götterspeise) mit Zironengeschmack (Bitte KEIN Instantpulver!)
  • 150 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillinzucker
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

Den Rühraufsatz "Schmetterling" einsetzen. Die Sahne in den Mixtopf geben, den Messbecher (mit der offenen Seite nach unten) als Spritzschutz drauflegen und ca. 3 - 3 1/2 Min./ Stufe 4 schlagen*, bis sie so fest ist, dass sie kopfüber an einem Löffel haften bleibt. In eine Schüssel umfüllen und ebenfalls kaltstellen. Den Rühraufsatz entfernen und den Mixtopf nochmals reinigen.

Das Wasser und das Wackelpuddingpulver in den Mixtopf geben, den Messbecher als Spritzschutz drauflegen und 3 Sek./ Stufe 3 bis 4 vermischen. 5 Minuten im Topf quellen lassen. Dann 3 1/2 Min./ 70°/ Stufe 3 bis 4 erwärmen und anschließend wieder abkühlen lassen. 

Zucker, Vanillezucker und Frischkäse in den Mixtopf zu der Wackelpuddingmasse geben und (mit Messbecher als Spritzschutz) 10 Sek./ Stufe 5 verrühren. Die geschlagene Sahne zugeben und 8 Sek./ Stufe 4 unterrühren. Die Frischkäsemasse auf den Biskuitboden (in der Springform) geben und im Kühlschrank (ca. 5 Std.) fest werden lassen.

Zur Dekoration haben wir Gelee-Zitronen genommen.


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Freitag, 10. Juni 2022

Mein Pfingststrauß


Guten Morgen, meine Lieben! Ich muss gestehen es war das erste Mal seit Jahren, dass ich am Pfingstsonntag keine Pfingstrosen auf dem Tisch hatte. Doch dann kam der Starkregen und ich musste tatsächlich schnell in den Garten um ein paar Gartenblümchen zu retten. Pfingstrosen, Kronenlichtnelke, Giersch, Rosen, Bartnelken und Blätter vom Blauregen. Noch ein paar übriggebliebene Gräser vom Wiesenkranz und ich war wieder in meinem Element. Wie gut, dass ich im letzten Jahr von meiner ehemaligen Chefin nach Köln zum Blumenmarkt geschickt worden bin. Ich glaube, so langsam habe ich den Bogen... äh.. das Binden raus, was meint Ihr? Habe ich Euch eigentlich erzählt, dass ich in der Blumenwerkstatt aufgehört habe? Warum? Ich habe zwanzig Minuten für eine Fahrt mit dem Auto gebraucht und das rechnet sich einfach nicht bei diesen hohen Bezinpreisen. Jetzt habe ich wieder einen Job direkt an der Ecke (drei Minuten Fussweg) und fühle mich auch noch pudelwohl dort. Oooh.. Ihr möchtet wissen, wo ich jetzt arbeite? Ich arbeite seit Anfang des Jahres als Allrounder(in) im Weltladen - fair|rhein. Ihr ahnt es, oder? Das Konzept der offenen, transparenten, ökologischen und nachhaltigen Form des Wirtschaften gefällt mir sehr und ich freue mich, dass ich nun auch noch in meinem Berufsleben aktiv für eine pluralistische und freie Gesellschaft eintretten kann. Große Worte meint Ihr? Vielleicht! Aber es ist eben wie es ist.. lach! So meine Lieben, und nun muss ich auch schon wieder los. Mein Hundemädchen wartet schon sehnsüchtig auf mich. Lasst es Euch gut gehen!


Euch ein charmantes Wochenende!
Herzlichst, Nicole




Donnerstag, 9. Juni 2022

Ein Gartenpavillion entsteht (Teil I)



Schon seit Jahren wünschen mein Göttergatte und ich uns einen Platz im Garten an dem wir uns auch bei Regenwetter es uns gemütlich machen können. Wir haben immer wieder den Gedanken gesponnen und überlegt, wie und wo wir unseren Traum verwirklichen könnnen. Besonders der Platz war immer wieder ein Punkt, bei dem die Idee verworfen wurde. Doch als unsere alte Kiefer dann gefällt werden musste und somit ein neuer Gartenraum frei geworden ist, war für uns klar, dass es der richtige Standort für unseren überdachten Platz werden sollte. Nun begann die Auswahl des Unterstandes und glaubt mir, dass war gar nicht so einfach. Ein großes Gewächshaus? Nein, viel zu heiß im Sommer. Ein Gartenhaus? Nein, (denn als Koloniekind bin ich den Anblick von Schuppen am Haus, Schuppen an Schuppen und Schuppen an Schüppchen mehr als leid geworden) ein gemauerter Gartenschuppen, ein Hühnerhaus und ein Stelzenhaus reichen. Ein Pavillion? Gute Idee! Doch, ach du Schreck, wieviele Möglichkeiten angeboten werden. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und auch das Einigen auf ein Modell fiel uns sehr schwer. Ihr ahnt es wahrscheinlich! Nach langem hin und her haben wir uns dann doch noch für einen rustikalen achteckigen Holzpavillion entschieden. Ganz klassisch (und nicht modern und puristisch) unserem alten Backsteinhaus zuliebe. "Traust du dir das wirklich zu?", habe ich vor der Bestellung des Holzes meinen Göttergatten gefragt und nur einen entrüsteten Blick geerntet. ("Irgendwas mit Holz" wäre wohl auch eine Berufsoption für ihn gewesen.. lach!) Mit der Holzlieferung kam auch der Patenonkel unseres Jüngsten an und das Podest, also der Boden, wurde fertig gestellt. Den Rest bis zum Dachfirst hat mein Göttergatte mit einbissel Hilfe von mir und den Jungs alleine bewerkstelligt. Chabeau! Wie der Gartenpavillion nun fertig aussieht möchtet Ihr wissen? Ich auch! Doch da müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden.

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*Natur-Donnerstag* von Elke, *My Corner of the World* von Betty, "Frühlingsglück" von Loretta und Wolfgang, *Handmadeontuesday*