Dienstag, 27. Oktober 2026

Kürbisschnitzen im Gartenpavillon


Die Oktobersonne scheint warm und golden von einem blitzblauen Himmel herab, sodass unser Gartenpavillon in der Mitte des Gartens geradezu strahlt. Gleich treffen wir uns zum gemeinsamen Kürbisschnitzen. Nach und nach trudeln alle ein und schon bald liegen kleine und große, gelbe und orangefarbene Kürbisse auf unserem alten Holztisch. Jeder sucht sich seinen Kürbis aus und überlegt, welches Gesicht er bekommen soll. Während die ersten Messer angesetzt werden, wird erzählt, gelacht und gefachsimpelt. Es ist schön, wieder gemeinsam um den Tisch zu sitzen und unserer kleinen Herbsttradition nachzugehen. "Ich habe heute keine Lust aufs Schnitzen!", verkündet meine liebe Freundin und ergänzt: „Ich bemale meinen Kürbis lieber!“ Währenddessen verpasst ihr älterer Sohn seinem Kürbis ein freches Gesicht mit dreieckigen Augen und einem breiten, gezackten Mund. Ihr jüngerer Sohn schaut lieber gemütlich zu. Mein Schneiderlein greift nach einem gelben Kürbis und schnitzt ein zuckersüßes Mäusegesicht hinein, während ihre Tochter, unsere Patentochter, ihrem Kürbis einen erschrockenen Gesichtsausdruck verpasst. Der Kürbis ihres Freundes schaut besonders grimmig drein und wird zum gruseligsten Kürbis des Tages gekürt. Nicht alle aus unserer Runde können heute dabei sein. Der Mann meiner lieben Freundin muss arbeiten und der Jüngste meines Schneiderleins hat diesmal keine Lust aufs Kürbisschnitzen. Das stimmt mein Schneiderlein wehmütig. Schließlich ist er der Jüngste unserer Runde und bisher war auch er bei unseren gemeinsamen Kürbisschnitznachmittagen mit dabei. Auch unser lieber Patenonkel, der weit entfernt in einem Pflegeheim lebt, fehlt uns heute. Wie schön wäre es, wenn er das fröhliche Treiben mit uns erleben könnte. Später kommt auch meine Herzenstochter dazu, deren Schatz leider heute auch nicht dabei sein kann. Anfangs wirkt sie noch etwas angespannt, doch während sie schnitzt und sich an unseren Gesprächen beteiligt, wird sie zunehmend gelöster. Meine beiden Söhne sind ebenfalls fleißig. Mein Großer schnitzt lange, spitze Zähne in das übergroße Maul seines Kürbisses und fügt kleine, runde Augen hinzu. "Dein Kürbis sieht ja aus wie ein Wels!", rufe ich lachend und ernte einen belustigten, leicht genervten Blick meines Großen. Der Kürbis meines Sohnemannes bekommt ein gruseliges Totenkopfgesicht. Mit seinen leuchtenden Augen, der dreieckigen Nase und den spitzen Zähnen sieht er richtig schaurig aus. Mein Göttergatte hat für seinen orangefarbenen Kürbis eine ganz eigene Idee und schnitzt kurzerhand einen kleinen Kürbis in seinen großen hinein. Bei meinem eigenen Kürbis läuft es schon zu Beginn schief. Ich habe die Öffnung oben viel zu klein geschnitzt, sodass sich das Innere partout nicht lösen will. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mit der Hand tief in den Kürbis zu greifen und die glibberigen Fasern samt Kernen herauszufischen. Brrr, dieses glitschige Zeug zwischen den Fingern ist einfach nur eklig. „Ach, menno!“, seufze ich laut und jammere ein bisschen herum. Mein Schneiderlein, deren Kürbis bereits fertig ist, hilft mir bereitwillig, aber nicht ohne mich zu foppen. "Gib schon her! Ich helfe Dir!", erklärt sie lachend und kann es nicht lassen, mir etwas Kürbiszeug ins Gesicht zu schnippen. "Iiiihhhh!", rufe ich und mich schüttelt es. Nee, also heute wird das nichts mit mir und dem Kürbisschnitzen! Während wir die letzten Kürbisreste vom Tisch sammeln, steht die Sonne schon tief zwischen den alten Bäumen und taucht unseren Garten in goldenes Abendlicht. Dann kommt endlich der Moment, auf den wir uns alle freuen. Der Mann meines Schneiderleins hat natürlich auch in diesem Jahr einen Plan und arrangiert unsere Kürbisse gekonnt auf den Strohballen vor dem Pavillon. Im Hintergrund leuchtet die Lichterkette und die geschnitzten Gesichter strahlen um die Wette. Orangefarbene und gelbe Kürbisse leuchten auf dem goldenen Stroh, darüber spannt sich ein Abendhimmel der blauen Stunde. Später sitzen wir mit heißer Kürbissuppe in den Brottassen zusammen, die mein liebes Schneiderlein extra für diesen Anlass gebacken hat. Es duftet würzig nach Kürbis, Kokosmilch, Ingwer, Muskat und Zimt. Draußen leuchten unsere Kürbisgesichter und am Tisch wird weiter erzählt und gelacht. Ich schaue in die Runde und bin dankbar, dass wir diese kleine Tradition gemeinsam pflegen. Unsere Jungs sind inzwischen erwachsen und doch stehen wir noch immer zusammen am Tisch und schnitzen Kürbisse. Wie schnell die Jahre vergehen! Mir wird ein wenig wehmütig ums Herz. Am liebsten würde ich solche Nachmittage für immer festhalten, mit schiefen Kürbisgrinsen, dampfender Suppe und Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind. 


Freitag, 23. Oktober 2026

Von Kürbissuppe, Brottassen und Pumpkin-Spice-Tee


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid. Habt Ihr Lust auf einen heißen Tee oder darf es schon eine Brottasse voll cremiger Kürbissuppe sein? Natürlich geht auch beides.. lach! Da in meinem rustikalen Krug nur noch die Hagebutten von letzter Woche stehen, habe ich versucht das ganze mit ein paar Chrysanthemen aufzupeppen und hoffe mir ist es auch gelungen. Auch ein herbstbunter Laubkranz hängt an der Heizung und auf meiner Bilderliste findet Ihr ein paar neue Poster. Sogar eine kleine Kürbislichterkette hat Einzug gehalten. Ach, Ihr möchtet eine Brottasse mit Kürbissuppe?! Ein gute Wahl, nicht wahr?! Lecker! Wo ich die Brottassen her habe, möchtet Ihr wissen? Also, dass war so: in einem Gespräch mit meiner lieben Freundin und meinem Schneiderlein ging es darum, dass ich meinen Papa schon sehr vermisse und dass er am allerliebsten Suppe aus Brottassen gegessen hat. Doch nicht nur meinen Papa gibt es nicht mehr, auch der Bäcker hat sich für immer verabschiedet, habe ich in diesem Gespräch gesagt. Und was macht mein Schneiderlein? Überrascht mich beim Kürbisschnitzen mit all unserem Lieben mit einem großen Korb voller Brottassen. Ist das nicht wunderbar?! Ich war so gerührt, dass ich ein paar Tränchen wegdrücken musste. Lieben Dank noch mal, Sumse! Und dann muss ich mich noch bei Birgit bedanken. Von ihr ist diese wunderschöne selbst gemalte Kürbiskarte. Sie hat mich wohl schon vor ein paar Tagen erreicht. Ist aber bei der familiären Postverteilung bei meinem Großen gelandet und erst vor kurzem bei mir. Tsss...! Die Karte ist überaus entzückend und wird einen Rahmen bekommen. Vielen lieben Dank, Birgit! Habt Ihr auch die schönen Herbsttage am Anfang der Woche draußen verbracht? Ich ja, zum Glück. Denn am Dienstag sind die ersten Kraniche über unseren Garten gezogen. Gleich zwei lange Züge waren am wolkenlosen Himmel zu sehen. Was für ein schöner Anblick! Da wird einem doch bewusst, wie weit der Herbst schon fortgeschritten ist. Doch seit Mittwoch hat sich das Wetter gründlich gewandelt. Wind und Regen haben Einzug gehalten und die nächtlichen Temperaturen sind auf einstellige Werte gefallen. Heute gibt es sogar eine Sturmwarnung.. seufz! Da machen wir es uns doch am liebsten drinnen gemütlich, oder? Halloween rückt näher und auch Sankt Martin lässt nicht mehr lange auf sich warten. Ich bin gespannt, was die kommenden Wochen an schönen Erlebnissen für uns bereithalten. Doch zunächst wollen wir es uns bei einer guten Tasse Tee oder einer cremigen Kürbissuppe aus der Brottasse schmecken lassen. Was habt Ihr in den vergangenen Tagen Schönes erlebt und welche Vorhaben stehen bei Euch an? Erzählt doch mal!

Macht es Euch fein, bleibt gesund 
und lasst es Euch nicht wegwehen. 
Herzlichst Nicole


Sonntag, 18. Oktober 2026

Kuscheliges Herbstglück im Gartenpavillon


Wohlig seufzend klappe ich mein Buch zu und schaue zufrieden auf das Cover. Endlich habe ich Zeit und Ruhe gefunden, es zu lesen. So eine schöne Liebesgeschichte: in Edinburgh, im Herbst, mit Kürbissen, Spaziergängen, Hunden und Katzen und natürlich mit Pumpkin Spice. Der Duft der auch unserem kleinen flackernden Schmelzfeuer entströmt. Heute ist ein wunderbarer Tag. Die Aufräumarbeiten nach unserer Silberhochzeit im Garten sind erledigt und nur noch ein paar Überbleibsel stehen im Pavillon. Zur Freude unserer Hühner haben wir auch noch nicht die Strohballen weggeräumt und so hüpfen sie vergnügt um mich herum. Ich greife nach meiner Kürbistasse, trinke einen Schluck Tee und kuschele mich tiefer in meine Wolldecke. Über den Garten zieht laut rufend ein Zug Wildgänse und eine Windböe lässt das Laub der Bäume rascheln. Dann und wann löst sich ein bereits verfärbtes Blatt und segelt sanft auf den zum Glück wieder grünen Rasen. Im nahen Amselbrotbaum findet ein munteres Treiben statt. Sowohl eine schwarze Amsel als auch ein fuchsrotes Eichhörnchen lassen sich die roten Beeren schmecken. Mein Hundemädchen Julie seufzt zufrieden von ihrem Polster unter dem schweren Holztisch und entlockt mir damit ein Lächeln. Ich schicke ein kleines Danke in den Himmel und schließe die Augen für ein kleines Nickerchen. 



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Freitag, 16. Oktober 2026

Sonnenblumen, Hagebutten und kleine Blumenkürbisse


Guten Morgen, meine Lieben. Heute dürfen bei mir noch einmal in der Küche die Sonnenblumen aus dem Vorgarten leuchten. Klein, sonnig gelb und ein bisschen wild stehen sie mit Hagebutten, grünen Blättern und feinen Zweigen in meiner rustikalen Kanne. Dazu die Kürbisse und Quitten vom Erntedank an der Dorenburg und schon ist ein kleines herbstliches Stillleben entstanden. Und weil einige von Euch gefragt haben, wie unsere kleinen Blumenkürbisse für die Silberhochzeit entstanden sind, möchte ich Euch das heute auch noch zeigen. Mein Schneiderlein und ich haben dafür kleine Kürbisse mit allem dekoriert, was mein Göttergatte und ich vorher im Garten und in der Natur gesammelt hatten. Moos, Hagebutten, Lampionblumen, Strohblumen, Buchecker-Schalen, Efeuranken, Esskastanien und Rosskastanien, eben das, was gerade zu finden war. Dann ging es ans Kleben. Mit Heißkleber haben wir die gesammelten Schätze direkt auf die Kürbisse geklebt und einfach ausprobiert, was schön zusammenpasst. So sind ganz unterschiedliche kleine Blumenkürbisse entstanden. Jeder ein bisschen anders und keiner perfekt. Genau das gefällt mir daran. Und das gemeinsame Werkeln mit meinem Schneiderlein hat natürlich besonders viel Spaß gemacht. Für unsere Silberhochzeitsfeier durften die kleinen Blumenkürbisse dann zusammen mit den Herbstastern, Topinambur-Blüten, den grünen Kerzen, Lampionblumen, Kastanien und unseren anderen kleinen Gartenfundstücken die Tische schmücken. Die Sonnenblumen dagegen sind in der Küche geblieben und dürfen heute beim Friday Flowerday ihren großen Auftritt haben. Ich mag ihr leuchtendes Gelb sehr, besonders zusammen mit den roten Hagebutten. Zusammen mit den Kürbissen und Quitten ergibt das ein schönes kleines Herbstensemble. Während die Blumenkürbisse noch auf der Küchenanrichte stehen, bin ich allerdings schon mit den Vorbereitungen für das kommende Wochenende beschäftigt. Denn dann steht bei uns im Waldgarten wieder das alljährliche Kürbisschnitzen an. Ihr wisst schon, mit unseren 14 (+2) kleinen und großen Freunden. Dafür habe ich den Pavillon schon vorbereitet und auch die Strohballen wieder an die richtige Stelle gerückt. Schließlich soll es für alle gemütlich werden und genug Platz zum Schnitzen geben. Die Kürbisse müssen natürlich auch noch bereitgelegt werden und dann kann es eigentlich schon losgehen. Ich freue mich auf das Gewusel, die vielen unterschiedlichen Kürbisgesichter und darauf, mit unseren Freunden einen schönen Nachmittag zu verbringen. Langweilig wird es bei uns im Garten bestimmt nicht. Unser Hundemädchen Julie ist natürlich auch dabei und dazu kommt der Hund unserer Freunde, der mit seinen Menschen zu Besuch kommt. Da dürfte also einiges los sein. Und was gibt es zu essen? Da muss ich gar nicht lange überlegen, denn Kürbissuppe gehört bei uns zum Kürbisschnitzen einfach dazu. Das ist Tradition! Vielleicht bereite ich zusätzlich noch ein paar kleine Halloweennaschereien vor. Knusprige "Wurst-Spinnen" und gruselige "Mumien-Taler" könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen. Mal sehen, ob ich beides noch schaffe. Jetzt muss ich nur noch ein paar Kleinigkeiten vorbereiten und dann können unsere Gäste kommen. Ich freue mich schon auf unser Kürbisschnitzen im Waldgarten.

Habt ein feines Oktoberwochenende
und genießt die schönen Herbstmomente.
Herzlichst Nicole