Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr da seid. Das freut mich sehr, denn ich weiß genau, dass zwei Posts hintereinander eigentlich zu viel sind. Und Ihr seid wieder "hintenrum" gekommen?! Das ist ja fein. Aber Ihr habt es nicht geschafft bis in meine Küche zu kommen.. kicher! Doch keine Angst, da sehen wir uns sicher auch bald wieder. Letzten Samstag waren mein Göttergatte und ich in der Staudengärtnerei Diamant in Rumeln-Kaldenhausen. Dort habe wir am Thementag zur Biodiversität teilgenommen. Zwischen blühenden Stauden, summenden Insekten und vielen interessanten Gedanken verging der Vormittag wie im Flug. Biodiversität ist ein Begriff, der inzwischen überall auftaucht und doch oft ganz unterschiedlich verstanden wird. Geht es um möglichst viele verschiedene Pflanzen, um heimische Arten oder um insektenfreundliche Gärten? Alles ist dabei möglich. Spannend war zu erfahren, wie viele kleine Bausteine zusammenkommen müssen, damit ein Garten lebendig wird und Raum für Pflanzen, Tiere und Menschen bietet. Wie immer wurde der Thementag von der Chefin selbst mit einem Gedicht beendet. Diesmal mit "Take it easy!" von Mascha Kaléko. Mit viel Humor schreibt sie darüber, dass wir manche Dinge gern auf die leichte Schulter nehmen würden, das Leben uns aber gelegentlich daran erinnert, dass es auch noch die andere Schulter gibt. Ich musste schmunzeln und fand, dass dieser Gedanke wunderbar zu einem Tag passte, an dem es um Vielfalt, Zusammenhänge und das genaue Hinsehen ging. Doch jetzt nochmal erstmal zu meinen Freitagsblümchen, denn dieser entzückende Strauß durfte uns nach Haus begleiten: purpurfarbener Bartfaden, Sterndolden in unterschiedlichen Rosatönen, lila Salbei und Frauenmantel. Es sind genau diese unterschiedlichen Formen, die den Strauß für mich so besonders machen. Die schlanken Salbeirispen strecken sich dem Himmel entgegen, die Sterndolden machen ihrem Namen alle Ehre und wirken wie kleine Sterne auf langen Stielen, der Bartfaden setzt leuchtende Farbtupfer und der Frauenmantel verbindet alles mit seinen zarten gelbgrünen Blütenwolken. Zu Hause fand der hübsche Strauß seinen Platz an unserem Staketenzaun zwischen den Himbeerranken. Dort wirkte er sofort, als würde er schon immer dorthin gehören. Das satte Grün, die ersten reifenden Früchte und die üppig wachsenden Blätter bildeten die schönste Kulisse, die ich mir vorstellen konnte. Ich mag solche kunterbunten Sträuße so gerne. Gerade dieses Natürliche macht ihren Reiz aus, findet Ihr nicht auch?! Sie erinnern mich an Spaziergänge durch sommerliche Gärten, bei denen hinter jeder Ecke etwas Neues blüht und die Zeit für eine Weile keine Rolle spielt. Übrigens, für all die die Staudengärtnerei Diamant einmal selbst besuchen möchten, hier ein kleiner Tipp: Am Sonntag, den 14. Juni 2026, findet dort von 11 bis 15 Uhr ein Sommerfest statt. Vielleicht begegnet Ihr dabei ja ebenso vielen blühenden Schönheiten und inspirierenden Gedanken wie wir an diesem besonderen Vormittag.
Freitag, 12. Juni 2026
Von Sterndolden, Frauenmantel und anderen Schönheiten
Ich wünsche Euch ein Wochenende
voller kleiner Sommermomente.
Herzlichst, Nicole
verlinkt mit: *Home Sweet Home*, *Plausch am Gartenzaun*, *Niwibo sucht*,*Samstagsplausch*,*Friday-Flowerday*
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Donnerstag, 11. Juni 2026
Interessantes über Flockenblumen
Wusstet Ihr eigentlich, dass Flockenblumen mehr als nur hübsche Farbtupfer im Garten und am Wegesrand sind? Diese farbenfrohen Schönheiten, botanisch zur Gattung Centaurea gehörend, sind echte Alleskönner in der Pflanzenwelt. Als Mitglieder der Familie der Korbblütler sind sie vor allem in Europa zu Hause. Besonders ins Auge fallen ihre Blütenköpfe, die aus unzähligen kleinen Einzelblüten bestehen und in Farben von zartem Weiß über leuchtendes Gelb und sanftes Rosa bis hin zu kräftigem Violett oder wie hier bei uns in tiefem Blau erstrahlen. Flockenblumen lieben sonnige Standorte und fühlen sich auf trockenen, nährstoffarmen Lehmböden wohl. Sie sind wahre Anpassungskünstlerinnen und wachsen auf Wiesen, an Straßenrändern und sogar in lichten Wäldern. Im Garten überzeugen sie mit ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit. Je nach Art erreichen sie Höhen zwischen 20 und 120 Zentimetern, wobei einige, wie die Riesen-Flockenblume, sogar noch höher hinauswachsen. Doch Flockenblumen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ökologisch wertvoll. Sie bieten reichlich Nektar und Pollen und locken damit zahlreiche Bestäuber wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen an. Gerade die Wiesen-Flockenblume (rosa) und die Berg-Flockenblume (blau) sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele unserer heimischen Schmetterlingsarten. Ihre Blütezeit erstreckt sich, je nach Art und Standort, von Ende Mai bis in den Oktober hinein. Und auch die Samen sind eine willkommene Mahlzeit für verschiedene Vogelarten. Auch botanisch haben Flockenblumen einiges zu bieten. Viele Arten sind mehrjährig und überdauern den Winter dank ihrer Rhizome. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Kurz gesagt, Flockenblumen sind nicht nur eine optische Bereicherung für naturnahe Gärten, sondern fördern auch die Artenvielfalt und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Insekten- und Vogelwelt. Also genau die richtige Blume für unseren wilden Garten. Findet Ihr nicht auch?!
Herzlich willkommen beim fünften "Plausch am Gartenzaun". Unsere kleine Donnerstagsrunde freut sich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend um 18.00 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenzaunplausch mit Euch.
You are invited to the Inlinkz link party!
Click here to enterSonntag, 7. Juni 2026
Juni - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter

„Juni bréngk Sonn un Lücht, dat Korn kriegt Färg un Gewicht.“
Übersetzung: „Der Juni bringt Sonne und Licht, das Korn bekommt Farbe und Gewicht.“
Im Juni reifen die Getreidefelder sichtbar heran; die Halme werden schwerer, die Ähren voller. Die Tage sind lang, und die Sonne hat genug Kraft, um Wachstum und Fülle zu schenken. Die Redewendung macht deutlich, wie wichtig dieser Monat für die kommende Ernte war: Blieb die Sonne aus, fürchtete man um Brot und Futter. Gleichzeitig beginnt für die Menschen eine leichtere Zeit, in der nach der harten Frühjahrsaussaat etwas Ruhe einkehrt.
Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.
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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter:
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein
Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.
Ihr findet hier jeweils:
- Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
- Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
- Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
- Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.
Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.
Freitag, 5. Juni 2026
Kater mit Wiesenkerbel
Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr auch heute hergefunden habt. Denn heute gibt es zum Blumenfreitag einen kleinen Rückblick in den Mai. Aktuelle Blumenfotos sind hier am Niederrhein gerade Mangelware, denn seit Tagen wechseln sich dunkle Regenwolken, donnernde Gewitter und stürmische Schaueren beinahe ohne Pause ab. Umso schöner ist es, noch einmal auf sonnige Momente zurückzublicken, findet Ihr nicht auch?! Der Wiesenkerbel vom Wegesrand durfte bereits noch im Mai mit nach Hause kommen und fand seinen Platz in meiner angeschlagenen, mintfarbenen Emaillekanne auf unserem alten Holztisch im Hof. Seine zarten Blütendolden wirkten fast schwerelos und brachten noch ein weiteres Stück Wiese in den Garten. Direkt daneben genießt unser Kater seinen Lieblingsplatz im Gartensieb. Während die Blumen die Leichtigkeit des Frühsommers einfingen, sorgt er für die nötige Gelassenheit. Wo ich den Wiesenkerbel gepflückt habe, möchtet Ihr wissen? Natürlich in der Baerlag. Ihr erinnert Euch sicher an die üppigen weißen Wolken aus zarten kleinen Blüten der letzten Jahre, oder? Auch in diesem Jahr tanzten dort die grazilen Stengel im Wind. Achja, manchmal sind es eben die einfachen Momente, die einem in Erinnerung bleiben, nicht wahr?!
Ich wünsche Euch einen wunderbares Wochenende
und drücke uns die Daumen,
dass die Gewitterfronten abziehen!
Herzlichst, Nicole
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Donnerstag, 4. Juni 2026
Im wilden Garten
Habt Ihr Lust auf einen kleinen Rundgang durch den Garten? Dann kommt doch gerne herein. Direkt hinter dem Hoftor steht meine neue, antike Zinkbadewanne. Ich freue mich immer noch wie Bolle über diesen Anblick. Sie ist mit Wasser und Entengrütze gefüllt und auch eine Seerose wartet auf ihren Auftritt. Ich bin schon gespannt, ob und wann sich was tut. Ein bisschen weiter im Himbeergärtchen summt und brummt es, ständig ist irgendwo eine Hummel oder eine Biene unterwegs und sogar die ersten leuchtend roten Himbeeren verstecken sich zwischen den grünen Blättern. Noch sind es nicht viele, aber jeden Tag werden es mehr. Kaum sind sie reif, landen sie auch schon in meiner Schüssel. Oder direkt in meinen Mund. So eine sonnenwarme Himbeere schmeckt einfach zu gut, findet Ihr nicht auch?! Ach herrje.. die alte Mistgabel lehnt noch immer am Schuppen. Ich wollte sie doch weggeräumt haben bevor Ihr da seid.. tss! Wo habe ich nur meine Gedanken. Und seht nur, die kleinen, stacheligen Kastanien sitzen fest in ihren grünen Hüllen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Natur jetzt aufholt, oder?! Der majestätische Fingerhut hat sich wieder einen Platz ausgesucht, den ich niemals für ihn vorgesehen hätte und der filigrane Storchschnabel sieht das offenbar genauso. Beide wachsen einfach dort, wo der Wind sie hinweht. Auch die frisch gefüllten Hochbeete kommen langsam in Schwung. Nach den ersten beiden kalten Maiwochen wird es aber auch Zeit. Schon verrückt, wie warm und trocken die letzten beiden Wochen plötzlich waren, nicht wahr? Die frisch gefüllten Gießkannen am Mühlsteinbrunnen hatten jedenfalls keine Pause. Nach jedem Gießen fülle ich sie wieder auf, denn das abgestandene Wasser tut den Pflanzen gut, hat mir mein Vater selig erklärt. Am verwitterten Staketenzaun wiegt sich das hohe, wilde Gras im Wind. Einen mähfreien Mai brauchen wir hinten nicht, hier darf die Natur ihren Lauf nehmen. Genau deshalb lieben unsere Hühner diesen Gartenraum so sehr. Wo die Hühner jetzt sind möchtet Ihr wissen? Leider müssen die Hühner unter dem Walnussbaum im geschützten Außenstall bleiben. Denn der Habicht zieht regelmäßig seine Kreise über unserem Grundstück, wahrscheinlich hat er Junge, die er füttern muss. Doch glaubt mir, die Hühner würden jetzt eigentlich lieber durch den Garten spazieren. Habt Ihr gerade die zarten, hellgrünen Walnüsse gesehen? Kaum zu glauben, wie viele es sind, oder?! Pssst.. schaut mal! Mitten im hohen, weichen Gras, direkt am Staketenzaun, schläft ein Igel. Seht Ihr die kleinen Pfötchen? So entspannt liegt er dort. Sein kleiner, erfreulich runder Körper hebt und senkt sich mit jedem ruhigen Atemzug. Ist das nicht niedlich? Doch nun kommt, wir gehen vorsichtig weiter und wir wollen ihn schließlich nicht wecken.
Herzlich willkommen beim vierten "Plausch am Gartenzaun". Unsere kleine Donnerstagsrunde freut sich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend um 18.00 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenzaunplausch mit Euch.
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