Freitag, 6. November 2026

Ein eigenwilliger Novemberstrauß


Guten Morgen, meine Lieben. Habt Ihr Lust, direkt mit ins Esszimmer zu kommen? Ich möchte Euch meinen Novemberstrauß zeigen. Eigentlich hatte ich eine ganz andere Vorstellung davon. Etwas Leichtes sollte es werden, mit viel Luft zwischen den Zweigen und ein paar zarten Blüten als Blickfang. Dafür hatte ich mir drei getrocknete Karden, zwei Zweige Weißdorn mit roten Beeren gestern morgen vom Feldrand mitgenommen und zwei Amaryllis zurechtgelegt. Eine in Apricot und eine in Bordeaux. Alles sollte in meinem gestreiften Krug Platz finden. Die Mispelzweige habe ich zusätzlich mit in den Strauß genommen. Vor allem für Nina von *Wippsteerts*, denn ich wollte ihr einmal zeigen, wie sehr die lange Trockenheit bei uns am linken Niederrhein den Früchten zugesetzt hat. Sie sehen längst nicht mehr so aus, wie man es von Mispeln kennt. Die Blätter sind gezeichnet und auch die nur murmelgroßen Früchte haben ordentlich gelitten. Ein kleines Zeugnis eines viel zu trockenen Sommers. Mit der geplanten Leichtigkeit hat es beim Arrangieren übrigens nicht ganz geklappt.. grins schief! Stattdessen ist ein ziemlich üppiger Strauß daraus geworden. Die Karden ragen hoch über alles hinaus, die Zweige machen sich breit und die großen Amaryllisblüten nehmen ordentlich Raum ein. Dazwischen haben sich bunte Blätter und die kleinen Mispeln verteilt. Ganz anders als gedacht, aber irgendwie gefällt er mir doch. Vielleicht gerade deshalb. Das schöne Novemberlicht am Fenster tut sein Übriges. Es fällt auf die Blüten, lässt die roten Beeren des Weißdorns leuchten und bringt die unterschiedlichen Farben der Blätter erst richtig zur Geltung. Auf dem Tisch haben sich noch zwei kleine, schon etwas morbide Kürbisse dazugesellt. Ein bisschen Herbst muss schließlich noch sein. Und nun steht er da, mein etwas eigenwilliger Novemberstrauß. Nicht so filigran, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, aber mit einer ganz eigenen Ausstrahlung. Einer, der vielleicht gerade deshalb so gut in diesen November passt.

Ich wünsche Euch einen gemütlichen Novembertag 
mit goldenen Sonnenstrahlen und 
schönen kleinen Augenblicken.
Herzlichst, Nicole



Donnerstag, 5. November 2026

Goldener Herbst im Garten (oder "Plausch am Gartenzaun!")


Der November hat Einzug gehalten und doch schenkt uns der Garten noch einmal diese wunderbaren goldenen Herbsttage. Wenn die Sonne tief steht und durch das Blätterdach unserer altehrwürdigen Bäume scheint, verwandelt sich alles in ein warmes, goldenes Licht. Besonders schön finde ich es rund um unseren Pavillon. Die hohen Bäume leuchten in Gelb und Gold und ihre Äste werfen lange Schatten auf den Rasen. Ein leichter Wind lässt die letzten Blätter in den Zweigen rascheln. Auf den sonnigen Plätzen spüre ich die angenehme Wärme der Sonnenstrahlen im Gesicht, während die Luft im Schatten bereits eine frische Kühle verströmt. Ein Rotkehlchen zwitschert irgendwo im Geäst. Hoch über dem Garten zieht laut rufend ein Zug Wildgänse vorbei und aus den Bäumen ist das keckernde Rufen eines Eichhörnchens zu hören. Auch unsere Hühner sind unterwegs. Mit ihrem munteren Gegacker und ihren kleinen Streifzügen bringen sie immer wieder Leben in den Garten. Mittendrin die ruhigen, tiefen Atemzüge meines Göttergatten, der es sich nach getaner Arbeit an diesem herrlichen Herbsttag gemütlich gemacht hat und ein kleines Nickerchen hält. Unser Hundemädchen Julie liegt zu seinen Füßen und schnarcht leise im Gleichklang mit ihm. Ich atme tief ein. Es duftet nach feuchter Erde und nassem Laub. Überall im Garten sprießen Pilze aus dem Boden. Und irgendwo aus der Nachbarschaft zieht ein verführerischer Duft herüber. Es scheint Reibekuchen zu geben. Prompt meldet sich mein Magen mit einem leisen Knurren. Unser gemeinsames Frühstück liegt schließlich schon eine ganze Weile zurück. An unserer großen Kastanie zeigt sich der Herbst in diesem Jahr etwas später. Die Blätter haben lange an den Zweigen gehalten, vielleicht eine Folge des trockenen Sommers. Zum Glück hat die Miniermotte unsere Kastanie in diesem Jahr weitgehend verschont. So dürfen wir uns noch an ihrem goldenen Blätterkleid erfreuen. Nun segeln sie nach und nach zu Boden und ich habe mit dem Zusammenfegen alle Hände voll zu tun. Kaum habe ich die goldgelben Blätter zusammengefegt, hüpft das Eichhörnchen durch die Krone unserer Kastanie und schon regnet ein ganzer Schwall Blätter auf mich herab. Da kann ich mit dem Fegen eigentlich gleich wieder von vorne beginnen. Ein paar der Blätter haben sich auch in die Zinkwanne verirrt. Dort treiben sie gemeinsam mit den roten Blättern des Wilden Weines auf dem Wasser. Im ruhigen Spiegel zeigen sich der blaue Himmel und das goldene Herbstlaub. Besonders die kleinen grünen Tupfen aus Entengrütze haben es mir angetan. Sie setzen lebendige Farbakzente in diesem zauberhaften Farbenspiel aus Blau, Gold und Rot. Ich könnte diesem stillen Bild immer wieder eine Weile zuschauen. Während die Blätter lautlos auf dem Wasser treiben und das Licht durch die Zweige fällt, scheint die Zeit für einen kleinen Augenblick stillzustehen.


Herzlich willkommen beim vierzehnten "Plausch am Gartenzaun". Draußen werden die Tage kürzer und der Garten kehrt langsam zur Ruhe. Doch auch in der dunklen Jahreszeit gibt es vieles, was das Herz ein bisschen grüner macht: winterliche Gartenmomente, letzte Blüten, Tiere und Naturbeobachtungen, Spaziergänge, Selbstgemachtes oder gemütliche Ideen für die kommende Gartensaison. Unsere kleine Gartenrunde freut sich über alles, was Ihr mit uns teilen möchtet. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt Euren passenden Blogbeitrag gern weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend, den 1. Dezember, um 18 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenplausch mit Euch.

You are invited to the Inlinkz link party!

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Sonntag, 1. November 2026

Oktober im Wipfelblick und November op Platt

 

Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Mein Oktoberblick entstand Mitte des Monats, als der Wilde Wein noch in leuchtendem Rot erstrahlte und die Birken ihre Blätter weitgehend trugen. Der kräftige Farbkontrast zwischen dem feurigen Rot des Weins und dem Grün der übrigen Baumkronen machte diesen Anblick für mich besonders reizvoll. Doch inzwischen hat sich das Bild völlig verändert. Der Sturm am letzten Wochenende hat ganze Arbeit geleistet. Vom einst so prächtigen Blätterkleid des Wilden Weins ist kaum noch etwas übrig und auch die Birken stehen nahezu kahl da. Das Laub liegt verstreut im Garten, dazu kommen trockene Äste, die der Wind von den Bäumen gerissen hat. Eine schöne Überraschung gibt es allerdings: Die Trauben des Wilden Weins hängen noch immer an den kahlen Ranken. Stare, Amseln und andere gefiederte Gartenbesucher lassen sich die süßen Früchte schmecken und machen sich über die verbliebene Ernte her. So ist der Wilde Wein zwar seines bunten Blätterkleides beraubt, doch an seinen Früchten herrscht noch reger Betrieb. Mein Wipfelblick hält deshalb einen herbstlichen Augenblick fest, der inzwischen schon wieder Vergangenheit ist, während sich im Garten bereits die nächste kleine Naturgeschichte abspielt.

Randnotiz Oktober 2026: Der Oktober bescherte uns am linken Niederrhein zunächst ungewöhnlich milde Temperaturen und viele goldene Herbsttage. Zum Monatsende sorgten die Sturmtiefs Luise (23./24. Oktober) und Manja (24./25. Oktober) mit kräftigen Regenfällen und stürmischen Böen für einen abrupten Wetterwechsel. Der Rhein führte trotz der Niederschläge weiterhin wenig Wasser. Ein Monat zwischen goldenem Herbstlicht, stürmischen Tagen und den letzten Spuren der sommerlichen Trockenheit.




November - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Hätt Sent Märte en witte Baart, weed dä Winter lang un haart."
Übersetzung: "Hat Sankt Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart."

Der Martinstag am 11. November liegt mitten im Übergang vom Herbst zum Winter. Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und der erste Frost lässt sich mancherorts bereits auf Wiesen und Feldern entdecken. Wenn sich Reif wie ein weißer Bart auf die Landschaft legt, erinnert das an die alte Bauernregel rund um Sent Märte. Der weiße Bart steht sinnbildlich für Kälte und Frost, während der lange und harte Winter die Sorge der Menschen vor einer entbehrungsreichen Jahreszeit widerspiegelt. Früher war ein strenger Winter für die Menschen auf dem Land eine besondere Herausforderung. Vorräte mussten reichen, Tiere brauchten Schutz und Holz zum Heizen musste bereitliegen.

Herkunft: Alter niederrheinischer Wetterspruch aus der mündlichen Überlieferung.


Van Hart’n willkamen bi mi!
Dat Niköleken


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid,

Samstag, 31. Oktober 2026

40 kleine Candybags



"Mama, ich wäre dann soweit! Wir können von mir aus loslegen!", mein Sohnemann schaut mich erwartungsvoll an, "Na, was hast du denn alles mitgebracht?". Grinsend stelle ich meine Einkaufstasche auf den Tisch: "40 Candybags und natürlich jede Menge Füllmaterial!". Mein Jüngster greift nach der Tasche und wirft einen Blick hinein: "Wooow.. Mama, da hast du aber ordentlich zugeschlagen!". Ich muss lachen und zucke mit den Schultern: "Na, es soll schließlich für jeden etwas dabei sein!". "Dann wollen wir mal sehen!", sagt er und kippt die großen Verpackungstüten auf unserem alten Esstisch aus. Neugierig schaut er sich die Ausbeute an und beginnt gleich, den Inhalt aufzuteilen: "Also, in jede Tüte kommen ein Halloween-Lutscher, ein Tütchen mit bunten Fruchtgummis und natürlich ein gruseliges Fruchtgummi-Auge! Und die übrigen Süßigkeiten sammeln wir in unserem Candy-Eimer. Falls später noch ein paar Nachzügler kommen, haben wir auch für die etwas da.". Ich nicke zustimmend und grinse meinen Sohn an: "Genau so machen wir das!". Während wir die Süßigkeiten sortieren und die Candybags nach und nach füllen, bekommen wir plötzlich Besuch auf vier Pfoten. Unser Kater Sky hat offenbar beschlossen, dass der Korb genau der richtige Platz für ihn ist. Seelenruhig setzt er sich mitten hinein und schaut uns unschuldig an. "Na, schau dir diesen Lümmel an!", mein Sohnemann lacht auf, "Sky, jetzt mach schon Platz! Raus da, kleiner Pirat!". Er greift nach unserem pelzigen Helfer und setzt ihn vorsichtig auf den Boden. Auch Sky ist für Halloween gerüstet. Seine schwarze Augenklappe macht aus unserem einäugigen Kater einen waschechten kleinen Piraten.* Nach und nach füllen sich die Candybags und auch unser Candy-Eimer bekommt seinen Inhalt. Am Ende ist der Korb pickepacke voll und wir können zufrieden auf unser Werk schauen. 40 kleine Überraschungen warten nun auf ihre Abholung. Jetzt kann Halloween kommen! Wir freuen uns schon auf das Klingeln an der Haustür und die vielen kleinen Hexen, Vampire und Gespenster, die heute abend bei uns vorbeischauen werden.


hAppY hAllOwEEn!
Nicole


Donnerstag-Abend, 29.10.2026
Freitag-Morgen, 30.10.2026



Freitag-Nacht, 31.10.2026



 Halloween-Bucket-List von Ulrike



Diese kleine Halloween-Bucket-List von Ulrike hat mir in den vergangenen Wochen jede Menge Freude bereitet. Liebe Ulrike, Dir möchte ich ganz besonders danken, denn Du hast mit Deiner wunderbaren Idee nicht nur eine Liste voller schöner Anregungen geschaffen, sondern auch dazu eingeladen, den Oktober mit offenen Augen, Kreativität und einer großen Portion Halloween-Vorfreude zu genießen. Es ist schön, dass Du Dir immer wieder solche Aktionen ausdenkst und uns daran teilhaben lässt. Ich bin zwar erst etwas später eingestiegen, habe aber schnell gemerkt, dass ich schon erstaunlich viele Aufgaben mit einem Häkchen versehen konnte. Drei kleine Naschereien sind allerdings noch übrig geblieben: Spooky Snacks, Halloween-Kekse und Schokolade. Aber darum ging es ja auch gar nicht, nicht wahr?! Es war einfach schön, sich immer wieder etwas aus der Liste herauszupicken, kreativ zu werden, den Herbst zu genießen und sich auf Halloween einzustimmen. Dabei sind viele gemütliche Momente, kleine Basteleien und schöne Erinnerungen entstanden. Ich hatte jedenfalls eine wunderbare Zeit mit meiner ganz persönlichen Halloween-Bucket-List und freue mich schon auf die nächste gemeinsame Aktion.

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Vielleicht habt Ihr Euch gewundert, warum unser Sky auf den beiden Fotos als kleiner Pirat unterwegs ist. Vor einigen Wochen kam unser Kater schwer verletzt nach Hause. Leider war sein Auge so schwer geschädigt, dass der Tierarzt es nicht mehr retten konnte. An der Stelle, an der sein Auge war, befindet sich nun eine Naht, die noch vollständig verheilen muss. Für das Foto haben wir ihm deshalb mit ein wenig KI eine schwarze Piratenklappe verpasst. Ein kleiner Spaß, der unserem tapferen Sky den passenden Piratenlook verleiht.