Freitag, 21. Januar 2022

Das Leben ist bunt


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid! Kommt schnell herein und wärmt Euch auf. Ist das eisig heute.. brrr! Es muss auch schrecklich glatt sein, denn heute morgen schon ganz in der Früh kam ein Streuwagen bei uns vorbei. Das passiert sonst nie. Aber nun soll ich Euch einen lieben Gruß bestellen und Euch ein warmes Dankeschön aussprechen - für all' die lieben Glückwünsche zum 20ten Geburtstags meines Großen. Er hat sich sehr darüber gefreut (und ich mich natürlich auch!). Und ja, Ihr habt richtig gelesen: mein Großer ist 20 Jahre alt geworden. Noch nicht mal mehr ein Teenager. Wie kann das so schnell passieren, frag ich mich. Mit dem Geburtstag meines Großen verschwindet auch das letzte Weihnachtsfunkeln in die Tiefen unseres Kellers und die ersten Hyazinthen des Jahres finden den Weg in unser Heim. Es ist fast schon zur Tradition geworden, dass der Geburtstagstrauß meines Großen aus fröhlichen Hyazinthen besteht. Ein kleiner Frühlingsgruß sozusagen. Die bunte Geburtstagskarawane gehört übrigens auch traditionell zum Geburtstagstisch dazu. Das mag für Euch vielleicht kitschig ausschauen, doch begleitet sie uns schon seit eben 20 Jahren.. lach! Sie darf am Geburtstagsmorgen nicht auf dem Tisch fehlen. Allerdings trägt sie in diesem Jahr keine Zahl, denn es gibt keine einzelne "Null" bei den Zahlen. Eine "Zehn" ja, aber eben keine "Null". Tsss.. als ob eine Geburtstagtradition mit dem Erwachsenenalter aufhört.. kicher! So, und ich muss jetzt los. Meine Hündin Julie wartet schon auf mich. 

Euch ein schönes Wochenende, meine Lieben.
Passt auf Euch! Und denkt dran:
Das Leben ist bunt.
Auch wenn es manchmal anders ausschaut.
Herzlichst, Nicole



Dienstag, 18. Januar 2022

hAppY bIrthdAY



 Happy Birthday, my son!


#ilovemyson #ilovebeeingamum #mysonshine

Donnerstag, 13. Januar 2022

Positiv ins neue Jahr (oder "Impfdurchbruch!")



Die karge Wintersonne versteckt sich in einem hohen Nebelmeer und lässt den Januarmorgen grau und unwirtlich erscheinen. Wir sind unterwegs in der Baerlag einem idyllischen Fleckchen zwischen dem Niederkamper Wald und der Leucht. Es ist eisig kalt und die nasse Kälte lässt mich trotz der vielen Kleidungsschichten frösteln. Heute ist der erste Tag an dem ich mich traue meine Quarantäne zu verlassen. Nach zehn Tagen war heute morgen mein SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest negativ und auch wenn ich noch wackelig auf den Beinen bin, bin ich dankbar wieder in der Natur unterwegs sein zu können. Nachdenklich lasse ich meinen Blick schweifen und atme froh die frische Luft ein. Impfdurchbruch. Dieses Wort schreit manchmal geradezu in meinem Kopf. Wie konnte das nur passieren? Wo ich doch immer so vorsichtig war. Ich habe mich nur mit getesten Personen getroffen und doch war es wohl eine trügerische Sicherheit. Denn auch der Test meiner kleinen Patentochter war am Tag des Treffens negativ. Wer ahnt schon, dass erst am Tag drauf Corona sichtbar wird? Ich seufze leise. Wie gut, dass es der kleinen Maus so gut ging. Zwei Tage Kopfweh und erhöhte Temperatur und dann ist sie auch schon wieder durchs Haus gehüpft. Das war allerdings bei mir ganz anders. Alle Symptome haben sich gezeigt. Husten, Halsweh, Schnupfen, Kurzatmigkeit, Mattigkeit, Fieber, Nachtschweiß sogar einen fiesen Hautausschlag habe ich bekommen. Ich seufze abermals, strecke mich und schaue nach vorne. Mein Göttergatte und unsere hübsche Hündin Julie warten schon auf mich. Mit einem Lächeln im Gesicht laufe ich zu den beiden, denn zum Glück ist soweit alles wieder gut und ich hoffe, dass neue Jahr zeigt sich fortan von seiner besten Seite.

Euch ein frohes neues Jahr!
Herzlichst, Nicole



Dienstag, 28. Dezember 2021

Das gehütete Friedenslicht

Es ist schon spät geworden am Heiligabend, alle Päckchen sind ausgepackt und alle Überraschungen wurden gebührend bewundert. Der Christbaum glitzert im Lichtermeer und in der Küche läuft leise die Spülmaschine, um der großen Anzahl der Schälchen und Pfännchen unseres Raclettes Herr zu werden. Eine behagliche Ruhe senkt sich über unser Heim und lässt mich innehalten um unser Weihnachtsfest Revue passieren zu lassen. Den ganzen Tag über haben wir Weihnachtslieder Karaoke gesungen und ich wurde sogar mehrmals von meinen "Männern" zum Tanz aufgefordert. Auch bei dem Open-Air-Gottesdienst unserer Gemeinde wurde durch die Maske gesungen und mit dem Segen des Pfarrers hat für uns erst Weihnachten angefangen. Mein Sohnemann und mein Göttergatte sind oben im Kinderzimmer und installieren das gewünschte Mikrofon meines Jüngsten. Mein Großer rekelt sich auf dem Sofa und sieht mich fragend an: "Sollen wir los, Mama?!". Wir beide haben nämlich noch etwas vor. Als Weihnachtsüberraschung sollen alle Freunde der Pfadfinder einen lieben Weihnachtsgruß gemeinsam mit einer zarten Bienenwachskerze überreicht bekommen. Doch das besondere an unserem Vorhaben ist, dass das von uns gehütete Friedenslicht mit der Kerze ins Haus genommen werden kann. Und so ziehen wir beide los. Die rohe Holz-Laterne mit dem Friedenslicht in den Händen meines Großen und im Gepäck Friede, Freundschaft und Hoffnung. 

Freitag, 24. Dezember 2021

Waldweihnachten - zur Wintersonnenwende


Die Nacht war eisig und macht dem Tag der Wintersonnenwende alle Ehre. Minus sieben Grad stand heute Morgen ganz in der Früh auf unserem Aussenthermometer im Garten und viel wärmer ist es auch bei Sonnenaufgang nicht geworden. Kleine Atemwölkchen tanzen über unseren Köpfen und hinterlassen ein feuchtes Gefühl auf den engen Maschen unserer Wollschale. "Heute ist der perfekte Tag für unsere Waldweihnachten, Mama!", erklärt mir mein Sohnemann zufrieden lächelnd und stapft mit seinen großen Füßen über den knirschenden Weg. Jeder Grashalm und jedes Blatt ist gefroren und die frühe Sonne lässt jeden Eiskristall wie einen Diamanden glitzern. Ich nicke und lächle ihn freudig an: "Das finde ich auch, mein Schatz!". Schon seit Kindergartentagen feiern wir in jedem Advent ein Weihnachtsfest für die Tiere im Wald und ich bin froh und dankbar, dass mein Sohnemann auch noch als Teenager auf diese innig geliebte Familientradition besteht. "Haben wir auch alles dabei?", fragend blicke ich meinen Jüngsten an. Mein Sohnemann hält für einen Moment inne und prüft noch einmal unsere guten Gaben: "Wir haben Erdnüsse für die Eichhörnchen, lecker gefüllte Walnuss- und  Mandarinenschalen für die Vögel  und für die Rehe hängen wir gleich ein paar Äpfelchen in die Kiefer.". "Hast du auch an Streichhölzer oder ein Feuerzeug gedacht?", frage ich plötzlich besorgt. Doch mein Sohnemann nickt und klopft sich auf die großen immer gefüllten Taschen seiner Jacke. "Alles am Mann!", erklärt er mit dunkler Stimme und hört sich direkt einbissel wie sein Vater an. "Dann ist ja gut!", beschwichtige ich lachend und fange an zu summen, "Am Kamin ist ein Plätzchen. Das gehört unserm Kätzchen. Es teilt es mir dir. Und dann wandern wir...". "Weiter durch den weißen Winterwald!", mein Sohnemann stimmt heiser mit ein und fängt prompt an zu Husten. Vorgestern hatte er noch Fieber, doch die verschriebenen Antibiotika scheinen gut anzuschlagen. "Was für eine blöde Erkältung, Mama!", mein Sohnemann putzt sich lautstark die Nase, "Doch ich bin froh, dass ich kein Corona habe. Mittlerweile haben es einige an der Schule.". Ich nicke nur, denn diesen Moment möchte ich so gut es geht ohne einen besorgten Gedanken an die weltweite Pandamie genießen. Und dann sehen wir auch schon die schlanke Kiefer aus dem letzten Jahr. Richtig gewachsen ist sie und nimmt schon mehr Raum ein als im letzten Jahr. Scherzend und singend hängen mein Sohnemann und ich die guten Gaben an den stacheligen Baum, als unsere hübsche Hündin Julie uns freudig entgegenspringt. "Der Papa ist da!", mein Kleiner strahlt über sein ganzes liebes Gesicht und läuft meinem Göttergatten entgegen. Gerührt sehe ich ihm nach und mit einem Mal wird mir ganz weihnachtlich zu Mute.


Fröhliche Weihnachten!