Freitag, 9. Oktober 2026
Unsere Silberhochzeit
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Orange im Oktober
Im Oktober sucht Niwibo nach Orange und da bin ich natürlich gerne dabei. Orange ist für mich eine der schönsten Herbstfarben. Mal leuchtet sie kräftig und warm, mal kommt sie ganz sanft daher, mal versteckt sie sich zwischen Rot, Grün, Braun und Gold. Also habe ich mich mit meiner Kamera einmal auf die Suche nach orangefarbenen Herbstschätzen in unserem Garten und drumherum gemacht.
Den Anfang macht ein etwas ungewöhnlicher Geselle, ein Fliegenpilz ohne Punkte. Ganz in Orange steht er da und sieht dadurch fast ein bisschen aus, als wäre beim Anziehen der weiße Mantel vergessen worden. Ein lustiger kleiner Farbtupfer und auf jeden Fall orange genug für diese Sammlung.
Weiter geht es mit meinen Lampionblumen. Ihre leuchtend orangefarbenen Lampions stecken in einer alten türkis farbenen Emaillekanne. Ich mag diese Farbkombination besonders gerne. Das warme Orange und das kühle Türkis der Kanne bringen sich gegenseitig richtig schön zum Leuchten.
Natürlich dürfen auch die Kürbisse vom Hofladen nicht fehlen. Rund und knubbelig, in verschiedenen Größen und Orangetönen liegen sie dort und gehören für mich einfach zum Oktober dazu. Kaum eine andere Farbe ruft so sehr „Herbst“ wie dieses warme Kürbisorange.
Auch ein grauer Strohkranz darf in meiner Orangensammlung nicht fehlen. Zwei kleine Kürbisse sitzen darin, dazu leuchten einige Hagebutten zwischen dem Stroh hervor. Grau, Orange und Rot, dazu die natürliche Struktur des Strohs, eine ganz schlichte und gleichzeitig hübsche Herbstdekoration.
Und weil Orange nicht nur im Garten, sondern auch zwischen Buchdeckeln seinen Platz finden darf, liegt hier schon mein nächstes Buch bereit: „The Autumn Love Arrangement“ von Nicole Alfa. Da es heute endlich einmal regnet möchte ich damit anfangen. Schon der Titel passt so wunderbar zum Oktober und zu meiner momentanen Herbststimmung, dass ich sehr gespannt bin, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet.
Ein besonders schönes Farbenspiel liefert auch die Rotbuche im Moerser Stadtpark vor dem blauen Himmel. Die orangefarbenen und rötlichen Blätter leuchten regelrecht vor dem klaren Blau. Dieser kräftige Kontrast gefällt mir sehr und gehört für mich zu den schönsten Herbstvarianten überhaupt.
Mein Göttergatte hat ebenfalls einen Kürbis bekommen. Beziehungsweise hat er sich selbst einen ausgesucht und schon einmal mit dem Schnitzen begonnen. Seine Kürbisfratze ist allerdings noch nicht ganz fertig. Doch schaut sie schon ganz freundlich in die Welt. Das musste auch so sein, denn obwohl mein Göttergatte durch seinen üppigen Bart sein eigenes Lächeln meistens gut versteckt, ist er für mich der freundlichste Mensch auf der Welt. Da darf sein Kürbis natürlich nicht grimmig dreinschauen.
Ein ganz anderes Orange entdecke ich direkt vor unserem Gästezimmer. Dort hängt der Wilde Wein inzwischen wie ein dichter Blättervorhang vor dem Fenster. Zwischen den noch grünen Blättern leuchten immer mehr orangefarbene, rote und warme herbstliche Töne hervor. Gerade dieser wilde Übergang gefällt mir besonders gut.
Am Bach, dem Hoerstgener Kendel, wächst ein Essigstrauch, der sich im Herbst ebenfalls in ein leuchtendes Farbenspiel verwandelt. Seine orangefarbenen bis rötlichen Blätter sind wunderschön anzusehen. Auch wenn der Essigstrauch leider zu den Neophyten gehört, kann ich mich seinem herbstlichen Auftritt nicht ganz entziehen.
Dann gibt es bei uns noch die dicken orangenen Kürbisbecher. Darin dampft Tee und rundherum habe ich ein kleines Sammelsurium aus Kastanien und anderen Herbstschätzen zusammengestellt. Kleine Dinge, die man beim Spaziergang oder im Garten findet und die zusammen plötzlich nach richtig viel Herbst aussehen.
Auf dem alten Holztisch im Hof stehen meine Dahlien. Auch sie bringen wunderschöne orangefarbene Blüten mit. Zwischen dem verwitterten Holz und den übrigen Herbstfarben leuchten die Blüten besonders kräftig und zeigen noch einmal, wie farbenfroh unser Garten im Oktober sein kann.
Dann erreichte mich noch eine ganz besondere orangefarbene Überraschung per Post. Kirsten hat mir eine wunderschöne Herbstkarte geschickt. Die warmen Herbstfarben passen natürlich ganz wunderbar zu Niwibos Oktoberthema. Liebe Kirsten, ganz herzlichen Dank für diese schöne Herbstpost.
So sieht mein Orange im Oktober aus. Kürbisse, Lampionblumen, Hagebutten, Herbstlaub, Dahlien, Essigstrauch, Herbstschätze, Tee, eine liebe Herbstkarte und sogar ein neues Buch. Mal kräftig leuchtend, mal warm und gedämpft, mal als kleiner Farbtupfer und manchmal gleich als ganzer Blättervorhang.
Ich finde, Orange darf im Oktober
ruhig ein bisschen mehr Raum bekommen,
findet Ihr nicht auch?!
Herzlichst Nicole
Verlinkt mit: *Gartenplausch*
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Donnerstag, 1. Oktober 2026
September im Vorgarten (oder "Plausch am Gartenzaun!")
Der September hat unseren Vorgarten in ein kleines spätsommerliches Gartenreich verwandelt. Noch ist alles üppig grün, doch dazwischen leuchten Gelb und Violett. Die hohen Sonnenblumen nicken im Wind und die Septemberastern setzen kräftige Farbtupfer. Am schönsten ist der Vorgarten für mich am Morgen. Dann fällt die Sonne hinein und lässt die Blüten leuchten. Die Sonnenblumen wirken fast golden und auch die violetten Astern kommen wunderbar zur Geltung. Später wird es schattiger und ruhiger, doch überall blüht und raschelt es weiter. Mittendrin liegt die kleine runde Kiesfläche mit unserer hohen Roststele und der Schale. Rostbraun und ein wenig verwittert passt sie wunderbar zwischen die üppige Bepflanzung. Während der Gartensaison darf in der Schale immer wieder etwas anderes wachsen. Wenn der Garten im Winter zur Ruhe kommt, kann darin stattdessen ein kleines Feuer brennen. Rund um die Kiesfläche darf unser Vorgarten einfach wachsen. Nichts ist akkurat, Stauden ragen über die Wege und Gräser bewegen sich im Wind. Genau das liebe ich. Zwischen altem Backstein, Rost, Blüten und ganz viel Grün entsteht nun, in seinem ersten Gartenjahr, eine ganz eigene Atmosphäre. Der September ist für mich eine wunderschöne Zwischenzeit. Der Sommer ist noch spürbar und gleichzeitig kündigt sich der Herbst schon ganz leise an. Morgens liegt manchmal ein Hauch Kühle in der Luft und das warme Licht lässt den Vorgarten noch einmal richtig strahlen. Bald bekommt auch die rostige Schale ihr kleines Herbstkleid. Das rosa Heidekraut steht schon bereit und ich bin gespannt, wie es zwischen Rost und den letzten Sommerblumen wirken wird. Ein paar Schritte vor die Haustür reichen und schon bin ich mittendrin in dieser kleinen Welt aus Blüten, Gräsern, altem Backstein und dem leisen Rascheln des Septembers.
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