Mittwoch, 18. Juli 2018

Abendrunde


Hand in Hand schlendern mein Göttergatte und ich den staubtrockenen Feldweg entlang, vorneweg läuft unsere Hündin Julie. Die Grillen zirpen ihr Abendlied und ein warmer Wind lässt die vertrockneten Gräser leise flüstern. Ein heißer Sommertag neigt sich dem Ende. Obwohl es schon spät am Abend ist, flirrt die Luft noch über den gemähten Getreidefeldern, eine Ernte wird es wohl hier nicht geben. Julie ist ganz in ihrem Element, sie schnüffelt, hüpft und rennt. Plötzlich bleibt sie abrupt stehen. Kurz vor ihr fliegt laut keckernd ein Fasan in die Luft und ich halte für einen Moment den Atem an. Was für ein Schreck! Ich lache meinen Göttergatten verlegen an und wir laufen weiter. Vorbei an dürren Wiesen, zu niedrigen Maisfeldern, deren Blätter sich vor Durst zusammen gerollt haben, und müden Zuckerrüben. Es müsste endlich einmal regnen. Der Niederrhein scheint langsam zu vertrocknen. Die letzten Regenschauern waren viel zu kurz und unergiebig. Ich blicke hoffnungsvoll in den dunkler werdenden Abendhimmel, doch sind die versprochenen Regenwolken nicht zu sehen. Dafür geht die Sonne langsam im Westen golden unter und ein kühlerer Wind kommt auf, irgendwo in der Nähe scheint es regnen. Nur nicht bei uns.


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Freitag, 13. Juli 2018

Von blauen Hortensien und meerbunten Fischen


Guten Morgen, meine Lieben! Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn heute ist der letzter Schultag vor den Ferien.. jiipiiih! Ich kann es gar nicht glauben. Sechs Wochen lang haben die Jungs keinerlei Verpflichtungen. Ist das nicht einfach toll?!  Unsere Söhne sind schon seit Tagen hibbelig, denn heute gibt es auch Zeugnisse und nicht jeder Lehrer hat die Zensuren verraten. Das macht besonders unseren Großen unruhig und wenn ich es zugeben darf - mich auch! Wisst Ihr eigentlich, wie fürchterlich umständlich es ist, wenn man einen nicht ausgelasteten kleinen Kater hat und ein paar Hortensien arrangieren möchte? Ich weiß nicht, wie oft ich den kleinen Stinker vom Tisch gehoben habe. Dabei finde ich die langstieligen blauen Schönheiten einfach wunderbar. Ich habe sie bei meiner Freundin Astrid pflücken dürfen, nachdem ich ihr letzten Sonntag geholfen habe. Da hieß es nämlich "Offene Gärten Kamp-Lintfort" und sie war mit ihrem wundervollen Garten nun schon zum dritten Mal dabei. Genauso oft habe ich ihr übrigens dabei geholfen. Es war wieder ein wunderbarer Gartentag, mit sympathischen Menschen und vielen anregenden Gesprächen. Habt Ihr schon die hübschen Karten und das kleine Giveaway entdeckt? Die "Windmühlen-Sommerpost" kam schon vor einiger Zeit von Kirsten zu mir geflogen und  "Eine kleine Auszeit" von Nicole habe ich am Mittwoch aus dem Briefkasten fischen dürfen. Ich bin ganz verliebt in die hübschen Karten, dem maritimen Täfelchen und den meerbunten Fischen. Ganz vielen lieben Dank, Ihr Beiden. Auch von der lieben Claudia lag ganz zauberhafte Sommerpost im Briefkasten, doch leider kann ich sie Euch noch nicht zeigen, da weder mein Sohnemann noch ich die hübsche Blüte zusammenbasteln kann.. kicher! Da müssen wir wohl auf meinen Göttergatten warten, der sich mal wieder beruflich durch die Weltgeschichte treiben lässt. Sorry, Claudia!  So, meine Lieben zum Schluss noch eine kleine Info: während der sechs Ferienwochen werde ich nicht jeden Tag online sein. Denn wie Ihr wisst, muss Familienzeit genossen werden.. grins breit!! Ich hoffe, Ihr seht mir das nach ;)


Ich wünsche Euch einen ganz wundervollen Sommer.
Alles Liebe und bis bald,
Nicole

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Dienstag, 10. Juli 2018

Rettet den Dachsbruch (oder: "Kiesabbau - Nein, Danke!")


Heute komme ich mit einer großen Bitte zu Euch. Denn ein großes Stück meiner Heimat ist gefährdet. Vielleicht erinnert Ihr Euch an den einen oder anderen Post, wie zum Beispiel: ""Perfektes Juli(e)-Wetter" oder "Wenn es Winter wird am Niederrhein"? Zum dritten Mal versucht die Bezirksregierung Düsseldorf auf Drängen der Kiesindustrie dort die Landschaft zu zerstören und einen 91,7 ha großen Kiesabgrabungsbereich auszuweisen. Ein ganzer Ortsteil Dachsbruch/Wickrather Feld - so groß wie etwa 126 Fussballfelder - soll für den Kiesabbau weichen. Eine einmalige Natur- und Kulturlandschaft zwischen unserem altehrwürdigen Kloster Kamp und dem schönen Naherholungsgebiet Oermter Berg soll zerstört werden, damit einhergehend ist auch von Enteignung die Rede und unter anderem ist auch der schöne Hof einer lieber Freundin (ihr Sohnemann und meiner sind gleich alt und wir kennen uns seit der Spielgruppe) in Gefahr. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich der Gedanke für sie und ihre Familie sein muss, dass sie ihr Zuhause vielleicht verlieren werden. Bitte helft uns dabei, diesen unnötigen Abbau zu verhindern und werdet mit einer virtuellen Unterschrift >hier< aktiv. 

Danke.
Herzlichst, Nicole 

Freitag, 6. Juli 2018

Landliebe und Sommerlust


Guten Morgen, meine Lieben. Ist es momentan nicht einfach herrlich? Die Sonne lacht, der Himmel ist wolkenlos und es duftet nach frisch gemähten Heu. Unsere Woche war geprägt von staubtrockenen Landspaziergängen und erfrischenden Wasserschlachten. Das alles wollte ich heute in meinen kleinen Freitagsstrauß stecken und deshalb sind dort reife Ähren, weiße Schafgarbe, gelbes Habichtskraut, gelbe Pastinake, weißer Wiesenkerbel und gelbe Trommelschlägel zu finden. Landliebe und  Sommerlust sozusagen.. lach! Und wisst Ihr was das Beste ist? Nur noch eine Woche und dann fangen die Ferien an. Meine Jungs können es gar nicht erwarten und hangeln sich von Sportveranstaltungen zu Schulausflügen durch die letzten Schulwochen. Ich bin schon ganz hibbelig, so sehr freue ich mich auf die schulfreie Zeit. Auch wenn mein Göttergatte und ich noch gar keinen Urlaub haben und wir in diesen Sommerferien auch nicht verreisen, genieße ich das Lotterleben nach getaner Arbeit sehr. Und Ihr? Genießt Ihr auch den Sommer? Zuhause, im Freibad, am See oder gar in fernen Ländern? Wie dem auch sei..

..ich wünsche Euch ein sommerleichtes Wochenende.
Herzlichst, Nicole

Mittwoch, 4. Juli 2018

Hochsommer am Niederrhein


Goldglänzend wiegen sich die Ähren im lauen Sommerwind und in der Ferne ist das Brummen der Traktoren und das Muhen der Kühe zu hören. Hoch über unseren Köpfen fliegen laut rufend ein paar Mauersegler und die Sonne brennt heiß vom strahlend blauen Morgenhimmel herab. Es ist Hochsommer. Mein Göttergatte und ich schlendern müßig mit unserer Hündin Julie einen staubtrockenen Feldweg entlang. Plötzlich nehme ich eine kleine Bewegung im Getreide neben uns wahr. "Leine bitte Julie an!", flüstere ich meinem Göttergatten zu und mache eine kleine unscheinbare Bewegung mit meinem Kopf, "Da im Feld steht ein Rehkitz.". Mein Göttergatte sieht mich erst ungläubig an und ruft dann aber leise unsere Hündin zu sich. Mit einer geschickten Handbewegung legt er ihr die Leise-Leine um und befielt ihr stumm Platz zu machen. "Tatsächlich!", bestätigt er leise und lächelt mich warm an. "Ist das süß!", kommentiere ich immer noch flüsternd und kann mich gar nicht satt sehen. Doch unsere Julie wird ungeduldig und bevor wir das kleine Reh aufschrecken, gehen wir langsam weiter. Kaum sind wir ein paar Meter weiter ist das Keckern eines Fasanes zu hören. Sein roter Kamm leuchtet schon von Weitem. "Sieh nur!", jetzt ist es an meinem Göttergatten auf den prachtvollen Vogel aufmerksam zu machen, "Dort hinten läuft er.".

Sonntag, 1. Juli 2018

Zeit der Schmetterlinge


Mit der Mitmach-Aktion "Zeit der Schmetterlinge“ vom 15.06.-16.07.2018 will der NABU auch in diesem Jahr herausfinden, wie viele Schmetterlingsarten noch in Stadt und Land unterwegs sind. Denn wer genauer hingeschaut hat, konnte bemerken, dass auch viele Schmetterlingsarten seltener geworden sind. Das Sterben unserer heimischen Insektenfauna ist dramatisch. Um unseren Beitrag zu leisten und mit auf dieses Artensterben aufmerksam zu machen, begaben wir uns gestern wieder auf die Pirsch. Besonders viele Schmetterlinge haben wir gestern Nachmittag bei Sonne und hochsommerlichen Temperaturen auf dem Sommerflieder und dem Blut-Weiderich gefunden. Es waren dabei: 10 Tagpfauenaugen, 1 Landkärtchen, 1 Schwalbenschwanz, 8 Rapsweißlinge, 5 Kohlweißlinge und 3 Bläulinge. Besonders gefreut haben wir uns auch über die zahlreichen Hummeln, Wildbienen und Honigbienen in unserem Garten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, dort wo die modernen Vorgärten mit Schotter in Szene gesetzt worden sind, gab es übrigens gar keine Flug-Insekten. (Beobachtungszeitraum: 2 Stunden)

Habt Ihr Lust bekommen mitzumachen? Dann los!! Eure Ergebnisse könnt Ihr online >hier< melden. Und wer noch Zähl-Hilfe braucht, der kann >hier< mal schauen.


Viel Spaß beim Zählen!


Wer Schmetterlinge lachen hört, 
der weiß, wie Wolken schmecken.

(Carlo Karges)



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