Donnerstag, 12. März 2026

Ein naturnaher Vorgarten - Planung und Umsetzung


Unser Vorgarten hat ein neues Gesicht bekommen! Jetzt nachdem unsere alten Spalierobstbäume Vergangenheit sind, konnten und mussten wir den Bereich neu gestalten. Natürlich etwas das zu uns passt und nachhaltig funktioniert. Dank der wunderbaren Planung und Umsetzung von Martin Luyven von Gartenbau Luyven ist daraus ein Ort entstanden, der sich mit der Zeit weiterentwickeln darf. Unser Wünsche waren klar: Wiederverwendung statt Neuware, um Ressourcen zu schonen und persönliche Geschichte zu bewahren. Ein Bienen- und Vogelparadies mit nektar- und fruchtreichen heimischen Pflanzen für ganzjähriges Futter und Versteck. Selbstregulierend durch Bodendecker als „lebende Mulchschicht" für natürliche Unkrautunterdrückung und minimale Pflege. Alles versickerungsoffen mit lokalen Materialien. Ein Garten (ca. 74 qm) im Werden: zart beginnend, mit den Jahren wachsend und uns täglich Neues schenkend. Statt auf neue Materialien zu setzen, haben wir Altes wiederverwendet. Das alte Altstadtpflaster aus unserer ehemaligen Garagenauffahrt rahmt nun unseren kleinen Sitzplatz, der noch mit regionalen Kies verfüllt werden muss. Von hier führen neu arrangierte Gehwegplatten als Trittsteine durch die Bepflanzung. Noch ist alles jung: Die Stauden klein, die Gehölze schlank. Aber man spürt, was hier entsteht. Rechts wächst unsere Kupfer-Felsenbirne als Strauch heran. Sie blüht sehr früh und versorgt Bienen und Hummeln mit den ersten Nektartropfen, wenn sonst noch nichts los ist. Auf der linken Seite formen drei Zierapfel-Spalierbäumchen einen natürlichen Sichtschutz für unsere Fenster. Ihre Blüten sind ein Fest für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge, später die kleinen Äpfel ein Buffet für Singvögel wie Amseln und Meisen. Schon jetzt hüpfen sie neugierig dazwischen. Zwischen Steinen und Platten breiten sich erste Teppiche aus Kaukasus-Vergissmeinnicht, das hier echtes „Waldboden-Feeling" bringt, Knoten-Storchschnabel, Schafgarbe, Waldmeister und Goldnessel aus. Der Storchschnabel lockt Hummeln, Wespen und Schwebfliegen an. Waldmeister duftet im Schatten himmlisch mit seinen Sternblüten und die wintergrüne Goldnessel ist ein Pollen-Magnet für Hummelarten. Der Boden wurde mit Humus angereichert, der direkt von einem Niederrheinischen Förster aus dem heimischen Wald kommt: pur regional, ohne exotische Fruchtreste oder Zusatzstoffe. Diese „lebende Mulchschicht" verdrängt Unkraut, hält Feuchtigkeit und bietet Versteck und Futter für kleine Gartenfreunde. Für Artenvielfalt sorgen heimische Spezialisten: Christrose als Winterblüher für die ersten Bienen, Berg-Flockenblume mit nektarreichen Blüten für Frühsommer-Hummeln, Blut-Weiderich, der an sonnigen Tagen nur so summt, Schafgarbe als Klassiker für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mit ihren nektarreichen Doldenblüten, Nelkenwurz mit Dauerblüte für Schmetterlinge und Raupen, Kleine Bibernelle als Futterquelle für seltene Falter wie das Bibernell-Widderchen sowie Großer Wiesenknopf. Im Winter halten Halme von Wald-Schmiele und Hohem Pfeifengras Struktur, bieten Insekten Unterschlupf und Vögeln Samen. Noch ist es kein fertiges Bild, sondern ein Prozess: ein lebendiges Zusammenspiel von Pflanzen, Bienen, Vögeln und Jahreszeiten. Ein Garten, der mit uns wächst und Ressourcen schont. 

Fensterblick




Werbung von ganzem Herzen:
Realisiert und mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde das gesamte Konzept von Martin Luyven von Gartenbau Luyven. Herzlichen Dank für diese grüne Visitenkarte, die uns jeden Tag aufs Neue begeistert!







Dienstag, 10. März 2026

Weidenkätzchen-Hula-Hoop


Zufrieden lehne ich meinen selbst gewerkelten Weidenkätzchen-Kranz an eines unserer Hochbeete und freue mich sehr, dass ich so etwas Wunderbares auf dem Sperrmüll gefunden habe (wie Ihr vielleicht noch wisst liebe ich es "Sperrmüll zu Shoppen"). Der alte Hula-Hoop-Reifen aus Holz für Kinderhände gemacht hat genau die richtige Größe um aus alten Zweigen und frischen Weidenkätzchen-Reigen aus dem Waldgarten einen Hingucker für unser Hoftor zu machen. Ich konnte doch gar nicht anders als den Holz-Reifen mitzunehmen, oder?! Gefällt er Euch auch so gut?



Bitte beachtet, dass Weidenkätzchen in der Natur schützenswert sind. Nehmt nur Material aus Eurem eigenen Garten oder kauft es im Fachhandel. So bleibt Eure Frühlingsbastelei nicht nur hübsch, sondern auch naturfreundlich.


Freitag, 6. März 2026

Gelbe Narzissen (oder "Wer erinnert sich an Entchen Momo?")


Guten Morgen meine Lieben! Wie schön, dass wir uns heute hier im Esszimmer treffen. Ist das Licht nicht einfach herrlich im Moment?! Der Monat März hat uns den Frühling geschenkt und ich bin sehr glücklich darüber. Auch wenn mein ältester Sohn mir jetzt schon mehr als einmal deutlich gesagt hat das dieser frühe Frühling kein Grund zur Freude ist: "Mama, die verfrühte Wärme ist ein Symptom der Erderwärmung, das die stabilen Jahreszeiten auflöst. Dieser gestörte Rhythmus setzt die heimische Natur unter massiven Anpassungsstress. Aber eigentlich brauche ich dir das ja nicht zu sagen, oder?!". Nein, natürlich muss er mir das nicht sagen. Doch auch wenn mir das eigentlich alles bewusst ist, genieße ich die Wärme, den blauen Himmel und das Vogelgezwitscher. Den Klimawandel und die anderen schrecklichen Ereignisse in der Welt dieser Zeit verdränge ich so gut wie es geht. Ich würde sonst verrückt werden. Und ich glaube, dass geht vielen von uns so, oder?! Wie war denn Eure Woche? Ich habe die meiste Zeit in dieser Woche im Garten verbracht. (Also, wenn ich nicht gerade im kleinen Weltladen gearbeitet habe!) Unseren alten Vorgarten gibt es schon nicht mehr und viele Arbeiten sind bereits erledigt. Sogar der kleine Sitzbereich ist bereits fertig geworden. Jetzt fehlt nur noch die Bepflanzung: Stauden und Gräser in verschiedenen Höhen und Farben, dazu die drei Spalierapfelbäume, eine Felsenbirne und sechs Hainbuchen, um die bestehende Hecke aufzufüllen bzw. zu erweitern. Sobald alles fertig ist, zeige ich es Euch. Versprochen! Ach, herrje.. jetzt habe ich Euch gar nichts zu trinken angeboten, doch ich bin mir sicher, Ihr hättet Euch doch gemeldet, oder?! Habt Ihr eigentlich gerade meine wunderschönen gelben Narzissen gesehen? Gemeinsam mit dem zierlichen Schleierkraut in der schweren Glasvase schweben sie geradezu wie eine Wolke über den Esstisch. Bezaubernd, oder?! Aber nun noch die wichtigste Frage an Euch: Wer erinnert sich an Entchen Momo?

Euch ein wundervolles Frühlingswochenende, meine Lieben!
Herzlichst, Nicole