Freitag, 16. November 2018

Fliegenpilze (oder "Von Höhen & Tiefen im Leben")



Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid. Möchtet Ihr auch einen Becher Tee? Oder lieber eine Tasse Kaffee? Es ist beides bereits fertig. Bedient Euch bitte. Ihr habt Euch vielleicht gewundert, warum es diese Woche so still hier bei mir war. Ich war kaum am PC - mein Schwiegervater ist im Krankenhaus. Er ist am Montag einfach zusammengeklappt und hat uns einen riesen Schrecken eingejagt. Noch stehen verschiedene Untersuchungen aus, aber es sieht ehrlich gesagt bescheiden aus. Warten wir's ab.. seufz! Aber es gibt auch gute Nachrichten. Mein Großer macht gerade hier an der Fachhochschule im "FabLab" sein Schülerpraktikum und ist absolut begeistert. Er bleibt sogar freiwillig länger und das will was heißen. Habt Ihr gerade meine Blümchen gesehen? Mein Göttergatte hat sie mir mitgebracht. Einfach so. Ist das nicht lieb?! Und die hübschen Deko-Fliegenpilze haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Ich musste sie einfach alle rauskramen. Erstens weil es in diesem Jahr hier bei uns am linken Niederrhein keine Fliegenpilze im Wald gibt (Achtung: Archivbilder!) und zweitens brauchen wir momentan einfach eine große Portion Glück. Die hübschen Stempel-Pilze stammen übrigens von Mano. Sie waren auch in ihrem famosen Überraschungsumschlag. (Dankeschön nochmal, Du Liebe!) Soll ich Euch noch etwas Schönes verraten? Gestern war meine Nichte zu Besuch. Sie ist in der 29 Schwangerschaftswoche und wir freuen uns alle sehr auf das neue Familienmitglied. Meine Nichte und ich hatten einen gemütlichen Nachmittag mit leckerem Tee und einer bezaubernden Buchrezension. Das Ergebnis könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, hier am Sonntag sehen. Ich würde mich jedenfalls freuen von Euch zu lesen.

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Wochenende!
Herzlichst, Nicole


Verlinkt mit: *Samstagsplausch* mit Andrea*Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick, Freutag*Niwibo sucht* von Nicole

Dienstag, 13. November 2018

Einfaches Roggenbrot aus Sauerteig


"Guten Morgen, mein Schatz! Was duftet denn hier so gut?!", noch leicht verschlafen blicke ich meinen Göttergatten an, "Warst du heute Morgen etwa schon fleißig?". "Guten Morgen!", mein Göttergatte trocknet sich gerade ordentlich die Hände ab und gibt mir dabei einen Kuss auf die Stirn, "Ich habe schon mal das Brot gebacken, sonst schaffe ich es heute nicht!". Gähnend reibe ich mir den Schlaf aus den Augen und sage grinsend: "Mein Held!".

Zutaten
  • 600 g Roggenvollkornmehl 
  • 400 g Weizenmehl 
  • 1 Pck. Sauerteig Extrakt (z.B. von Alnatura) 
  • 2 Pck. Trockenhefe 
  • 2 EL Honig 
  • 2 TL grobes Meersalz 
  • 1 EL Olivenöl 
  • 1 TL Backpulver 

Zubereitung


Die trockenen Zutaten mischen, dann Öl, Honig und 700 ml lauwarmes Wasser zugeben und alles gut verkneten. Eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Teig nochmals mit den Händen gut durchkneten und als runden Laib auf die Brotbackplatte geben. Weitere 45 Minuten gehen lassen. Ofen zunächst auf höchste Stufe / Ober-Unterhitze einstellen. Ist der Ofen gut vorgeheizt, diesen auf 220° Grad zurückdrehen und die Brotbackplatte in den Ofen schieben. In den Backtellerrand gießt man nun randvoll Wasser hinein. Nach ca. 10 Minuten wird die Ofentemperatur nochmal herunter gedreht und zwar auf 200° Grad. Jetzt noch weitere 45-50 Minuten backen.

Freitag, 9. November 2018

Teestunde mit Gänsekeksen


Ach, Du meine Güte! Da hätte ich heute beinahe den Blümchen-Freitag verpasst. Aber ich habe es zum Glück doch noch geschafft, passend zur Teestunde sozusagen. Möchte noch jemand eine gute Tasse Tee? Bitte bedient Euch. Wie wäre es zusätzlich mit einem kleinen Sankt-Martin-Plätzchen? Wir waren diese Woche wieder fleißig und haben unsere alte Plätzchendose mit Gänsekeksen gefüllt. Da bedarf es keinen opulenten Gänsebraten. Allerdings muss ich gestehen, dass wir von meinen Schwiegereltern zum Gänsebratenessen in unser Lieblingslokal eingeladen worden sind. Denn der 11. November ist für uns nicht nur das Fest des heiligen Martin, auch unser Uropa hätte an diesem Tag Geburtstag. Der Sonntag rund um Sankt Martin gehört deshalb seit jeher der Familie. Habe ich Euch eigentlich schon einmal gesagt wie sehr ich dieses heimelige Brauchtumsfest liebe?! Ich glaube schon mehr als einmal, nicht wahr?! Es gibt sogar ein eigenes Label >hier< für das Martinsfest. Morgen wird unsere zweitälteste Patentochter gefirmt und anschließend gibt es Kaffee & Kuchen. Deshalb muss ich noch nachher eine Apfel-Marzipan-Tarte backen. Ich freue mich schon auf die feierliche Firmung. Leider fällt dafür das traditionelle Martinsfeuer mit unseren Freunden aus. Aber wie sagt man so schön? Man kann nur auf einer Hochzeit tanzen, nicht wahr?! Habt Ihr was Schönes am Wochenende vor? Erzählt doch mal!

Ich wünsche Euch von Herzen 
ein kuscheliges Novemberwochenende!
Bei uns am Niederrhein soll es regnen. Ich hoffe es sehr.
Herzlichst, Nicole




Mittwoch, 7. November 2018

Karten zum Sankt-Martins-Fest


"Kleiner, hast du Lust mit mir was zu basteln?!". laut rufe ich durch das Treppenhaus. "Ach, Mama. Was denn? Ich komme doch gerade erst von der Schule!", mein Sohnemann antwortet ebenso laut aus seinem Zimmer. "Ich weiß, aber ich wollte Sankt-Martins-Karten machen und du magst doch auch das Martinsfest so gerne.". Ich höre wie der Schreibtischstuhl nach hinten geschoben wird und ein tiefes Seufzen folgt: "Okay, Mama. Ich bin gleich da. Kannst du bitte schon mal eine Sankt-Martin-CD anmachen?!". Ich grinse in mich hinein, da ist mein Sohnemann wie ich. Wenn schon, denn schon - wenn es um heimelige Brauchtumsfeste geht, machen wir keine halben Sachen.

Sonntag, 4. November 2018

Der erste Frost im November


Die Nacht war kalt und Rauhreif hat die Dachziegel der Häuser weiß eingefärbt. Fast vergessen sind die ungewöhnlich warmen Tage der letzten Wochen. Mein Göttergatte steht im Hof und hackt Holz. Kleine Atemwölkchen steigen über ihn in den Himmel und in immer gleichen Abständen hört man das Beil auf die Holzstämme krachen. Manchmal kommt noch ein dumpfes Poltern hinzu, dann fliegt der Holzscheit weiter als geplant. Es ist ein heimeliges Geräusch, denn es verspricht uns heute nach getaner Arbeit einen kuscheligen Novemberabend. Ich stehe am Küchenfenster und warte darauf, dass der Wasserkessel pfeift. Eine wärmende Tasse Tee wird meinem Göttergatten gleich bestimmt gut tun. Während der Tee zieht, ziehe ich meine Gartensachen an. Wenn mein Göttergatte fertig ist, werden wir unseren Garten winterfest machen. Die Hainbuchenhecke muss gestutzt und ein uralter Lorbeerstrauch soll gelichtet werden. Ich ahne jetzt schon, dass wir heute den ganzen Tag draußen sein werden. Ich greife nach unserer alten zerbeulten Plätzchendose, öffne die Tür zum Hof und spüre die feuchte Novemberkälte. In der Luft hängt der Rauch der umliegenden Kaminöfen und ich halte für einen Moment inne. Ein glückliches Lächeln huscht über mein Gesicht. Es ist November - die Zeit der Märchen, der Brettspiele und der heimeligen Familienabende beginnt.