Freitag, 3. Dezember 2021

Adventskranz(+liebe)



Es ist Sonntagmorgen ganz in der Früh. Leise schleiche ich mich aus dem Schlafzimmer und gähne verhalten. Heute ist der erste Advent und auf meinem frisch gebundenen Adventskranz stehen im Moment nur einfache weiße Kerzen mit je einer karrierten Schleife. In den vergangenen Tagen habe ich einfach zu viele Adventskränze gesehen und bei fröhlichen Workshops netten Frauen dabei geholfen, dass ihr Kranz der schönste aller Weihnachten wird. Doch irgendwie hat mir dieser wunderbare Überfluss an Materialien meine Inspiration für unseren eigenen Adventskranz genommen. Ich seufze leise und nehme die letzte Treppenstufe nach unten. Mein Blick fällt auf unsere aufgereihten Schuhe im Flur und verwundert bleibe ich stehen, irgendwie sehen die Winter-Boots meines Göttergatten ganz anders aus. Moment mal! Sie sind ja viel kleiner und was ist das für ein Zierstreifen hinten? Komisch, da sind ja auch rote Weihnachtssocken drin. Ganz allmählich lüftet sich der Schleier meiner Müdigkeit. Ich hebe den Kopf und sehe eine hübsche Mädchenjacke. Ein breites Lächeln erhellt mein Gemüt und mir wird klar, mein Großer hat lieben Besuch mitgebracht. Das wird nachher ein ganz besonderer adventlicher Familienbrunch. 


Ich wünsche Euch von Herzen
einen liebevollen zweiten Advent!
Herzlichst, Nicole


Dienstag, 30. November 2021

Von Weihnachtskarten und Strohsternen


Auf der Suche nach einer neuen schönen Weihnachtskartenidee ist mir aufgefallen, dass ich Euch im letzten Jahr gar nicht die Weihnachtskarten für die Familie und besonders liebe Freunde gezeigt habe. Dabei finde ich die Strohsternkarten so hübsch! Vor allem da ich sie mit "gebrauchten" Strohsternen verziert habe. So wurden nicht nur von Herzen kommende Weihnachtsgrüße verschickt, sondern auch herzenswarme weihnachtliche Erinnerungen geteilt.


*★x . ✶•´ ☆
Und plötzlich ist es wieder da
dieses seltsame Leuchten
in uns, um uns und 
um uns herum.
*★x . ✶•´ ☆


Montag, 29. November 2021

Weihnachtsmarkt im Zechenmarkt


Heute nehme ich Euch in meine Heimatstadt Kamp-Lintfort mit, denn dort findet an den ersten beiden verlängerten Adventswochenenden auf dem Quartiersplatz im Zechenpark zum ersten Mal ein Weihnachtsmarkt statt. Besonders die stimmungsvoll illuminierten Gebäude, der Förderturm und das Fördergerüst sorgen für eine traditionelle und heimische Atmosphäre. Neben einem unterhaltsamen Bühnenprogramm für Jung und Alt werden auch Führungen auf dem alten Förderturm des stillgelegten Bergwerkes Friedrich Heinreich angeboten. Sogar eine extra aufgebaute Eislaufbahn gibt es. Natürlich kann man auch seinen Gaumen verwöhnen lassen, ob Reibekuchen, Crepes, Bratwürstchen oder gebrannte Mandeln - für jeden Geschmack ist was dabei. Besonders schön finde ich, dass in den hübsch geschmückten Büdchen viele gemeinnützige Organisationen ihre selbstgemachten Waren anbieten. Auch Kindergärten und eine Grundschule sind vertreten, genau wie die ortsansässige Pfadfindergruppe, in deren Jurte man sich an einer offenen Lagerfeuerstätte aufwärmen kann. Ein hübscher, großzügig angelegter Weihnachtsmarkt mit Herz- und Heimatflimmern.


Info:
Der Weihnachtsmarkt wird als 2G-Veranstaltung durchgeführt. Ein Sicherheitsdienst wird die entsprechenden Nachweise stichprobenartig kontrollieren. Für die Helfer in den Büdchen gilt sogar 2G+ (das weiß ich aus erster Hand!).

Öffnungszeiten:
Der Weihnachtsmarkt ist an den ersten beiden Adventswochenenden geöffnet: donnerstags von 18 bis 22 Uhr und freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Tipps:
Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition bietet an, auf die 66 m hohe Aussichtsplattform des Förderturms zu fahren.
Ihr liebt Alpakas? Dann könntet Ihr sogar einen Spaziergang mit den flauschigen Gesellen >hier< buchen.

(Werbung unbeauftragt)

Freitag, 26. November 2021

Advent, Advent - noch kein Lichtlein brennt



Hallöchen, meine Lieben! Ich weiß, ich weiß.. heute bin ich einbissel spät dran, aber irgendwie bummle ich momentan rum. Dabei habe ich so viel auf meinem Plan. Ich muss noch immer meinen Kranz bestücken und auch die restliche Adventsdekoration im Haus fehlt noch. Ich muss noch Plätzchen und einen Kuchen backen, denn am Sonntag kommen meine Schwiegereltern zum Adventskaffee, doch vorher muss ich auch noch in der Blumenwerkstatt arbeiten. Adventskranz-Workshops stehen im Moment ganz groß im Kurs.. tsss.. wie kann das nur?! Apropos Adventskranz. Ich kann mich im Moment überhaupt nicht entscheiden, wie ich meinen Adventskranz dekorien soll. Stabkerzen oder Stumpenkerzen, rote oder weiße, dicke oder dünne.. es gibt so viele Möglichkeiten. Wie habt Ihr Euch denn in diesem Jahr entschieden? Klassisch oder außergewöhnlich? Ich bin gespannt. Habt Ihr eigentlich auch gehört, dass es an diesem Wochenende schneien soll? Wäre das nicht wunderbar stimmungsvoll?! Ich gucke schon die ganze Zeit in den Himmel, aber bei uns regnet es nur. Also nicht, dass ich was anders erwartet hätte, aber meine jährliche Schneesehnsucht ist bereits erwacht.. lach! So, nun muss ich aber los.

Euch allen ein heimeliges erstes Adventswochenende
und falls es bei Euch schneit, baut einen Schneemann für mich mit.
Herzlichst, Nicole


Donnerstag, 25. November 2021

Ein Winterkranz



Ich stehe alleine im Garten und höre dem Zwitschern der Gartenvögel zu. Heute ist der Novembertag noch nicht hell geworden und die Wetterlage verspricht in den nächsten Tagen Eisregen. Der versprochene Schnee macht um unser kleines Städtchen mal wieder einen Bogen. Aber das kennen wir ja schon. Ich greife nach meiner guten Gartenschere und beginne das Grün für unseren Adventskranz zurecht zu schneiden. Fichte, Kiefer und Erle sollen in diesem Jahr den Kranz schmücken. Er soll auf jeden Fall einbissel wilder aussehen, als in den letzten Jahren. Nur bei der Farbe der Kerzen bin ich mir noch nicht sicher, aber ein paar Tage habe ich zum Glück noch. Der Geruch von frischen Nadelgrün steigt auf und der Harz der Kiefer lässt meine Hände kleben. Immer abwechselnd wickle ich das Grün um den großen Strohrömer und füge hin und wieder Erlenzweige hinzu. Von der Erle sagt man im Volksmund, dass sie die Tür zur Anderswelt öffnen kann. Mag es daran liegen, dass die Schwarzerle in der Naturheilkunde der Baum der Nutzlosigkeit ist (laut Hildegard von Bingen) oder dass die Erle gerne in feuchten und sumpfigen Gebieten zu finden ist, die dunkle Erle hebt sich immer aus dem Wintergrau hervor. Und so winde ich geduldig weiter und mit jedem Erlenzweig denke an meine Eltern, in der Hoffnung, dass sie die kleine Tür finden werden. Eingeladen sind sie von ganzem Herzen.