
Nach dem himmlischen Auftakt im Januar kehrt im Februar Ruhe in meinen 12tel Blick ein. Sowohl der Januar als auch der Februar brachten hier am Niederrhein ganz ungewohnt eine dichte Schneedecke. Ein seltener Winterzauber, der Beete, Sträucher und Bäume über unseren Waldgarten einhüllte und alles wirken ließ, als hätte jemand eine leise, weiße Decke über die Landschaft gebreitet. Wenn ich aus unserem Kinderzimmerfenster schaue, erscheint mir der Garten plötzlich viel klarer strukturiert: Wege zeichnen sich unter dem Schnee ab, Astgerüste treten deutlicher hervor und selbst die sonst so dichte Wildnis wirkt für einen Moment geordnet. Die Geräusche sind gedämpft, als würde der Garten tief einatmen und sich noch einmal ausruhen, bevor das Frühjahr erwacht. Ich mag diesen ruhigen, fast monochromen Anblick sehr, denn er erzählt eine andere Geschichte als der farbenglühende Januarhimmel: vom Innehalten, vom Warten und von der Kraft, die unter der Schneedecke schon heimlich sammelt. Ich bin neugierig, wie sich dieser Blick in den nächsten Monaten verändern wird, wenn das Weiß verschwindet, das Grün zurückkehrt und der Waldgarten wieder nach und nach zu neuem Leben erwacht. Seid Ihr auch gespannt?
Verlinkt:
"Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid, "Verfuchstundzugenäht" von Eva, "Galeria Himmelsblick" von Heidi




































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