Sonntag, 18. Oktober 2020

SPIEL'20 wird zu SPIEL.digital wird zu SPIEL.Lokal wird zu Spielen mit Frau Frieda


Auch in diesem Jahr wollen wir uns an der SPIEL'20, jetzt SPIEL.digital, beteiligen. Leider nicht so, wie in den vergangenen Jahren (SPIEL'19SPIEL'18SPIEL'17, usw.), aber dazu jetzt mehr ...

Corona - hat uns alle fest im Griff, irgendwie jeden und jeden irgendwie anders. 

So auch die Spielemesse in Essen, wie immer ausgerichtet vom Friedhelm-Merz-Verlag. Aber diesmal anders, ganz anders. Das Team dort hat eine digitale Plattform auf die Beine gestellt, die es jedem ermöglicht sich virtuell mit allen Themen der Spielemesse auseinander zu setzten: neue  Spiele suchen und finden, verschiedenen Themenwelten zu durchstöbern (sonst die einzelnen Hallen) und natürlich auch von vielen Spielen direkt einen Eindruck zu gewinnen (live zum mitspielen, als Video- oder Podcast-Beitrag oder nur als Artikelbeschreibung).
Achtung! Bitte nicht verwechseln mit Video- oder Online-Games, es geht immer noch um Brett-, Karten- und andere Gesellschaftsspiele!

Als vom Friedhelm-Merz-Verlag akkreditierte Medienschaffende und zusammen mit unseren spielwilligen Freunden haben Frau Frieda und der Göttergatte (also ich) auch einen virtuellen Spielemesse-Mitmach-Stand in Arbeit (später erreichbar über das Hühner-Logo oben rechts).

Noch ein Wort zu, bzw. wegen, Corona, bevor es weitergeht.
Manch eine/r mag denken: "Was soll der Quatsch? Haben wir nicht andere Probleme als jetzt auch noch diese Spielerei weiterhin durchzuführen und ist doch eh alles nur Kommerz der Spieleindustrie!" - 
Mag sein, darum geht es aber auch nicht. Spielen trägt, unserer Meinung nach, zur Kultur- und Gesellschaftsentwicklung bei. Im/bei Kleinen wie im/bei Großen. Es bringt die Leute zusammen, man tauscht sich aus und lernt vieles gemeinsam (manchmal auch über sich selbst) und, am wichtigsten, es macht Spaß! Und das ist es, was wir alle im Moment gut gebrauchen können, ein wenig Ablenkung und Freude in der Gesellschaft von anderen Spieleverrückten, sei es auch (oft nur virtuell) während der SPIEL.digital.
Daher unterstützen wir gerne die Durchführung mit unseren Beiträgen.

Das Format "Hühner.Spiel.Platz - Spielen mit Frau Frieda" ermöglicht uns und unseren Freunden diese Beteiligung als SPIEL.Lokal. Dort werden einige Live- und Video-Beiträge, sowie kurze Berichte zu einigen Spielen, die wir von verschiedenen Verlagen zur Verfügung gestellt bekommen haben, vorgestellt und beschrieben.

Also ran an die virtuellen Spieletische und zugeschaut und mitgemacht
vom 22. bis 25. Oktober - Wir sehen uns auf der SPIEL.digital!


Bei folgenden Spielverlagen bedanken wir uns herzlich für die Unterstützung:


(Werbung)


PS: Für alle, die einen Besuch in Erwägung ziehen, gibt's hier mehr Informationen dazu ;) - Gruß der Göttergatte!

Samstag, 17. Oktober 2020

Whisky-Time (oder "Ein Indoor-Schmelzfeuer)


Während draußen die Sonne ungesehen untergeht und ein kalter Wind um's Haus fegt sitzen mein Göttergatte und ich warm im heimeligen Wohnzimmer. Der Ofen bollert vor sich hin und das leise Schnarchen unserer hübschen Hündin Julie ist zu hören. Eine Schar Kraniche fliegt laut rufend über unser Haus und die losen Ranken des herbstbunten Wilden Weines klopfen immer wieder an unsere Fenster. Heute ist es noch nicht wirklich hell geworden und es scheint als ob die dunkelgraue Wolkendecke die Sonne verschluckt hätte. Umso schöner ist der Anblick des flackernden Schmelzfeuer-Windglases, es verbreitet zu dem bollernden Ofen noch eine ganz kuschelige Gemütlichkeit. Der Wasserkessel pfeift und ich stehe auf um uns einen Kräuter-Tee mit Kamille, Zitronenmelisse und Lavendel aufzubrühen. Süße Träume soll der Tee bringen und das kann ich im Moment gut gebrauchen. Die Zeiten sind nicht wirklich erfreulich. Schnell stelle ich die dampfende Teekanne auf mein altes Tablett und gehe zurück ins Wohnzimmer. Mein Göttergatte steht vor unserem Weichholz-Buffet und ich beobachte lächelnd wie er nach seinem kleinen Whisky-Glas greift. Es ist ein Nosing-Glas, wie ich mittlerweile weiß, und eignet sich mit seiner Tulpenform besonders gut um feine Single Malts zu verköstigen. "Möchtest du auch einen Whisky?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. Wie immer verneine ich sein Angebot dankend, denn seine Liebe zum Whisky teile ich nicht. "Welchen Whisky hast du dir denn zur Feier des Tages ausgesucht?", fragend blicke ich meinen Göttergatten an, der endlich Urlaub hat und siehe zu wie er sich die goldene Flüssigkeit einschenkt. "Einen schottischen Whisky.", erklärt mir mein Göttergatte und schwenkt das Whisky-Glas sacht, um dann seine kräftige Nase in die enge Glasöffnung zu stecken, "Er hat einen sehr torfigen Geschmack. Magst du mal riechen?". Ich nicke und stecke meine Nase ebenfalls in das mir hingehaltene Glas. Ein warmer, etwas scharfer Whiskygeruch schlägt mir entgegen. "Ich mag ihn gerne!", vertraut mir mein Göttergatte an und nimmt einen kleinen Schluck. Während ich vorsichtig meinen heißen Tee trinke, lausche ich den Ausführungen meines Mannes und blicke verträumt in das romantisch flackernde Licht unseres hübschen Indoor-Schmelzfeuer. So kann der Urlaub zu Hause beginnen.




Schmelzfeuer Indoor von Denk: >hier<

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung der 
Firma Denk Keramische Werkstätten e.K..

(WERBUNG)

Freitag, 16. Oktober 2020

Herbstlicher Gartentisch (oder "Vom kleinen Glück!")


Guten Morgen, meine Lieben! Ich habe diese Woche gesammelt. Was ich gesammelt habe, möchtet Ihr wissen? Sonnenstrahlen - denn diese sind seit Anfang Oktober rar gesät. Meistens ist der Himmel grau in grau und das macht mich ganz müde. Aber nicht nur Sonnenstrahlen habe ich gesammelt, sondern auch Kastanien, Eicheln und fröhlich bunte Herbstblätter. Diese Herbstschätze haben meine jüngste Patentochter und ich auch schon verbastelt.. lächel! Meine Häkelnadel habe ich an einem ganz trüben Tag auch wieder hervorgekramt, um einige herbstliche Glücksbringerchen zu häkeln. Denn Glück brauchen wir in diesen Zeiten dringend, nicht wahr?! Apropos Glück - zum Glück soll sich jetzt am Wochenende auch das Wetter ändern und wenn ich es richtig auf dem Schirm (lach!!) habe, soll sich sogar die Sonne zeigen. Das wäre natürlich toll! Für nächste Woche brauchen wir dringend richtig gutes Wetter. Ab dem 22.10.2020 bis zum 25.10.2020 sind wir spielerisch den ganzen Tag digital unterwegs. Unser jährlicher Messebesuch (Ihr erinnert Euch?!) zur "SPIEL" in Essen fällt in diesem Jahr aus bekannten Gründen aus und deshalb haben meine "Männer" und ich beschlossen aktiv bei der SPIEL_digital mitzumachen und sind  nun sozusagen sogar "Aussteller". Was für ein Glück! Wir sind in dieser Zeit ein digitales "SPIEL_lokal" und darin wollten wir mit unseren kleinen und großen Freunden spielen, doch auch hier wird es wohl anders kommen. Nicht alle Freunde werden gleichzeitig dabei sein dürfen, die neuen Regelungen wissen das zu verhindern. Doch wir machen das Beste daraus und sehen zu, dass wir nur 10 Personen pro Spieletag sind. Am besten natürlich draußen im Garten mit gebührend Abstand. Also, drückt uns bitte die Daumen und besucht uns bei der SPIEL-digital! Ihr seid herzlich eingeladen!!

Ich wünsche Euch von Herzen ein 
glückliches und hoffentlich goldenes Oktoberwochenende!
Herzlichst, Nicole


Seid mit dabei!



{Werbung}

Dienstag, 13. Oktober 2020

Oktoberlieblinge: Herbstkrone und Kastanienmännchen


Lachend laufen meine Patentochter und ich die Hoftreppe hoch hinein ins Haus. Dicke Regentropfen prasseln auf uns nieder und halten uns davon ab im Garten an unserem alten Holztisch zu basteln. Gerade eben haben wir dort noch Kastanien und Blätter sortiert und nun regnet es in Strömen. "Och, das ist aber schade!", bedauernd stehen meine jüngste Patentochter und ich am Fenster in der Küche. Fragend schaue ich meine Patentochter an: "Sollen wir trotzdem basteln?". "Na, klar!", erklärt mir der kleine Blondschopf, "Darauf habe ich mich schon dolle gefreut!". "Gut!", ich lächle meine Patentochter an, "Dann fangen wir mit der Herbstkrone an.". "Okay, Nicole!", fröhlich hüpft sie vor mir her und plaudert munter drauf los "Weißt du was?! Ich habe dich richtig vermisst.". "Mir geht es doch genauso, Liebes!", zärtlich streiche ich ihr eine blonde Strähne aus ihrem kleinem Gesichtchen, "Möchtest du ein Glas Apfelsaft und ein paar Nüsschen?". "Oh ja, gerne!", meine Patentochter nickt erfreut, "Und einen Apfel aus dem Garten bitte. Ich fange dann schon mal mit der Herbstkrone an!". Eilig bereite ich den kleinen Nachmittagssnack zu und geselle mich dann zu meinem Patenkind. "Guck mal, Nicole! Ich bin schon fast fertig!", strahlend hält sie mir die leuchtende Herbstkrone entgegen. "Oh, die ist ja toll geworden!", bewundert blicke ich auf die angefangene Herbstkrone, stelle mein Tablett auf den Tisch und fordere den kleinen Bondschopf auf zu zugreifen. "Fertig!", mein Patenkind setzt sich die hübsche Herbstkrone auf, steht auf und kniet sich runter zu unserer Hündin Julie, die geduldig auf ihren Moment wartet, "Und Julie, wie findest du meine Krone?!". Julie hält nicht lange mit ihrer Meinung hinter dem Berg und schleckt freudig meiner Patentochter über das kleine Gesicht. Laut lachend wehrt sie unsere Hündin ab und bevor es an das Kastanienmännchen basteln geht, toben die beiden erstmal einmal so richtig durch das Esszimmer.

Sonntag, 11. Oktober 2020

Konfirmation im Oktober


"Für die Seinen ist der HERR voll Güte, 
eine sichere Zuflucht in Zeiten der Not. 
Er kennt alle, die bei ihm Schutz suchen."

(Nahum 1,7)

Viele festlich gekleidete Menschen stehen in kleinen Grüppchen vor der Sporthalle und warten darauf, dass ein Teamer kommt und ihnen einen Platz auf der Tribüne zuweisen wird. Nur wenige tragen eine Maske vor Mund und Nase und doch ist überall dieses neue "Must-have" zugegen. Bei manchen hängt sie locker am Ohr, bedeckt Kinn und Hals oder ist um das Handgelenk geschlungen. Auch wenn es ein fröhlicher Anlass ist, sieht man heute eine gewisse Angespanntheit in den Gesichtern der Menschen. Endlich ist unsere Gruppe an der Reihe. Schnell wird die Maske aufgezogen und wir gehen ins Foyer der Sporthalle, dort wird noch einmal die Teilnehmerliste überprüft, die Hände desinfiziert und dann geht es hinter dem Teamer immer den mit Pfeilen markierten Hinweg her. Die Jungen und Mädchen, die heute hier ihre Konfirmation feiern, stehen schon bereit. Dann geht es los. Eine Eingangsmusik erklingt und die Konfirmandinnen und Konfirmanden ziehen in die Sporthalle ein und die Gemeinde erhebt sich von ihren zugewiesenen Plätzen. Unser Pfarrer begrüßt alle herzlich und ermahnt charmant die Masken aufzubehalten und kräftig in die Maske zu singen. Gemeinsam mit zwei Kollegen "rockt" er den Gottesdienst. Mit zwei Gitarren, einem E-Bass und Gesang, sowohl von dem kirchlichem Trio als auch der Gemeinde, wird es ein wunderbar bunter Konfirmationsgottesdienst. Dann kommt der Segen und mir wird ganz warm ums Herz, denn mein Sohnemann hat seinen großen Bruder gebeten ihm beizustehen. Da unser Pfarrer nicht zu nah an die Teenies herangehen darf (Abstand eben), sollten sie eine für sie wichtige Person bitten, sich anstelle des Pfarrers neben sie zu stellen und die Hand segnend auf ihr Haupt zu legen. Meinem Sohnemann  fiel seine Wahl einfach: "Mama, sei mir nicht böse. Aber du bist zu klein und Papa ist nicht evangelisch. Da musste ich einfach meinen großen Bruder nehmen!". Und so geschieht es nun auch. Die Gemeinde erhebt sich und statt die Hände zum Gebet zu schließen, greife ich nach der dargebotenen Hand meines Göttergatten. Unsere beiden Söhne stehen mittlerweile fast gleich groß und kräftig nebeneinander vor dem provisorischen Altar. Beide wirken gefasst und sich dem feierlichen Moment bewusst. Energisch blinzele ich einige Tränchen weg und lächle unter meiner Maske meinen Göttergatten an. Tiefe Dankbarkeit macht sich in mir breit, dass ich diesen Moment erleben darf. Der Gottesdienst findet ein Ende und wir treffen uns vor der Sporthalle wieder. Suchend blickt mein Sohnemann über die Menschenmenge, dann fällt sein Blick auf seinen Papa und schon drückt dieser ihn herzlich an sich. Beide klopfen sich liebevoll auf den Rücken und dann bin ich an der Reihe. Sachte nimmt mich mein Sohnemann in den Arm. "Herzlichen Glückwunsch, mein Schatz!", gerührt blicke ich meinen Jüngsten an. Da steht er nun, größer und kräftiger als mein Großer an seiner Konfirmation, aber auch genauso in sich ruhend. Er wirkt gegen jeden Sturm gewappnet. Von allen Seiten kommen nun Glückwünsche und fröhliche Stimmen schwirren über den Platz. Doch nun geht es nach Hause, denn gefeiert wird in unserem Garten. Unser alter Pavillon wartet schon auf uns. Oma und Opa wollen abgeholt werden, die Paten meiner Söhne samt Familien kommen gleich und auch meine Nichte mit ihrer kleinen Tochter und mein Neffe werden erwartet. Auch zwei befreundete Familien sind mit von der Partie. Insgesamt werden wir unter 30 Personen sein. Leider setzt auch der angekündigte Regen wieder ein und das Licht und die Geräusche im Pavillon werden lauschig. Auch hier haben wir darauf geachtet, dass die Tische und Bänke mit genügend Abstand aufgestellt sind. Wir starten mit Kaffee, Tee und Kuchen und plaudern munter bis zu dem Moment wo unser Abendessen geliefert wird. Mein Sohnemann hat sich Gerichte aus der vietnamesischen Küche gewünscht und zu meiner Freude hat das auch fast reibungslos geklappt. Der Regen hört auf und die Sonne geht golden hinter den altehrwürdigen Bäumen unter. Ein schöner, wenn auch ungewöhnlicher Festtag geht zu Ende.

Verlinkt: *Herbstglück*