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Dienstag, 30. Juni 2026

Sommerpost aus dem Himbeergärtchen


Im Frühsommer gibt es einen Gartenraum, der mich immer wieder magisch anzieht: mein Himbeergärtchen. Zwischen den Himbeerranken summt und brummt es unablässig, die Hühner streifen neugierig durch den Hof und die ersten roten Früchte leuchten zwischen den grünen Blättern hervor. Es ist einer dieser Orte, an denen ich einfach stehen bleibe und den Moment genieße. An einem solchen Tag entstand das Foto, um das sich heute alles dreht. Eigentlich wollte ich nur diese besondere Stimmung festhalten: das warme Licht, das satte Grün und dieses unverwechselbare Gefühl von Sommer. Doch je länger ich das Bild betrachtete, desto mehr wuchs der Wunsch, daraus etwas Besonderes entstehen zu lassen. So wurde aus meinem Foto eine naive Illustration und daraus entstanden Postkarten sowie eine kleine Leinwand für meine Küche. Perfekt sind sie nicht geworden. Die Farben sind etwas greller als erwartet und auch die Rückseite hätte ich mir anders vorgestellt. Trotzdem mag ich sie sehr, denn sie tragen die Stimmung meines Himbeergärtchens in sich. Einige Karten durften bereits oder werden in den nächsten Wochen als Sommerpost zu lieben Bloggerfreundinnen reisen. Der Gedanke gefällt mir: Ein kleines Stück Himbeergärtchen vom Niederrhein macht sich auf den Weg und bringt vielleicht ein wenig Sommerfreude in fremde Briefkästen. Und wie schön, dass die Freude auch den umgekehrten Weg findet. In den vergangenen Tagen durfte ich selbst liebe Sommerpost aus meinem Briefkasten holen. Ganz herzlich danke ich Tina, Lene une Birgit für ihre wunderschönen Karten und die lieben Zeilen. Zwischen Rechnungen und Werbung sind solche kleinen Grüße jedes Mal etwas ganz Besonderes.

Dienstag, 16. Juni 2026

Neue Bespannung für das Hochbeet-Dach


Die alte Plane über unserem Hochbeet sieht inzwischen wirklich traurig aus. An manchen Stellen ist sie ganz spröde geworden, an anderen haben Wind und Wetter bereits kleine Risse hinterlassen. Bei jedem Windstoß flattert sie inzwischen hilflos wie eine zerzauste Fahne. Kein Wunder eigentlich. Viel zu viele heiße Sommertage, klatschnasse Regenwochen, Herbststürme und sogar Schnee hat sie inzwischen tapfer mitgemacht. Doch unsere Tomaten brauchen nun dringend wieder ein richtiges Dach, denn Regen mögen sie bekanntlich überhaupt nicht. Die Frage ist nur: Was wollen wir als Wetterschutz nehmen? Das feste Segeltuch ist keine Option mehr. Es war damals sehr teuer und hat leider auch nur zwei Jahre gehalten. Also schaue ich zuerst nach klassischen Gartenplanen. Aber entweder sind die Farben viel zu grell oder alles wirkt irgendwie kalt und ungemütlich. Eine schwere LKW-Plane wäre zwar robust, aber auch viel zu teuer und ehrlich gesagt viel zu wuchtig für unseren romantisch verwilderten Garten. Doch dann entdecke ich plötzlich einen schlichten Duschvorhang. Warum eigentlich nicht? Weiß gefällt mir, Beige wirkt schön warm, aber dann halte ich plötzlich dieses sanfte Salbeigrün in den Händen. Genau dieses weiche, pudrige Grün ist perfekt für unseren wilden Garten, also schnell bezahlen und dann ab nach Hause. Am Nachmittag taucht mein Göttergatte während einer etwas längeren Homeoffice-Pause plötzlich im Garten auf. "Schau mal, ist das nicht die perfekte Farbe?", frage ich freudig und halte ihm den Vorhang entgegen. Er betrachtet das Salbeigrün, nickt und meint: "Ja, der passt wirklich gut hierher.". Weil wir beide das kleine Projekt am liebsten sofort verwirklichen wollen, legen wir den neuen Vorhang gemeinsam vorsichtig über das alte Holzgestell. Während mein Göttergatte alles sorgfältig festtackert, trete ich immer wieder ein paar Schritte zurück und betrachte das Ganze zwischen Hochbeeten, wilden Blumen, Staketenzaun und den hohen Bäumen. Die kleinen Löcher zum Aufhängen des Duschvorhanges schneiden wir kurzerhand einfach ab und nach und nach fügt sich plötzlich alles ganz selbstverständlich zusammen. "Siehst Du?", sage ich schließlich zufrieden, "Als wäre der Duschvorhang schon immer für das Dach geplant gewesen." Und tatsächlich. Jetzt leuchtet das zarte Salbeigrün weich zwischen all dem frischen Grün im Garten und wirkt fast so, als hätte das kleine Dach schon immer genau dorthin gehört.



Dienstag, 2. Juni 2026

Handbemalt und heiß geliebt


Bereits Anfang des Jahres habe ich mit meiner lieben Freundin und meinem Schneiderlein einen kreativen Nachmittag in einem Keramikstudio in unserer Heimatstadt verbracht. Dort konnten wir unserer Fantasie freien Lauf lassen und aus schlichten Rohlingen ganz persönliche Kunstwerke gestalten. Meine Tasse habe ich Euch bisher noch gar nicht gezeigt. Kerstin und Nicole, die im Juni übrigens blau sucht, waren da deutlich schneller als ich. Also wird es höchste Zeit, nicht wahr?! Dieses Mal hält nicht mein Sohnemann, mein Handmodel ;) die Tasse für das Foto fest, sondern mein Göttergatte. Wobei das eigentlich kein Wunder ist, er trinkt inzwischen jeden Tag seinen heiß geliebten Kaffee daraus. Besonders schmunzeln muss ich darüber, wie schön sein Outfit zu den Farben der Tasse und sogar zu unserer Küche passen, so als ob ich es extra arrangiert hätte.. lach! Doch nun guckt Euch doch mal die Tasse an! Auf dem mattweißen Hintergrund tanzen blaue Blumenbälle an feinen zimtfarbenen Stielen. Dazwischen sitzen kleine blaue Blätter mit braunem Rand. Keine Seite gleicht der anderen und genau das macht den besonderen Reiz aus. Die Tasse wirkt schlicht, natürlich und ein wenig skandinavisch, finde ich. Hübsch, oder?! Ich gebe zu sie ist nicht perfekt, überall findet man die kleine Unregelmäßigkeiten, aber ich finde sie machen die Tasse charmant und verleihen ihr ihren ganz eigenen Charakter. Und wisst Ihr was? Jedes Mal, wenn ich die Tasse sehe, denke ich an diesen fröhlichen Nachmittag mit meinen Freundinnen zurück. Ist das nicht wunderbar?! 


Dienstag, 10. März 2026

Weidenkätzchen-Hula-Hoop


Zufrieden lehne ich meinen selbst gewerkelten Weidenkätzchen-Kranz an eines unserer Hochbeete und freue mich sehr, dass ich so etwas Wunderbares auf dem Sperrmüll gefunden habe (wie Ihr vielleicht noch wisst liebe ich es "Sperrmüll zu Shoppen"). Der alte Hula-Hoop-Reifen aus Holz für Kinderhände gemacht hat genau die richtige Größe um aus alten Zweigen und frischen Weidenkätzchen-Reigen aus dem Waldgarten einen Hingucker für unser Hoftor zu machen. Ich konnte doch gar nicht anders als den Holz-Reifen mitzunehmen, oder?! Gefällt er Euch auch so gut?



Bitte beachtet, dass Weidenkätzchen in der Natur schützenswert sind. Nehmt nur Material aus Eurem eigenen Garten oder kauft es im Fachhandel. So bleibt Eure Frühlingsbastelei nicht nur hübsch, sondern auch naturfreundlich.