Freitag, 19. Juli 2024

Blumen im Kopf


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr heute hier seid. Heute kommen meine "Freitagsblümchen" aus dem abgedunkelten Esszimmer. Die Sonne scheint sonst zu heiß herein und obwohl ich diese gleißenden Sommertage gerne im Garten genieße, möchten wir es im Haus kühl haben. Das kennt Ihr sicherlich auch, oder?! Habt Ihr den verrückten Kater gerade entdeckt? Das Tablett hat es ihm angetan. Man kann doch so schön in die Tragemulde stupsen. Also nicht nur meine Vase hat Blumen im Kopf, sondern unser Kater auch.. lach! Bei uns in NRW haben die Sommerferien bereits begonnen und auch mein "Kleiner" genießt das Lotterleben. Doch nicht mehr lang, denn Mitte August beginnt er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) hier an einer städtischen Grundschule. Dann sind beide Söhne im Bereich "Schule" tätig. Ist das nicht lustig? Ach, Ihr Lieben. Sie werden einfach zu schnell groß.. guck wehmütig! Habe ich Euch erzählt, dass wir bald wieder auf dem Hausboot sind und hoffentlich auch ein paar sonnige Tage erleben dürfen? Ich freue mich schon wie Bolle. Warum mir da immer "Ferien auf Saltkrokan" einfallen, weiß ich auch nicht.. kicher!

Euch ein herrliches Sommerwochenende!
Herzlichst, Nicole

Sonntag, 14. Juli 2024

Von jungem Gemüse und Hühnern auf Abwegen


"Mama, ist das okay wenn die Hühner an den Hochbeeten sind?!", die Stimme meines Sohnemannes schalt durch den weitläufigen Garten. "Nein!", rufe ich eben so laut zurück, "Auf gar keinen Fall!". Ich werfe noch einen kurzen Blick auf unsere noch grünen Tomaten und laufe behänd durch den Garten in den hinteren Bereich bis hin zu unseren Hochbeeten. Dort angekommen lasse ich meinen Blick über die ausrangierten Transportkisten schweifen. Die Zuckererbsen winden sich um das neue Rankgitter und der bunte Mangold steht stramm neben den Paprika-Pflanzen unter dem selbstgemachten Regendach. Die Zucchini und die Kürbisse setzen neue Blüten an und ich hoffe inständig, eine davon wird auch einen Fruchtkörper bilden, denn bisher sind die kleinen Zucchinis immer abgefallen. Die Gurken-Pflanzen blühen mit der Kapuzinerkresse um die Wette und wenn man genau hinschaut, haben sie schon einige kleine Gürkchen angesetzt. Ein ausrangiertes Gartenstuhl-Gerüst dient ihnen dazu als Rankhilfe. Ich atme erleichtert auf, alles sieht noch unberührt aus. Ich wende mich beruhigt meinem Sohnemann zu: "Solange die Hühner nur die Mulch-Wege durchscharren ist alles okay. Sie dürfen nur nicht in den Kisten nach Essbaren suchen.". Mein Sohnemann zieht eine Augenbraue hoch und eine Schulter zuckt leicht nach oben. Undeutlich höre ich ihn murmeln: "Na, hoffentlich wissen die das!".



Freitag, 12. Juli 2024

Kamille, Schafgarbe und Wilde Möhre



Guten Morgen, meine Lieben. Heute lade ich Euch wieder in meine Küche ein. Habt Ihr Lust auf einbissel Landliebe? Dann kommt doch herein und schaut Euch um. Auf meiner Küchenanrichte stehen heute in einer gestreiften Vase Schafgarbe und Wilde Möhre und in der kleinen Emaille-Kanne hat es sich ein Sträußchen Kamille bequem gemacht. Es sieht irgendwie "jungfräulich" aus. Findet Ihr das auch? Auch sind mittlerweile wieder Muscheln, Hühnergötter und Schneckenhäuser eingezogen. Sommer in Vintageküche - erinnert Ihr Euch? Wie ist es denn Euch ergangen? Habt Ihr was Schönes erlebt? Ich habe mich ganz besonders über zwei Paar neue Socken von der lieben Claudia gefreut. Ich bin ihr so dankbar! Denn seit meine Mutti verstorben ist (und auch schon ein paar Jährchen vorher), versorgt Claudia ganz eifrig unsere ganze Familie (also mich, meinen Göttergatten, Kleinen, Großen, Oma und Opa) mit selbstgestrickten warmen Kuschelsocken. Einfach so schön! Dankeschön, meine Liebe!

Euch allen ein charmantes Juliwochende!
Herzlichst, Nicole



Vielen lieben Dank, meine liebe Claudia!




Freitag, 5. Juli 2024

Heimatgeschichte(n) - Niederrheinische Kaffeetafel


Es mag wohl das Ende des 18. Jahrhunderts gewesen sein, als sich die Kaffeetafel hier bei uns am Niederrhein etabliert hat. Entwickelt hat sich diese Tradition aus dem Alltagsleben einer wohlhabenden niederrheinischen Bauern-Familie mit ihrem Gesinde. Diese "Familie" konnte damals noch Eltern, Kinder (die Kernfamilie), dazu eventuell die Großeltern (Dreigenerationenfamilie), unter dem selben Dach lebende unverheiratete Verwandte, Onkel, Tante, Geschwister (Großfamilie) umfassen. Dazu zählte man auch das auf dem Hof beschäftigte Gesinde, auf großen Höfen bis zu fünf Knechten und ebenso vielen Mägden. Nach getaner Arbeit und bevor die Kühe gemolken wurden kamen die Bewohner des Hofes zusammen und nahmen eine deftige Mahlzeit ein. Diese bestehen aus verschiedenen Brotsorten, Wurst- und Käseaufschnitt, Rübenkraut, Marmelade, Kaffee und Tee. Im Laufe der Zeit wurde diese Mahlzeit verfeinert und man bot auch seinen Gästen zu besonderen Anlässen diese opulente Mahlzeit an. Deshalb greift doch gerne zu, meine Lieben.


Niederrheinische Kaffeetafel: Dazu gehören Weißbrot, Rosinenbrötchen, Schwarzbrot, Butter, Blutwurst, Käse, Rüben- oder Apfelkraut (Sirup), Pflaumenmus, verschiedene Blechkuchen dazu Kaffee.

Nedrheinische Kaffetafel: Darto gifft dat Wittbrot, Krenteweck, Swartbrot, Botter, Flönz, Käsen,  Rüven- oder Appelkruu, Prummenmus un verscheden Blechkoken darto Kaffe.





Quellennachweise:
Könenkamp, Wolf-Dieter
Bauernfamilie und Gesinde
Soziale Ordnung und Arbeitsteilung auf westfälischen Bauernhöfen um 1800