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Sonntag, 5. Dezember 2021

Kalender: Dezember - Julmond

 

Es ist Dezember. Heiligenmond, Heilsmond, Christmond, Wending, Julmond oder Julmonat nannten ihn unsere Vorfahren. Das Julfest, die altnordische, heidnische Feier der Wintersonnwende am 21. Dezember geht auf das altnordische Wort "Jol" zurück und wurde aus dem Schwedischen ("Jul" = Rad) übernommen. Das Julfest war das größte Fest der Germanen. In den Rauhnächten ruhte jede Arbeit. Sonnwendfeuer wurden entzündet und Julräder zu Tal gerollt, sie sollten die Sonne wieder zurückrufen. Das Julfest selbst wurde später auf das christliche Weihnachtsfest übertragen und auch der (Jul-)Kranz fand gemeinsam mit dem Sammeln der immergrünen Zweigen (wie etwa Efeu, Buchsbaum, Eibe, Fichte, Mistel, Tanne, Stechpalme, Kiefer Wacholder und vielen weiteren) einen festen Platz im heimischen, christlichen Brauchtum. Denn diesen Pflanzen wurden schützende und heilende Kräfte zugeschrieben. Selbst das Binden des Kranzes war und ist ein magischer Akt, denn so kann man seine Wünsche und Vorstellungen für das kommende Jahr mit einbinden und das vergangene Jahr Revue passieren lassen. 

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Freitag, 4. Dezember 2020

Ein Eimer voller Winterglück


Guten Morgen, meine Lieben! Väterchen Frost hat am Montag bei uns am linken Niederrhein kurz vorbeigeschaut und mit ihm wurde die Vorfreude auf das Weihnachtsfest noch einbissel größer. Geht es Euch auch so?! Hachz.. bei mir ist es jedenfalls so, aber ich bin auch eine hoffnungslose Romantikerin.. äh.. hoffnungsvolle Romantikerin. Wie war denn Eure Woche? Wir haben das ganze letzte Wochenende auf das zum Glück negative Testergebnis meines Großen gewartet. Es war bereits der zweite Test in diesem Schul-Halbjahr. So viele versäumte Schulstunden können einem "Angst und Bange" machen. Ihr Lieben, ich bin total gerührt, wie viele von Euch sich an unsere Tradition "Adventskranzbinden im Ofenhaus" erinnern und nachgefragt haben, wann es in diesem Jahr eine Ofenhaus-Geschichte gibt. Doch aufgrund der Corona-Auflagen und mehreren Quarantäne-Fällen in unserem Freundeskreis war es uns in diesem Jahr nicht möglich unsere Tradition "Adventskranzbinden im Ofenhaus" fortzusetzen.  Aber wir freuen uns schon riesig auf ein "Wiederauflebenlassen" im nächsten Jahr. Meinen Adventskranz  habe ich an unserem alten Holztisch im Hof gewunden - nur in Gesellschaft von Hund und Hühnern. Ihr konntet ihn schon am ersten Adventsonntag >hier< entdecken. Habt Ihr in meiner rechten Sidebar gesehen, dass ich bei zwei wunderbaren Advent-Aktionen mitmache? Zum Einen bei der "Reise durch den Advent" von Nicole und zum Anderen beim "Teezauber" von der lieben Claudia. Heute durfte ich schon bei beiden Aktionen das vierte Türchen öffnen und freue mich schon auf meinen großen Tag. Sehen wir uns am Sonntag? Das würde mich freuen.

Ich wünsche Euch ein zauberhaftes &
winterliches zweites Adventwochenende!
Herzlichst, Nicole


Sonntag, 1. Dezember 2019

Adventskranzbinden im Ofenhaus


"Und? Bist du bereit?", mein Göttergatte sieht mich liebevoll an. Fröhlich schwenke ich meinen Adventskranzrohling, setze meine senfgelbe Wollmütze auf und harke mich bei meinen Göttergatten unter: "Von mir aus können wir los gehen!". "Was ist mit den Jungs?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. Bedauernd schüttele ich den Kopf und seufze leise: "Sie haben beide keine Lust.". Tröstend drückt mein Göttergatte meinen Arm und zieht mich enger an sich: "Dann ist es eben so. Es wird auch ohne die Beiden gemütlich.".  "Das stimmt, aber ich finde es so schade. Im Ofenhaus ist es immer so fein vorweihnachtlich.", erkläre ich wehmütig, "Ich hätte es einfach schön gefunden, gemeinsam mit unseren Freunden und den Kindern den Advent einzuläuten.". Schon von weitem ist der Geruch von brennenden Holzscheiten wahrzunehmen und mein Göttergatte und ich laufen unbewusst ein wenig schneller. Kurz bevor wir an der großen grünen Haustür ankommen, nimmt mein Göttergatte mich in den Arm. "Es ist so schön, wenn deine Augen vor Freude leuchten, mein Schatz!" erklärt er mir liebevoll und drückt dann erst beherzt auf die Haustürklingel. Unsere hübsche Gastgeberin öffnet die Tür: "Da seid ihr ja! Das Ofenhaus hat schon geöffnet.", erklärt sie lächelnd und fügt hinzu, "Es ist auch schon kuschelig warm!". Wir treten in die behagliche Stube, in der es ganz wunderbar weihnachtlich nach Lebkuchen, Tannengrün, Orangen-Punsch und offenem Feuer duftet. Ganz leise hört man im Hintergrund mittelalterliche englische und deutsche Weihnachtslieder. "Heute habe ich schon mal das Grün vor geschnitten.", erklärt uns der sympathische Hausherr, "Ich muss so viele Kränze binden, da hatte ich Angst, wir kommen mit der Zeit nicht aus." Während der Ofen vor sich hin bollert, fegt auf einmal ein eisiger Wind durch das Ofenhaus als sich Tür öffnet und die letzten Gäste lachend hereinschlüpfen. Ein freudiges Hallo erklingt und schon bald sitzen alle Freunde auf den mit Schaffellen ausgelegten Bänken und binden plaudernd das nadelige Grün um die Kranzrohlinge. Ein harziger Duft steigt mir in die Nase und mein Blick fällt durch das alte Sprossenfenster auf den mit kleinen Lichtern geschmückten Weihnachtsbaum im Hof. Fröhliches Kinderlachen dringt von draußen rein und gemeinsam mit den beiden blonden Mädchen schlüpft auch noch schnell die wuschelige Haus- und Hof-Katze ins Warme ehe die Tür sich wieder schließt. Die Herrin des Hauses greift nach ihrer Gitarre und stimmt das erste Lied an. "Wünsche schicken wir wie Sterne zum Himmel hoch in weite Ferne.". Mir wird mein Herz ganz eng und meine Augen füllen sich mit heißen Tränen. Verstohlen wische ich sie weg und nur ein einziger Wunsch fliegt gemeinsam mit den stobenden Funken durch das Ofenrohr hoch hinaus in die kalte, sternenklare Nacht. Ganz leise, wie ein kleines Gebet, flüstere ich nur für mich: "Ich möchte wieder gesund sein!".


Ich wünsche Euch einen gesegneten ersten Advent.
Herzlichst, Nicole

verlinkt mit: *Sonntagsglück* *Bunt ist die Welt*, *Herbstglück*

Freitag, 29. November 2019

Adventsfieber (oder "Der Weihnachtsaurus im Jungenzimmer!")


Hallöchen, meine Lieben! Schön, dass Ihr da seid! Ihr wundert Euch bestimmt, warum ich mitten am Tag online bin. Mein ganzer Tag war heute wusselig, denn mein Sohnemann und ich sind voll im Adventsfieber. Auslöser dafür war ein Päckchen von der lieben Sabine Heimelig (mittlerweile leider ohne Blog. Ein ganz liebes Dankeschön dafür, Liebelein!). Sie versorgte uns nicht nur mit selbstgebackenen Plätzchen, sondern legte uns auch noch eine bildhübsche Karte mit lieben Worte dazu. Doch der absolute Adventsknaller versteckte sich in den Tiefen des Weihnachtspäckchen. Als mein Sohnemann den goldenglitzernden Weihnachtsdinosaurier aus dem sternenglänzenden Geschenkpapier schälte, war kein Halten mehr. "Mama, ich werd' verrückt! Ein Weihnachtssaurus!", mein Kleiner (ja, da war er wieder mein Kleiner) hält staunend den glitzernden Dino in seiner Hand, "Der muss mit in mein Zimmer und eine Lichterkette brauche ich auch noch. Wo sind eigentlich meine selbst gebastelten Sterne? Und Mama, könnte ich ein paar Miniatur-Tannenbäume von dir leihen?". Motiviert habe ich alle seine Wünsche zusammen gesucht, meine Ideen dazugepackt und im Adventswirrwarr auch noch mit meinem Göttergatten eine Tasse Tee (der trudelte mit einem supersüßen Tuch von Nima >hier< ein! Du Liebe - DANKE!) getrunken. So, und nun muss ich ins Bad. Heute Abend findet unser Mädel's-Weihnachtswichteln statt. Ich freue mich schon wie Bolle und ich bin gespannt wie die Damen meine Bastelei finden.. lach! Ach, und wer Sonntag noch einbissel Zeit hat, kann gerne noch mal vorbeikommen. Denn da heißt es ganz traditionell bei Frau Frieda "Adventskranzbinden im Ofenhaus".


Bis dahin - Euch allen ein goldenglitzerndes Wochenende!
Herzlichst, Nicole