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Dienstag, 27. Mai 2025

Heimatgeschichte(n) - Röschendrehen


"Sollen wir so wie früher in unserer Kindheit eine Girlande mit silbernen Papierröschen an die Haustür hängen.", fragend blicke ich mein Schneiderlein an. Das erste Paar aus unserem engsten Freundeskreis (Ihr wisst schon - 14 kleine und große Freunde) feiert bald Silberhochzeit und hier bei uns am linken Niederrhein ist es früher Tradition gewesen die Haustür zum Hochzeitstag zu schmücken. "Das ist eine gute Idee!", meine Freundin grinst mich an. "Wollen wir bei uns im Garten die Röschen drehen und die Girlande winden?", frage ich weiter, "dann sage ich auch noch anderen Gästen Bescheid.". 
Und da sitzen wir Frauen nun, während sich die Männer um das Holzgerüst kümmern, drehen wir in sorgfältiger Handarbeit eine Papierrose nach der anderen. Nicht immer sehen die fertigen Exemplare aus wie eine Rose, auch Nelken haben wir im Angebot und dennoch sind wir alle begeistert von unseren kleinen Kunstwerken. "Ich kann mich gut daran erinnern, wie es in meiner Kindheit vor so einer Feier war!", erkläre ich meinen Freundinnen, "Erst wurden die Röschengedreht und die Girlande gebunden, dann wurde die Haustür des Jubelpaares geschmückt, danach kam die eigentliche Feier und anschließend wurde auch wieder abgeschmückt!". "Und das alles wurde immer mit reichlich Alkohol begossen!", wirft mein Schneiderlein lachend ein, "Und bei einer weißen Hochzeit kam noch der Polterabend, die standesamliche und kirchliche Trauung dazu!". Ich lache auf: "Sechsmal kamen damals also alle zusammen. Unglaublich!". Eine andere liebe Freundin nickt zustimmend: "Daran kann ich mich auch noch erinnern. Allerdings gab es auch noch so eine Maschine mit einer Handkurbel, wo man die Krepppapierstreifen einlegen konnte und fast fertige Papierröschen herauskamen.". "So eine Maschine hat mein Papa auf'm Pütt* in seiner Werkstatt unter Tage** sogar selber gemacht.", erinnere ich mich lächelnd, "Schade, dass sie verloren gegangen ist!".

Das Röschendrehen zur Silberhochzeit wieder aufleben zu lassen, bedeutet, ein Stück wertvoller Tradition in die Gegenwart zurückzuholen. Gerade in einer Zeit, in der viele alte Bräuche langsam in Vergessenheit geraten, ist es umso wichtiger, solche Rituale für das Miteinander in der Gemeinschaft zu bewahren. Das Röschendrehen ist weit mehr als nur ein hübscher Schmuck am Haus: Es steht für Wertschätzung, Zusammenhalt und echte Freundschaft. Wenn gemeinsam Papierrosen gedreht, die Girlande gebunden und gestaltet wird, entsteht nicht nur ein schönes Geschenk für das Jubelpaar, sondern auch ein Gefühl von inniger Verbundenheit. Es sind diese besonderen Momente, in denen Freunde zusammenkommen, Geschichten austauschen, Erinnerungen teilen und gemeinsam etwas schaffen, das selbst zur Erinnerung wird - nur schade, dass das Jubelpaar nicht dabei sein kann, sonst wäre es ja keine Überraschung.


*Pütt - niederrheinische Bergmannssprache - Bergwerk, Schacht, Grube
**unter Tage - niederrheinische Bergmannssprache: unterhalb der Erdoberfläche, im Bergwerk

Dienstag, 30. November 2021

Von Weihnachtskarten und Strohsternen


Auf der Suche nach einer neuen schönen Weihnachtskartenidee ist mir aufgefallen, dass ich Euch im letzten Jahr gar nicht die Weihnachtskarten für die Familie und besonders liebe Freunde gezeigt habe. Dabei finde ich die Strohsternkarten so hübsch! Vor allem da ich sie mit "gebrauchten" Strohsternen verziert habe. So wurden nicht nur von Herzen kommende Weihnachtsgrüße verschickt, sondern auch herzenswarme weihnachtliche Erinnerungen geteilt.


*★x . ✶•´ ☆
Und plötzlich ist es wieder da
dieses seltsame Leuchten
in uns, um uns und 
um uns herum.
*★x . ✶•´ ☆


Dienstag, 14. April 2020

🌈 Mut-mach-Karten (oder "Alles wird gut!")


Mein Sohnemann und ich haben den Rat

DOCH DU KANNST DIE WELT EIN BISSCHEN SCHÖNER FÄRBEN

von Herrn van Veen angenommen und haben im sonnigen Garten ein paar Regenbogen-Karten gestaltet. Ein paar von unseren "Mut-mach-Karten" sind in die direkte Nachbarschaft geflogen, bei Oma & Opas gelandet oder fliegen noch durch die ganze weite Welt.

Alles wird gut!

Ein ganz dickes Dankeschön auch an dieser Stelle an Heike, Varis, Nicole, Lene und Claudia. Sie haben uns mit ihrer lieben Osterpost eine große Freude bereitet. Dankeschön, Ihr Lieben!!


Freitag, 3. April 2020

Gelb und schwarz


Guten Morgen, meine Lieben! Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch an "Entchen Momo"? Warum? Entchen Momo ist wieder da! Mein Sohnemann war begeistert und ich dann auch.. lach! Habt Ihr meinen wunderschönen Tulpenstrauß gesehen? Mein Göttergatte hat ihn mir vom Einkaufen mitgebracht - einfach so. Ist das nicht lieb von ihm?! Er ist echt ein Schatz! Auch dass er das Einkaufen übernommen hat, finde ich einfach super, denn leider gehöre ich zur Risikogruppe (hochdosierte Medikation). Wie habt Ihr das denn geregelt? Huscht Ihr selber durch die Regalreihen, bekommt Ihr Hilfe oder benötigt Ihr gar noch Hilfe? Traut Euch ruhig (auch hier) nach Hilfe zu fragen. Denn wer weiß, vielleicht bringt Euer Kommentar so einen Stein ins Rollen. Wie meine Woche war, möchtet Ihr wissen? Ich habe die letzten Tage an meiner Nähmaschine verbracht. Erst musste sie repariert werden und dann haben zuerst mein Göttergatte und ich, dann ich alleine einige "Mund-Nase-Bedeckungen" genäht. Da ich nicht wirklich eine gute Schneiderin bin, hat es unglaublich viel Zeit und Anstrengung gekostet. Aber was sein muss, muss sein, nicht wahr?! Zum Schluss möchte ich mich heute bei Susanne, Claudia, Birgitt, Tina und Eva bedanken. Sie haben meinen einsamen Briefkasten gefüttert und mir mit ihrer lieben Post ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Mit Claudia's hübschen Karte kam sogar noch ein kleines Igel-Täschchen bei mir an.. hachz! Herzlichen Dank Euch Lieben! 

Ich wünsche Euch von Herzen ein sorgloses Wochenende.
Take care, Nicole


verlinkt mit:

Dienstag, 1. Oktober 2019

Herbstliche Lesezeichen



>Hei, hei, hussassa - der Herbst ist da... bringt uns Regenwetter... der Herbst ist da!< Und tatsächlich: der Herbst ist hier bei uns am linken Niederrhein angekommen und mit ihm so richtig tristes und nasses Herbstwetter. Heute morgen auf unserer Waldrunde sind wir bis auf die Unterwäsche nass geworden. Boah, wat war dat usselig. Zuhause angekommen wollte ich nur eines: mit einem spannenden Buch und einer guten Tasse Tee auf die Couch. Doch schon bald merkte ich das was fehlt. Was? Richtig ein Lesezeichen. Und da ich im Moment eh keine wirkliche Ruhe finde (die ganzen Medikamente rauben mir den letzten Nerv), beschloss ich ein paar herbstliche Lesezeichen zu basteln. Aus Papp(e)-Karton damit ich auch noch schnell einen kleinen Beitrag zu Susannes "Papierliebe" (im September) leisten kann. Und Susanne? Lässt Du meine Herbst-Bastelei durchgehen?  

Verlinkt mit: *Natur-Donnerstag*, *Naturkinder*,*Gartenglück*, *creadienstag*, *handmadeontuesday*, *Kiddikram*, *Herbstklopfen*

Nachtrag:
Mit einem ganz lieben Gruß schicke ich meine Lesezeichen auf Wunsch zu Andrea
Ihr Monatsmotto im Oktober lautet: Bücherschätze