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Sonntag, 19. November 2017

Der Wahnsinn hat einen Namen


Unsere Hündin Julie steht traurig vor mir. Sie schaut mich aus ihren treuen Augen vorwurfsvoll an und ihre hübschen braunen Stehohren hängen unglücklich herunter. Um sie herum muss gerade der Wahnsinn getobt haben. Ein zerbrochenes Glas liegt auf dem Boden im Esszimmer. Meine hübsche Pilea hat keine Blätter mehr und die Blumenerde liegt neben dem umgekippten Blumentopf auf der Fensterbank. Die Küche steht unter Wasser, während der Wassernapf ganz leer ist. Eine kleine feuchte Pfotenspur führt direkt zu Julies Lieblingsplatz. Da liegt er - der Wahnsinn. Und er hat auch einen Namen: Sky, unser Kater. Julie drängt sich an mich und wir seufzen beide gleichzeitig. Wer hätte das gedacht?! Dabei ist er doch so putzig und so flauschig und so hübsch. Alleine schon, wenn er über den Tisch geschlichen kommt und sein Köpfchen gegen meine Stirn drückt, geht mir mein Herz auf - vor lauter Liebe. 


Donnerstag, 16. November 2017

Eichhörnchen im November

Guten Morgen, meine Lieben! In unserem Waldgarten leben drei ganz zauberhafte Eichhörnchen. Ein braunes, ein fuchs-rotes und ein schwarzes Eichkätzchen. Und obwohl unsere Hündin Julie sie gar nicht leiden kann und die possierlichen Tiere oft quer durch den Garten scheucht, sind sie doch sehr zutraulich. Da dieses Jahr die Walnuss-Ernte durch den späten Frost im März so gut wie ausgefallen ist, habe ich den drei Süßen einen Korb mit Walnüssen und Äpfeln nach draußen gestellt. Habt Ihr Lust die drei Eichhörnchen für einen Moment zu beobachten? Dann los:


"Mmmh.. was riecht denn hier so lecker?"


"Da muss ich doch mal nachschauen!"


"Äpfel und Nüsse - ja, ist denn schon Weihnachten?!! Füchslein, hol' schnell den Schwarzen!"


"Mmmh.. lecker!!"


"Hier soll es Nüsse geben? Ja, wo denn?!"


"Ach, da! Das ist aber wackelig. Ich versuche es mal von oben!"


"Schon besser, jetzt noch hinein und dann gehört eine Nuss mir!"


"Mmmh.. die hebe ich mir für später auf!"


"Schwarzer! Wo bleibst du denn? Hier gibt es feine Walnüsse!"

"Ich bin ja schon da! Nüsse? Nüsse!!"


"Wie komme ich denn bloß in den Korb?"


"Endlich habe ich eine Walnuss. Die nehme ich mit und verstecke sie gut.
Schließlich steht der Winter ja schon vor der Tür!"


Habt Ihr Lust das ganze Schauspiel am Stück anzuschauen?
Dann habe ich noch für Euch ein Video >hier< dazu:





Viel Spaß und einen wundervollen Novembertag!
Herzlichst, Nicole

Verlinkt mit: "Naturdonnerstag", *Naturkinder*, "Gartenglück"

Dienstag, 14. November 2017

Gefüllte Vogelfutter-Tannenzapfen


"Kleiner, hast du Lust mit mir wieder etwas für unsere Winterfütterung zu werkeln?", erwartungsvoll blicke ich meinen Sohnemann an. "Heute nicht, Mama! Ich habe Ohrenschmerzen und mein Kopf tut dolle weh!". "Du hast Ohrenschmerzen?", erschrocken betrachte ich meinen Kleinen, "Du hast dich doch nicht etwa bei deinem großen Bruder angesteckt?". "Doch ich glaube schon!", mein Kleiner sieht mich gequält an. "Na, komm! Ich mache dir ein Zwiebelsäckchen und dann gehen wir einbissel an die frische Luft! Was hältst du davon?", aufmuntert schaue ich meinen Kleinen an. "Okay. Aber ich bastele heute nicht!", mein Kleiner sieht mich entschlossen an. "Okay, einverstanden. Dann bastele ich eben alleine.", antworte ich besänftigend. Nachdem ich das noch warme Zwiebelsäckchen zwischen Mütze und schmerzenden Ohr gesteckt habe, gehen mein Kleiner und ich nach draußen in den sonnigen Hof. Während mein Kleiner unlustig mit unserer Hündin einen Ball hin und her kickt, stelle ich alle Zutaten auf den alten Holztisch und mache die ersten Fotos. "Du Mama, ich mache doch mit. Aber ich mache nur einen Zapfen fertig!", mein Sohnemann setzt sich mir gegenüber und zieht die Mütze über sein schmerzendes Ohr, "Was soll ich tun?". Ich grinse leise in mich hinein, erkläre schnell was er machen soll und höre staunend seinen Ausführungen über das ökologische Gleichgewicht zu. Da geht es um Vögel, Insekten, dem Sterben der Insekten und die Wichtigkeit der Bienen. "Wie groß er doch schon geworden ist!", denke ich leise für mich und bemerke schmunzelnd, dass er bereits den dritten Zapfen befüllt hat.


Zutaten:
  • Tannenzapfen
  • ungesalzene Erdnussbutter (gibt es im Tierfachhandel)
  • Vogelfuttermix
  • Kordel
  • Schmiermesser
  • Teller

So geht's:

Zuerst befestigt mein Kleiner die Kordel an der Oberseite des Tannenzapfens, damit er eine Schlaufe hat an der er den Zapfen aufhängen kann. Dann verteilt er den Vogelfuttermix auf einen tiefen Teller und schmiert die Erdnussbutter mit dem Messer in die Rillen des Tannenzapfens. Anschließend rollt er den bestrichenen Tannenzapfen über den Vogelfuttermix und drückt die Samen, Nüsse und Körner gut in den Tannenzapfen. Fertig ist der Vogelfutter-Tannenzapfen.

Samstag, 11. November 2017

Das Sankt-Martin-Fest


Auch in diesem Jahr möchte ich von dem heimeligsten aller Brauchtumsfeste, welches hier bei uns am linken Niederrhein eine ganz besondere Tradition hat, sprechen: dem Sankt-Martin-Fest. Denn ich finde es ungemein wichtig unseren Kindern gerade in der heutigen Zeit Werte, welche das Sankt-Martin-Fest beinhaltet, mit auf den Weg zugeben. Mitgefühl, Barmherzigkeit und Nächstenliebe scheinen nämlich leider in unserer modernen Welt in Vergessenheit zu geraten. Aber nun zum Fest selber: besonders schön ist es, wenn die Kinder noch klein sind, denn da ist das Staunen über die leuchtenden Laternen, den heiligen Sankt Martin auf seinem Pferd, die laute Musikkapelle und die singenden Menschen am Größten. Aber auch mit älteren Kindern kann man das Fest zu Ehren des Heiligen Sankt Martin noch zelebrieren.
Möchtet Ihr wissen wie? Zuerst haben wir gemeinsam zu Hause die gesammelten Laternen der vergangenen Jahre mit Beleuchtung in die Fenster gehangen und dabei Sankt-Martin-Lieder gehört und gesungen. Am Tag des Sankt-Martins-Umzuges sind wir zu unserem altehrwürdigen Kloster hochgezogen, während die leuchtenden Laternen der jüngeren Kinder der Stadt uns dabei den Weg gewiesen haben. Was für eine fröhliche und kunterbunte Ansammlung. Eine Laterne schöner als die andere. Oben auf dem Klosterplatz angekommen, haben wir uns das Schauspiel angesehen, mit dem Bettler gebibbert (er hatte tatsächlich nur einen Lendenschurz an) und staunend das Feuerwerk betrachtet. Den Abend haben wir fröhlich mit heißem Kakao und selbst gebackenen Weckmännern oder Martinsgänse ausklingen lassen.. hachz! Merkt Ihr es? Ich liebe die Sankt-Martin-Zeit. Aber nun bin ich neugierig, habt Ihr auch schon das Sankt-Martin-Fest gefeiert?



Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sankt-Martins-Umzug mit kunterbunten Laternen, leuchtenden Kinderaugen, feinen Martingänschen, stattlichen Weckmännern
und einem wolkenlosen Himmel.
Herzlichst, Nicole

Freitag, 10. November 2017

Teezeit (oder "Bäume im November")



"Mir geht's nicht gut, Mama?!", mein Großer steht hustend vor mir. "Das höre ich!", stirnrunzelnd betrachte ich meinen Großen, "Hast du Lust mit mir Tee zu trinken? Die Wärme wird dir sicherlich gut tun.". Mein Großer setzt sich neben mich auf unsere Bank und lässt schwer der Kopf auf meine Schulter sinken, ein tiefes Seufzen entfleucht ihm und kurz darauf ist wieder ein bellender Husten zu hören. "Ja, gerne!", er steht auf und nimmt sich eine Tasse Tee. "Sonnenschein.", mein Großer liest laut das Etikett vor, "Den könnten wir heute gebrauchen!". Ich nicke und blicke in das triste Novembergrau: "Aber heute Morgen war es im Wald wirklich herrlich. Die gelben Blätter an den Bäumen haben so richtig durch den Nebel geleuchtet.". Mein Großer hustet erneut. Mit einem großen Schluck spült er den kleinen Gänse-Keks hinunter und sieht mich erschöpft an: "Mama?! Vielleicht hätte ich doch keine kurze Hose anziehen sollen.". Mühsam versuche ich mein Lachen zu verbergen und sage leichthin: "Das kommt davon, wenn man nicht hören kann!".

Guten Morgen, meine Lieben. Schön, dass Ihr wieder zu mir gefunden habt. Möchtet Ihr auch eine Tasse Sonnenschein-Tee und ein Sankt-Martin-Plätzchen? Bedient Euch bitte. Habt Ihr Euch gerade gewundert, warum mein Großer noch immer in kurzen Hosen rumläuft? Tja, da seid Ihr nicht die Einzigen. Schon in den Herbstferien hat mein Göttergatte ihn dazu angehalten wieder eine lange Hose anzuziehen. Aber unser Naturbursche hält gar nicht von langen Hosen. Zu unbequem, zu warm, zu unpraktisch.. lach! Glaubt mir, er hatte noch einige Argumente mehr. Und nun sitzt er hier und hustet und prustet. Hoffen wir mal, dass er sich am Wochenende erholen kann. Unsere ganze vergangene Woche war von schönen heimeligen Sankt-Martin-Fest-Vorbereitungen geprägt, das habt Ihr sicherlich schon gemerkt, nicht wahr?! Wir lieben dieses Brauchtumsfest sehr. Aber dazu morgen mehr! 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Freitag
und ein kuscheliges November-Wochenende.
Herzlichst, Nicole


Donnerstag, 9. November 2017

Weckmänner mit Nussgesichtern


Ich stehe in der Küche, singe leise "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" vor mich hin und rühre stetig im Milchtopf. "Mmmh! Was riecht denn hier so lecker?", mein Großer kommt schnuppernd in die Küche. "Das sind selbstgebackene Weckmänner!", erkläre ich grinsend und haue meinem Großen spielerisch auf die Finger, "Finger weg! Wir essen gleich gemeinsam die Weckmänner zum Abendbrot. Ich mache nur noch den Kakao warm. Möchtest du einen Becher?". "Nein, danke! Ich möchte lieber ein Glas kalte Milch.", mein Großer schnappt sich die bereitgestellten Teller und trägt sie samt Messer ins Esszimmer. "Ich möchte aber einen warmen Kakao, Mama!", teilt mir mein Kleiner vergnügt mit, während er das Glas mit der Schokoladencreme aus dem Schrank holt. "Ich weiß, mein Schatz!", erkläre ich grinsend und füge hinzu, "Sag schon mal dem Papa Bescheid. Der Kakao ist warm!".

ZUTATEN
  • 300 g Milch
  • 50 g Butter
  • ½ Würfel Hefe
  • 60 g Zucker
  • 550 g Mehl
  • ¼ TL Salz
  • Walnüsse, Haselnüsse und Cashewkerne
  • 1 Ei

ZUBEREITUNG

Milch, Butter, Hefe und Zucker in den Mixtopf geben, 3 Min. / 37° / St. 2 erwärmen. Mehl und Salz zugeben, 3 Min. / kneten. Teig in einer großen Schüssel 1 Stunde gehen lassen. Dann aus dem Teig kleine Weckmänner formen und weitere 5 Minuten gehen lassen, dabei mit einem Küchentuch abdecken. Nun die Weckmänner mit den Nüssen verzieren, mit verquirltem Ei bepinseln und ca. 20 Minuten abbacken (Umluft: 180°).

Wenn Ihr mehr über den niederrheinischen Weckmann wissen möchtet,
 schaut doch mal >hier< vorbei.

Verlinkt mit: *Bloggerlecker* von Petra, *Herbstküche* von Babsy, *Naturkinder*

Dienstag, 7. November 2017

Marzipanduftende Sankt-Martin-Plätzchen


"Mama, hast du auch daran gedacht den Teig zu teilen? Du weißt ja, ich mag gar kein Marzipan!", mein Kleiner steht im Badezimmer und schruppt sich seine Hände. "Ja, natürlich!", rufe ich zurück, "Bist du soweit? Der Backofen ist bereits aufgeheizt.". "Traaaraaa! Da bin ich schon!", ruft mein Sohnemann lachend, während er auf seinen Socken über den Parkettboden rutscht, "Es kann losgehen!". Er schnappt sich das Nudelholz und rollt den Plätzchenteig vorsichtig aus. Doch nach den ersten Versuchen eine heile Gans auszustechen, schaut er mich vorwurfsvoll an und erklärt: "Ich weiß ja, dass es die Gänse waren, die den heiligen Martin verpfiffen haben, aber können wir nicht trotzdem einen anderen Ausstecher nehmen? Der Schnabel und die Paddelfüße bleiben immer kleben!". Ich schüttele den Kopf und biete ihm grinsend meine Hilfe an: "Gemeinsam schaffen wir das!".

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 1 Msp.Backpulver
  • 40 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 1 Ei (oder 2 Zwergeneier)
  • 2 EL kaltes Wasser 
  • 1/2 Fläschchen Bittermandel-Aroma
  • 1/2 TL Zimt
  • 150 g Butter 

Zubereitung

Das Mehl und das Backpulver in einer Schüssel mischen. Zucker, Vanillinzucker, Ei, Wasser, Bittermandel, Zimt und weiche Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. In Folie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Den nun festen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dünn ausrollen und mit einem Plätzchen-Ausstecher Gänse ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas: Stufe 3-4, Umluft: 180 Grad) 12-15 Minuten backen. Plätzchen auskühlen lassen und ggf. verzieren.


verlinkt mit: *creadienstag*, *DienstagsDinge*, *handmadeontuesday*, *Naturkinder*
*Bloggerlecker* von Petra, *Herbstküche* von Babsy

Die Lockengänse aus der Nachbarschaft schicke ich mit einem lieben Gruß zu Ghislana's *Naturdonnerstag".