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Sonntag, 6. Juli 2025

Amsterdam - eine entspannte Auszeit zu zweit


Wir stehen am imposanten "Rijksmuseum", die warme Morgensonne glitzert auf dem Wasser der Stadhouderskade-Gracht und eine kribbelnde Vorfreude auf unseren erlebnisreichen Tag in Amsterdam liegt in der klaren Luft. Während mein Göttergatte und ich uns eine entspannte, romantische Auszeit zu zweit gönnen, tauchen derweil unsere beiden Söhne begeistert in die bunte, lebhafte Welt der "MagicCon" ganz in der Nähe ein. Direkt am Museum steigen wir in eines der modernen "Hop-on-Hop-off"-Boote und schon beginnt unsere kleine Sightseeing-Tour. Das Wasser der Grachten schimmert silbrig-blau, während wir gemächlich durch die malerischen, verwinkelten Wasserwege schippern. Die Stadt präsentiert sich von ihrer charmantesten Seite: prächtige, historische Kaufmannshäuser aus dem Goldenen Zeitalter spiegeln sich im sanft bewegten Wasser, farbenfrohe Hausboote mit liebevoll bepflanzten Gärten auf dem Dach gleiten vorbei und unter idyllischen, mit Blumen geschmückten, Brücken hindurch lauschen wir den spannenden, informativen Geschichten aus dem Audioguide. Immer wieder entdecken wir kunstvoll verzierte Lagerhäuser, barocke Kirchen wie die Westerkerk mit ihrem markanten Turm und das bewegende Anne-Frank-Haus, das am Ufer aus dem Stadtbild hervorsticht. Wir passieren die vier Hauptkanäle: Singel, Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht, die zusammen das UNESCO-Weltkulturerbe bilden. Über 1000 kunstvoll gestaltete Brücken überspannen diese Wasserwege, viele davon romantisch beleuchtet und mit Blumen geschmückt. Die Grachten sind gesäumt von Bäumen, deren grüne Kronen sich im Wasser spiegeln, und immer wieder tauchen pittoreske, schiefe Häuser auf, die dem Stadtbild einen unverwechselbaren Charme verleihen. Nach einer entspannten Fahrt nähern wir uns dem geschäftigen, pulsierenden Bereich rund um den imposanten Bahnhof "Amsterdam Centraal". Die beiden hohen Türme und die detailreichen Fassaden des aus rotem Backstein erbauten Bahnhofs ragen majestätisch in den blauen Himmel. Wir erfahren, dass das beeindruckende Gebäude auf 9000 massiven Holzpfählen und drei künstlichen Inseln steht: ein architektonisches Wunderwerk und das dynamische, verkehrstechnische Herz der Stadt. Hier steigen wir aus und setzen unseren Weg zu Fuß fort. Wir schlendern gemütlich vorbei an den berühmten, schiefen "De Dansende Huizen" am Damrak. Die schrägen, bunten Fassaden verleihen dem Stadtbild einen einzigartigen, unverwechselbaren Charme und natürlich muss ich hier auch wie alle anderen Touristen ein Foto machen. Überall sehen wir unzählige, bunte Fahrräder, die das urbane, kreative Flair Amsterdams unterstreichen. Das Stadtzentrum pulsiert vor Leben, Menschen aller Couleur eilen geschäftig vorüber, übermütige Fahrradfahrer flitzen vorbei und gemütliche Cafés und kleine Boutiquen laden zum entspannten Verweilen ein. Gegen Mittag lockt uns "The Seafood Bar" im historischen, prachtvollen Gebäude der Amsterdamer Börse "De Beurs van Berlage" zu einer genussvollen, kulinarischen Pause. Mein Göttergatte entscheidet sich für goldbraunen Kibbeling mit knusprigen Frieten, würziger Sauce und frischem Salat. Ich wähle einen knackigen Caesar Salat mit aromatischem Parmesankäse, knusprigen Croutons, cremigem Ei und würzigem Anchovisdressing serviert mit warmem geräuchertem Lachs. Die Gerichte sind frisch, köstlich und geben uns neue, belebende Energie. Das moderne, stilvolle Ambiente und der weite Blick auf das lebhafte, bunte Treiben der Stadt machen den Stopp perfekt. Gestärkt schlendern wir gemeinsam durch die elegante, kunstvoll gestaltete "Beurspassage", bewundern die farbenfrohen Mosaike und lassen uns von den kleinen, einladenden Geschäften und gemütlichen Cafés inspirieren. Einen kleinen Einkaufsbummel bei "Dille & Kamille", meinem Lieblingsladen für nachhaltige, hochwertige Haushaltswaren, kann ich nicht widerstehen, denn die Regale sind voller schöner, praktischer Dinge, die zum Stöbern einladen. Wieder an Bord des Bootes gleiten wir weiter durch die ruhigen, verwunschenen Grachten. Vor uns liegt das imposante, geschichtsträchtige Schifffahrtsmuseum "Het Scheepvaartmuseum" mit seiner prächtigen, historischen Fassade und dem hellen, modernen Innenhof. Der originalgetreue Nachbau eines VOC-Schiffs von 1749 liegt am Kai und wir bestaunen die hohe Takelage. Im Hafenviertel erleben wir den spannenden Kontrast zwischen moderner Architektur, geschäftigen Fähren und eleganten Kreuzfahrtschiffen. Wir entdecken weniger bekannte, aber ebenso reizvolle Ecken, wie den lebendigen "Albert-Cuyp-Markt" und das edle Diamantenviertel rund um Gassan. Es fühlt sich wunderbar entspannt an spontan an den verschiedenen Haltestellen auszusteigen oder einfach weiter die ruhige, romantische Fahrt durch die malerischen Grachten zu erleben. Erst als die Messe am frühen Abend schließt treffen wir uns mit unseren Söhnen und fahren zusammen wieder nach Hause. Ein unvergesslicher Tag voller wunderbaren Eindrücken und gemeinsamer Momente zu Zweit geht zu Ende. 







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Sonntag, 15. Oktober 2023

Wien


Habt Ihr es gemerkt? Wir (Kleiner, Großer, Göttergatte und ich) waren eine Woche verreist. Und ob Ihr wollt oder nicht, ich nehme Euch in die prachtvolle österreichische Hauptstadt Wien mit. Doch nun betreten wir erstmal das Foyer und gehen dann auf's Zimmer in den 13ten Stock. Am ersten Tag haben wir uns direkt eine "Vienna City Card " gekauft und um eine "Hop on, Hop off"-Karte ergänzt. So konnten wir uns schnell, immer mit Musik von Schubert oder Johann Strauß im Ohr, einen Überblick verschaffen und die ersten Eindrücke genießen. Schnell war klar, welche Orte wir auf jeden Fall besuchen wollten. Natürlich haben wir uns das historische Zentrum angeschaut. Bauwerke, die von Barock und Jugendstil geprägt sind, wechseln sich dort mit Architektur der Gründerzeit ab. Das ich mich direkt in den Gänsemädchenbrunnen verliebt habe, war klar, oder?! Auf unserer Prioritätenliste standen das Schloss Belvedere (von Innen und von Außen), das Museumsviertel, die Spannische Reitschule, die Pestsäule, die Ankeruhr samt Fiaker, Hotel Sacher, die Peterskirche und der Stephansdom. Und Ihr ahnt es, oder?! Wer mit Nerds zusammenlebt und selber einer ist, kommt an einen Besuch im Naturhistorischen Museum, dem historischen Heermuseum oder der Kapuzinergruft nicht vorbei. Auch ein Besuch im Zwölf Apostelkeller (Stadtheuriger und Restaurant) darf da nicht fehlen. Als nächstes waren wir im Schloss Schönbrunn und haben uns die unglaubliche Parkanlage angeschaut. Das erste Stück Sachertorte meines Lebens habe ich dort im Schloss Café Gloriette probiert. Um ehrlich zu sein, war es mir echt zu süß. Meine Männer haben sich derweil an Kaiserschmarrn, Eis und Apfelstrudel gütlich getan und waren begeistert. Überhaupt machen unterschiedliche Parkanlagen Wien zu einer Stadt mit besonders hohem Grünanteil, was mir natürlich sehr gefällt. Fazit: Wien ist wunderschön, großartig, prachtvoll, geradezu kaiserlich und einbissel ehrfurchtgebietend.


Sonntag, 28. Oktober 2018

Edinburgh


Ich bin wieder da! Und? Habt Ihr mich schon vermisst?! Wollt Ihr wissen, warum es hier so still war? Wir waren in Schottland, genauer gesagt in Edinburgh und es war einfach nur herrlich. Natürlich habe ich Euch auch ein paar Impressionen mitgebracht. Edinburgh ist gerade jetzt im Herbst mit ihren herrlichen Parks und Gärten eine ganz romantisch-mittelalterliche Stadt. Und wer schon länger bei mir mitliest weiß, dass ich diese Kombination liebe. Wie fast alle Touristen in dieser wunderschönen Stadt haben auch wir mit dem Besuch des "Edinburgh Castle" begonnen. Die gewaltige Festung wurde auf einem erloschenen Vulkan errichtet und ist das Wahrzeichen der schottischen Hauptstadt. Die Aussicht dort oben ist einfach grandios. Wir haben die "Crown Jewels" und den "Stone of Destiny" bestaunt und uns von der charmanten "St. Margaret's Chapel "verzaubern lassen. Pünktlich zur Teezeit haben wir dort unseren ersten "Scone with clotted cream and strawberry jam" gegessen und dazu wärmenden Tee getrunken. Das war auch bitter nötig. Denn obwohl der Himmel blau war und die Sonne schien, pfiff ein eisiges Lüftchen um die altehrwürdigen Mauern. Ein weiteres Highlight war für uns der (übrigens kostenlose) Besuch "National Museum of Scotland". Besonders der Bereich "Natural World" hat mein Herz erobert. Meteoriten, Dinosaurier oder Monster aus den Tiefen der Ozeane ließen uns mit offenem Mund staunen. Wie fragte mich mein Göttergatte so liebevoll? Na, ist mein Natur-Nerd jetzt glücklich?! Als Antwort bekam er nur einen strahlenden Blick und ein glückliches Lächeln von mir. Der nächste Ausflug ging in den "Royal Botanic Garden". Wir wollten uns unbedingt die alten Glashäuser mit ihren riesigen Palmen anschauen. Die Zeit in den Gewächshäuser verging wie Fluge. Verblüfft waren wir ehrlich gesagt vom "Scottish Parliament Building", dem Wahrzeichen der Republik. Die überaus moderne und künstlerische Umsetzung von Enric Miralles passt (unserer Meinung nach) überhaupt nicht in das traditionelle Umfeld, wo sich doch das malerische "Palace of Holyroodhouse", der Regierungssitz von Maria Stuart aus dem 16./17. Jahrhundert, direkt gegenüber befindet, welcher übrigens zwischen dem "Arthur's Seat" und dem "Calton Hill", zwei großartigen Aussichtsplätzen, eingebettet ist. Auch die "National Gallery of Scotland" hat uns sehr gefallen und auch hier muss erwähnt werden, dass der Eintritt frei ist. Überhaupt ist Edinburgh was das angeht sehr familienfreundlich. Der Eintritt vieler Museen und Galerien ist frei und gerade für Kinder gibt es immer eine besondere Attraktion. In der "National Gallery of Scotland" war es zum Beispiel das Ölgemälde von Edwin Landseer "The Monarch of the Glen", welches im Ganzen aus kleinen Legosteinen nachempfunden wurde. Zwischen unseren Tageszielen haben wir immer wieder die historische Altstadt Edinburgh erobert. Sie breitet sich unterhalb der trutzigen Burg wie ein verwinkeltes Labyrinth aus kopfsteingepflasterten engen Gassen ("Closes" genannt), mittelalterlichen Hochhäusern, steilen Treppen und schmalen Hinterhöfen aus. Kein Wunder, dass sich dort Geistergeschichten, um die der Pest zum Opfer gefallenen Seelen schon seit Jahrhunderten halten. Eine der bekanntesten und wohl schaurigsten Spukgeschichten findet man an der "Mary King's Close". Ihr merkt bestimmt schon, ich könnte stundenlang weitererzählen und in Urlaubserinnerungen schwelgen. Eines ist jedenfalls sicher: Edinburgh - wir kommen wieder!