Samstag, 9. Mai 2015

Buchenhimmel (oder wie alt war diese Buche?)



"Schaut mal, Jungs! Dort sind ganz viele Buchen gefällt worden!", mein Göttergatte zeigt auf eine nun lichte Stelle im Wald, "Wollen wir mal hingehen und uns das genauer anschauen?". Ohne eine Antwort abzuwarten, stiefelt er los. Du meine Güte, hat hier der Sturm Opfer gefordert, sogar ein paar der altehrwürdigen Baumriesen liegen entwurzelt auf dem Boden. Doch das Forstamt war wohl auch schon fleißig gewesen, denn einige der Riesen liegen lose in Stücken am Wegesrand. Vor einem besonders dicken Baumstumpf machen wir halt, nur unsere Hündin hüpft herum und schnüffelt aufgeregt an den gefällten Buchen. "Wisst ihr wie man das Alter einer abgeholzten Buche bestimmen kann?", mein Göttergatte blickt fragend in die Runde: "Man muss die Jahresringe zählen und zwar ganz unten am Stamm. Denn ein Baum hat sogenannte Jahresringe. Mit jeden neuen Jahr kommt ein neuer Ring im Holz dazu. Im Frühjahr einen hellen und im Herbst einen dunkleren Ring. Breite Ringe erzählen von guten Jahren mit viel Licht und Feuchtigkeit. Seht ihr!? Hier!", mein Göttergatte zeigt auf einen besonders breiten Ring, "Und schmale Ringe erzählen von schlechten Jahren, in denen es zum Beispiel trocken oder zu kalt war.".

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*In Heaven* von Katja
*Naturkinder* von Caro

Freitag, 8. Mai 2015

Birkenreisig trifft Apfelblüte


Heute haben sich frische Birkenzweige und zartrosa Apfelblütenzweige zum Stelldichein in meiner hellblauen Milchkanne verabredet. Sehen die hellgrünen Birkenzweig nicht wunderbar frühlingshaft zu den gerade aufgeblühten Apfelblütenzweige aus?! In unserem Garten würden unzählige kleine Birken wachsen, wenn man ihnen nicht Einhalt gebieten würde. Aber da ich das frische Grün der Birke so sehr liebe und es einfach nicht übers Herz bringe sie zu entsorgen, habe ich aus den kleinen Bäumchen noch einen zarten Kranz gewunden. Ob das filigrane Kränzchen nun an der Kanne lehnt oder an der kleinen Schubkarre hängen bleibt, werden wir noch sehen. Denn eigentlich ist es egal, hinterlässt es doch überall einen entzückenden, frühlingshaften Eindruck!

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Donnerstag, 7. Mai 2015

Hochzeitsparty


Heute wollte Jutta von 7vor7 für ihre Linkparty "Hochzeitsparty" eine lustigen Anekdote, eine schöne Deko oder einen tollen Tipp sehen. Nun, ich habe mit erschreckend festgestellt im Oktober 2001 haben wir noch nicht allzu viele Bilder im Computer gespeichert. Deshalb war die Wahl, welches Foto ich Euch zeigen möchte, recht gering. Zur Auswahl stand dieses Foto oder ein Brustbild-Foto. Da es aber in meiner Hochzeitsgeschichte um meine Stiefel geht, habe ich mich für dieses entschieden.. lächel!! 

Meine Hochzeitsgeschichte:

"Ich will aber Stiefel!", verzweifelt lasse ich meinen Kopf auf meine Schreibtischplatte fallen, "Ich habe ein schwarzes Kleid und nun brauche ich noch schwarze Stiefel!". Meine Arbeitskollegin und liebste Freundin blickt mitleidig auf meine Füße, sie stecken in einfachen Schlappen und haben mittlerweile die Form zweier riesigen Kürbisse angenommen: "Nicole, sei doch vernünftig. Wo willst du für diese Füßen Stiefel herbekommen?". Ich ziehe eine Schnute und mir ist zum Heulen. In meinem Bauch bewegt sich das Baby unruhig und tritt mir gegen die Bauchdecke. "Warum muss ich auch so heiraten?", ich strecke mich und streichle beruhigend über meinen Bauch. "Weil der Zwerg in einer Familie aufwachsen soll!". Unsere Azubiene kniet mittlerweile vor mir, "Zeig mir mal deine Füße!". "Füße?! Das sind keine Füße mehr! Das sind Ungeheuer!!", behutsam stelle ich meine schmerzenden Füße auf die ausgezogene unterste Schublade. "Welche Größe hast du denn?", meine Azubiene blickt fragend zu mir hoch. "36/37 hatte ich. Jetzt brauche ich bestimmt Größe 50!", raunze ich durch den Raum. "Du meine Güte, warum fahre ich das liebe Mädchen eigentlich so an?!", schießt es mir durch meinen von Schwangerschaftshormonen gesteuerten Kopf. Doch meine Azubiene und meine Arbeitskolleginnen scheinen meine Gefühlsausbrüche mittlerweile gelassen hin zu nehmen. Meine Azubiene erhebt sich: "Ich mache jetzt Pause. Bis gleich!". "Bis gleich!", höre ich mich sagen, bemitleide mich selbst und verbuche noch gedankenverloren einige Rechnungen. "Haaaalllooo!", die fröhliche Stimme meiner Azubiene ist schon im Flur zu hören, "Ich habe dir was mitgebracht!". Mit einem lauten Rumms landet ein riesiger Schuhkarton auf meinem Schreibtisch. Ich traue meinen Augen nicht: schwarze Lackstiefel mit einem ganz weichen dehnbaren Schaft in Größe 38 liegen darin. "Probier mal! Ich glaube, die passen!", die großen braunen Augen meiner Azubiene blitzen vor Freude und mein Chef geht schmunzelnd an uns vorbei. Schnell husche ich (soweit es mir möglich ist. Denn ein Babybauch Ende siebten Monats kann ganz schön störend sein) in die weichen schwarzen Stiefel. Meine Azubiene und meine liebsten Arbeitskolleginnen knien vor mir und helfen mir grinsend in die enganliegenden Stiefel. Perfekt. Sie passen wie angegossen. Mir schießen die Tränen in die Augen und ich heule wie ein Schloßhund. Schnell drücke ich meine Lieben an mein Herz, soweit es mit der Babykugel überhaupt möglich ist. Unsere Hochzeit ist gerettet!! Ich habe schwarze Stiefel.

P.S. Wer gehört hat, dass mein Brautstrauß extra so üppig gebunden ist, dass mein Babybauch nicht zu erkennen ist, der hat nur Gerüchte vernommen.. grins breit!!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Holzarbeiten




Eigentlich müssten mich die alten Birkenstämme traurig stimmen, denn sie mussten ihr Dasein hergeben. Kein sanftes im Wind wiegen mehr, kein fröhliches Blätterrauschen, auch kein Glitzern im Sonnenschein wird je wieder von ihnen zu sehen oder zu hören sein. Eigentlich -  doch zu meiner eigenen Überraschung muss ich gestehen: aufgeschichtete Holzscheite oder Holzstämme, erwecken in mir ein Gefühl von Wärme und Heimeligkeit. Versprechen sie doch wohligwarme Herbst- und Winterabende. Auch jetzt schon im Mai kann ich dieses Versprechen tief in meinem Herzen hören. Dieses Knistern der brennenden Scheite, das Säuseln des Feuers und das Funkenstoben, wenn ein Scheit zusammenbricht. Einfach herrlich! Hört Ihr es auch?

Dienstag, 5. Mai 2015

Maibowle für Kinderhände



"Mama, was trinkt ihr da?", mein Kleiner steht vor mir und schaut mich mit großen Augen an. Ein wenig abseits steht sein Kumpel mit großen Ohren. "Maibowle.", erwidere ich lächelnd. "Dürfen wir auch?", mein Kleiner macht einen gekonnten Augenaufschlag. "Nee, da ist Alkohol drin.", entschuldigend grinse ich ihn an. "Männo, wir wollen aber auch Blubberwasser mit Erdbeeren trinken!", mein Kleiner sieht auffordernd seinen Kumpel an. "Ja, genau!", sein Kumpel kommt näher. "Okay, wartet hier. Ich mache euch auch eine Maibowle.", im Vorbeilaufen wuschele ich meinem Kleinen durch die Haare.

Zutaten:
  • Erdbeeren 
  • Waldmeistersirup
  • Mineralwasser
  • Eiswürfel
  • Gänseblümchen
  • Strohhalme

So geht's:

Zuerst werden die Erdbeeren kleingeschnitten und in ein schönes handliches Glas gegeben. Nun wird der Waldmeistersirup (nach Empfehlung des Herstellers) mit dem Mineralwasser gemischt und hinzugefügt. Ein paar Eiswürfel geben dem Ganzen eine erfrischende Kühle und einige Gänseblümchen verschönern die Maibowle. Nun noch ein gekürzter Strohhalm und fertig ist die Maibowle für Kinderhände.

"Zum Wohl. Auf einen schönen Mai!", ich lächle in die Runde. "Auf einen schönen Mai!", tönt es mehrstimmig zurück. Während mein Göttergatte und ich unsere Erwachsenen-Maibowle genießen, schlabbern mein Großer, mein Kleiner und sein Kumpel ihre Kinder-Maibowle. "Und?", frage ich neugierig. "Schmeckt es euch?". "Wie flüssiger Wackelpudding mit Erdbeeren!", grinst mein Kleiner mich verschwörerisch an.

Samstag, 2. Mai 2015

Apfelblüten zum Kaffee (oder Apfelschnitzel zum Hühnerglück)



Heute gibt es Apfelblüten zum Kaffee, denn ein herrlicher Frühlingstag scheint die hübschen weißen Blüten in Hülle und Fülle hervorzulocken. Dazu noch meine liebste Bunzlauer-Apfeltasse und der Tag kann beginnen. Übrigens, der Apfel ist nicht für mich. Sondern er wird gleich zu einem besonderen Leckerchen für unsere Hühner. Sie freuen sich immer so sehr über eine extra Portion Vitamin C. Das ist eine wahre (Sonntags-)Freude!! Da sie nur wegen unserem Derwisch zu einer bestimmten Tageszeit in den Garten dürfen, versuche ich ihnen das Leben im Aussengehege immer etwas interssanter zu gestalten. Da wird Rasenschnitt zum Scharren angeboten oder Apfelschnitzel in den Draht gehangen. Ganz eifrig sind sie dann dabei und entzücken mit ihrer fröhlichen Emsigkeit. Hanni, unser silbergraues Althuhn, ist besonders vorwitzig und zeigt den anderen Hühner das Angst oder Zögerlichkeit völlig unangebracht sind. Ob sich wohl die hübsche braune Gerda ein Herz fasst und sich ein Stückchen von dem Apfelschnitzel herauspickt?! Ich hoffe es jedenfalls, denn glückliche Hühner legen besonders schöne Eier.. lächel!!

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*In Heaven* von Katja
*Sonntagsfreude* bei Barbara

Freitag, 1. Mai 2015

Wiesenschaumkraut



Kennt Ihr eigentlich das Wiesenschaumkraut? Bei uns in der Gegend war es jahrelang nicht zu finden, doch seit ein oder zwei Jahren scheint es wieder vermehrt hier bei uns am linken Niederrhein heimisch zu sein. Wie ich Euch ja schon gestern erzählt habe, entzückt das Wiesenschaumkraut auch bei uns im Garten (allerdings nur im Vorgarten) mit seiner zarten Pastellfarbe - zauberhaft! Wißt Ihr woher das Wiesenschaumkraut seinen Namen hat? Der Name "Schaumkraut“ beruht auf den häufig an den Stängeln zu findenden Schaumballen. Diese rühren von der Larve der Schaumzikade her, die ihre Wiege in dem Wiesenschaumkraut aufgestellt hat. Bei genauer Untersuchung kann man in jedem Schaumballen eine Larve finden. Wie ein Schaumballen entsteht? Die Larve saugt Saft aus dem Stängel der Pflanze. Dann scheidet sie eine eiweißhaltige Flüssigkeit aus und bläst diese mit ihrem Atem zu Schaum. Dieser dient ihr als Schutz vor Fressfeinden, in ihrem Schaumbad ist sie nämlich zu gut wie gar nicht zu sehen. Einige der zarten blasslila Stengel habe ich mit ins Haus genommen. In einer kleinen Glasvase schmücken sie nun unseren Metallspind im Wohnzimmer. Frühlingsanft beleuchtet von meinen ebenfalls pastelligen Waldorflaternen. So, und nun schaue ich mal, wer von Euch das Glück hatte Maiglöckchen zu sich ins Haus zu holen. Meine Maiglöcklichen sind leider mal wieder verschwunden.. snief! Dabei gehören sie doch zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.


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