Donnerstag, 8. September 2016

Mein Kleidungsstil (im Herbst)


Welchen Stellenwert nimmt in Deinem Leben das Thema "Mode" ein?

Als ich Lottas Thema "Mode" las, dachte ich erst das ist nichts für mich.
Modisch gekleidet, oder gar hipp, bin ich schon lange nicht mehr.
Denn seit dem die Kinder in mein Leben gepurzelt sind,
lege ich Wert auf andere Dinge.

Wie würdest Du deinen Kleidungsstil beschreiben?

Meine Nichte beschreibt mich als ziemlich "ökich"
und genauso ist wohl auch mein Kleidungstil.


Wer hat Deinen Modegeschmack oder Kleidungsstil beeinflusst und geprägt?

Das kann ich gar nicht so genau sagen.
Mein Modegeschmack hat sich einfach mit mir und
auch mit meinem veränderten mütterlichen Körpergefühl entwickelt.

Worauf achtest Du beim Kleiderkauf am meisten?

Ich lege Wert darauf, dass das neue Kleidungsstück mir lange Freude macht
und einen Beitrag zum Umweltschutz liefert.

Mir sind natürliche Materialien wichtig: Jeans, Leinen, Baumwolle,
Cord, Nicki und Wolle gehören zu meinen Favoriten.

Aber in erster Linie muss das Kleidungsstück zu mir passen und
meine Problemzonen kaschieren, da bin ich ganz frau.. lach!

Auf meinen Streifzügen durch die Natur mit den Kindern und unserer Hündin
trage ich allerdings eine praktisch orientierte Garderobe.
Wind- und wasserfest muss sie schon sein.


Welche Art von Kleidungstücken magst Du ganz besonders
und kaufst bzw. trägst sie immer wieder?

Ich liebe es meine Jeans zu tragen, dazu ein paar Klotschen (Clogs)
oder Trippen (ich besitze das Modell "Schnecke" und das Modell "Made")
und ein leichtes Shirt mit einem lockeren Leinenoberteil.
Sollte es kühler werden, kommen noch eine gemütliche Strickjacke und
selbstgestrickte Socken dazu.

 Allerdings habe ich auch feminine Tage. Dann greife ich gerne zu einem Kleid
von Gudrun Sjödén, besonders die bestickten Modelle gefallen mir überaus gut
(die kommenden Bilder zeigen übrigens meinen Lieblingsherbstmantel).

Ganz wichtig für mich ist, dass alle Oberteile oder Kleider Taschen haben. 
Wie schnell braucht man als Mutti mal ein Taschentuch?!



Welchen Stellenwert haben bei Dir Accessoires (wie Ketten, Tücher, Hüte usw.) ?

Hüte gehen gar nicht, obwohl mein Göttergatte meint, ich hätte ein "Hutgesicht".

Tücher, Yoyo's und Zierrat sind immer wieder gern getragen,
allerdings nur wenn ich unterwegs bin. Ansonsten trage ich eher wenig Schmuck,
denn er würde zu sehr mein Tun stören.

Damit meine fünf Ohrlöcher
(aus wilderen Tagen.. grins!), verteilt auf zwei Ohren,
 nicht so leer und unschön aussehen, trage ich Tag und Nacht winzig kleine Ohrstecker.

Genau wie meinen schlichten, bereits blankgeputzten Ehering.

Sollte es Deiner Meinung nach in der Mode bestimmte Regeln geben oder findest Du "Stilregeln" eher hinderlich?

Da ich mir meinen eigenen Kleidungsstil auch nicht von den 
aktuellen Modetrends diktieren lassen möchte, finde ich "Stilregeln" unangebracht.


Gibt es für Dich ein modisches Vorbild?

Ich mag unwahrscheinlich gerne diesen puristischen Leinenlook.
(Rüschen, Polyester-Spitze, Rosendrucke, sowie die Farbe Pink gehen für mich gar nicht).

Gibt es ein Kleidungstück, welches Du aus verschiedentlichen Gründen noch nicht gekauft hast, welches aber ganz oben auf Deiner Wunschliste steht?

Ich hätte zu gerne eine "japanische" Kreuz-Schürze aus Leinen mit extragroßen Taschen.
(Ich wünschte, ich wäre geschickter und könnte sie mir selber nähen.. seufz!)

So, nun habt Ihr geschafft.
Vielen Dank für's Durchhalten!

Ganz herzliche Grüße, Nicole

Wer mag, kann gerne mal auf mein Pinterest-Board >hier< schauen.

Dienstag, 6. September 2016

Herbstlicht mit Apfeldruck


"Weißt du was wir schon lange nicht mehr gemacht haben?!", ich blicke meinen Kleinen überlegend an und ohne seine Antwort abzuwarten fahre ich fort, "Apfeldruck!". "Stimmt.", mein Kleiner stimmt mir ohne lange darüber nachzudenken zu. "Hättest du Lust mit mir zu drucken?", frage ich leichthin und überlege schon wo ich unseren alten Farbkasten das letzte Mal gesehen. Mein Kleiner nickt wage. "Na, dann los! Weißt du noch wie es geht?". bepackt mit allem was wir brauchen, laufe ich hinter meinem Kleinen die Hoftreppe runter. "Na, klar! Man schneidet einfach einen Apfel längs durch und pinselt ihn dick mit grüner oder roter Wasserfarbe an. Dann drückt man die bepinselte Seite gaaaanz fest auf ein Blatt Papier und hebt den halben Apfel vorsichtig wieder hoch. Zum Schluß malt man noch den Stil, die Apfelkerne und den Püschel unten und schon ist der Druck fertig.". Ich nicke grinsend: "Besser hätte ich es auch nicht erklären können.". Mein Kleiner grinst zurück und ergänzt neunmalklug: "Das geht auch mit Kartoffeln!".

Material
  • ein Apfel
  • ein Messer
  • eine Schere
  • Wasserfarben
  • Butterbrottüten
  • Teelichtgläser

So geht's:

Zuerst kürzt man die Butterbrot ein, damit die Tüte nicht über dem Teelichtglas hängt (Achtung: Brandgefahr!), dann bestempelt man die Tüte (wie oben erklärt), stellt das Teelichtglas in die Tüte und krempelt die Tüte bis zum Gläserrand auf. Nun noch ein Teelicht hineinstellen und entzünden. Fertig ist das kleine Herbstlicht mit Apfeldruck.

Sonntag, 4. September 2016

Auf dem Hochsitz (oder "Morgens im Wald ist es am schönsten!")


Mein Kleiner schultert seinen Rucksack und zieht mit einem Ruck die Gurte fest: "So, Mama! Ich bin bereit!". "Das freut mich sehr.", ich lächle ihn fröhlich an, "Ich finde es total schön, dass wir beide heute morgen in den Wald gehen. Hoffentlich sehen wir auch Rehe oder andere Waldbewohner!". "Das hoffe ich auch. Nicht, dass die Rehe noch schlafen.", mein Kleiner gähnt herzhaft, denn es ist erst halb sieben Uhr in der Frühe und er ist gestern abend erst um kurz vor elf ins Bett gegangen. Ich lache leise: "Glaub' mir, Rehe sind Frühsteher. So wie du und ich!". "So früh wie ich steht niemand auf.", erklärt mein Kleiner bestimmt. "Das stimmt.", erwidere ich und füge in Gedanken hinzu, "Leider!". Ich reiche meinem Kleinen sein neues Fernglas, welches er extra für unseren Ausflug bekommen hat und senke meine Stimme: "Jetzt müssen wir aber ganz leise sein, sonst verjagen wir die Tiere.". Mein Kleiner nickt und wir laufen einträchtig nebeneinander in den noch dämmrigen Wald. Frisch ist es so früh am Morgen und über unseren Köpfen schweben tatsächlich schon kleine Atemwölkchen. Der Regen der vergangenen Nacht hat verschiedene Pilze aus dem Boden schießen lassen und in den Schlammkuhlen kann man einige Tierspuren erkennen. Ein kurzer Blick in unser Waldforscher-Buch zeigt, dass es sich um Rehe handeln muss. Von weitem ist ein Specht zu hören und die Luft riecht herrlich nach feuchter Erde. Endlich erreichen wir den Hochsitz. Imposant steht er da zwischen den alten Nadelbäumen. Eine einfache Leiter ist der Weg nach oben. Mein Kleiner zögert nicht lange und erklimmt Stufe um Stufe. Oben angekommen setzen wir uns beide auf die Holzbank. Stumm beobachten wir die kleine farnbewachsene Lichtung, die vor uns liegt. Mein Kleiner nimmt sein Fernglas und bemerkt leise: "Also, Rehe sehe ich keine - nur Farn. Sie schlafen vielleicht doch.". "Wir müssen Geduld haben, vielleicht waren wir einfach zu laut.", beschwichtige ich ihn und reiche ihm unsere mit Wasser gefüllte Edelstahlflasche, "Magst du auch einen Apfel?". "Nein, danke, Mama.", er steht seufzend auf, "Ich habe keine Geduld mehr.". "Dann lass uns wieder gehen." ich packe unsere mitgebrachte Kuscheldecke wieder sorgfältig zusammen und klettere als erste die Leiter hinunter. 

Meine Sonntagsfreude heute: Auf dem Hochsitz

Übrigens: damit Ihr nicht genauso enttäuscht seid, wie mein Kleiner heute Morgen, habe ich Euch ein paar Damhirsch-Fotos dazwischengemogelt. Damhirsche sind in unserem Lieblingswald nicht zu finden, genau wie Wildschweine. Die größten Tiere dort sind Rehe.

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung des Moses.-Verlag. 
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Samstag, 3. September 2016

Ein Spätsommer-Elfchen


Wasser,
Nebel, Wind
und es entrinnt
wie der Sommer im
Glanz.

Dieses Elfchen hat heute morgen mein Kleiner für mich geschrieben.
Ist es nicht wundervoll?

Zwei weitere Gedichte meines Kleinen findet Ihr >hier< und >hier<.

Lyrische Grüße, Nicole


verlinkt mit: *In Heaven* für Katja

Freitag, 2. September 2016

Von Vogelbeeren und Äpfeln



Wenn die Vogelbeere (Eberesche) ihre Blätter gelb verfärbt und kurz darauf abwirft, ist es für mich immer ein Zeichen, dass der Herbst nicht mehr lange auf sich warten lässt. An unserer Vogelbeere ist es bereits soweit und auch von den hübschen orangeroten Vogelbeeren (Apfelfrüchte) sind schon fast keine mehr am Baum, dafür haben hier bei uns hauptsächlich die Drosseln gesorgt. Deshalb habe ich für heute schnell ein paar der übriggebliebene Büschel der Vogelbeeren abgeschnitten und in meine schlichte Glasvase gestellt. Schauen die prallen Früchte nicht einfach herrlich aus? Ein noch sichereres Zeichen für den herannahenden Herbst ist es, wenn mein Großer, unser Apfelexperte, sich einen Korb schnappt und den Spalier-Apfelbaum im Vorgarten plündert. Wofür er früher eine kurze Leiter brauchte, erledigt er derweil im Stehen. 1,80 m ist er nun schon groß und überragt seine Mutti um ganze 18 cm. Unglaublich, oder! Dabei ist er erst 14 Jahre alt. Aber ich komme vom Thema ab.. grins verlegen! Nachdem vergangenes Wochenende eine Hitzewelle mit Blitz, Donner und Sturm zu Ende gegangen ist und dabei fast vier Kilo Äpfel vom Baum gefallen sind, konnten mein Großer und ich nicht schnell genug unsere kostbaren Äpfel retten. (Die heruntergefallenen Äpfel hatten übrigens Dellen und mussten deshalb schnell verarbeitet werden und zwar nach diesem Rezept >hier<.)

"Mensch, Großer! Hast du gesehen, dass der dicke Apfel von ganz oben jetzt auch schon runtergefallen ist?!", rufe ich laut durch's Haus. "Was? Der auch schon?! Das war der Schönste!", mein Großer guckt empört über das Treppengeländer, "Warte ich komme runter! Holst du mir schon mal einen Korb?", lächelnd schiebt er seinen In-Ear-Kopfhörer wieder an seinen Platz und kommt die Treppe heruntergesprungen. Summend schnappt er sich den Korb, welchen ich ihm schmunzelnd hinhalte. "Ich bin draußen!", verkündet er eine Spur zu laut, "Und Mama - keine Fotos!". Schmollend schiebe ich die Unterlippe nach vorne, während ich ihm in den Vorgarten hinterhereile: "Gar keine? Ich verspreche auch, dass man dein Gesicht nicht sehen kann.". Mein Großer seufzt und greift schon mit einer Hand zum ersten Apfel: "Na, gut! Aber ich gucke mir den Post vorher an!". "Na, klar.", zufrieden mache ich ein paar Bilder und staune dabei wie fachmännisch er die Äpfel pflückt. Er nimmt den ganzen Apfel in die Hand und mit einer gekonnten Bewegung prüft er ob sich der Apfel samt Stiel vom Ast löst. Widersteht der Apfel dieser Bewegung lässt mein Großer ihn am Baum hängen. "So!", mein Großer reicht mir einen Apfel besonders schönen Apfel: "Der ist für dich. Die anderen müssen noch ein wenig hängen bleiben.".


Verlinkt mit: *Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick und *Naturkinder* von Caro