Montag, 20. April 2015

Rhabarber



Was hier ausschaut als käme es von einem anderen Planeten ist schlicht und einfach: saurer Rhabarber. Die Oxalsäure im Rhabarber ist schuld, das er so sauer schmeckt. Aber je jünger er ist, desto weniger Säure enthält er (und ja, Oxalsäure ist giftig). Habt Ihr auch früher als Kinder den Rhababer immer roh gegessen?! Schön in Zucker getunkt und dann abgebissen? Alles im Mund hat sich dann zusammengezogen. Ein echtes Geschmacksabenteuer! Auch wenn man heute überall liest, dass man den Rhabarber nicht roh essen soll, da er giftig ist, möchte ich dieses Geschmackserlebnis meiner Kindheit nicht missen. Meine Jungs finden Rhabarber total e-ke-lig! Aber immerhin wissen sie, wie sauer er schmeckt und verarbeitet als Marmelade oder als Rhababertorte mögen sie ihn sogar.

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Samstag, 18. April 2015

Wolkengucken



Mittagspause. Zeit zum Wolkengucken. Mein Kleiner und ich liegen auf dem Rücken auf unserer Picknick-Decke. Hingebungsvoll betrachten wir den blauen weißgetupften Himmel. "Mama, guck mal! Da oben fliegt ein Drache. Der sieht aus wie Fleischklops der Drache von Fischbein!", mein Kleiner zeigt auf die entsprechende Wolke, "Siehst du, wie er die Flügel ausbreitet?!". In Gedanken ist er bei seine Lieblingsserie "Drachenzähmen leicht gemacht". Ich nicke und kitzele ihn mit einem Grashalm an der Nase. "Mama, hör auf! Wir wollen doch Wolken gucken!", mein Kleiner schaut mich empört an: "Du bist dran!". Ich widme meine Aufmerksamkeit seufzend dem Wolkenhimmel zu. "Schau mal, dort ist ein Hundekopf. Er hat sogar eine süße kleine Knopfnase!", lächle ich meinen Kleinen an. Ist es nicht herrlich, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen?!

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*In Heaven* von Katja
*Sonntagsfreude* bei Barbara

Giersch-Tee gegen Rheuma


Die Diagnose ist niederschmetternd und die Schübe sind sehr schmerzhaft: Rheuma. Aber wie erklärte uns Frau Gabriele Heckmanns vom Nabu bei einer Wild-Kräuter-Exkursion so eindringlich? >Jedes Kraut steht da, wo es auch gebraucht wird.<  Also, ab in unseren Garten, denn ein Tee aus getrocknetem Giersch soll Linderung verschaffen.


Zutaten:
  • 2 Esslöffel getrockneter Giersch
  • 250 ml Wasser

Zubereitung:
  • Kraut mit dem heißen Wasser übergießen
  • 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Im Frühjahr kann man statt dem getrockneten Kraut die frischen Triebe in gleicher Menge nutzen. 

Freitag, 17. April 2015

Forsythien



Wisst Ihr was mich einbissel traurig macht? Die Nutzlosigkeit einer Forsythie. Natürlich ist sie hübsch anzusehen und schmückt sowohl unsere Gärten als auch unsere Vasen. Doch leider ist die Forsythie völlig wertlos für unsere Natur. Denn die Forsythie ist ein künstlicher Hybrid und kann weder Blütenstaub noch Nektar produzieren.  Da die Pflanze somit auch keine Früchte trägt, kann sie sich noch nicht einmal selbstvermehren, sondern ist darauf angewiesen, dass wir sie über Stecklinge verbreiten. Natürlich gehe ich heute mit der Forsythie hart ins Gericht, beeindruckt sie uns doch jedes Jahr wieder auf's Neue mit ihrer leuchtend gelben Blütenpracht und läutet mit ihren fröhlichen Blüten den Frühling ein. Und in meiner kleinen, gelben Vase, gefällt sie mir heute besonders gut.

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Donnerstag, 16. April 2015

Der Wald erwacht



Zwischen dem fröhlichen Vogelgezwitscher klingt hell und klar die Stimme meines Kleinen. "Mama, pass gut auf. Hier stehen ganz viele frische Brennessel. Wenn man dran kommt, tut das ganz doll weh! Weißt du, was man dann machen kann, damit es aufhört?!". "Nein, was denn?!", frage ich interessiert. "Man kann drauf pinkeln.", erklärt mir mein kleiner Pfadfinder. "So, so!", antworte ich vergnügt. "Ist das nicht toll, was man alles mit Pipi machen kann?", fragt mein Kleiner nun rein rhetorisch. Ich nicke und pfeife unseren Derwisch zurück, die schon mit gespitzten Ohren in den erwachten Wald späht. Früh genug, denn ein Reh tritt mit einem Schritt aus dem zarten grünen Buchendickicht hervor. "Psst!", mache ich, doch mein Kleiner plappert munter weiter. "Nun, ist das Reh weg.", sage ich enttäuscht und mein Kleiner stoppt abrupt: "War da ein Reh?". "Ja, aber wir waren wohl zu laut.", antworte ich leise. Mein Kleiner senkt die Stimme: "Mama, weißt du was das für ein Baum wird?". Ich folge seinem Fingerzeig und erkläre immer noch leise: "Ja, das ist eine Vogelbeere!". "Die stinkt auch nach Pipi!", mein Kleiner rümpft die Nase. "Und das daneben ist eine Buche, nicht wahr!?", mein Kleiner blickt mich fragend an. Doch dann scheint er sich sicher und stellt fest: "Das erkennt man an dem glatten Stamm und das die Rinde Augen hat." Ich nicke staunend. "Das dahinten haben wir auch im Garten.", mein Kleiner zeigt auf eine knorrige Baumgruppe. "Ja, das sind Kiefern!", sage ich bestimmt und zeige nun auch auf einen Baum, "Weißt du auch, was das für ein Baum ist?". "Na, klar! Das ist eine Birke. Das sieht man sofort an dem weißen Stamm und dem hellen Grün!", mein Kleiner schiebt seinen Hut in den Nacken, "Es ist sowieso alles schon ziemlich grün!". "Ja.", stimme ich ihm zu und reiche ihm eine Hand, "So ist das nun mal im Frühling!".

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Mittwoch, 15. April 2015

Ein Geschenk für einen kleinen Gärtner



Dieses Jahr gab es ein Geburtstagsgeschenk der grünen Art für meinen großen Kleinen. Denn neben gewünschten Geldgeschenken (er braucht ein neues Fahrrad) fanden sich neue blitzeblanke Gartengeräte auf seinem Gabentisch. Und nicht nur das, auch junges Gemüse für sein Beet warteten geduldig auf ihren neuen kleinen großen (es geht einfach nicht.. grins verlegen!) kleinen Gärtner. Was für eine Freude als dann auch noch ein niedlicher kleiner Gartenzwerg (gut in Geschenkpapier verpackt) den Weg zu uns fand! Auch über Eure zahlreichen Glückwünsche hat sich mein großer Kleiner wie bolle gefreut!! Er bat mich an seiner Stelle Euch ein dickes DANKESCHÖN zu sagen!

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Dienstag, 14. April 2015

Gasthaus "Zur Sonne"


Es ist nicht eines unserer ältesten Bücher,
aber es passt so wunderbar in den herrlichen, sonnigen Frühlingsmorgen:

Gasthaus "Zur Sonne"
Ein Märchen von Erich Heinemann * Bildern von Fritz Baumgarten,
erschienen 1955 by Kunst im Druck, Obpacher AG, München

Liest sich die Speisekarte nicht einfach erfrischend? Frühlingssuppe, Holundermarksoße, Kirschkuchen mit Schlagsahne.. mmmh!! Nur den Schmarren von Ameiseneiern möchte man wohl nicht so gerne probieren. Damit Ihr Euch daran erfreuen könnt, habe ich hier noch für Euch einen kleinen Auszug direkt von der ersten Seite:

Blümelein
klein und fein,
spürt ihr wohl den Sonnenschein?

Kling und klang,
Vogesang
lockt euch schon den Morgen lang.

Aufgewacht,
frohgelacht,
und das Bettchen schnell gemacht.

Euer Kleid
liegt bereit,
es ist allerhöchste Zeit!