Seht Ihr die entzückenden kleinen Kapselstiele (Seta) auf dem Moos? Eine kleiner Kosmos - nur für sich - möchte man meinen. Dabei haben diese Sporenkapseln eine ganz fruchtbare Aufgabe, sorgen sie doch für die Verbreitung der Moosflechten. Um eine optimale Ausbreitung zu haben wird die Sporenkapsel auf einen Stiel hervorgehoben. Durch den Wind werden die Sporen dann durch den ganzen Wald getragen. Warum es für mich eine Sonntagsfreude ist? Gestern haben mein Kleiner, mein Großer und ich gemeinsam dieses zauberhafte Wunder der Natur betrachtet: drei verschiedene Köpfe einträchtig nebeneinander, staunend und still.
Sonntag, 1. Februar 2015
Samstag, 31. Januar 2015
Eiskristalle
"Schaut mal! Dort auf Boden haben sich Eiskristalle gebildet!", mein Göttergatte zeigt auf eine versteckte Stelle im Wald. Mein Kleiner bückt sich und hebt ein mit Eiskristallen übersätes Blatt auf. "Guck mal, Mama! Wie schön es glitzert!", verzückt betrachtet er das Blatt und lässt es in der Sonne funkeln. Das Licht bricht sich an den Eiskristallen und funkelt in allen Regenbogenfarben. "Schöön!", vorsichtig versucht mein Kleiner die kleinen Eiskristalle zwischen seine Finger zu nehmen. Doch leider sind sie von der Wärme seiner Hände schon zu stark angeschmolzen, eine zarte Berührung und sie sind fort. Bedauernd betrachtet mein Kleiner das nun feuchte Blatt: "Schade!". Doch dieser bedauernde Moment geht ganz schnell vorüber, mit einem lauten Lachen wirft er das Blatt in den fast blauen Himmel und tobt dann mit unserem Derwisch weiter über den knisternden Waldboden.
Die Eiskristalle schicke ich mit ganz lieben Grüßen zu den *Naturkindern*, denn ich freue mich sehr darüber, dass ihre Aktion "Grünzeug" weitergeht und das Himmelsbild ist für Katja, der ich ein Stückchen blauen Himmel mit einer herzlichen Umarmung zu kommen lassen möchte.
Freitag, 30. Januar 2015
Gelbe Tulpen
Ich habe mir eine neue Vase gekauft. In gelb. So gar nicht meine Farbe, aber ich fand sie so schön, ich musste sie einfach haben. Frohen Mutes bin ich los gezogen und habe mir dazu farblich passende Tulpen gekauft. In gelb. Da stehe ich nun, ich habe eine Vase in gelb und Tulpen in gelb. Aber passen meine Tulpen in meine Vase? Nein! Denn die Öffnung ist viel zu klein.. büäh!! Jetzt habe gelbe Tulpen auf dem Tisch stehen. Gelbe!! Naja, vielleicht freunde ich mich ja mit der Farbe Gelb an.
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Donnerstag, 29. Januar 2015
Selbstgemachtes Transparentpapier
Nachdem einige von Euch gestern danach gefragt haben, wie man Transparentpapier selbermachen kann, habe ich Euch eine kleine Anleitung dazu geschrieben. Es ist echt kinderleicht! Viel Spaß dabei!!
- hübsch bedrucktes Druckerpapier
- Speiseöl
- Backpinsel
- Küchentücher
- alte Zeitungen
Zuerst druckt Ihr Euch auf ganz normalen Druckerpapier ein schönes Muster Eurer Wahl aus und legt alte Zeitungen zum Aufsaugen des Restöles vor Euch auf den Tisch. Nun legt Ihr ein Küchentuch unter das Blatt und bepinselt die nicht bedruckte Seite mit dem einfachen Speiseöl. Überschüssiges Öl tupft Ihr einfach mit einem weiteren Küchentuch ab. Jetzt ist das Papier transparent und kann wunderbar weiterverarbeitet werden. Zum Beispiel zu einer ganz zauberhaften Waldorflaterne.
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*RUMS*
Eine ganz wunderbare Faltanleitung für Waldorflaternen findet Ihr >hier <.
Und ein dickes Danke an Birgit für ihre wunderschönen Ideen und den wunderbaren Abend.. lächel!
Mittwoch, 28. Januar 2015
Waldorflaternen
>Wer einen Backpinsel hat, kann diesen zum Einölen mitbringen.< Diese Whatsapp erreichte unsere DIY-Gruppe am frühen Nachmittag. Viele verwunderte Antworten folgten, aber unser Gastgeberin hielt uns wahrscheinlich innerlich grinsend im Ungewissen. Dann kam unser Bastelabend und bewaffnet mit einem Backpinsel trudelten wir nach und nach ein. Endlich durften wir erfahren, was gemacht werden sollte. Ihr könnt mir glauben, dass unsere Begeistung riesengroß war. "Waldorflaternen" standen auf dem Programmplan und sogar das dafür benötigte Transparentpapier wurde von uns selbstgemacht. Bedrucktes Papier wurde (natürlich unter angeregten Gesprächen und viel Gelächter) zugeschnitten, eingeölt und gefaltet. Am Ende des Abends standen dann auf jedem Platz zwei ganz zauberhafte Waldorflaternen. Leuchten sie nicht wunderschön?!
Dienstag, 27. Januar 2015
Karnevalskostüm "Der kleine Ritter"
Dieses Kettenhemd ist mein absoluter Liebling unter den Karnevalskostümen meiner Kinder. Es ist aus grauer Wolle und wurde einfach kraus rechts gestrickt. Durch die kraus rechten Maschen wird eine Fläche mit deutlichen Querrippen erzeugt und schafft so eine schöne Kettenhemd-Optik. Drei Dinge überzeugen hier:
- Es kann über eine Jacke angezogen.
- Es wärmt wunderbar zusätzlich.
- Es wächst mit (oben mein Kleiner mit zwei Jahren, unten mein Kleiner mit acht Jahren)
Man nimmt einfach so viele Maschen auf, wie breit das Kind ist und strickt die gewünschte Länge. Für eine Halsöffnung werden in der Mitte entsprechend viele Maschen abgekettet und die beiden übrig gebliebenen Schulterstücke werden jeweils ein paar Reihen weitergestrickt. Nun werden in der Mitte genausoviele Maschen aufgenommen wie vorhin abgekettet. Das Rückenteil wird wie das Vorderteil gestrickt. Zum Abschluss wird die Kapuze gestrickt. Dafür werden entsprechend viele Maschen im hinteren Bereich der Halsöffnung aufgenommen. Dann strickt man gerade hoch bis die gewünschte Höhe erreicht ist, abketten. Jetzt werden die Maschen für die Seitenteile und die vordere Kante der Kapuze auf einmal aufgenommen und angestrickt, abketten. Fertig ist das Kettenhemd!
Leider ist mir eine genauere Anleitung nicht mehr möglich, ehrlich gesagt hatte ich vor 11 Jahren (das Kettenhemd gehörte zuvor meinem Großen) auch keine - nur diese Idee.
Übrigens, mein Kleiner hat natürlich in der Ritterburg geschlafen.. grins!! So fest, dass ich ihn wecken musste, meinen Frühaufsteher!
Leider ist mir eine genauere Anleitung nicht mehr möglich, ehrlich gesagt hatte ich vor 11 Jahren (das Kettenhemd gehörte zuvor meinem Großen) auch keine - nur diese Idee.
Übrigens, mein Kleiner hat natürlich in der Ritterburg geschlafen.. grins!! So fest, dass ich ihn wecken musste, meinen Frühaufsteher!
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Montag, 26. Januar 2015
Ritterburg
"Kleiner, räum mal bitte dein Lego vom Bauteppich runter?!", rufe ich laut durchs Haus. "Warum?", die nölige Stimme meines Kleinen ist zu hören. "Ich will saugen!", rufe ich laut und grinse meinen Göttergatten verschwörerisch an, bei Aufräumarbeiten im Keller haben wir nämlich noch einen schon etwas angestaubten Karton wiedergefunden. Mein Kleiner trappt die Treppe rauf und räumt unter lauten Wehklagen auf: "Fertig!" Währendessen schleppt mein Göttergatte den ziemlich großen, schweren Karton ins Kinderzimmer. Die Augen meines Kleinen werden immer größer. "Eine Ritterburg!", jubelt er laut auf und versucht die Verpackung aufzureißen. Schon stehen sein großer Bruder und mein Göttergatte parat und helfen den großen Karton zu öffnen, gemeinsam bauen wir die Ritterburg aus Pappkarton auf. Mein Kleiner ist mit Feuereifer dabei, am liebsten würde er alles alleine machen, doch so manche Aufgabe ist einfach zu schwierig. Die letzte Mauer befestigt mein Großer, während mein Kleiner schon in seiner Verkleidungskiste nach dem passenden Outfit sucht: "Heute Nacht schlafe ich in meiner Burg!". "Nein, das ist doch viel zu unbequem!", erwidere ich kopfschüttelnd, außerdem sehe ich schon meinen wohlverdienten Nachtschlaf aufgrund von einem "Ich-will-wieder-in-mein-Bett"-Umzug erheblich gestört. Mein Kleiner funkelt mich böse an und setzt sich demonstrativ in seine Burg: "Ich gehe hier heute nicht mehr raus!". Jetzt ratet mal, wo mein Kleiner letzte Nacht geschlafen hat!!
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