Beschwingt laufe ich im Sonnenschein durch unseren Garten. Sieben Grad sind es heute und es weht ein kräftiger Ostwind. Jedes noch so kleines Fleckchen Schnee ist geschmolzen und das feiern anscheinend die Spatzen in der dichten Koniferen-Hecke unseres Nachbarn. Was für ein Gezwitscher! Ich grinse leise vor mich hin und laufe hinter meiner hübschen Hündin Julie her, die plötzlich abrupt stehen bleibt und sich nach mir umschaut. "Nanu, was hat sie denn bloß?", denke ich nur für mich und gehe etwas schneller. Erschrocken bleibe ich stehen und sehe ein Federbündel direkt neben der alten Zinkwanne liegen. "Oh, nein!", rufe ich aus, als ich das Gefieder meiner kleinen Antwerpener Bartzwerghenne Minnie erkenne. Doch was ist das? Beim genauen Hinschauen sehe ich wie sich die kleine Minnie im Dreck suhlt und sich immer wieder Erde über ihren zarten Körper wirft. Ganz offensichtlich genießt sie ihr Sandbad sehr. Erleichtert seufze ich auf. Zum Glück geht es ihr gut. Doch Moment mal! Warum ist sie überhaupt im Garten unterwegs? Es herrscht doch noch Aufstallpflicht wegen der Vogelgrippe. Da muss doch jemand die Tür vom Stall nicht ganz geschlossen haben. Nein, die Tür ist fest zu. Stirnrunzelt gehe ich zum Hühnerhaus und umrunde es suchend. Dann sehe ich es, dass ein Nagetier versucht hat in den Stall zu kommen und ein Loch in die Stallecke gemacht hat. Da Minnie die kleinste Henne im Stall ist, hat sie direkt die Chance ergriffen und einen kleinen Ausflug in den Garten unternommen. Ach, ich verstehe das so gut. Mir tut das Federvieh sehr leid! Schon seit Wochen dürfen sie nicht durch den Garten laufen. Ich lasse Minnie noch einen Moment ihr Badeglück und betrachte unsere Hochbeete. Karg und leer stehen sie vor unserem kleinen Wäldchen, direkt neben dem Hühnerstall, nur die kräftige Salbeipflanze sticht aus dem mittleren Beet heraus. Sie gibt dem Garten eine frische Farbe und es scheint in diesem Augenblick als ob sich der Winterhimmel anpassen wollen würde.
Liebe Gartengrüße, Nicole














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