Donnerstag, 25. Juni 2026

Bei den Hochbeeten (oder "Plausch am Gartenzaun!")


Eingerahmt von üppigen Holunder- und Haselnussbüschen liegen die Hochbeete am Rand des Gartens. Hinter ihnen beginnt bereits das Wäldchen, dessen Bäume selbst an heißen Tagen leise im Wind rauschen. Direkt hinter dem ersten Hochbeet befindet sich die Wasserentnahmestelle meines Göttergatten. Von hier aus werden Beete, Kübel und alles, was an sonnigen Tagen Durst bekommt, mit Wasser versorgt. Im ersten Hochbeet wächst der Borretsch inzwischen schon kräftig in die Höhe. Noch zeigt er keine Blüten, doch schon bald wird er seine himmelblauen Blüten zeigen. Zwischen den kleinen Kirsch-Peperoni leuchten bereits die ersten Blüten der Kapuzinerkresse hervor und das Limetten-Basilikum verströmt seinen herrlich frischen Duft, sobald man die Blätter vorsichtig berührt. Auch die beiden Snack-Gurken blühen und tragen bereits die ersten kleinen Früchte. Hier summt es fast genauso eifrig wie auf der wilden Wiese. Ein Beet weiter entwickeln sich die Humboldttomaten prächtig. Salbei, Schnittlauch und das kräftige Maggikraut halten ihnen Gesellschaft. Mit den Ringelblumen möchte es allerdings nicht so recht klappen. Während die Tomaten munter wachsen, bleiben sie bisher eher zurückhaltend, aber die Tagetes leuchten dafür schon aus der Ferne. Und nun kommen wir zu unserem Waldbeet. Schon der Name verrät, dass hier etwas andere Bedingungen herrschen. Der Schatten der Bäume sorgt selbst an heißen Tagen für eine angenehm kühle Atmosphäre. Der Bärlauch und auch der Schnittlauch wurden hier leider restlos verspeist. Nur leider nicht von uns, irgendetwas treibt hier sein Unwesen. Deshalb habe ich noch einmal Kapuzinerkresse und Borretsch ausgesät und bin nun gespannt, was sich in den kommenden Wochen entwickeln wird. Zwischen Neuseeland-Spinat, Kapuzinerkresse, Orangen-Thymian und meinem Schnittsellerie bleibt es jedenfalls interessant. Den Schnittsellerie habe ich vor Kurzem bei den Offenen Gärten geschenkt bekommen. Bis dahin war er mir tatsächlich noch nie begegnet. Seine gefiederten, dunkelgrünen Blätter machen einen ausgesprochen guten Eindruck und erinnern mich an glatte Petersilie. Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, freue ich mich über dieses besondere Gartengeschenk und denke an die freundliche Gärtnerin zurück, die ihn mir mitgegeben hat. Hier hinten, kurz vor dem Wäldchen, bleibe ich oft noch einen Augenblick stehen. Die Luft ist angenehm kühl und die Blätter rascheln leise im Wind und irgendwo singt eine Amsel ihr Lied. Während draußen die Sommerhitze über Straßen und Hausdächer zieht, scheint die Welt hier unter den alten Bäumen ein wenig langsamer zu atmen. Und genau deshalb liebe ich diesen Gartenraum so sehr.


Herzlich willkommen beim siebten "Plausch am Gartenzaun". Unsere kleine Donnerstagsrunde freut sich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend um 18.00 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenzaunplausch mit Euch.

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