Der September hat unseren Vorgarten in ein kleines spätsommerliches Gartenreich verwandelt. Noch ist alles üppig grün, doch dazwischen leuchten Gelb und Violett. Die hohen Sonnenblumen nicken im Wind und die Septemberastern setzen kräftige Farbtupfer. Am schönsten ist der Vorgarten für mich am Morgen. Dann fällt die Sonne hinein und lässt die Blüten leuchten. Die Sonnenblumen wirken fast golden und auch die violetten Astern kommen wunderbar zur Geltung. Später wird es schattiger und ruhiger, doch überall blüht und raschelt es weiter. Mittendrin liegt die kleine runde Kiesfläche mit unserer hohen Roststele und der Schale. Rostbraun und ein wenig verwittert passt sie wunderbar zwischen die üppige Bepflanzung. Während der Gartensaison darf in der Schale immer wieder etwas anderes wachsen. Wenn der Garten im Winter zur Ruhe kommt, kann darin stattdessen ein kleines Feuer brennen. Rund um die Kiesfläche darf unser Vorgarten einfach wachsen. Nichts ist akkurat, Stauden ragen über die Wege und Gräser bewegen sich im Wind. Genau das liebe ich. Zwischen altem Backstein, Rost, Blüten und ganz viel Grün entsteht nun, in seinem ersten Gartenjahr, eine ganz eigene Atmosphäre. Der September ist für mich eine wunderschöne Zwischenzeit. Der Sommer ist noch spürbar und gleichzeitig kündigt sich der Herbst schon ganz leise an. Morgens liegt manchmal ein Hauch Kühle in der Luft und das warme Licht lässt den Vorgarten noch einmal richtig strahlen. Bald bekommt auch die rostige Schale ihr kleines Herbstkleid. Das rosa Heidekraut steht schon bereit und ich bin gespannt, wie es zwischen Rost und den letzten Sommerblumen wirken wird. Ein paar Schritte vor die Haustür reichen und schon bin ich mittendrin in dieser kleinen Welt aus Blüten, Gräsern, altem Backstein und dem leisen Rascheln des Septembers.
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