Donnerstag, 23. Oktober 2014

Liebespaar küsst Euch mal



Schon den ganzen späten Nachmittag scharwenzelt Hahn Gustav um Henne Trude herum. Aber immer wenn er sich ihr nähern will, schaut sie schüchtern zur Seite. Besonders ihr gilt seine (zwar nicht ungeteilte, denn so eine große Bande muss versorgt werden!) Aufmerksamkeit. Gustav dehnt und reckt seinen Körper, zeigt Trude was für ein Prachtexemplar von Hahn er ist. Ein herrliches Schauspiel! "Pock, Pock, Pock! Trude schau einmal! Hier ist auch ein fetter Wurm nur für dich!", ruft er ihr leise zu, damit nicht gleich alle Hühner angerannt kommen. Trude legt erhaben den Kopf zur Seite und blinzelt Gustav an, mit einem Habs ist der Wurm in Trudes Schnabel verschwunden. Hätte Trude eine Serviette würde sie geziert ihren Schnabel putzen, stattdessen nickt sie ihrem Gustav leicht zu. Gustav erkennt seine Chance und rennt in einem großen Bogen um Trude herum. Er umkreist sie mehrfach, bis es Trude schon fast schwindelt. Aber nein, Trude ist eine Dame, sie dreht sich immer wieder geziert weg, wackelt aber dabei kokett mit ihrem hübschen, schwarzen Po. Das erkennt Hahn Gustav sofort und mit einem gekonnten Biss in den Nacken, beglückt er seine Trudi. Und die anderen Damen?! Sie schauen dezent in eine andere Richtung. 

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Spielzeughimmel



Einige erinnern sich bestimmt daran: schon im letzten Jahr habe ich mir die Waldtiere aus Plastik von meinem Kleinen für meine Herbstdeko geborgt und auch in diesem Jahr konnte ich nicht widerstehen. Gerade eben, die Jungs haben sich vor ein paar Minuten auf den Schulweg gemacht, bin ich nach oben ins Kinderzimmer geschlichen und habe mich an der prallgefüllten Schatzkiste bedient. Ritter, Elfen, Pferde, Fantasiefiguren - sie alle mussten leider in der Kiste bleiben. Aber die Waldtiere durften mit nach unten. Nun stehen sie statt eines üppigen Blumenstraußes auf unserem weißen Metallspind. Mal sehen, wie lange sie dort unbespielt stehen. Denn im letzten Jahr fühlten sich die hübschen Plastikfiguren durch meine Idee wie im Spielzeughimmel.. grins!!

"Mittwochs mag ich" gesammelte Werke bei Frollein Pfau.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Kürbis "Jacky"


"Willst du mit den Jungs mal rüberkommen? Und bring deinen Mann mit! Es ist soweit. Der Kürbis, den ich euch versprochen habe, muss geerntet werden!", meine Nachbarin, unsere Tierärztin, lächelt mich an, "Die Pflanze selbst ist bereits abgestorben und ich habe Angst, dass der Kürbis noch runterfällt!". "Na klar, kommen wir!", antworte ich, "Ruf einfach, wenn es dir recht ist!". Und nun war es recht. Die ganze Familie ist im Gänsemarsch rübergelaufen. Erst mein Großer mit der Schubkarre, dann mein starker Göttergatte, gefolgt von mir und als Schlusslicht unser Kleiner. Wir fuhren mit unserer Schubkarre direkt bis unter den Kürbis. Mein Göttergatte hielt den Kürbis von unten fest, während unsere Nachbarin beherzt sägte. Ritsche, ratsche, ritsche, ratsche und ab war er - der Kürbis. Fest hielt mein Göttergatte ihn im Arm und beförderte ihn vorsichtig in die Schubkarre. "Boah, was ist das für ein Riesen-Kürbis!!", mein Kleiner kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. "Wir nennen ihn Jacky, okay?!", mein Großer tätschelt liebevoll den Monster-Kürbis. Mein Nachbarin grinst in die Runde. "Was meinst du, wie schwer der Kürbis ist?", fragt sie meinen Göttergatten stirnrunzelnd. "Ich würde sagen so fünfzig Kilo!", im Schätzen ist mein Göttergatte übrigens spitze. Wir bedanken uns fröhlich und Ideen sammelnd ziehen wir wieder im Gänsemarsch in unseren Garten. Jetzt hat "Jacky" ein neues Zuhause und kann Halloween bei uns im Garten feiern.. lach!!


Ein Kürbisgedicht

War ein Kürbiskern, so klein,
wollt viel lieber größer sein.
Winkte froh zum Abschied allen,
ließ sich in die Erde fallen.
Bald erschien ein kleiner Spross,
der hurtig aus der Erde schoss.
Es wuchs ein Kürbis, erst noch klein,
wollt viel lieber größer sein.
Er wuchs und wuchs, ihr ahnt es schon.
Er platzte wie ein Luftballon.
Und streute seine Kerne,
in die Nähe und die Ferne.
Damit sich diese größte Beere,
weiterhin auch gut vermehre.

(Himmelchen)

Montag, 20. Oktober 2014

Geburtstagswünsche

Liebe Anneli,

wir wünschen Dir zum Geburtstag:

Freunde, die immer für Dich da sind. Gute Wünsche ohne Verfallsdatum. Lebensfreude bei jedem Wetter. Ein mächtiges Stück Deiner Lieblingstorte. Und heute zu Deinem Geburtstag von allem eine doppelte Portion!

Alles, alles Liebe zum Geburtstag! Laß' es Dir heute gut gehen..
Wir vier.

Eichel-Eulchen



Schaut mal was mir meine liebe Freundin Steffi am Samstag zu unserem Herbstfest mitgebracht hat. Ist die winzig kleine Eichel-Eule nicht allerliebst?! In geduldiger Kleinstarbeit hat sie eine Eichel mit winzigen Filzschnipseln so dekoriert, dass eine putzige kleine Eule daraus entstanden ist, vorher hat sie der Eichel mit Nagellack (grins!) noch die richtige Farbe gegeben. Als Sitzplatz wählte Steffi für das kleine Eichel-Eulchen ein Stück moosbewachsene Rinde und setzte direkt daneben eine stachelige Esskastanien-Schale. (Gar nicht so einfach, vertraute sie mir an!) Ich bin hin und weg, den ganzen Tag erfreut die kleine Eule schon mein Herz. Vielen Dank, liebe Steffi! Die kleine Eule ist einfach wunderbar!!

Und weil ich diese kleine Bastelei so schön finde, schicke ich diese kleine Eule zu Anne-Susan von MeineArt.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Lagerfeuerromantik und ein Waffelrezept



Schon gegen späten Nachmittag prasselte das Lagerfeuer dank meines emsigen Göttergattens. Die mittlerweile schon angeschlagene Emaille-Kaffeekanne brühte auf einer Feuerstelle nebenan und wurde von unserem Patenonkel mit Liebe bewacht. Über dem Lagerfeuer schwang ein großer Hordentopf mit einem scharfen Chili (zum Leidwesen meines Kleinen, er biss auf eine Chilischote und das war gar nicht lustig!). Nach und nach füllte sich der Garten mit lieben Freunden und dann fanden Klein und Groß einen Platz um das funkenstobende Feuer. Der Waffel- und Bannock-Teig wartete darauf über dem Feuer gebacken zu werden und das hundert Jahre alte Waffeleisen war in treuen Händen eines lieben Freundes. Es wurde gelacht, geplaudert und geschmaust. Die Kinder tobten mit den Hunden durch den sommerlich-warmen Garten und erst als später am Abend die Marshmallows aufgepiekst werden konnten, da der geleerte Hordentopf nach oben gezogen wurde, kehrte Ruhe ein. Die letzten Strahlen der Abendsonne vergingen und die Sterne funkelten hell am dunklen Abendhimmel. Hand in Hand entzündeten meine kleine Patentochter und ich die, im ganzen Garten verteilten, bunten Laternen. Erst als die Kühle der Nacht langsam, aber spürbar nach wärmerer Kleidung verlangte und die ersten kleinen, müden Augen gerieben wurden, wurde es Zeit einander "Auf Wiedersehen" zu sagen. Ein schöner spätsommerlicher Abend am Lagerfeuer ging zu Ende.
Lagerfeuer-Waffelteig

Zutaten
(für circa 50 Stück)

190 g Butter
190 g Zucker
2 Eier
375 g Mehl
1 Packung Vanille-Zucker
8 g Kardamom
15 g Anis

Zubereitung

Zuerst wird die Butter und der Zucker mit dem Knethaken verrührt. Dann folgen die Eier. Das Mehl wird nach und nach dazu gegeben. Zum Schluss kommen Vanillezucker, Kardamom und Anis hinzu. Wichtig: Der Teig muss über Nacht kühl stehen, damit er hart wird und sich die Gewürze gut entfalten. Anschließend werden aus dem Teig praktische kleine Portionskugeln (ca. 15 g) mit den Händen geformt.

Tipp: Vor dem Backen der Waffeln über dem Lagerfeuer muss das Waffeleisen schon heiß sein! Wenn es schön heiß ist, herausnehmen und eine Teigkugel in die Mitte legen. Das Eisen zusammenpressen und senkrecht drehen, damit das Fett heraus läuft. Langsam bis zehn zählen, das Eisen öffnen und prüfen, ob die Waffel schön goldbraun geworden ist. 

Noch viel mehr Sonntagsfreuden gibt es beMaria und das Waffel Rezept schick ich in Babsy's Herbstküche. 

Samstag, 18. Oktober 2014

Burg Lissingen an der Kyll







Ein Ausflug der ganz besonderen Art war für mich im Urlaub der Besuch der ehemaligen Wasserburg Lissingen an der Kyll aus dem 13. Jahrhundert bei Gerolstein. Sie wirkt von außen wie eine einzige Burg, ist aber eine Doppelburg. Die Wasserburg besteht aufgrund einer Teilung im Jahre 1559 aus einer sogenannten Unterburg und einer Oberburg, die sich heute beide in unterschiedlichem Privatbesitz befinden. Die Burg Lissingen gehört zu den ganz wenigen Eifelburgen, die nie zerstört worden sind und kann deshalb mit einem ganz besonderen märchenhaften, verwunschenen Charme aufwarten. Alleine schon der Geruch, der in der Luft lag, als man die Autotür öffnete, verheißte Mittelalterglück pur!! Es roch nach jahrhundertalten Holzfeuern und man spürte intensiv die vielen vergangenen Menschenleben. Für unsere Hündin Julie fast schon eine Überforderung ihrer Sinne. Wir erlebten eine ganz wunderbare Führung durch das liebevoll eingerichtete Museum und kamen mit der Aufnahme, sowohl geistig als auch fototechnisch, der vielfältigen Sammelobjekte fast gar nicht nach. Eine Burg im Shabby chic! Ganz nach unserem Geschmack!! (Da kam zum Beispiel die Reichsburg in Cochem mit ihrer touristischen Ausrichtung in keinster Weise nach!)

Und jetzt noch ein ganz wunderbares Himmelsbild für Katja: