Freitag, 8. Dezember 2017

Leise, leise fallen weiße Flocken (oder "Tee-Adventskalender")


Die liebe Claudia von Alltagsbunt hat auch in diesem Jahr zu einem Tee-Adventskalender eingeladen. Da ich diese Aktion so sehr in der Vergangenheit genossen habe, musste ich einfach wieder mitmachen. Für meinen Adventsgruß habe ich einen Liebe schenkenden ayurvedischen Bio-Gewürz-Tee ausgesucht. Mit Süßholz & Minze. Auch Zimt, Kardamom, Ingwer & schwarzer Pfeffer sind mit von der Partie. Denn was kann es Schöneres geben als zu Weihnachten etwas Liebe zu verschenken, nicht wahr?! Für die Karte habe ich ein nachtblaues Tonpapier gewählt, damit die tanzenden weißen Schneeflocken auch gut sichtbar sind. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeit die Stempelei gekostet hat. Unser Katerlein fand es nämlich äußerst lustig die Stempel über unseren alten Esstisch zu kugeln. (So langsam muss ich mir wohl wirklich Gedanken machen, ob er mein(en) Blog übernehmen will.. lach!) Damit das Teebeutelchen nicht ganz so alleine unterwegs ist, habe ich noch ein paar Papier-Schneeflocken mit in den Umschlag gepackt. Leider sind meine persönlichen Worte für diese Aktion in diesem Jahr sehr knapp ausgefallen. Wer bei mir mit liest weiß, dass mich im Moment das Leben 1.0 mal wieder voll in Anspruch nimmt. Bitte seht es mir nach.

Wollt Ihr mal schauen, wer alles dabei ist? 
>Hier< findet Ihr eine Liste aller Teilnehmerinnen:


1. Dezember: Claudia von "Alltagsbunt"
2. Dezember: Kirsten von "Lila- Laune- Träume"
3. Dezember: Lene von "Jojos kleine Welt"
4. Dezember: Maike von "Froh und bunt"
5. Dezember: Marion von "Kunzfrau- Kreativ"
6. Dezember: Nadine von "Buntraum"
7. Dezember: Veronika von "Kreativhäxli"
8. Dezember: Nicole - also ich - von "Frau Frieda"
9. Dezember: Ev von "Die Farbe Ev"
10. Dezember: Käthe von "Großmutter Käthes Handarbeitsblog"
11. Dezember: Brigitte von "Amselgesang"
12. Dezember: Corinna "Anni' s Strickwahn(sinn)"
13. Dezember: Margot von "Judika"
14. Dezember: Magda von "Schokolädles Zuhause" 
15. Dezember: Heidrun von "Filzis kreative Seiten"
16. Dezember: Steffi von "Steffis Herz im Spiel"
17. Dezember: Nadja von "Filigarn"
18. Dezember: Manu von "Wir vom Ende der Straße"
19. Dezember: Julia von "Draußen hoch zwei"
20. Dezember: Petruschka von "Petra's Fadenspiele"
21. Dezember: Karen von "Mädchenfarbe"
23. Dezember: Jasmin von "Muckel & me"
24. Dezember: Eva von "Verfuchst und zugenäht"
31. Dezember: Heidi von "Heidis grüne Ecke"

Liebe Claudia, ein ganz herzliches Dankeschön für die wundervolle und umfangreiche
Organisation und Betreuung. Du machst das einfach wunderbar!

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Wenn es Winter wird am Niederrhein


An manchen Tagen, wenn der Ostwind kräftig an den Bäumen rüttelt und der Nebel dicht über den Feldern hängt, wird es auch hier bei uns am linken Niederrhein winterlich. Die Temperaturen sinken dann auf Minus-Grade und die Sonne lässt sich den ganzen Tag nicht blicken. Wie Lametta hängen an solchen Tagen Spinnweben glitzernd an den Weidenzäunen und aus den vergessenen Feldblumen werden über Nacht funkelnde Eisschönheiten. Die feuchte Luft ist dann so eisig, dass man sie am besten durch einen kuscheligen Wollschal atmet. Wie herrlich ist es, an einem solchen Wintermorgen mit ausholenden Schritten schweigend durch die Landschaft zu wandern und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.


Verlinkt mit: *Natur-Donnerstag*

Dienstag, 5. Dezember 2017

Advent, Advent ein Lichtlein brennt


"Großer, Aufstehen! Wir wollen frühstücken!", klar und deutlich schallt meine Stimme durch den Flur nach oben ins Dachgeschoss. Mein Großer holt dort den Schlaf nach, den er im Baby- und Kleinkind-Alter versäumt hat. "Los jetzt! Heute ist der erste Advent. Wir wollen die erste Kerze anzünden!". "Ich komme gleich.", höre ich ihn undeutlich nuscheln und seufze innerlich. Ich gehe zurück ins Esszimmer und setze mich an den gedeckten Tisch. "Kommt er, Mama?", mein Kleiner sieht mich fragend an. "Ich glaube nicht!", antworte ich resigniert. "Dann fangen wir ohne ihn an.", entscheidet mein Kleiner. Während er die erste Kerze anzündet, beginnt er ein Lied zu singen: "Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.". Während nun mein Göttergatte und ich einstimmen und wir gemeinsam noch einmal den kleinen Vers singen, ist ein Poltern auf der Treppe zu hören. Die Tür geht auf und ein ziemlich wuscheliger junger Mann mit verschlafenen Augen steht im Zimmer: "Habt ihr jetzt ohne mich die Kerze angezündet und gesungen?", empört guckt mein Großer in die Runde. Ich grinse leise und antworte schnell: "Ja, aber wir können gerne noch ein Lied singen.". Mein Großer lässt sich schwer auf der Holzbank nieder, nickt ernst und stimmt an: "Wir sagen euch an.". Mit einem Lachen in den Augen singen wir anderen nun auch mit: "Den lieben Advent. Sehet, die erste Kerze brennt! Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn die Wege bereit! Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr. Schon ist nahe der Herr.". Zufrieden greift mein Großer in den Brötchenkorb und verkündet: "Einen schönen ersten Advent wünsche ich euch!".

Nachtrag: Bitte wundert Euch nicht. Unser Kater macht mich sowas von wuschig. Jetzt ist dieser Post schon veröffentlicht, obwohl er erst morgen an der Reihe war.. aaargh! Der Kater macht, was er will, sogar hier.. lach!!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Adventskranzbinden im Ofenhaus - eine liebgewordene Tradition



Voller Vorfreude laufen mein Göttergatte und ich durch die kalte Dezembernacht. Ein eisiger Nordwind fährt uns durch die dicke Winterkleidung und unsere Nasen beginnen vor Kälte an rot zu werden. Wir sind auf dem Weg zum Ofenhaus lieber Freunde, gemeinsam wollen wir heute Abend unsere Adventskränze binden. Die ganze Woche habe ich mich schon auf diesen Abend gefreut und der Gedanke daran, hat mich durch meine Woche getragen. Endlich sind wir da und der sympathische Hausherr öffnet uns schwungvoll die Tür: "Kommt schnell herein. Ich habe gerade erst den Ofen angefeuert.". Auf dem Boden des Ofenhauses liegen bereits etliche Bündel Tannengrün und es duftet herrlich nach offenem Feuer, Harz und einem würzigen Orangenpunsch. Hinter uns sind bereits weitere fröhliche Stimmen zu hören und schon ist das Ofenhaus prall gefüllt mit Leben. "Hach, was habe ich mich auf den heutigen Abend gefreut!", erklärt meine Freundin und öffnet schnell ihre warme Winterjacke. Ich lächle leise vor mich hin. Es sind die gleichen Worte, die ich zu Begrüßung gesagt habe und eine innige Verbundenheit erfüllt mich. Schnell suchen wir uns alle einen Platz und genießen die mollige Wärme der ausgelegte Schafsfelle. Während zwischen Tannengrün schneiden und Kränze binden sich die Gespräche um die vergangene Woche drehen, finde ich langsam zur Ruhe. Alle haben heute etwas zu erzählen und die Kränze in unseren Händen winden sich fast von selbst. Schnell wird mir klar, jeder hat sein Päckchen zu tragen und meine eigenen Sorgen und Kümmernisse werden mit einem Mal etwas kleiner. Nach und nach werden die Adventskränze fertig, bis auch der letzte vor uns auf dem Boden liegt.  "Ich hole nur schnell meine Gitarre.", die hübsche Hausherrin blickt entschuldigend in die Runde, öffnet die schwere Holztür und schlüpft in die eisigkalte Winternacht. Kaum ist sie mit ihrer Gitarre wieder im warmen Ofenhaus, öffnet sich erneut die Tür und ihr Töchterlein tritt samt Geigenkasten in die gute Stube. Ein fröhliches "Kling, Glöckchen, klingelingeling" gibt der kleine Blondschopf mit ihrer Geige direkt zum Besten, doch ist es ein traditionelles irisches Weihnachtslied "Christmas in the old man's hat" das heute mein Herz berührt. Es ist nicht der Text, der mich innehalten lässt, sondern die feine Melodie und die Hingabe mit der alle im Raum singen, besonders die Stimme der Hausherrin passt ganz wunderbar zu der alten irischen Weise. Das Lied verklingt und mir wird mit einem Mal klar: bald schon ist Weihnachten. 


Ich wünsche Euch einen friedvollen ersten Advent.
Herzlichst, Nicole.

Mein Sonntagsglück heute = Eine liebgewordene Tradition
Bei "Bunt ist die Welt" von Lotta heißt es heute: Traditionen in der Weihnachtszeit

Freitag, 1. Dezember 2017

Früchtebrot zum Advent


Hallöchen meine Lieben! Ich weiß, ich bin heute etwas spät dran, aber dafür habe ich auch ein frischgebackenes Früchtebrot für Euch. Mmmhh.. wie wunderbar weihnachtlich es jetzt im ganzen Haus duftet. Mögt Ihr eine Tasse Kaffee oder Tee dazu? Ich selber darf heute einen Rooibostee mit Orange-Karamell-Geschmack aus meinem Teeadventkalender (Eine Aktion der lieben Claudia) genießen. Eine ganz wunderbare Adventeinstimmung. Genau wie meine schlichte dunkelrote Amaryllis - ich finde Amaryllis gehören einfach zum Advent dazu, nicht wahr?! Habt Ihr gerade die kleinen Rehe gesehen? Mein Sohnemann hat sie wieder aus der Weihnachtskiste gezogen und ich die kleinen Perlensterne. Ich habe sie vor zwei Jahren mit meinen Mädels gebastelt, vielleicht erinnert Ihr Euch? Soll ich Euch was verraten? Ich freue mich schon ganz dolle auf heute Abend, denn wir sind auch in diesem Jahr wieder ins Ofenhaus zum Adventskranzbinden eingeladen. Ich liebe die heimelige Atmosphäre dort und genieße das Zusammensein mit unseren Freunden sehr. Ob meine Jungs auch mit von der Partie sein werden, weiß ich leider nicht. Mittlerweile sind eigene Verabredungen wichtiger. Das heißt "Loslassen" und fällt mir nicht immer leicht. So, meine Lieben. Das war es heute schon von mir. Natürlich habe ich Euch noch kurz das Rezept aufgeschrieben. Viel Spaß beim Nachbacken!

Zutaten
  • 400 g entsteinte getrocknete Datteln
  • 200 g entsteinte getrocknete Aprikosen
  • 350 g ganze Haselnüsse
  • 100 g Sultanien
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 TL gemahlene Nelke
  • 1 TL gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 3 Eier

Zubereitung

Zuerst mischt Ihr alle trockenen Zutaten in einer Schüssel. Dann werden die Eier verquirlt und untergemengt. Nun wird der Teig in eine große (mit Backpapier ausgelegte) Kastenform (1,5 l Inhalt) gefüllt und ordentlich angedrückt. Das Ganze wird mit Backpapier zugedeckt und auf der untersten Schiene im vorgeheizten Backofen bei 150 C° ca. 75 Minuten lang gebacken.

Tipp: Ich mache das Backpapier so groß, dass es auch noch als "Deckel" fungieren kann und drücke den Kuchen mit den Händen erst dann in die Form, wenn bereits der "Deckel" geschlossen ist.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit!
Herzlichst, Nicole