Dienstag, 17. November 2015

Pflaumenmus an Vanille-Pudding mit Gewürzspekulatius


"Mama, was machst du gerade?", die Stimme meines Großen schallt durchs ganze Haus bis zu mir in den Hof hinaus. "Ich bin draußen!", rufe ich laut zurück und nutze schnell noch die zaghaften Sonnenstrahlen aus, um meine neusten Küchenkreationen festzuhalten. "Oooh!", mein Großer steht oben auf der Hoftreppe, "Das sieht aber lecker aus! Was ist das?". "Pflaumenmus an Vanille-Pudding mit Gewürzspekulatius.", murmele ich leise vor mich hin. "Darf ich ein Schälchen?", mein Großer schaut mich mit einem gekonnten Augenaufschlag bittend an. Die Sonne verschwindet hinter den Wolken und ich richte mich auf: "Na, klar!". Erste Tropfen fallen vom Himmel und ich beeile mich meine Sachen in die Küche zu bringen. "Hier, bitte schön!", mit einem Lächeln reiche ich meinem Großen und betrachte aufmerksam sein Gesicht. "Mmmmh.. ist das lecker, Mama!", mein Großer löffelt mit Genuss das kleine Schälchen leer, "Machst du das auch zu Weihnachten?!". Ich nicke lächelnd: "Das ist mein Plan!".

Ihr braucht:
  • Vanillepudding
  • Pflaumenmus oder Grütze
  • Gewürzspekulatius

Zubereitung:

Zuerst bereitet Ihr den Vanillepudding nach den Angaben des Herstellers zu und stellt den Pudding zur Abkühlung in den Kühlschrank. Dann schöpft Ihr das Pflaumenmus (ein Rezept dazu findet Ihr >hier<) in kleine Glasschälchen und ergänzt es mit einigen Löffeln Vanillepudding. Zum Schluß krönt Ihr das Ganze noch mit zerbröselten Gewürzspekulatius. Fertig ist das zimtduftende weihnachtliche Dessert.

Sonntag, 15. November 2015

Das Geheimnis des ersten Schnees


"Mama, weißt du eigenlich wieviel Tage es noch bis Weihnachten sind?", mein Kleiner steht am Fenster und sieht sich seufzend den trüben Novembertag an. Grau in grau ist es und an der Fensterscheibe sammeln sich einige Regentropfen. "Es dauert noch 39 Tage!". Mein Kleiner dreht sich zu mir um und fragt hoffnungsvoll: "Meinst du, wir bekommen Schnee zu Weihnachten?". "Wer weiß, vielleicht kommt der Winter doch schneller als wir denken!", erwidere ich leise und schlage lächelnd vor: "Sollen wir vielleicht ein Schneebuch lesen?".

Meine (Sonntags-)Freude heute: eine heimelige Lesestunde


Zum Buch:

>Das Geheimnis des ersten Schnees.<

Das kleine Reh ist sehr erstaunt, als die anderen Tiere im Wald emsig anfangen, sich auf den Winter vorzubereiten. Es fragt sich, woher die Tiere wissen, was zu tun ist. Es ahnt nicht, dass die Natur gut vorgesorgt hat, denn jedes Tier hat eine »Stimme des Herzens« in sich, die ihm die richtige Lösung zeigt. Ein wunderbares Naturbuch mit ganz zauberhaften Tieraufnahmen.
Autor/Fotograf: Sams II., Carl R. / Stoick, Jean  //  Lesealter: 4-99 Jahre

Verlinkt mit: *Buch des Monats* bei Nicole/Niwibo

Paris

Ich habe gestern bei Susanne geschrieben: mein Blog ist nicht die richtige Umgebung um meine persönliche Ansichten und Befindlichkeiten bezüglich des Weltgeschehens mitzuteilen. Mein Blog soll ein Blog der Freude sein - Friede, Freude, Eierkuchen. Das ich hier keine Stellung nehmen will oder keine Ansichten äußere, heißt nicht, dass ich sie nicht habe. Wortlos, erschüttert, tief traurig, mitfühlend und auch bang, habe ich gestern die Berichte verfolgt und auch den Gesprächen am Martinsfeuer gelauscht. Die Bestürzung und das Mitleid, aber auch die Zukunftsängste sind geradezu greifbar. Das alles erschüttert mich sehr. Ich bin in Gedanken bei allen Opfern und Angehörigen. Mein innigstes Beileid!

Samstag, 14. November 2015

Der Kartoffelkönig


Den Milchkaffee, den ich Euch heute zeige, habe ich gestern schon gemeinsam mit einer lieben Freundin getrunken. Sie ist Grundschullehrerin und hat mit ihrer Klasse zu Sankt Martin den Kartoffelkönig als Laterne gebastelt. Ist die Laterne nicht einfach wunderbar?! Die Geschichte des Kartoffelkönigs war auch Thema der Schultheateraufführung ihrer Klasse. Die Bilder dazu waren einfach wunderbar und auch das Video des dazugehörigen Lichtertanzes läßt mich heute noch lächeln. Schade, dass ich sie Euch aus rechtlichen Gründen nicht zeigen darf. Die Kinder waren alle so eifrig und mit Freude dabei - einfach schön! Kennt Ihr die Geschichte vom Kartoffelkönig? Wer die Geschichte noch nicht kennt, kann sie sich >hier< anhören. Viel Spaß dabei! Wir werden heute Abend gemeinsam mit unseren Freunden noch zu einem Martinsfeuer gehen. Eine wunderschöne Tradition, die wir alle sehr lieben und genießen werden. Und was habt Ihr heute noch Schönes vor?!



Verlinkt: *Samstagsplausch* mit Andrea, *Kaffeeklatsch* bei Regina, *In Heaven* für Katja

Freitag, 13. November 2015

Blätterfall - Gelbe Blätter überall


Uups.. jetzt hätte ich beinahe den wunderbaren Blumen-Freitag verpasst! Das wäre aber einfach zu schade gewesen. Deshalb zeige ich Euch heute meine Blümchen noch vor dem Morgenerwachen - von Kerzenschein und gelben Blättern umgeben. Habt einen feinen Freitag. Herzlichst, Nicole

Blätterfall, Blätterfall, 
Gelbe Blätter überall,
Raschel, raschel, es wird kalt,

Und der Schnee bedeckt sie bald.
Blätterfall, Blätterfall,
Gelbe Blätter überall.

(Kinderlied)


verlinkt: *Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick, *Der Natur-Donnerstag* von Jutta K.

Donnerstag, 12. November 2015

Warme Füße gefällig?


"Ich habe ganz kalte Füße, Mama!", mein Kleiner steht mit durchnässten Turnschuhen vor der Haustür. "Na, dann komm mal mit ins Bad. Ich lasse dir ein Fußbad ein!", lächle ich meinen Kleinen an. "Nee, das ist mir zu langweilig!", mein Kleiner schaut mich maulig an. "Ist es nicht!", erwidere ich entschieden, "Zieh schon mal deine Schuhe und Strümpfe aus und komm dann ins Bad.". Schnell laufe ich ins Bad um unseren Holzzuber zu füllen, doch nicht nur warmes Wasser kommt in den Zuber, sondern auch einige unserer gesammelten Kastanien. Denn die Kastanie ist durchblutungsfördernd und so werden kalte Füße schnell wieder warm, aber das ist nicht der Trick an meinem wärmenden Fußbad. Murrend kommt mein Kleiner ins Bad und schaut überrascht in den Zuber. "Meinst du, du schaffst es alle Kastanien mit den Füßen aus dem Bottich zu angeln?!", fragend grinse ich meinen Kleinen an. "Na, und ob!", mein Kleiner grinst zurück. Die Kastanienangelei beginnt: mein Kleiner probiert die verschiedensten Möglichkeiten aus, ob mit den Zehen und mit beiden Füßen. "So, alle Kastanien sind draußen!", verkündet er quietschvergnügt: "Und weißt du was, Mama? Meine Füße sind wieder schön warm. Das machen wir jetzt immer so!".

Verlinkt:
*Naturkinder* von Caro

Mittwoch, 11. November 2015

Ich geh mit meiner Laterne (oder: ein letztes Mal)


Mit zwei gespitzten Fingern ziehe ich einen Zettel aus dem Tornister meines Kleinen. Aufmerksam lese ich mir das Anschreiben der Schule durch. "Warum hast du mir denn den Zettel nicht gegeben?", fragend blicke ich meinen Kleinen an, "Ich hätte euch so gerne beim Martinsumzug begleitet. Jetzt ist es zu spät, um sich anzumelden.". Ich seufze bedauernd, seit sieben Jahren gehe ich als Zugbegleitung neben den Kindern her und passe auf das keines der Kinder verloren geht. Mein Kleiner guckt verlegen zur Seite: "Deswegen ja, Mama. Es ist mir peinlich!". Ich reiße erschrocken meine Augen auf: "Das ist dir peinlich?". "Ja, du singst immer alle Lieder laut mit und die Texte kennst du auch, sogar manchmal besser als die Lehrerin.", mein Kleiner krümmt sich innerlich vor Verlegenheit. "Singe ich so schlecht?", ich mache eine Schnute und schaue ihn bekümmert an. "Nein, gar nicht.",  meine Kleiner streckt seine Arme aus und umarmt mich tröstend, "Aber das macht fast keine andere Mutti!". Nun ist es an mir verlegen zu grinsen und sage deshalb leichthin: "Na, gut! Dann laufe ich eben hinterher!".

Es tut ein kleines Bissel weh, beim letzten Martinsumzug nicht mitten im Geschehen bei den Kindern gewesen zu sein, denn im nächsten Jahr ist die Grundschulzeit für meinen Kleinen vorbei und an den weiterführenden Schulen wird diese Tradition nicht weiter gepflegt. Dennoch habe ich gemeinsam mit meinen Göttergatten, meinem Kleinen und unserer Oma den wahrscheinlich letzten Sankt-Martin-Zug sehr genossen: wir haben den prächtigen Sankt Martin auf seinem stolzen Pferd bestaunt, sind eine wunderschöne mit Lichtern geschmückte Runde um den Pappelsee gelaufen (wenn auch getrennt voneinander), haben (trotzdem) viele Lieder gesungen, sind dem lodernden Martinsfeuer ausgewichen, haben beim Schauspiel der Kinder begeistert applaudiert und sind lachend nach Hause gezogen. Dort erwarteten uns nicht nur leuchtende Laternen, welche den Eingang schmückten, sondern auch unser Großer, der freiwillig zu Hause bei seinem Opa geblieben war. Nach einer gemütlichen Abendbrotrunde mit wunderbar duftigen Weckmännern und untermalt von unserer Lieblings-Sankt-Martin-CD ging ein heimeliger Brauchtumsabend zu Ende. Ein letztes Mal - Sankt Martin.