Es ist einer dieser sonntäglichen Sommertage, an denen schon am frühen Morgen klar ist, dass die größte Anstrengung des Tages darin bestehen wird, ein gemütliches Plätzchen im Schatten zu finden. Nach meinem ersten Kaffee und einer kleinen Aufräumrunde in der Küche schnappe ich mir mein Buch und ein Handtuch. Die wenigen Stufen führen hinunter in den Hof. Vorbei am Himbeergärtchen und dem alten Gartenschuppen führt mein Weg wie von selbst in die Gartenmitte. Zwischen der hoch aufragenden, weißstämmigen Birke und dem großen Ahorn öffnet sich der Blick. Jedes Mal bleibe ich einen kleinen Moment stehen. Ich weiß nicht, ob es die Weite ist, das leise Plätschern des Mühlsteinbrunnens oder einfach das Gefühl, angekommen zu sein. Wahrscheinlich ist es von allem ein bisschen. Die Sonne steht noch tief genug, dass die Birke einen langen Schatten über den Rasen wirft. Später übernimmt die mächtige Sitka-Fichte diese Aufgabe. Selbst an heißen Tagen findet sich hier fast immer ein schattiges Plätzchen. Bevor ich es mir gemütlich mache, geht es erst einmal ins Wasser. Das gehört für mich zu einem Sommertag einfach dazu. Mit meiner Schwimmleine kann ich sogar in unserem runden Pool meine Bahnen ziehen. Während ich durchs angenehm kühle Wasser gleite, ziehen hoch oben die Mauersegler ihre rasanten Kreise. Aus der Vogelhecke erklingt das vielstimmige Konzert der Gartenvögel und irgendwo plätschert unermüdlich der Brunnen. Nach einer guten halben Stunde steige ich erfrischt aus dem Pool. Inzwischen ist der Schatten ein Stück weitergewandert. Genau dort, unter der alten Eiche neben dem Mühlsteinbrunnen, steht meine Rattanliege. Ein weiches Plaid, ein bequemes Kissen, ein kühles Getränk auf dem kleinen Zinktisch und natürlich mein Buch warten schon auf mich. Kaum habe ich es mir bequem gemacht, lässt sich auch Julie mit einem zufriedenen Seufzer im Gras zu meinen Füßen nieder. Für einen kurzen Moment schaut sie mich an, als wollte sie sich vergewissern, dass wir heute nirgendwo mehr hinmüssen. Mein Herz geht jedes Mal auf, wenn ich mein bereits betagtes Hundmädchen anschaue. Mittlerweile ist ihre Schnauze schon ganz weiß geworden. Viel gelesen wird allerdings nicht. Immer wieder wandert mein Blick über den Garten. Der gewaltige Rhododendron bildet mit seinem satten Grün einen wunderbaren Hintergrund für den Brunnen. Hinter dem Pool steht der rustikale Holzpavillon. Dahinter beginnt der wilde Gartenteil, der im Sommer fast ein wenig verwunschen wirkt. Eine Libelle schwebt über das Wasser. Die Mauersegler jagen mit unglaublicher Geschwindigkeit über den Himmel. Ein leichter Wind fährt durch die Blätter der Birke und später übernimmt die Sitka-Fichte das leise Rauschen. Ich blättere eine Seite um, nehme einen Schluck von meinem Getränk und schaue wieder hinaus. Am Ende habe ich wahrscheinlich mehr in den Garten als in mein Buch geschaut. Manchmal sind es genau diese Sonnentage, die den Sommer ausmachen. Ein paar Bahnen im Pool, ein schattiges Plätzchen unter der alten Eiche und ganz viel Zeit, die einfach verstreichen darf.
Himbeerlimonade mit Zitronenminze
Zutaten (für ca. 1 Liter)
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250 g frische Himbeeren
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1 Bio-Zitrone
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2–3 EL Honig oder Zucker (je nach Süße der Himbeeren)
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1 Handvoll Zitronenminze
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700 ml gut gekühltes Mineralwasser (mit oder ohne Kohlensäure)
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einige Eiswürfel
Zubereitung
Die Himbeeren vorsichtig waschen und zusammen mit dem Honig oder Zucker in eine Schüssel geben. Mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Den Saft der Bio-Zitrone auspressen und unterrühren. Die Zitronenminze leicht zwischen den Händen verreiben, damit sich ihr frisches Aroma entfaltet, und zu den Himbeeren geben. Alles etwa zehn Minuten ziehen lassen. Wer eine klare Limonade möchte, streicht das Fruchtpüree anschließend durch ein feines Sieb. Für eine rustikale Variante können die Kerne auch einfach mit ins Glas. Das Himbeerpüree auf Gläser oder eine Karaffe verteilen, mit Eiswürfeln füllen und mit gut gekühltem Mineralwasser aufgießen. Nach Belieben mit frischen Himbeeren, Zitronenscheiben und einigen Zweigen Zitronenminze garnieren.
Mein Tipp
Besonders aromatisch wird die Limonade, wenn sie vor dem Servieren etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank durchziehen darf. So verbindet sich das fruchtige Aroma der Himbeeren wunderbar mit der feinen, zitronigen Frische der Minze.
Guten Morgen liebe Nicole,
AntwortenLöschendas tönt nach einem sehr entspannten Sonntag. Schön, dass ihr so hohe Bäume im Garten habt, denn ein Schatten unter Bäumen ist ein viel angenehmerer als unter einem Sonnenschirm.
Hab einen frohen Dienstag und liebe Grüessli
Edith
Ach, Du müsstest mein breites Grinsen sehen
AntwortenLöschenWie oft gehe ich früh morgens auf die Terrasse um meinen Kaffee (und oft etwas zu Lesen dabei) gemütlich sitzend auf der Bank einzunehmen. Um dann aufzuspringen und durch den kleinen Garten zu gehen. Doch schnell dies und jenes, wieder zurück zum Kaffee. Und statt ins Buch oder Heft starre ich in den Himmel, in den Garten, lausche (morgens ist es noch ruhig, nur die Sittiche kreischen mal wieder)
Schade, dieses Jahr sind es wenige Mauersegler und wenige dazu gekommen.
Bestimmt hattest Du auch ohne etwas zu lesen einen wunderbaren Tag!!
Liebe Grüße und möglichst viele solcher Gartentage wünscht
Nina
Hallo liebe Nicole,
AntwortenLöschendu schreibst so schön, da fühlt man sich für eine Weile an einen ganz besonderen Ort versetzt. Ich freue mich, dass du in deinem Garten so eine wunderschöne Oase voller Ruhe und Glück gefunden hast.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in deinen Tag.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Guten Morgen liebe Nicole, ein feines lauschig gemütliches Plätzchen im Garten. Mehr braucht es wirklich nicht um zufrieden zu sein. Dazu dein in das in die Jahre gekommene Hundemädchen, einfach genießen. Die Zeit, so Wertvoll und Kostbar je älter sie werden. Mein kleines Mädchen wird im November schon 16 und nun bemerkt man es deutlich ... das Alter, das sie in die Jahre gekommen ist. Die Mega sind langsamer, ruhiger und entschleunigter geworden. Manchmal, wenn ich sie so beobachte (fast unentwegt ), wird mir schwer ums Herz und man möchte diese Momente ewig festhalten. Dein Buch, was du gerade liest, hatte ich heut morgen im Buchlärchen in der Hand, wollt es mitnehmen. Doch mein Innerstes sagte mir : nein, du hast noch einen Riesen Stapel daheim liegen die noch gelesen werden möchten. Nun sind wir erst einmal Dankbar, das es nicht mehr so heiß ist und wir das Leben außerhalb der vier Wände ordentlich genießen können. Ja, die Hitze, ist nicht mehr meins, was ich einst so sehr geschätzt habe. Alles ist vergänglich, leider. Ich wünsche dir einen angenehmen Dienstag. Liebe Grüße, Moni
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