Freitag, 15. Juli 2022

Mehr Platz für Falter 2022


Das neue Projekt "Mehr Platz für Falter – Jetzt wird´s bunt!" vom 15.06.-15.07.2022 ist das Nachfolgeprojekt von "Zeit der Schmetterlinge" und wird durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MULNV) gefördert. Wie bereits in den letzten Jahren sind auch im neuen Projekt alle Bürger Nordrhein-Westfalens zum Mitmachen aufgerufen. Mit der Mitmach-Aktion will der NABU auch in diesem Jahr herausfinden, wie viele Schmetterlingsarten noch in Stadt und Land unterwegs sind. Denn wer genauer hingeschaut hat, konnte schon in den Vorjahren bemerken, dass auch viele Schmetterlingsarten seltener geworden sind. Das Sterben unserer heimischen Insektenfauna ist dramatisch. Um unseren Beitrag zu leisten und mit auf dieses Artensterben aufmerksam zu machen, begaben wir uns diesmal über mehrere Tage wieder auf die Pirsch. Wir haben gezielt unseren Lavendel, den Sommerflieder, die Samt-Hortensie, den Blut-Weiderich und unsere regionale Wildpflanzenecke bei Sonne, Wind und sommerlichen Temperaturen von durchschnittlich 21°C Grad beobachtet. In unserem Garten wurden wir von folgende Falter besucht: 25 Tagpfauenaugen, 1 Distelfalter, 1 Ochsenauge, 6 kleine Kohlweißlinge, 4 Faulbaumbläulinge (Hausbegrünung), 1 Admiral, 1 Waldbrettspiel (hinten im ehemaligen Wäldchen), 1 Braun-Dickkopffalter (Distel), 1 Schwalbenschwanz (überfliegend) und 1 kleiner Fuchs. Besonders gefreut haben wir uns auch über die zahlreichen Hummeln, Wildbienen und Honigbienen, die genau wie die Schmetterlinge unsere zu schätzen wußten. Auch die Hornisse beim Hühnerhaus finden wir beachtenswert. (Beobachtungszeitraum: 14 Tage)

Habt Ihr Lust bekommen mitzumachen? Dann los!! Eure Ergebnisse könnt Ihr bis zum 22.07.2022 >hier< online melden. Und wer noch Zähl-Hilfe braucht, der kann >hier< mal schauen.


Viel Spaß beim Zählen!


Verlinkt mit: "Sommerglück", *Natur-Donnerstag*

Mittwoch, 13. Juli 2022

Papa 🖤


Ach, Papa.
Dich zu verlieren war unsagbar schwer,
dich zu vermissen noch viel mehr.
🖤

1. Jahresgedenken

Sonntag, 10. Juli 2022

Die Insektenstation am Hühnerhaus (oder "Hornissen!")



Heute nehme ich Euch wieder einmal in unseren hinteren Gartenbereich mit. Dort wo kurz vor dem ehemaligen Wäldchen unsere Hühner leben. Habt Ihr Lust? Dann kommt doch mit. Ihr wundert Euch warum die Hühner im Aussengehege sind? Heute Nachmittag war wieder der Hühnerhabicht unterwegs, da sind sie im gesicherten Bereich besser aufgehoben. Ist das heute Abend nicht ein herrliches Licht? Ich liebe es wie sich die Sonnenstrahlen abends durch das dichte Laub des Walnussbaumes stehlen. Herrlich romantisch, nicht wahr?! Überhaupt mag ich den Bereich rund um das Hühnerhaus. Auch wenn auf unserer Wildpflanzenwiese im Moment noch das geschlagene Holz liegt, konnten sich doch einige Pflanzen rund um den Staketenzaun retten. Kamille, Mohnblumen, Gewöhnlicher Natternkopf, Wilde Möhre, Rainfarn und Schafgarbe bieten den Insekten hier ein reichgefülltes Buffet. Nur im Moment sieht es für die Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Wildbienen und Co. etwas mau aus. Die Kamille und der Mohn sind verblüht und die Wilde Möhre und der Rainfarn brauchen noch etwas Zeit bis zur Blüte. Auch ist es hier im hinteren Gartenbereich viel zu trocken, denn es fehlt eine natürliche Wasserstelle. Deshalb habe ich auf einem Stamm-Stück unserer gefällten Kiefer die Insektenstation von Denk >hier< aufgestellt, denn sie ist Tränke und Futterstation in einem. Ist sie nicht hübsch? Den mitgelieferten Schwamm in der Mitte habe ich übrigens in Werners Spezialsirup* als Nektarersatz getränkt und die umlaufende Rinne mit frischen Brunnenwasser gefüllt. Wollt Ihr Euch das mal anschauen? Ooh.. aber vorsichtig! Wir sind nicht alleine. Eine große Hornisse labt sich gerade an dem Sirup. Wusstet Ihr, dass ausgewachsene Hornissen sich fast ausschließlich von Nektar ernähren, während sie ihren Nachwuchs mit anderen Fluginsekten füttern? Ein starkes Hornissenvolk erbeutet pro Tag bis zu einem halben Kilo Insekten. Das ist in etwa so viel wie fünf Meisenfamilien verbrauchen. Eine Menge, oder?! Ich hoffe, dass unser Naturgarten so viel Futter zu bieten hat, denn die Hornissen sind ja nicht die einzigen Insektenfresser hier bei uns. Wo in unserem Garten die Hornissen leben, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber da sie Totholz und alte Bäume für ihren Nestbau bevorzugen, bin ich mir sicher, dass sie hinten im ehemaligen Wäldchen leben.




*Werners Spezialsirup

Werner Wollandt aus Coburg ist Imker und stellt zur Herbstfütterung seiner Bienen ein spezielles Sirup her: er kocht eine Tasse Kamillentee mit zwei Teebeuteln und rührt 1/3 der Wassermenge Zucker ein. Fertig ist Werners Spezialsirup, das nicht nur Bienen gut schmeckt.


Insektenstation von Denk: >hier<
Projekt "Insektenfreude" vom NABU: >hier<


Verlinkt: *Natur-Donnerstag* von Elke, "Mein Freund der Baum" von Astrid, "Sommerglück" von Loretta & Wolfgang



Die wilde Vogel-Kirsche (Baum des Jahres 2010) und den Walnussbaum (Baum des Jahres 2008) schicke ich mit einen lieben Gruß zu Astrid, auch wenn man auf den Bildern nur das Laub sehen kann und nicht den Baum in Gänze. 
Ich hoffe das in Ordnung, liebe Astrid ;)


Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung der 
Firma Denk Keramische Werkstätten e.K..

(WERBUNG)

Donnerstag, 7. Juli 2022

Heimatgeschichte(n) - Das Franzosenwäldchen (oder "Die Schlacht bei Kloster Kamp")




Der Siebenjährige Krieg

Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) kämpften alle europäischen Großmächte der Zeit. Preußen war mit Großbritannien und dem Kurfürstentum Hannover alliiert. Dem gegenüber stand ein Bündnis aus der Habsburgischen Monarchie, Frankreich und Russland. Da die militärischen Auseinandersetzungen nicht nur auf Schlachtfeldern in Mitteleuropa, sondern u.a. auch in Nordamerika, der Karibik und Indien ausgefochten wurden, wird heute sogar in mancher Fachlitartur vom "ersten Weltkrieg" gesprochen. Nach dem 1763 geschlossenen Frieden stieg Preußen zur fünften Großmacht in Europa auf, Frankreich verlor seine kontinentaleuropäische Vormachtstellung und Großbritannien wurde zum Weltreich.

Die Schlacht bei Kloster Kamp 
(nicht zu Verwechseln mit der Schlacht bei Culloden ;))

In der Nacht auf den 15. Oktober 1760 eröffneten die alliierten Truppen (Preußen/ Großbritannien/Kurfürstentum Hannover) unter dem Befehl des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig am Fusse unseres schönen Kloster Kamp (genauer gesagt im Kamperbruch) das Gefecht. Daraufhin befahl der französische Kommandant General Marquis de Castries noch im Morgengrauen des 16. Oktobers eine große Konteroffensive. Da die Truppen des Marquis um zwölf Bataillone überlegen waren, gelang es den Allierten nicht den Sieg davon zu tragen. Im Gegenteil, der Erbprinz musste fliehen und da die Rheinbrücke bei Perrich durch Hochwasserschäden unpassierbar wurde, konnte er sich am 18. Oktober 1760 nur über eine privisorische Pontonbrücke retten. Es heißt, dass der Marquis de Castries zu dem auf eine Verfolgung verzichtet hat. Die Schlacht bei Kloster Kamp (in der Literatur meist Kloster Kampen oder Kloster Camp, fr. Bataille de Clostercamp genannt) dauerte fast zwölf Stunden an und kostete über dreitausend französischen und gut 1.600 alliierten Soldaten das Leben. Diese blutige Schlacht im Kamperbruch ging in die Geschichte des Siebenjährigen Krieges ein, als ein taktischer Sieg der französischen Armee über die alliierten Truppen.

Das Franzosenwäldchen

In einem kleinen Waldgebiet im Kamperbruch, dem sogenannten Franzosenwäldchen, wurde aus diesem Anlaß am 18.10.1985 ein Gedenkstein aufgestellt. Das kleine unscheinbare Wäldchen liegt auf einem Ausschnitt des ehemaligen Schlachtfeldes (auf dem restlichen Areal ist gerade ein Neubaugebiet entstanden), unmittelbar neben der Gesamtschule unseres Ortes und findet kaum Beachtung der Kamp-Lintforter, obwohl es ein geologisches Überbleibsel dieser bedeutsamen historischen Schlacht ist. Wer das Wäldchen suchen möchte, findet es zwischen der Neuendickstraße und der Wilhelmstraße im Kamperbruch in Kamp-Lintfort. 

Die Inschrift des Gedenksteines lautet: 
"Im Siebenjährigen Krieg schlugen hier am 16.10.1760 Franzosen und Preussen eine blutige Schlacht. Der Krieg brachte Not und Elend über die Bevölkerung.".

 



Battle of Kloster Kamp on 15th October 1760 in the Seven Years War


Hereditary Prince (the Erbprinz) of Brunswick:
Battle of Kloster Kamp on 15th October 1760 in the Seven Years War


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Natur-Donnerstag* von Elke, "Mein Freund der Baum" von Astrid

Samstag, 2. Juli 2022

Gartenpavillon III (oder "Ein Wiesensträußchen!")



"Es ist soweit!", mein Göttergatte steckt seinen Kopf durch die letzte Lücke im Dach unseres Gartenpavillons, "Das sind die letzten Bretter und dann ist die Dachfläche fertig.". "Hurra!", glücklich gucke ich noch oben und mache noch schnell ein Foto. Jetzt muss "nur noch" das Dach gedeckt werden. "Hörst du dann auf?", erwartungsvoll schaue ich ihn an. "Nein.", mein Göttergatte schüttelt den Kopf, "Bevor ich aufhöre, möchte ich noch die Folie befestigen. Damit das Dach geschützt und auch regenfest ist.". "Okay.", ich nicke verstehend, "Meinst du denn, wir können dann auch schon unsere Gartenmöbel unterstellen? Es soll wieder so dolle regnen!". Mein Göttergatte nickt: "Auf jeden Fall! Soviel Stellfläche brauche ich jetzt auch nicht mehr!". 

Und so zieht mit unseren selbstgewerkelten Gartenmöbel auch mein kleines Wiesensträußchen ein. Das ich übrigens (wie fast in jedem Jahr) gepflückt habe, kurz bevor der Grünstreifen von der Stadt niedergemäht wurde. 

Euch ein entspanntes Wochenende, meine Lieben!
Herzlichst, Nicole