Donnerstag, 23. Oktober 2025

Zwischen Dahlien und Herbstlicht


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder vorbeischaut. Heute zeigt sich der Oktober von seiner allerbesten Seite (Jedenfalls hier bei mir..  lach! Die Fotos sind von letztem Sonntag - seit Anfang dieser Woche fegt ein Sturm ums Haus, der Wind und Regen mit sich bringt). Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und in unserem kleinen Hof glühen die Farben des Herbstes um die Wette. Mein noch vom Regen feuchter Holztisch steht im goldenen Licht und darauf leuchtet meine schlanke, türkisfarbene Emaillekanne gefüllt mit goldfarbenen Dahlien, orangenen Lampionblumen, roten Hagebutten und einer üppigen Hortensienblüte. Auch geben Kürbisse, Birnen und Zieräpfel sich die Ehre. Welch' ein Fest für die Augen! Wie war Eure Woche? Bei mir war es gesundheitlich ein stetes Auf und Ab und doch habe ich mir jeden sonnigen Moment geschnappt, um im Garten durchzuatmen. Die Luft duftet nach Laub, Erde und einem Hauch von Abschied und doch ist da überall dieses warme Glühen, das Herz und Seele wärmt. Julie liegt träge im auf der Wiese und blinzelt in die Sonne, während ein paar Blätter neben ihr über die Hofplatten tanzen. Hinten im Garten sind die Hühner unterwegs. Sie scharren vergnügt im Mulch zwischen den Hochbeeten, gackern leise vor sich hin und genießen die warmen Strahlen genauso wie ich. Der goldene Oktober zeigt sich einfach von seiner allerschönsten Seite. Ganz besonders gefreut habe ich mich in dieser Woche über liebe Herbstpost von Monika und Kirsten. Lasst Euch drücken, Ihr Lieben! Solch herzliche Überraschungen machen die Tage noch ein bisschen heller, nicht wahr?! Ich habe die hübschen Karten gleich auf die Anrichte gestellt, wo sie mich jedes Mal zum Lächeln bringen, wenn ich an ihnen vorbeigehe. Hachz, dieser Oktober-Tag! Ich glaube, nachher werde ich mir noch einen Tee kochen und mich zu meiner Blumenkannen-Gesellschaft setzen. Einfach so, um diesen stillen Zauber noch ein kleines bisschen zu verlängern.

Euch allen wünsche ich Tage 
voller Wärme, Licht und leiser Zufriedenheit.
Herzlichst Nicole

Danke, liebe Kirsten!
Danke, liebe Monika!

Dienstag, 21. Oktober 2025

Ein Blütenkleid für den Kürbis


Wenn der Herbst in den Garten zieht und die Tage merklich kürzer werden, beginnt die stille Zeit der Fülle. Zwischen bunten Blättern, Nebelschleiern und dem letzten Summen der Bienen erhebt sich dann der Kürbis wie ein Sinnbild der Jahreszeit. Rund und satt liegt er da, ein Geschenk der Erde. Doch manchmal möchte man ihn nicht nur in die Suppe geben oder als Laterne vor die Haustür stellen, sondern ihn schmücken als würde er ein leuchtendes Kleid, aus den getrockneten Blüten des Sommers tragen. Ein runder Gruß des Gartens, der den Spätsommer und den Herbst noch einmal charmant verbindet.

Anleitung für einen Blütenkürbis 

Ihr braucht:

  • einen schönen Kürbis
  • getrocknete Blüten (z. B. Hortensien, Strohblumen, Lavendel, Strohblumen, Efeublätter)
  • Heißkleber und passende Klebepistole

So geht’s:

Den Kürbis mit einem weichen Tuch abwischen, damit die Oberfläche fettfrei und sauber ist. Überlegt Euch, wo die Blüten sitzen sollen. Als Kranz rund um den Stiel oder locker über die Rundung verteilt? Die Heißklebepistole vorheizen. Tragt punktuell Heißkleber auf die gewünschte Stelle am Kürbis auf. Setzt die getrockneten Blüten zügig und vorsichtig auf den noch warmen Kleber. Achtet darauf, Euch nicht zu verbrennen. Schritt für Schritt arbeitet Ihr Euch weiter vor: von innen nach außen, bis das gewünschte Muster entsteht. Lasst alles vollständig auskühlen. Und schon ist Euer herbstliches Blütenkunstwerk fertig für die Deko.


Freitag, 17. Oktober 2025

Aus dem Nähkästchen geplaudert (oder "Kaputt geliebt & heil geflickt - eine Buchrezension")

Guten Morgen meine Lieben! Wie schön, dass Ihr mal wieder an die Küchentür geklopft habt. Ich freue mich sehr. Immer hereinspaziert! Ich muss nur noch eben mein Nähzeugs beiseite legen, ich habe nämlich nach langer Zeit mal wieder die Stopfnadel rausgeholt, das Buch "Kaputt geliebt & heil geflickt“ von Skye Pennant hat mich inspiriert und die Socken meines Göttergatten haben es auch dringend nötig.. lach! Habt Ihr gerade den Stopfpilz gesehen? Er ist tatsächlich noch von meiner Oma. Meine Mutti hat ihn von ihr geerbt und ich von meiner Mutti. Ach, mir wird gerade warm ums Herz. So, aber jetzt: Hat jemand Lust auf eine Tasse frischen Kaffee oder doch lieber einen würzigen Tee. Sagt es nur: Ihr wisst ja, das dauert nicht lange, dann habt Ihr ein wärmendes Getränk in Euren Händen. Wie war denn Eure Woche? Bei mir haben sich die Ereignisse überschlagen. Besonders im kleinen Weltladen ist eine Menge los. Kurz nachdem wir meine Kollegin verabschiedet haben, ist eine neue Mitarbeiterin dazu gekommen und sie passt hervoragend ins Team. Freundlich, fröhlich und auch etwas weiblicher ist es nun in unserem Weltladen geworden. Auch im Vorstand hat sich einiges getan: unser erster Vorsitzende hat sein Amt niedergelegt und nun müssen wir erstmal wieder neu aufgestellt werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, da auch ich meine Arbeitszeit gekürzt habe, muss rein organisatorisch einiges erledigt werden. Doch wir im Team sind frohen Mutes ;) Was sonst noch so war? Das erste Semester meines "Großen" hat begonnen. Nachdem er ein ganzes Jahr lang als "fertiger" Fachinformatiker in seinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet hat, studiert er nun "Environment and Energy" hier an der Hochschule Rhein-Waal. Ein für ihn spannender Studiengang rund um Umwelt, Nachhaltigkeit und Energietechnik, bei dem es um erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz geht. Das Studium wird auf Englisch unterrichtet und das kommt unserem "Großen" sehr gelegen. Auch bei meinem "Kleinen" läuft es gerade rund, nachdem er an einer örtlichen Grundschule sein freies soziales Jahr gemacht hat, hat er nach den Sommerferien eine Ausbildung zum "Groß- und Außenhandelskaufmann" begonnen. Wenn das mal keine Kehrtwende ist.. lach!! Doch genug aus dem Nähkästchen geplaudert, jetzt geht um unsere Freitagsblümchen. Was habt Ihr denn schönes in der Vase? Ich bin für meinen kleinen Freitagsstrauß gestern Nachmittag in einer Regenpause durch den Garten gelaufen und habe mir hier und da ein paar Blümchen abgeschnitten. Gelbe und rosa Chrysanthemen, zwei unauffällige Hortensien, dickblättrige Fetthenne, orangenen Feuerdorn, knallrote Hagebutten und einen Zweig Lampionblumen in verschiedenen Farbstufen. Herausgekommen ist eine kleine Gartenmischung, die perfekt in meine herbstliche Laubvase passt. Hübsch, oder?! Auch die Küche habe ich mit freundlichen Herbstfarben geschmückt. Ein großer Laubkranz hängt an der Heizung und auch ein paar herbstliche Küchenaccessoires, wie Tassen und Lichtergirlande in Kürbisform sowie orangerote fuchsige Pfeffer- und Salzstreuer, haben Einzug gehalten. Natürlich habe ich die Posterleiste neu bestückt und auch wenn es keine neuen Poster sind, mag ich den Anblick sehr gerne. 

Euch ein wundervolles goldenes Oktoberwochenende!
Die Wettervorhersage hört sich vielversprechend an.
Herzlichst, Nicole


Eine kleine Rezension zu dem Buch 



Ein zweites Leben für unsere Lieblingsstücke. Die Abnutzung eines Pullis erzählt die Geschichte, die man in ihm erlebt hat. Skye Pennant präsentiert verschiedene Flicktechniken, mit denen man seine kaputte oder abgetragene Kleidung zu neuem Leben erwecken kann. Löcher und Risse lassen sich mit dekorativen Stickmustern schließen und ausgefranste Halsausschnitte mit dem Schlingstich verstärken. Die kreativen Reparaturen werden dabei sichtbar gemacht, sei dies durch einfaches Stopfen, japanisches Sashiko oder das Aufnähen von Flicken. Praktische, nach Kleidungsstücken geordnete Kapitel mit vielen Illustrationen machen es leicht, jedes Kleidungsstück auszubessern, von der Socke bis zur Jeans und von den Leggings bis zur Lederjacke.


Klappentext: 
Dieses Buch ist eine wahre Liebeserklärung an unsere Lieblingskleidungsstücke und zeigt mit viel Liebe zum Detail, wie man kaputte Kleidung mit sichtbaren Reparaturen, auch Visible Mending genannt, nicht nur wieder funktionstüchtig, sondern sogar noch schöner macht. Skye Pennant verbindet dabei traditionelle Techniken wie Stopfen, Flicken und Sashiko mit einer antiperfektionistischen Haltung als Statement gegen Fast Fashion. Ihr praktischer Ratgeber ist ideal für Einsteiger:innen und zeigt Schritt für Schritt, wie das Stopfen mit verschiedenen Formen gelingt. "Kaputt geliebt & heil geflickt" ist nicht nur inspirierend, sondern ein wichtiger Beitrag zu nachhaltigem Modebewusstsein und entschleunigtem Konsum. Ein Buch für alle, die Wert auf Nachhaltigkeit, Individualität und kreative Handarbeit legen.

Kaputt geliebt & heil geflickt: Dekoratives Stopfen

1. Auflage 2025
144 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Softcover mit Klappen, 18,9 x 24,6 cm, 525 g
Erscheinungsdatum 01.09.2025
Deutsch
ISBN/EAN 9783258603025
CHF 26.00* / EUR 26.00 (D) / EUR 26.80 (A)
* unverb. Preisempfehlung



Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung des "Haupt Verlag".

Dienstag, 14. Oktober 2025

Nussiger Trockenfrüchte-Kuchen


An diesem kühlen Herbstmorgen stehe ich in meiner gemütlichen, herbstlich geschmückten Küche und mische alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel: samtige Datteln, sonnige Aprikosen und knackige Haselnüsse, ergänzt von süßen Sultaninen und einem zarten Hauch von Zimt, Nelke und Ingwer. Für mich sind das Gewürze, die an knisterndes Kaminholz und warmen Küchentüchern erinnern. Behutsam verquirle ich ein kleines Ei und lasse es langsam unter die aromatische Mischung gleiten und rühre mit einem großen Holzlöffel bis alles wirklich gut miteinander vermischt ist. Ich lege eine kleine, runde Kuchenform mit Backpapier aus, fülle die Masse hinein und drücke sie sanft an, damit sie kompakt und wohlgeformt liegt. Mit dem gleichen Papier bedecke ich die Masse sorgfältig, damit sie beim Backen seine Feuchtigkeit behält und nicht austrocknet. Der vorgeheizte Ofen empfängt den Kuchen bei 150 Grad, wo er für etwa 75 Minuten auf der untersten Schiene still und golden backt. Während sich der verlockende Duft von Gewürzen und Nüssen sanft im Haus ausbreitet und leiser Dunst aus dem Ofen emporsteigt, setze ich mich mit einem warmen Becher Tee ans Fenster und beobachte, wie ein Schar Stare über unsere Fassadenbegrünung, dem Wilden Wein herfällt, um alle Beeren zu vernaschen. Auch ihnen scheint heute nach süßen Früchten zu sein. Endlich ist der Früchtekuchen fertig. Vorsichtig hole ich ihn aus den Backofen und lege ihn zum Auskühlen auf unser altes Erntesieb. Hübsch sieht er zwischen meinem herbstlichen Sammelsurium aus. Als er endlich ausgekühlt ist, schneide ich meinem Göttergatten und mir je eine Scheibe ab und mit dem ersten Bissen scheint die Zeit stillzustehen. Ein nussiger, würziger Augenblick ganz im Zauber des Herbstes.


Rezept: Nussiger Trockenfrüchte-Kuchen

Zutaten
  • 100 g entsteinte getrocknete Datteln
  • 50 g entsteinte getrocknete Aprikosen
  • 100 g ganze Haselnüsse
  • 25 g Sultaninen
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL Ingwerpulver
  • 1/4 TL gemahlene Nelke
  • 1/4 TL gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 25 g Mehl
  • 20 g Zucker
  • 1 kleines Ei

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. das Ei verquirlen und unter die trockenen Zutaten mischen. Den Teig in eine kleine (mit Backpapier ausgelegte) Kastenform füllen und gut andrücken. Den Teig mit Backpapier bedecken und im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Ober-/Unterhitze) auf der untersten Schiene ca. 75 Minuten backen. 

Tipp: Das Backpapier so zuschneiden, dass es als Deckel auf dem Teig liegt, sodass der Kuchen während des Backens nicht austrocknet. Den Kuchen mit den Händen erst in die Form drücken, wenn der "Deckel" geschlossen ist.