Freitag, 31. Mai 2013

Saatbomben


Grey cities go green – dank Guerilla Gardening! So nennt sich eine neue Art des Aufbegehren von Menschen, die das triste Grau unserer Städte satt haben. Die "urbanen Gärtner" verteilen heimlich Samen auf hässlichen Verkehrsinseln und langweiligen Grünstreifen. Die Stadt soll blühen! Super Idee, gelle!? Wer mitmachen möchte, sollte einfach weiterlesen. Denn das geht einfacher als man denkt. Man muss einfach nur seine selbstgemachten Saatbomben auf die entsprechende Fläche werfen, und schwupp-die-wupp, entsteht eine wunderbare kleine blühende Insel.

Anleitung:
- Erde mit ca. einem Drittel der Menge Kompost vermischen
- 3-5 Teile Erde zu einem Teil der Samen (bitte nur heimische Blumen und Pflanzen!) geben
- die selbe Menge rotes Tonpulver dazugeben + noch mal gut mischen
- Wasser dazu gießen, kneten
- walnussgroße Kugeln formen
- trocknen (an einer dunklen und trockenen Stelle. Bitte nicht schnell trocknen lassen, das bekommt dem Samen nicht gut)

… und fertig sind Eure Seedbombs! Also, rauf auf die Fahrräder und ran an die Stadtverschönerung!
(hier noch ein Tipp: Tonpulver ist meist sehr teuer und kann nur in großen Mengen bezogen werden. Katzenstreu hingegen besteht meistens auch aus Tonerde. Das kann in kleinen Mengen gekauft werden und ist auch gar nicht so teuer, es ist zwar nicht rot, aber grau fällt auch nicht dolle auf.)

Unkraut

UNKRAUT nennt man 
die Pflanzen, deren Vorzüge
noch nicht erkannt worden sind.

(Ralph Waldo Emerson)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Rädchen fahren

"Mama, Papa! Heute will ich Fahrradfahren lernen!", mein Kleiner steht entschlossen vor uns, "Lasst uns bitte zum Marktplatz fahren!" Ungläubig schaue ich mir meinen Kleinen an: "Bist du dir sicher?!" Unser Kleiner ist nämlich sehr vorsichtig in solchen Dingen, und alle Versuche bisher, ihn dazu zu bewegen, sind fehlgeschlagen.  Er nickt entschieden: "Ja, heute lerne ich Rädchen fahren!" "Und wieso zum Markt?", frage ich vorsichtig. Mein Kleiner informiert mich, das hätte ihm seine Patentante geraten. "Ok! Dann machen wir das!" Es ist Feiertag und so gut wie niemand ist auf dem Platz. Mein Göttergatte, mein Großer und ich kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Nach zwei Stunden sagt mein Kleiner stolz grinsend: "So, ich bin fertig. Wir können nach Hause!" Mir fehlen die Worte, mein Kleiner kann Fahrradfahren: mit linker Kurve, mit rechter Kurve, Rücktritt, Vorderbremse, er kann Achten fahren und sitzt sicher auf dem Rad, ohne großartig zu wackeln. Boah!

Mondlicht

Ein TRÄUMER ist jemand, 
der seinen Weg im MONDLICHT findet 
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.
(Oskar Wilde)

Guter Mond

Guter Mond, du gehst so stille

Mondfleck

"Mama?! Was bedeutet eigentlich Fronleichnam!", mein Großer schaut mich fragend an. "Ehrlich gesagt, weiß ich es auch nicht so genau. Es ist ein katholischer Feiertag, die kenne ich auch nicht alle!" antworte ich leicht verschlafen, denn es ist die erste Frage direkt nach dem "Guten-Morgen-Wunsch", "Komm, wir gucken mal bei Google rein!" Gesagt - getan.  Fronleichnam: hier wird der lebendige Leib Jesus gefeiert, das Wort kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Und bedeutet: „vron“ (Herr) und „lichnam“ (Leib) – „Leib des Herrn“. Es hängt eng mit dem letzten Abendmahl zusammen, bei dem Jesus mit seinen Jüngern das Brot (seinen Leib) und Wein (sein Blut) geteilt hat. Er wird 60 Tage nach Ostern gefeiert. "Aha!", sagt mein Großer, "Und warum feiern die Katholiken das?" Also weiter gelesen: 1209 gab es eine Nonne (Juliana von Lüttich) die folgende Vision hatte: ihr erschien eine Mondscheibe mit einem schwarzen Fleck. Damit soll Christus ihr offenbart haben, dass der Mond für das Kirchenjahr steht und der Fleck ein fehlendes Fest sei. 1246 wurde das Fest im Bistum Lüttich eingeführt. Papst Urban IV erklärte im Jahr 1264 Fronleichnam zum allgemeinen kirchlichen Fest. "Wegen Mondflecken also?!", verschmitzt schaut mich mein Großer an. "Ähm..!", antworte ich einbissel hilflos. "Schon gut!", grinst mein Großer und drückt mir im Gehen einen Schmatzer auf die Wange, "Ich hab's kapiert."

Mittwoch, 29. Mai 2013

Salatbaum



So, und für Alle, die jetzt hoch motiviert sind und auch einen Salatbaum nacharbeiten wollen:

Bestandteile:
-Polypropylen-Rohr Durchmesser 25 cm, Länge 1 m
-Polypropylen-Rohr Durchmesser 04 cm, länge 1,1 m mit 4-6 mm großen Löchern
-Blumentopf, Durchmesser 60 cm, mit passenden Untersetzer
-Lehm
-Kies 16/32
-Humus
-Pflanzenerde

Bauanleitung:
Das Rohr mit 25 cm Durchmesser mit Löchern versehen (s. Bild). Hierzu 50-mm- auf der Bohrmaschine verwenden, Blumentopf auf Untersetzer stellen, das 25-cm-Rohr in den Blumentopf setzen. Zuerst unten mit dem verdichten Lehm fixieren. Dann Humus und Muttererde rundherum. Nun das 4-cm-Rohr mittig in das breite Rohr setzen. Humus und Pflanzenerde gemischt in den äußeren Zwischenraum des Rohrs füllen. Das innere Rohr dient zum Bewässern und bleibt leer.

Bepflanzung: 
Im Rohr:
-Salat
-Kohl
-Erbsen und Bohnen
-etc.
Im Topf:
-Zucchini,
-Tomaten
-Erdbeeren,
-Kohlrabi
-etc.

Viel Spaß dabei!!