Dienstag, 14. März 2023

Ein natürlicher Osterkranz (oder "Die Hühner sind los!")


Habt Ihr Lust auf eine kleine frühlingshafte Gartenrunde? Ich würde zu gerne mit Euch zum Hühnerstall gehen um Euch meinen selbstgewerkelten Osterkranz zu zeigen. Aber passt einbissel auf - unsere Hühner sind außer Rand und Band. Erst am Samstag wurde die Stallpflicht (Aufstallungspflicht wg. Vogelgrippe seit dem 15.12.22) bei uns im Kreis aufgehoben und unsere Damen dürfen endlich wieder draußen fröhlich scharren. Ist das nicht süß, wie unsere Hündin Julie ihre fedrigen Freundinnen im Blick hat?! Und dann dieser Diva-Blick! Wenn ich sie nicht hätte, würde ich sie jetzt klauen.. lach! Doch nun zu meinem schlichten Osterkranz. Wir haben im Februar wie vom NABU empfohlen unsere Sträucher, Bäume und Hecken beschnitten und den Grünschnitt hinten im Garten gestapelt. Davon habe ich einige Holunderäste mit gelben Flechten, silbrige Birkenästchen, nachbarschaftlicher Heckenschnitt (Buchsbaum), kuschelige Palmkätzchen und saftige Moosflecken kurzerhand auf einem Strohrömer (Strohkranz) arrangiert und mit Bindedraht festgesurrt. Zugegeben etwas ungelenk, aber das ist auch mit meinem noch krummen Mittelfinger nicht besser möglich. Um ihn an das Törchen zum Hühnerstall zu binden, habe ich einfach eine Hanfkordel genommen, natürlich nicht ohne einen kleinen lustigen, rostigen Osterhasen daran zu befestigen. Ich finde er sieht wunderbar natürlich aus und passt hervorragend in unseren wilden Garten. Was meint Ihr?!



verlinkt mit:

Samstag, 11. März 2023

Schnee im März


Wir sind unterwegs in unserem Lieblingswald, der heute ein hübsches Kleid aus nassem Schnee trägt. Auch wenn noch alles weiß ausschaut, merkt man bei jedem Schritt, dass der frühe Morgen immer wärmer wird, auch wenn die Vorfrühlingssonne sich nicht zeigen mag. Dann und wann fällt ein feuchter Plaggen Schnee von den altehrwürdigen Buchen und lässt unsere hübsche Hündin Julie immer wieder verwundert nach oben schauen. "Das ist schon irgendwie verrückt, oder?!", grinsend gucke ich meinen Göttergatten an, "Da hofft man auf Frühling und bekommt nochmal den Winter präsentiert.". "Ach, hör schon auf!", wehrt mein Göttergatte lachend ab, "Du hast den Schnee doch bestellt!". Ich schüttele lächelnd den Kopf, denn auch wenn ich im Winter immer auf der Suche nach Schnee bin, hätte ich jetzt lieber Frühling. Aber morgen soll die Sonne ja schon wieder scheinen.


Freitag, 10. März 2023

Einfache Osterglocken


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder her gefunden habt. Kommt schnell rein, in unserer Küche ist es bereits mollig warm. Möchtet Ihr auch eine Tasse Kaffee? Es bedarf nur einen Knopfdruck, dann faucht der heiße Kaffee schon dampfend in den Becher. Ihr wundert Euch warum wir schon wieder in unserer Küche sind? Das ist ganz einfach: wir haben solange auf die Renovierung gewartet, da kosten wir jetzt jede Minute aus. Sechs Jahre haben wir gebraucht, um endlich starten zu können. Wieso ich das so genau weiß? Damals gab es eine Küchen-Challenge bei "Verliebt in Zuhause!" von Naddel und ich habe letztens in meinen Entwürfen noch einen unveröffentlichten Post gefunden.. lach! Tatsächlich habe ich diesen Post letzten Montag einfach freigegeben und wer mag kann ihn sich >hier< ansehen. Sogar unsere geliebte kleine Katze Bremse (♱) ist noch auf einem der Fotos. Doch zurück in unsere neue Küche. Habt Ihr meinen hübschen Osterbaum mit den süßen Filzeiern entdeckt? Gemeinsam mit den einfachen Osterglocken passt er doch ganz wunderbar auf unsere Arbeitsplatte, oder?! Auch wenn mein Großer mich schon ermahnt, dass die Arbeitsplatte zum "Kochen" da sei und nicht für "Dekokram" ist.. lach! Naja, recht hat er ja, oder?! Wie sieht das bei Euch aus? Dekoriert Ihr auch in Eurer Küche? Oder ist das tabu? 

Euch von Herzen ein charmantes Wochenende.
Macht es Euch kuschelig! Herzlichst, Nicole



Mittwoch, 8. März 2023

Heimatgeschichte(n) - Schloss Ossenberg (oder "Hoher Besuch einer Kaiserin")


Im ehemaligen Dorf Ossenberg, heute ein Ortsteil der Stadt Rheinberg, ganz in der Nähe zum Rhein, befindet sich das Schloss Ossenberg, ein adeliger Herrensitz aus dem 12. Jahrhundert. Die heute sichtbaren Gebäude stammen jedoch aus dem frühen 18. Jahrhundert, wobei einige Teile aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben sind. Das Herrenhaus soll mit bemerkenswerten Rokokozimmern ausgestattet sein. Das denkmalgeschützte Gebäude steht am westlichen Ufer eines ausgetrockneten Altrheinarms. Das erste Mal wurde das Haus oder Schloss, sprich die "Herrlichkeit Ossenberg",  als ein befestigter fränkischer Rittersitz 1176 urkundlich erwähnt. Als erster Besitzer der Schosses ist das gleichnamiges Geschlecht bekannt, das mehrfach in Urkunden des 14. Jahrhunderts erwähnt wird. Nachdem um 1350 Otto von Ossenberg ohne männlichen Nachfolger verstorben war, wurde die "Herrlichkeit Ossenberg" am 13. Januar 1351 an seine Witwe Margaretha von dem Grafen Friedrich von Moers  belehnt. Die Lehensbefugnis war zwischen der Grafschaft Moers und dem Kurfürstentum Köln umstritten. 1375 kam der Besitz des Schlosses Ossenberg und seinen Ländereien durch die Heirat von Magaretha mit Arnt von Wevort in die Hände der Familie Wevort (auch Wevorden), die mehr als 300 Jahre lang eines der ältesten niederrheinischen Adelsgeschlechter, das zahlreiche wichtige Funktionen und Ämter innehatte. Im 16. Jahrhundert traten die Wevorts früh zum protestantischen Glauben über und hatten einen entscheidenden Anteil an der reformatorischen Entwicklung in Moers, Rheinberg und natürlich Ossenberg. So wurde die Vogtei Ossenberg im Jahr 1794 aufgelöst und das Dorf dem Kanton Rheinberg eingegliedert. Das Haus Ossenberg wurde von der Familie mehrmals verpfändet, doch ab Beginn des 17. Jahrhunderts wuchs bedingt durch den Dreißigjährigen Krieges die Verschuldung und Schloss Ossenberg wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts verkauft. Neuer Herr von Ossenberg wurde der Utrechter Domherr Thomas Brauwart, dessen Belehnung am 8. Januar 1701 erfolgte. In der darauffolgenden Zeit wechselte das Schloss noch zweimal kurz hintereinander den Besitzer: Auf den Grafen Johann Christoph von Wylich und Lottum folgte Graf Karl Ludwig Truchsess von Waldburg-Capustigal. Dennoch blieb die Herrschaft Ossenberg eine Grenzgegend, und es kam mehrfach zu Grenzstreitigkeiten mit den umliegenden Klöstern und Grafschaften, wie Xanten, Kamp, Mark und Kleve. 1803 kam es zur Säkularisation und die "Herrlichkeit Ossenberg" wurde an Frankreich abgetreten. Dann im Jahre 1810 wurde das Dorf schließlich an Preußen abgetreten. 

Ein besonderes Ereignis aus dieser Zeit ist der Besuch der Kaiserin Marie Louise, der Gemahlin Napoleons I., auf Ossenberg. Kaiser Napoleon Bonaparte, der bereits im September 1804 kurz in Rheinberg geweilt hatte, kam im Spätherbst 1811 noch einmal an den Rhein. Von Kleve aus begab er sich am 1. November nach Wesel, von dort weiter nach Düsseldorf, während die Kaiserin mit Gefolge über Nacht auf Schloss Ossenberg blieb. 



Schloss Ossenberg von 1857 - 1883 



Bilder:
Schloss Ossenberg - Torturm und Eingang zum Schlossgelände / Bild: 7,8, 9, 13, 15
Schloss Ossenberg - Wirtschaftstrakt / Bild: 1, 3, 4, 5, 11, 13, 16
Rhein-Impressionen / Bild: 2, 6, 10, 14

Auf den Fotos ist nur die Wehranlage zu sehen, dass Schloss selbst befindet sich in Privatbesitz.
Keine Besichtigung möglich!

Quellennachweise:
Geschichtsbuch der Gemeinde Borth (1968)
"Aus Rheinbergs vergangenen Tagen", Dr. Aloys Wittrup
"Der Rittersitz Ossenberg bei Rheinberg und seine Besitzer", R. Verhuven (1954)
"Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen
 Grundbesitzer in der Preußischen Monarchie. Duncker, Alexander (um 1860)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ossenberg

Lithografie des Schloss Ossenberg:
Theodor Albert (Magdeburg 1822-1867, Berlin), 
P. Vogel, Alexander Duncker (1813-1897)
Bildquelle: Wikipedia (Public domain)



Die obligatorischen niederrheinischen Kopfweiden schicke ich mit einem lieben Gruß an Astrid.


Alle Texte, Fotos, Zeichnungen und Ideen auf diesem Blog gehören mir und unterliegen meinem Copyright. Falls Ihr irgendetwas davon mit auf Eure eigenen Seiten nehmen möchtet, um sie zu zeigen, fragt mich bitte vorher - ansonsten ist das Kopieren nicht erlaubt. Das gilt vor allem für die kommerzielle Nutzung meiner Ideen (siehe auch Footer).

Freitag, 3. März 2023

Bunte Tulpen


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid! Heute schicke ich Regenbogenfarben ins Bloggerland. Mir war einfach danach. Allerdings finde ich jetzt so im Nachhinein, dass die Tulpen besser weniger Grün hätten. Aber nun ist das Licht weg und die Fotos gemacht.. lach! Die hübsche Tasse gehört übrigens meinem Großen und obwohl er sie wegen der Goldschrift per Hand spülen muss, benutzt er sie gerne. Sind bei Euch schon Osterhasen & Co. unterwegs? Bei mir noch nicht, aber unsere Küche ist auch immer noch nicht komplett und vorher mag ich noch nicht dekorieren. Allerdings habe ich vor, mich nächstes Wochenende schon mal auf die kommende Osterzeit einzustimmen. Denn dann treffen süße Küken, kuschelige Kaninchen, blökende Schafe und handwerkliche Kunst aufeinander. Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr findet rund um das Museum "His-Törchen" in Issum der 25. Ostermarkt statt (übrigens dem Dorf, mit den wenigsten Regen und den meisten Sonnenstunden in ganz NRW) Der Besuch des Ostermarktes, der übrigens immer vier Wochen vor Ostern stattfindet, ist für uns zu einer Familientradition geworden. Und habt Ihr schon was Schönes vor? Erzählt doch mal.

Euch ein wunderbares frühlingshaftes Wochenende!
Herzlichst, Nicole