

Erinnert Ihr Euch vielleicht an meinen Beitrag zur Naturschutz-Studie
"Insektensommer 2019"? Da ging es um unter anderem um das Thema "Fressen und Gefressen werden". Ein interessantes Buch zu diesem Thema hat die Geoökologin
Sigrid Tinz aka
@kraut_und_buecher,
»Nahrungsnetze für Artenvielfalt« im
Pala Verlag veröffentlicht, welches ich heute hier bei mir vorstellen darf. Mit viel Liebe zum biologischen Detail erklärt die Geoökologin anhand von Ausschnitten aus Garten und Landschaft, wer von wem gefressen wird, wer die Überreste vertilgt und wie in unseren Ökosystemen alles mit allem zusammenhängt. Dabei wird deutlich, wie wichtig vielfältiges Leben auf der Erde ist und welche Folgen menschliches Handeln für die Biodiversität hat. Sie nimmt verschiedene Lebensräume genauer unter die Lupe und stellt unterhaltsam und fundiert die einzelnen Akteure der Nahrungsnetze und ihre komplexen Beziehungsgeflechte vor. Gartenboden, Blumenbeet, Wiese oder Mauersind so Schauplätze des Fressens und Gefressen Werdens. Veranschaulicht wird das Ganze mit den charmanten Illustrationen von Magret Schneevoigt.
Info des Verlages:
Igel schützen, Bienen helfen, Vögel füttern: Projekte zum Schutz bedrohter Arten sind beliebt. Aber sie reichen nicht aus, um die Biodiversität zu erhalten. Ohne Blattläuse werden Vogelküken nicht satt, ohne Springschwänze und Asseln entsteht kein Humus, ohne fruchtbaren Boden gibt es keine Blüten für die Bienen.
Mit ihrem Buch macht Sigrid Tinz deutlich, warum auch die unscheinbaren, unbeliebten und unbekannten Arten im großen Netzwerk der Natur so wichtig sind. Dazu nimmt die Geoökologin verschiedene Lebensräume im Garten und in der Landschaft genauer unter die Lupe und beschreibt unterhaltsam und fundiert, wie wichtig die einzelnen Akteure der Nahrungsnetze und ihre komplexen Beziehungsgeflechte sind. Gartenboden, Blumenbeet, Wiese oder Mauer werden so zu Schauplätzen des Fressens und Gefressenwerdens. Im Vergleich zu den spektakulären Nahrungsnetzen der ostafrikanischen Savanne oder des arktischen Meeres ist vor unserer Haustür alles ein bisschen kleiner und unspektakulärer, bei genauer Betrachtung aber genauso spannend und schützenswert.
Mit diesem Buch wächst das Verständnis für die Bedeutung der vielfältigen Beziehungen innerhalb der Ökosysteme – vor allem für uns Menschen.
Die Autorin
Sigrid Tinz ist freie Journalistin, Autorin und Referentin für Umwelt-, Natur- und Gartenthemen. Die Geoökologin lebte mit ihren vier Kindern und der Katzendame Miezi lange im Münsterland und wohnt nun in Hannover. Ökologische Zusammenhänge zu vermitteln und Lebensräume der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu fördern und zu schützen, liegen ihr am Herzen. Sowohl beruflich als auch privat. Ihre liebste Freizeitbeschäftigung aktuell: Den Großstadtgarten im neuen Zuhause aus dem Schotter-Rasen-Dasein zu befreien und in ein funktionierendes Nahrungsnetzwerk zurück zu verwandeln.
Ein Buch vom Fressen und Gefressenwerden
160 Seiten, Hardcover, 19,90 €
ISBN: 978-3-89566-417-5
Übrigens habe ich mal unsere Hecke hinterm Hühnerhäuschen gecheckt, ob auch alles zu finden ist, was laut
Sigrid Tinz aka
@kraut_und_buecher da sein sollte. Seid Ihr neugierig geworden? Dann los:
✅ Haselstrauch
✅ Haselnuss
✅ Nest der Heckenbraunelle
✅ Heckenbraunelle
✅ Brombeeren
Eine Haselmaus habe ich nicht gesehen, aber sie ist auch nachtaktiv und gehört zur Familie der Bilche.
Nun bin ich auf weitere Checkups gespannt, Ihr auch?
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