Donnerstag, 15. April 2021

Alpsche Ley (oder "Ley-Linien - altes Wissen!")


Habt Ihr Lust heute mich ein Stück des Weges zu begleiten? Ich bin auf dem Weg zur Blumenwerkstatt. Denn solange es noch so eisig ist und Schnee und Graupel sich mit Regen und Sonne abwechseln arbeiten wir dort in den geschützten Räumen. Alleine der Weg zur Werkstatt macht mich glücklich. Die "Alpsche Ley" fließt nämlich daran vorbei und auch wenn man hier, wie so oft bei uns am linken Niederrhein, keine "richtige" Quelle ausmachen kann und der Bach einfach so im Niemandsland anfängt, verrät uns schon der Name "Alpsche Ley" das hier eine landschaftliche Verbindungslinie mit einer besonders ausgeprägten positiven Energie zu finden ist. Habt Ihr schon einmal etwas von den "Ley-Linien" gehört? Nein?! Die "Ley-Linien" sind nach altem Wissen ein Energienetz, das heilige Stätten und mystische Orte als Landmarken miteinander verbinden. Ein spannendes Thema wie ich finde, da es gerade hier am Niederrhein sogar wortwörtlich sehr viele Leys gibt und sie mich geradezu magisch anziehen.. lach! Da wundert es Euch sicher nicht, dass viele meine Lieblingswanderrouten entlang einer Ley liegen. In unserem Lieblingswald findet Ihr die "Saalhoffer Ley" und in der Nähe unseres Lieblingswaldspielplatzes beginnt die "Hohe Ley". Es gibt die "Boetzelaersche Ley" oder gar einen "Leybach". Ach, ich kann sie gar nicht alle nennen. Und nun noch ein paar Zeilen zu den Pappeln, die entlang der "Alpschen Ley" stehen. Die Pappel wurde bei uns am linken Niederrhein bereits seit dem 15. Jahrhundert angepflanzt, denn so sollte der große Bedarf an Holzschuhen, den sogenannten Klompen, gesichert werden. Noch heute gibt es in den benachbarten Niederlanden Unternehmen, die das althergebrachte Schuhwerk herstellen und die das Holz der Pappel dafür nutzen. Ansonsten steht es traurig um die Pappel. Die in früheren Jahren sonst gern gesehene Pappel hat es schwer am linken Niederrhein. Obwohl sie, genau wie die Kopfweide, eine Weichholzart ist, hat sie es nie geschafft ein Wappensymbol zu werden und ihre Popularität schwindet. Bald müssen wir wohl ganz von den alten Pappelalleen Abschied nehmen, da sich auch zunehmend Auen und natürliche Bachläufe verabschieden. So, und nun muss ich mich beeilen, sonst komme ich noch zu spät zur Arbeit. Lieben Dank für Eure nette Begleitung. Bis bald.



26 Kommentare:

  1. Servus Nicole, den Ausdruck "Ley" habe ich noch nie gehört. Aber diese wunderschönen und naturbelassenen Bachläufe gibt es in Österreich auch und ich liebe sie seit meiner Kindheit. Schöne Spielplätze der Kindheit und Erinnerungen.
    Lg aus Wien

    AntwortenLöschen
  2. Interessant, kommt doch der Begriff Ley am Mittelrhein nur als Begriff für Felsen - wie bei der berühmten Lore-Ley - vor. Ich hab auch noch eine ganze Reihe anderer Ley-Felsen am und im Strom besucht. Wasserlinien im Zusammenhang mit diesem Begriff sind mir bis jetzt nicht bekannt. Das Wasserlinien damit bezeichnet werden, scheint also eine Spezialität bei euch zu sein und eventuell auf einen ganz anderen sprachlichen Ursprung zurückzuführen als das auch im Namen "Leiendecker" ( Dachdecker von Schieferschindeln ) noch vorhandene "leye". Das Phänomen, das Bäche einfach auf einmal da sind, kommt ja auch in den Broich- Gebieten vor.
    Interessant auch die Pappeln ( kannste gerne bei "Mein Freund, der Baum" bei mir verlinken ).
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also eigentlich waren "Leyen" (kleine angelegte Bäche) Leitlinien der "Broich- oder auch Bruchkolonisation" des späten Mittelalters, die zum Ziel hatten, das nasse Weideland zu entwässern und zu ertragreicherem Grünland oder Ackerland zu machen. Aber mir gefällt einfach der Gedanke, dass es noch einen tieferen, ja geradezu magischen Grund gibt. Astrid, Du kennst mich doch.. lach! Herzlichst, Nicole

      Löschen
  3. Liebe Nicole,
    den Begriff Ley-Linien kenne ich noch aus der Zeit, als ich mich sehr intensiv mit Esoterik im weitesten Sinne beschäftigt habe. Aus unserer Gegend kennt man das Wort Ley aber vor allem von dem Felsen der Loreley. Es heißt, dass Ley ursprünglich aus dem Keltischen kommt und Schiefer bedeutet. Das kommt beim Loreley-Felsen jedenfalls hin. Darüber hinaus bin ich in unserer Gegend noch nie auf Begriffe gestoßen, die das Wort enthalten. Toll, dass du die Ley-Linien mal erklärt hast. Danke fürs Verlinken zum Naturdonnerstag.
    Herzliche Grüße - Elke (Mainzauber)

    AntwortenLöschen
  4. Your photos promise green very soon!

    AntwortenLöschen
  5. Die Bedeutung Ley, also eigentlich kenne ich nur die Lore-Ley, habe ich noch nie hinterfragt und deine Erklärung hat mein Wissen jetzt erweitert. Ist ja nie zu spät dafür.
    L G Pia

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Nicole,
    da habe ich mal wieder was dazu gelernt, mir hat das überhaupt nichts gesagt. Aber es schaut richtig nach Frühling aus, so langsam werde ich neidisch, denn hier liegt noch Schnee auf der Terrasse. Seufz!
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Nicole,
    ich bin da doch immer offen für neues altes Wissen, deine Bilder dazu sind einfach nur malerisch und ganz bezaubernd! So einen schönen Weg zur Arbeit hätte ich auch gern !
    Ganz liebe Grüße
    Gabi

    AntwortenLöschen
  8. Das sind Lieblingsbilder vom Niederrhein. Danke dafür und die tollen Infos. Es ist wirklich wichtig, dass nicht alles vergessen wird.
    LG
    Magdalena

    AntwortenLöschen
  9. Da sagst du was mit den Pappeln... Hier in der Gegend gab es ganze Pappel-Alleen, die sind seit der Wende alle systematisch verschwunden. Ich mag diese schmalen hohen Bäume, die wie Säulen aufragen und im Wind schwanken. Genau das wird aber zur Begründung her genommen: Pappeln brechen leicht und sind bei Wind eine Gefahr. Möglich, dass das stimmt, du schreibst ja, es ist weiches Holz.
    Schade ist es trotzdem um diese Bäume.
    Vielen Dank für den Spaziergang. Den Begriff Ley kannte ich nicht.
    LG von TAC

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Nicole,

    mir gefallen die Kopfweiden sehr :-)

    Wünsche noch ein schönes Wochenende.

    LG Bernhard

    AntwortenLöschen
  11. Yo te acompañaría, el camino es precioso. Besos.

    AntwortenLöschen
  12. So schöne, satte Farben!
    Was genau ist denn die Blumenwerkstatt und was machst du dort (vor allem seit wann?) Steht die im Zusammenhang mit dem Blumenautomat, den du bei ig schon öfter gezeigt hast?
    Alles Liebe Babsy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich arbeite jetzt in einer Blumenwerkstatt und helfe u.a. dabei den Blumenautomat zu füllen, liebe Babsy. Lies doch mal "April, April". ;) Drücker, Nicole

      Löschen
  13. I'd absolutely love to accompany you! I would want to take in every detail of the stunning landscape in your corner of the world!

    AntwortenLöschen
  14. These are some lovely scenes along your way. The skies are fabulously blue. It's interesting to read about the trees there, too.

    Thanks for joining us at 'My Corner of the World' this week!

    AntwortenLöschen
  15. Das Wissen ist immer so spannend bei dir und die Fotos dazu sind wunderschön, danke für diese Information!
    Viel Spass in der Blumenwerkstatt!
    Schönes Wochenende wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  16. So Fels Wasser Scheiden gibt es in meiner Geburtsheimat auch. Mystisch anmutende, egal, ob man nun esoterisch angehaucht war bzw ist oder nicht. Für unsere Vorfahren waren das wichtige "Wege". Auch erinnere ich mich, wie mal an einem Felsen wg der Strasse gearbeitet werden sollte, eine kleine Sache, die sich als sehr komplex entpuppte, aus diesen Gründen. Hätte man den ein oder anderen Anwohner doch nur gefragt,... Altes Wissen hat nicht immer was mit "so altem Kram" zu tun.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Nina
    Sehr interessant, Danke Dir für den mystischen Rückblick.

    AntwortenLöschen
  17. Wie interessant liebe Nicole, man lernt einfach nie aus und nun bin ich wieder ein bisschen schlauer geworden, denn den Ausdruck kannte ich überhaupt nicht. So schön ist nun Dein Arbeitsweg, einfach herrlich wenn man in so einem Idyll wohnen darf♥ Einen schönen Sonntagabend.

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

    AntwortenLöschen
  18. Es geht doch nichts über einen schönen Arbeitsweg!
    Hab eine gute Woche, liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  19. einen schönen Weg hast du da zu gehen ..
    Ley.. ja das kennt man hier von den Schiefer und Lavafelsen
    in Verbindung mit Wasser eher nicht

    ich bin da auf einen interessanten Artikel gestoßen
    ich schick den Link aber extra.. falls du ihn nicht auf dem Blog haben möchtst kannst du ihn wieder löschen

    viel Spaß noch bei der Arbeit.. das würde mir auch gefallen..

    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Nicole,
    was für ein spannendes Thema und schade, dass so viele von diesem alten Wissen gar keine Ahnung mehr haben (ich leider auch nicht).
    Wäre es nicht schade, wenn das verloren ginge?!
    Hab vielen Dank, dass du darüber schreibst. Ich mag das sehr.
    Was für einen schönen neuen Job, dem du da jetzt nachgehen darfst. Das ist doch etwas ganz anderes, als die Bücher - ähhhh - Buchungen ;o)
    Weißt du, dass ich mir immer gewünscht habe, mal mit dem kompletten Zubehör eines Blumenladens Sträuße binden zu dürfen? Genieß die Zeit für mich mit.
    Schön war es, dich zu begleiten.
    Herzliche
    Claudiagrüße

    AntwortenLöschen
  21. Von diesen Ley-Linien habe ich schon mal gehört. Spannend. Dass diese Pappelalleen und Bachläufe verschwinden, finde ich tragisch. Sie sind so landschaftsprägend und wichtig für die Tierwelt.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  22. Moin, du bist doch auch in dem Buch, was ich zZ jeden Tag immer wieder lese, Zuhause ist , wo meine Hühner sind vom Verlag Freies Geistesleben, oder täusche ich mich ? Nein, das bist DU, toll, Glückwunsch, das Buch ist super schön. Herzlichst Kathrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hast Du recht, liebe Kathrin. Ich bin mit von der Partie bei Tanja's Buch. Danke Dir - ich finde es auch mega schön! Lieben Gruß, Nicole

      Löschen

♥ Danke, dass Du Dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst ♥

Ich bin gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dazu verpflichtet, Dich darauf hinzuweisen, was mit Deinen Daten passiert, die Du hier im Kommentarfeld hinterlässt. Bitte beachte deshalb meine Datenschutzerklärung. Danke!