Hand in Hand schlendern mein Göttergatte und ich den staubtrockenen Feldweg entlang, vorneweg läuft unsere Hündin Julie. Die Grillen zirpen ihr Abendlied und ein warmer Wind lässt die vertrockneten Gräser leise flüstern. Ein heißer Sommertag neigt sich dem Ende. Obwohl es schon spät am Abend ist, flirrt die Luft noch über den gemähten Getreidefeldern, eine Ernte wird es wohl hier nicht geben. Julie ist ganz in ihrem Element, sie schnüffelt, hüpft und rennt. Plötzlich bleibt sie abrupt stehen. Kurz vor ihr fliegt laut keckernd ein Fasan in die Luft und ich halte für einen Moment den Atem an. Was für ein Schreck! Ich lache meinen Göttergatten verlegen an und wir laufen weiter. Vorbei an dürren Wiesen, zu niedrigen Maisfeldern, deren Blätter sich vor Durst zusammen gerollt haben, und müden Zuckerrüben. Es müsste endlich einmal regnen. Der Niederrhein scheint langsam zu vertrocknen. Die letzten Regenschauern waren viel zu kurz und unergiebig. Ich blicke hoffnungsvoll in den dunkler werdenden Abendhimmel, doch sind die versprochenen Regenwolken nicht zu sehen. Dafür geht die Sonne langsam im Westen golden unter und ein kühlerer Wind kommt auf, irgendwo in der Nähe scheint es regnen. Nur nicht bei uns.
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