Nicht weit von uns, direkt hinterm Bach, leben seit ein paar Jahren ungarische Lockengänse. Wundert Ihr Euch, dass sich die Federn locken? Das kommt daher, dass die Federn der Lockengans nur kurz bis über der Haut einen festen Kiel haben. Danach wird der Kiel direkt weich, spaltet sich und fängt an, sich zu verdrehen. Die sehr weichen Federn dieser Gänseart haben folglich auch ein großes Volumen und eignen sie sich hervorragend als Füllmaterial. Doch unsere nachbarschaftlichen Gänse haben Glück, sie dürfen als Ziergeflügel ihr Leben genießen. Mit lautem Schnattern, Zischen und Fauchen wachen sie über ihr Zuhause. Wehe dem, der ihnen zu nahe kommt und für gefährlich gehalten wird. Sogar unsere Hündin Julie, die großes Federvieh gewöhnt ist und ausgeprägte Hüte-Tendenzen hat, bleibt bei ihnen brav auf Abstand. Umso erfreuter war ich, dass mich die Leitgans aus früheren Zeiten wieder erkannt hat und ich von der fröhlichen Bande ein paar Schnee-Fotos machen durfte.
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