Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder zu mir gefunden habt. Möchtet Ihr auch eine Tasse Kaffee und eine frischgebackene Waffel mit Mirabellenmarmelade? Dann greift doch bitte zu! Und wenn Euch der Duft des Rainfarns und des Wasserdost stört, gebt bitte Bescheid. Ich stelle die Vase mit den Gartenblümchen dann nach draußen. Die Sommerferien sind leider zu Ende und der Alltag hat uns wieder. Die Jungs radeln wie immer morgens früh zur Schule und kommen erst gegen späten Nachmittag nach Hause, mein Göttergatte arbeitet mal von zu Hause oder im Hauptbüro und ich selber sitze in verschiedenen Wartezimmern herum und hoffe auf Heilung. Leider gibt es bei mir nichts Neues zu berichten. Der Schmerz hat mich immer noch fest im Griff und das obwohl ich starke Medikamente nehmen muss. Doch das Leben geht weiter, nicht wahr?! Da hilft es nicht zu jammern, zu weinen oder zu heulen - da muss frau durch. Doch wenn ich ehrlich bin, fällt es mir sehr schwer: ich, die meine Ruhe und meinen Frieden in der freien Natur gefunden habe, stillstehend, schweigend und staunend die Flora und Fauna beobachtet habe, ausgerechnet ich finde keine Ruhe mehr. Apropos Natur. Stellt Euch mal vor, was kurz nach unserem Urlaub passiert ist. Eine liebe Freundin von mir rief an und fragte, ob sie eben schnell vorbeikommen könnte. Sie hatte am helllichten Tag einen völlig ausgehungerten und schwachen Igel gefunden und würde sich freuen, wenn wir ihn genau wie Kalle in unsere Obhut nehmen und ihn für den Winter aufpäppeln würden. Nun sitzt der kleine Kerl in Kalle's altem Gehege und wird von meinem Göttergatten und mir jeden Tag mit Katzenfutter und Haferflocken versorgt. Es ist ein lustiges kleines Kerlchen! Wobei ob es ein Kerlchen ist, wissen wir noch gar nicht. Denn der junge Igel lässt sich nicht von uns anfassen. Nein, im Gegenteil. Obwohl er so schwach ist, hat der kleine Insektenfresser meinem Göttergatten sogar schon in den Finger gebissen. Nicht schlimm, aber so etwas sind wir von "unserem" Kalle gar nicht gewohnt. So, meine Lieben, genug geschwatzt. Jetzt habe ich noch ein ganz wunderbares Mirabellen-Rezept für Euch, welches ich Euch aus dem Urlaub mitgebracht habe. Genau wie die Mirabellen übrigens auch. Sie wurden direkt neben der kleinen weißen Kirche auf der Halbinsel Kegnaes in Dänemark gepflückt. Und da meine Freundin ihren Thermomix mit im Gepäck hatte, wurden die Mirabellen noch am selben Abend verarbeitet. Dazu buk meine Freundin sogar noch ein besonders fluffiges Weißbrot (ja, wir wurden von meiner Freundin wirklich verwöhnt!) - mmmmhhh!
Mirabellenmarmelade
Zutaten
- 1,2 kg entkernte Mirabellen
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- Schale einer ungespritzten Bio-Zitrone
- Vanillezucker
Zubereitung
Mirabellen waschen, halbieren und entkernen (nicht schälen). Mirabellen in den Thermomix geben und 5 Sek. / Turbo-Stufe zerkleinern. Gelierzucker zugeben und nochmals 5 Sek. / Turbo-Stufe. Zitronenschale hinein reiben, 18 Minuten / 100 °C / Stufe 3 kochen. Zum Schluss 5 Sec. / Stufe 8 zerkleinern, in heiß ausgespülte Einmachgläser geben und für ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen.
Ich wünsche Euch einen guten Appetit
und ein wunderbares Spätsommerwochenende!
Herzlichst, Nicole